Auch im mittleren VA-Sektor verbreitet sich die LED Technik zunehmend. Daher würde ich mal gern ein paar Erfahrungen im Umgang mit dieser erfragen. Es geht mir eigentlich darum, dass bis dato immer die Feststellung bei vergangener LED-Technik vorhanden war, dass die Geräte (PARs, LED-Bars etc.) zwar eine sehr hohe Blendwirkung haben, was man immer schön an den „sachdienlichen Hinweisen“ älterer Besucher feststellen konnte, aber sozusagen ein gewisser „Lichtdruck“ fehlte. Sprich, die Bühne wurden bei der Farbe blau, halt nicht blau, wie bei PAR-Kannen obwohl in Richtung der LED-Einheiten der Blick schon deftig war.
Da man bei uns aber aktuell aber dennoch an die Anschaffung von 8-10Stück LED-Sticks mit Multichiptechnologie/Tricolour/3in1 aufgrund des mittlerweile guten Preis-Effektverhältnis denken, wollte ich vor einem Fehlkauf erst einmal auf ein paar Erfahrung in der praktischen Arbeit abstellen. (bei späterer Erweiterung kann ich mir da aber auch jetzt schön sehr schöne Matrix- und Farbverlaufseffekte vorstellen)
Gerade bei billigen geliehen Bars musste man oft feststellen, dass die Dinger z.B. in einer aufrechten Anordnung zwar saumäßig blenden können, aber eine richtig rot oder blaue Bühne war es dennoch nicht. (liegt es eventuell an einem Beleuchtungsfehler von mir?)
Neige ich die Dinger soweit ein, dass sich nicht mehr zum Publikum blenden, geht teilweise die Farb- und vor allem Streifenverlaufswirkung verloren und auch der Wasserfalleffekt sieht nicht mehr so schön aus, wie bei einer aufrechten Anordnung.
Daher würde mich grundlegend bei Einsatz von Bars interessieren, wie ich diese perfekter Weise so einsetzen kann, dass ich einen schöne Backtruss-/Trussteheranordnung hinbekommen, die auf der einen Seiten meine Bühne in schönes kräftiges farbiges Licht taucht und die schönen Streifenlauflichter rüberbringt sowie man zum anderen nicht immer das Publikum mehr als nötig blendet, außer man will es bei einer speziellen Songszene als Blinderwirkung mal mit 100% weiß provozieren. Frostfilter war mal ein erster Gedanke dazu, allerdings kann man die Leuchtkraft dann gleich einsargen und eine kurzzeitig gewollte Blendwirkung ist dann auch im Ars…. Ich hoffe, dass es dafür eine praktische Lösung gibt und sich hohe Leuchtkraft und Blendfreiheit bei LED-Bareinsatz nicht gegenseitig zwingend ausschließen.
Hintergrund ist auch der,dass man gern für ein paar Bühnensachen LED-Bars (anfänglich ca. 10Stück) zusammen mit 8 x Moving Head P6 in der Backtruss/Trussteher einsetzen möchte.
Die LED-Bars sollen dabei den beleuchtungstechnischen Gegenpart zu den Moving Heads bilden, PARs ersetzen und sozusagen das Rot auf die Bühnen bringen, wenn die MHs blau sind etc. Allerdings wäre auch eine senkrechte Anordnung wünschenswert, um die ganzen „Lauflicht-/Wasserfalleffekt“ und auch ab und zu einen weißen Blendeffekt mit nutzen zu können. Da die maximale Bühnengröße dafür bei 10x8m liegt, aber meist deutlich drunter, sollen die Sticks die Farbe aus einer Linsen mischen, sowie auch im unteren gedimmten Level nicht in der Farbmischung vollkommen auseinander laufen. Da man sich hier aber „nur“ im kleinen bis mittleren VA-Bereich befindet, setzt der Budget wie immer leider Grenzen, womit eine film- und fernsehtreue Farbwiedergabe in den Hintergrund tritt. Die Farben müssen nur brauchbar und vor allen kräftig und weiß darf dann auch mit Blendwirkung sein. Somit scheiden Geräte über 1000€ leider zumindest in größeren Stückzahlen aus. Frontlicht bleibt konventionell mit Fresnel und Profilern.
Ist daher das Vorhaben aus beleuchtungstechnischer Sicht mit Sticks realsierbar, wenn ja wie bzw. mit welchen Kniffen und welche Geräte würden sich dafür anbieten?
Oder ist das mit Sticks als alleiniger Gegenpart zu Mhs nicht machbar und man muss mit anderen Geräte umdenken?
Für eure Hinweise und Tips bedanke ich mich im voraus.
Beste Grüße
André