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Hinweise auf Unterschlagungsabsicht

  • mringhoff
  • 6. März 2013 um 17:55
  • tufkaklto
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    • 8. März 2013 um 08:07
    • #21

    Ich kenn einen Fall in Wien, da hat es einen Chef einer größeren Firma selbst erwischt.

    Klassiker:
    Wie beschrieben, Anruf ich brauche, falscher Ausweis, bzw richtiger Ausweis eines Österreichers, aber Junkie, der sich hergab.
    Kunde war unbekannt und wurde das Erste Mal bedient.

    Fazit, Pult weg
    den Typ haben sie erwischt, aber das hilft nicht, der hatte genug für die Rationen der nächsten Woche :oops:

    Aber weil die Firmen hier kommuniziert haben war der 2. versuch bei Einer anderen Bude wegen einem PM5D erfolglos

    Auch hier, man hat einem Kunden was gegeben, den man nicht kannte, man hätte ja auch ein paar Hunderter verdienen können, hat aber Zigtausende verloren

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • billbo
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    • 8. März 2013 um 11:20
    • #22
    Zitat

    Wie lief das denn nun konkret ab?

    Das weiß ich eben nicht, sonst hätte ich's längst mal geschildert. Ich war damals halt gerade für längere Zeit in der Weltgeschichte unterwegs. Im Prinzip aber klassisch so, wie Klaus das beschreibt:

    Zitat

    Auch hier, man hat einem Kunden was gegeben, den man nicht kannte, man hätte ja auch ein paar Hunderter verdienen können, ...

    War wohl gerade nicht so viel los; "oh schön, ein unverhoffter Auftrag; klar könnt Ihr das bei uns bekommen - wann wollt ihr's denn abholen?".
    Umgangssprachlich nennt man so was wohl 'Gier frisst Hirn'.

    Die 'Strohfrau' (das Mädel mit dem deutschen Pass) wurde später ermittelt und saß oder sitzt sogar im Knast. Nützt aber nichts; wo nichts ist ist auch nichts zu holen.

    "Dein Geld ist nicht weg. Das hat jetzt bloß jemand anderes." (alte Börsenweisheit)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • slaytalix
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    • 9. März 2013 um 05:19
    • #23

    Stutzig macht mich z. B., wenn Jemand aus Hannover kommt, gängige Technik bei mir in Bielefeld mieten möchte, vermutlich bekommt er dort keine Technik mehr. Ruf-Nr-Unterdrückung auf dem Handy etc.

    Die beiden Versicherungsmakler der Branche sind ja bekannt, der Abschluß der Unterschlagungsrisiken hat hier klare Vorgaben mit einer sog. Obliegenheitsklausel: Wohnsitz & BPA in / aus D. Dann habe ich noch einen Selbstbehalt. Kaution meist zu gering, um teurere PA wirklich zurückzubekommen

    Mag leider einige Leute ausschließen. In einem Migrantenpaß war zwar eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung eingetragen, eine aktuelle Adresse vor Ort ist aber nicht vermerkt, so müßte man über das Einwohnermeldeamt die Adresse erforschen, am Wochenende meist unmöglich.

    Sehr kurzfristige Anfragen, Dry Hire nur an Fachkräfte mit Nachweis, sonst hatte ich schon einige Schäden (Speakonbuchsen abgebrochen etc). Sonst nur Lieferung, Auf- & Abbau im Umkreis.

    Aufforderung & Anfrage zum Versand auch komisch bei üblichen DJ Mixern mit Transport hin- & zurück über Paketdienste, mit Case dann als Sonderversand teurer als Kartonpakete, teils schon teurer als die Dry Hire Miete :roll:

    MFG Kai

    Apollo Audio & E-Bike Rental.

    https://apolloaudioandebike.jimdo.com

    https://apollo-audioservice.jimdofree.com/

  • mringhoff
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    • 11. März 2013 um 13:25
    • #24
    Zitat von "slaytalix"

    Stutzig macht mich z. B., wenn Jemand aus Hannover kommt, gängige Technik bei mir in Bielefeld mieten möchte, vermutlich bekommt er dort keine Technik mehr.


