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Aktuelles Lichtdesign vs. "Altes Rock n Roll Licht"

  • karel noon
  • 3. September 2012 um 23:52
  • Marcel
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    • 17. November 2012 um 19:18
    • #41

    Moin,
    Da muss ich doch glatt auch nochmal meinen Senf mit einbringen...

    Vorab, ich bin nur "Endkunde" auf Konzerten, hab ansonsten hobbymäßig auch nur mit Ton zu tun, interessiere mich aber grundsätzlich auch etwas für Licht - hab aber fast Null Ahnung davon. Und jetzt Achtung: Eigene Meinung!

    Wenn ich ein Konzert besuche steht für mich seit jeher absolut die Musik und der/die Künstler/in im Vordergrund. Alles Andere sollte maximal unterstützen, aber nicht vom Hauptgeschehen ablenken. Ich muss gestehen ich meide mittlerweile diverse Großproduktionen, weil mir da einfach viel zu viel Gehampel drum herum ist. Ich will kein Musical oder Theater sehen, Celine Dion hat sowas in Las Vegas sehr schön durchgezogen. Wenn ich im Konzert bin will ich keine riesen Videowand welcher Art auch immer mit irgendwelchen Einspielungen, ich will keine 20 Mann Tanztruppe, jedes Lied neue Klamotten an, usw. ich will den Kerl mit der Strat vorne haben oder das Mädel mit ihrem Klavier...was auch immer. Solche Sachen wie Kylie Minogue oder Pink finde ich super zu Hause mit Beamer im Heimkino. Hätte ich so viel Geld ausgegeben um das live zu erleben hätte ich mich geärgert. Ein Springsteen hat nur bisserl buntes Licht und Schluss. Und da kocht auch 3,5Std. der Pöbel vor der Bühne :D Einige positive Beispiele sind für mich z.b. Blackmore's Night mit etwas Bühnendeko, etwas buntem Licht und ab und an ganz dezenten Effekten vom Beamer auf den schwarzen Backdrop. Oder aber Katzenjammer. Da gibt's nur buntes Licht, aber effektiv eingesetzt. Oder Chris Rea... Aber dieses ganze Gezappel und Gehampel was anscheinend von der breiten Masse gefordert wird und "in" ist mag ich persönlich gar nicht. Möglicherweise bin ich da eine Ausnahme aber das ist meine Sichtweise. Man kann auch mit Unmengen an Wackellampen dezente und sehr geile Effekte erzeugen ala Phil Collins Live and Loose in Paris. Hier unterstützt das Licht, es ist ein super eingebrachter Bestandteil der Show, aber dominiert diese nicht (finde ich).

    Das hier schon angesprochene Gefühl für die richtige Stimmung fehlt anscheinend Einigen aus der Branche - oder sie werden in diese Schiene hineingezwungen. Letztendlich setzt man ja nur Wünsche um. Ich finde es jedenfalls schade.

    Was ich auch noch klarstellen möchte: Ich will hier auf keinen Fall den Leuten an den Kragen. Rein technisch gesehen finde ich solche Produktionen genial, egal ob U2 mit ihrer Megabühne oder Kylie oder oder, ist aber nicht mein Stil.
    Die Edit wollte noch anmerken, dass ich auch nichts gegen LED, Wackellampen oder sonstwelchen modernen Schickschnack habe - er muss nur angemessen eingesetzt werden.

    Grüße
    Marcel

    P.S./OT: Ich habe selten so einen geilen Live-Sound wie bei Katzenjammer gehört und die Combo rockt absolut. Falls hier wer deren Ton'ler Harald kennt soll er ihm mal ein Busserl geben - wobei das wahrscheinlich schon die Mädels übernehmen :wink:

  • madmax
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    • 18. November 2012 um 16:06
    • #42

    Ich seh's im Grunde genauso.

