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Alte Sennheiser-Funken umrüsten

  • Euro
  • 22. Juni 2011 um 21:05
  • Euro
    Beiträge
    7
    • 22. Juni 2011 um 21:05
    • #1

    Hallo zusammen!

    Ich bin hier leider nicht allzu oft unterwegs, lese nur gelegentlich mal mit; aber ich habe eine Frage, bei der ich mir dachte, dass ich bei Euch hier richtig bin ;) Falls dieses Thema shcon mal woanders diskutiert wurde, bitte ich um Entschuldigung; ich habe eben schon die Forumssuche bemüht, habe aber nichts dazu gefunden.

    Es gibt doch jetzt aufgrund der digitalen Dividende hier und dort günstige Funken; u.a. bin ich auf ein Set Sennheiser ew 365 G2 für 300 € (Handsender + Empfänger) gestoßen. Das Problem: Das Set liegt im D-Band, welches demnächst vom unteren LTE-Band belegt wird. Sennheiser bietet eine Umrüstung auf das E-Band um, welches die kosten- und anmeldelosen Frequenzen von 863-865 MHz enthält; für stolze 250-300 €. Sogar mit dem recht günstigen Preis des 365er-Sets lohnt sich dann aber auch schon fast ein Neukauf (klar, Sennheiser wäre schön blöd, wenn sie das günstiger machen würden; immerhin wollen die ja auch nur ihre neuen Funken verkaufen...).

    Jetzt meine Frage, zu der ich bei ganz Google noch nichts gefunden habe: Kann man das nicht mit etwas E-Techniker-Geschick selber umrüsten; die Frequenz verschieben, oder sonstewas? Nachrichtentechniker vor, aber ich bin auch auf alle anderen Antworten gespannt!

    Grüße & Thx ;)
    €

  • erik
    Beiträge
    1.408
    • 22. Juni 2011 um 22:01
    • #2

    Die reine HF-mäßige Abstimmung könnte man evtl hinbekommen, das Problem ist aber dass das ganze Digital angesteuert wird und du wahrscheinlich an die Firmware nicht ohne weiteres rankommst.

  • Euro
    Beiträge
    7
    • 23. Juni 2011 um 07:03
    • #3

    Ja sowas vermute ich auch. Wenn ich mich nicht ganz irre, hat der Empfänger zumindest eine Ethernet-Schnittstelle; kann gut sein, dass die darüber neue Firmware aufspielen. Irgendwo hab ich aber auch gelesen, dass die ganze Hauptplatine getauscht wird...ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die sozusagen fünf in der Hardware unterschiedliche Produkte nur für die Frequenz entwerfen; sowas macht doch den Fertigungsprozess viel teurer...

    Hatte halt gehofft, dass man iwie mit irgendeiner Firmware über nen tftp oder so da was machen kann...

    Grüße!
    €

  • hermste
    Profi
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    9
    Beiträge
    925
    Marktplatz Einträge
    2
    • 23. Juni 2011 um 07:26
    • #4

    Die gesamte HF-Vorstufe ist auf den Frequenzbereich eingestellt. Daher muss definitiv die HF-Platine (meist ist diese in der Hauptplatine integriert, also nicht separat) getauscht werden.
    Lediglich ganz aktuelle hochpreisige Modelle schaffen große Freuqenzbereiche (Sennheiser 3732-II, Wisycom, Shure UHF-R) - durch überlappende Frequenzbereiche, die elektronisch dann auf den genutzten Frequenzbereich adaptiert werden (genauer habe ich mir das vom Shure Servicetechniker nicht merken können...).
    Also, es ist defintiv so, dass die ganze HF-Elektronik getauscht werden muss, daher ist das auch meistens sehr kostspielig.

    Viele Grüße,
    Hermann

  • Euro
    Beiträge
    7
    • 23. Juni 2011 um 07:47
    • #5

    Ok vielen Dank...dann kann ich das wohl vergessen ;) Schade eigentlich, wäre ne Möglichkeit gewesen, günstig an ein paar schöne ew 365er ranzukommen ;(

    Grüße!
    Mark

  • Audiowerk
    Verifiziert
    Beiträge
    2.757
    • 26. Juni 2011 um 23:40
    • #6

    Man kommt in diesen Fragen immer wieder auf das Eine zurück: in unseren Ligen lassen sich die Funksysteme nicht wirtschaftlich umkonfigurieren. Dafür ist die HF-Technik einfach zu komplex. Allein der Umbau einer Festfrequenzanlage auf eine benachbarte Frequenz ist so zeitaufwendig und benötigt derart viele teure Gerätschaften zum Abgleich, dass das heutzutage ein Fass ohne Boden darstellt. Von einem Wechsel in andere Frequenzspektren mal ganz zu schweigen...

  • test
    Profi
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    10.225
    Marktplatz Einträge
    4
    • 27. Juni 2011 um 13:22
    • #7

    auf jedenfall weißt du jetzt, warum die strecken so 'günstig' sind :)

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • andi.bt
    Beiträge
    709
    • 11. Juli 2011 um 01:43
    • #8

    Mein Tipp: Funken so lange verwenden wie möglich und dann ins Ausland verkaufen. Alles andere macht zumindest für mich keinen Sinn..

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 11. Juli 2011 um 14:46
    • #9
    Zitat von "andi.bt"

    Mein Tipp: Funken so lange verwenden wie möglich und dann ins Ausland verkaufen. Alles andere macht zumindest für mich keinen Sinn..


    Ich sehe das eher als Rechenaufgabe.

    So lange behalten und nutzen, bis die Strecken ihr Geld eingespielt haben. Wenn eine Nutzung nicht mehr möglich ist (irgendwann zwischen heute und 2015, je nach Lokalität) - umrüsten oder mit Prämie abwracken. Die ersten Angebote mit Abwrackprämien gibt es ja bereits.
    Verkauf ins Ausland - wohin? West-Europa fällt aus (Digitale Dividende I), die USA (Mobilfunk) auch.
    Andersherum kann man in den USA C-Band-Strecken teilweise günstiger kaufen als sie hier auf das C-Band umzurüsten. Dort ist ja das 700er-Spektrum an die Mobilfunker vergeben worden, ähnliche Situation wie bei uns nur mit dem kleinen Unterschied, daß es dort kaum Regulierung gibt und daß der normale Verleiher nicht einmal Lizenzen erwerben konnte, selbst wenn er wollte. Das ändert sich dort auch langsam.

    Was eine Unbekannte ist: wann und in welcher Form wird das Spektrum 710 - 790 MHz versteigert. Ich gehe von einer Restnutzungsdauer von mindestens 5 Jahren aus, weil dann die Entschädigungsfrage (wieder mal) vom Tisch ist.
    Zur Zeit tut sich technisch Einiges, das würde ich abwarten.

    Ganz allgemein kann man Drahtlostechnik nicht mehr mit einer geplanten Nutzungsdauer von mehr als 5 Jahren kaufen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

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