Seit Jahren gibt es immer wieder gut organisierte Gruppen, die im hiesigen VT-Markt "günstig einkaufen" gehen. Im Warnungsbrett gibt es immer wieder Meldungen davon, natürlich mit den entsprechenden Namen dazu.
Nur die Wahrscheinlichkeit, daß genau derjenige nochmal als Täter auftaucht, ist relativ gering. Es sind vorwiegend Strohmänner oder falsche Existenzen.
Aus diesem Grund ist es wichtig, daß man mit jeder Tat nicht nur die Namen mitgeteilt bekommt, sondern auch das gesamte Vorgehen, damit man sich von der Taktik ein Bild machen kann. Aus dem gesamten Vorgehen dieser Leute kann man ein Art Verhaltensmuster zusammenstellen. Das hilft für die Zukunft viel besser, einen Unterschlagungsfall zu vermeiden.
Ein paar Indizien, die auf eine versuchte Unterschlagung hindeuten können, habe ich hier mal gesammelt. Es wäre schön, wenn andere ihre Erfahrungen oder Kommentare ebenfalls einbringen können.
1) kurzfristige Anfrage:
meist kommen die Anfragen relativ kurzfristig (1-3 Tage vorher), damit nicht viel Zeit bleibt, groß zu recherchieren. Manche täuschen auch eine gewisse Eile vor ("der andere hat uns sitzengelassen, wir brauchen noch heute folgendes....")
Natürlich wird eine entsprechende Story drumherum aufgebaut (für was man das Equipment braucht etc.)
2) Anfrage oft über Handy
das natürlich nur für die Einkaufstour dient. Eventuell kann man noch über E-Mail korrespondieren, dann sind es aber die üblichen kostenlosen Mail-Adressen (gmx/hotmail/web.de)
Möchte man ein Angebot per Fax schicken, wird es schwierig. Auch eine Festnetznummer wird man normalerweise nicht bekommen.
3) Gängiges Material
gerne werden auch Geräte unterschlagen, die man leicht im Gebrauchthandel weiterverkaufen kann. Hochwertige DJ-Mixer, CD-Player, Lautsprecher-Sets, Movingheads etc.
4) Strohmänner
Der Anruf erfolgt (inzwischen) oft von einem perfekt deutsch sprechenden Strohmann. Früher war schon ein südländischer Dialekt ein Warnsignal, heute reicht es offenbar nicht mehr aus.
Die Miete selbst läuft auch über Strohmänner (irgendwelche verkommenen Exisitenzen, die vielleicht ein paar Euros bekommen, wenn sie das Spiel mitspielen), ein deutscher Ausweis ist oft kein Hindernis.
5) Drogensüchtige in Geldnot
hatten wir auch schonmal. Mietet sich aber keine Transporter voll Zeug, aber mietet unter seinen eigenen Namen, was aber dem Vermieter nichts bringt. Das Equipment wurde ruckzuck über ebay etc. verkauft, das Geld ist schon wieder ausgegeben
6) Scheinfirmen
da manchmal Privatleute schon Mißtrauen bei Vermietern hervorrufen, wird schon mal gelegentlich als Firma angefragt. Damit aber keine Rückfragen aufkommen, wird sich eine gerade erloschene Firma aus dem Internet herausgesucht, ein Briefkopf kreiert und per Mail korrespondiert. Der Fall ist aufgeflogen, weil der Vermieter nach der Firma gegoogelt hat.
und und und...