    Was ich mich dann frage ist; wie sich die Kosten für die Technik aufteilen.
    Also wieviel Prozent für "Ton" und wieviel für "Licht". Und ob bzw. wie sich dieses Verhältnis in den letzten 20-30 Jahren verändert hat. Auch vom jeweiligen Personalaufwand her.
    Interessant sicher auch, wie sich die Kosten insgesamt verändert haben. Nehmen wir zum Beispiel die letzte DEMO Stadiontour und gegen die neue nächstes Jahr.
    Vielleicht gibts hier Leute; welche in derartige Kalkulationen Einblick haben...

    Bei der neuen Hosen-Tour heißts auch, das man übertrieben hat, vor allem mit den Video-Walls. Habs selbst allerdings nicht gesehen, berichtet wurde mir aber von Leuten, die mit der Materie nix zu tun haben

    Als positives Beispiel muß ich wiederholt Rammstein anführen.
    Dort ist zwar eine Menge leuchtendes Material mit einer Million DMX Kanäle im Einsatz, aber setzt dort meiner Meinung nach Musik perfekt in Licht um. Bishin zu kompletter Dunkelheit auf der Bühne. Manche Lampen kommen nur bei einem einzigen Titel zum Einsatz, manchmal sind nur die dicken Verfolger an, manchmal zucken nur die LED-Stripes ganz kurz.
    Geil finde ich die großen Zahnarztlampen. :D
    Naja und die Pyrotechnik verlangt ohnehin nach besonderer Behandlung, wenn sie wirken soll...

    Never stop a running System

  • 4Art
    Profi
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    6.137
    • 18. November 2012 um 16:40
    • #43

    Zum Thema Parlicht:

    http://www.youtube.com/watch?v=nUvlNhi6Lrg

    :D:D:D

    Allerdings frage ich mich, ob das Kraftwerk für die Stromerzeugung direkt neben der Halle steht :shock:

    Farbfilter verbrennen können hier auch keine...

  • tufkamar
    Gast
    • 18. November 2012 um 17:20
    • #44
    Zitat von "4Art"

    Zum Thema Parlicht:
    http://www.youtube.com/watch?v=nUvlNhi6Lrg
    :D:D:D
    Allerdings frage ich mich, ob das Kraftwerk für die Stromerzeugung direkt neben der Halle steht :shock:
    Farbfilter verbrennen können hier auch keine...


    Die Lichtanlange haben die Jungs doch von Queen abgekauft, einfach nur gestellt anstatt gehängt und die Farbfilter-Kiste haben sie im Lager vergessen...

    Die ersten paar Sekunden dachte ich übrigens, die hätten doch glatt das Front-PA um 90° verdreht aufgebaut...

  • MRspeaker
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    5.030
    • 3. Dezember 2012 um 12:40
    • #45

    LED und Glühlampenlicht, dass sind zwei völlig verschiedene Konzepte.
    Und so wird es auch entsprechend viele Meinungen geben, was besser wirkt.

    Der Vorteil der LED-Pars ist unter anderem mehrere Farben darstellen zu können.
    Genau das halte ich auch wieder für einen Nachteil. Die Farben haben immer den gleichen Beam. Bei einer 6er Bar Par-64 hat man gleich 6 verschiedene Beam-Achsen.

    Genauso der Winkel. Die meisten LEDs strahlen breiter als ein Par64.
    Ich bekomme die Bühne sehr schön und einfach in eine Farbe getaucht, habe aber wiederrum auch keine engen Beams als Effekt.

    Ich halte es immer noch für sinnvoller den Lichttechnikern mehr Aufmerksamkeit zu witmen.
    Ich schaue oft bei ZDF-Kultur diverse Konzerte an und finde die Lichtshows teilweise einfach schlecht umgesetzt. Oft viel zu viell Strobo gewitter und unnötig hektische Szenenwechsel.
    Naja wenn man Hunderte Geräte und Universen verwatlen muss, ich ein Globaler Strobokanal sicherlich einfacher als Kleine Gruppen von Wackelköpfen mit Gefühl zu positionieren.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

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