    ...oder der Strohmann ist eben einer aus Hannover. Und wenn man schon einen Strohmann verbraucht, dann dürfen es gerne ein paar mehr Anbieter sein, die man besucht.


    Hatte schon öfters die Idee, eine Art Selbstauskunft einzufordern (Neukunden-Anmeldung etc.).
    Natürlich ist so etwas total unüblich, aber wenn man bedenkt, daß Banken beispielsweise auch schon für einen Kredit von 10.000,- EUR den Kunden bis auf die Unterwäsche kennenlernen wollen, aber wir unbekannten Anrufern Material im Wert von mehreren 10.000,- EUR mitgeben, da muss man sich schon fragen.

    Großhändler oder Hersteller fordern auch teilweise entsprechende Formulare von uns als Kunden, nur damit wir deren Produkte kaufen dürfen. Bei anderen gehts also ja auch...

    Bei der Verwendung eines Selbstauskunftsbogen dachte ich u.a. auch an eine Art Abwehrreaktion, wenn man eine Anfrage vorliegen hat, aber man einen potentiellen Kunden auch nicht gleich verprellen möchte.
    Daß ein Betrüger mit Unterschlagungsabsicht so einen Bogen ausfüllt, halte ich deshalb für eher unwahrscheinlich, weil er wieder sonst zuviele Spuren hinterlässt.
    Da besucht er lieber einen anderen Anbieter....

    Hat das schon mal jemand ausprobiert?

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  • ADMIN
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    • 11. März 2013 um 20:34
    • #25

    Mal in's Unreine überlegt: Dry Hire von ein paar bunte Lampen für eine private Party verursachen im Ernstfall nicht ganz so hohe Schäden, da könnte man auch etwas mit Kaution machen, außerdem wird das nicht ganz so gerne geklaut, weil da das Aufwand-Nutzen-Verhältnis nicht stimmt.

    Amtliches Material geht doch - den Unterschlagungsfall mal ausgenommen - an Leute, die sich damit auskennen, das ist im deutschsprachigen Raum ein überschaubarer Kreis.

    Was würde denn dagegen sprechen, dass sich die hier seriös tätigen Techniker in einer Art Positivliste registrieren lassen. Nachweis entweder über Zeugnis Fachkraft/Meister/Ing, oder eine registrierte PA-Firma bestätigt, dass derjenige in der Branche arbeitet und sich mit dem Material auskennt. DJs könnte man in Zusammenarbeit mit dem BVD registrieren lassen.

    Wer in dieser Positivliste ist, bekommt dann ohne Misstrauen auf die Schnelle Ersatz, wenn ihm ein Pult abraucht. Wer nicht in dieser Positivliste ist, hinterlegt Kaution in entsprechender Höhe, bringt eine Bankbürgschaft vorbei oder bekommt Material nur noch mit Personal.

    Das verhindert zwar immer noch nicht, dass jemand in's kriminelle Millieu abrutscht und dann krumme Dinger dreht, dann ist aber der Eintrag auch recht flott gesperrt. Pech für die bis dahin rausgebenden Firmen, aber der Schaden dürfte so um Größenordnungen geringer sein. Und: Der Zeitaufwand für die Recherche sinkt gewaltig.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • mringhoff
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    • 11. März 2013 um 20:45
    • #26
    Zitat von "ADMIN"


    Was würde denn dagegen sprechen, dass sich die hier seriös tätigen Techniker in einer Art Positivliste registrieren lassen.


    Du meinst also, daß sich alle ernstzunehmenden Techniker in irgendeiner Form organisieren und einigen können?
    Das schafft ja nicht mal der VPLT
    BVD hab ich jetzt mal überlesen... :)

    Nein, im Ernst: der Hauptteil unserer unbekannten neuen Dryhirekunden besteht aus Privatleuten und kleineren "Firmen", die sich beispielsweise eine kleine Mikrofonanlage für eine interne Versammlung oder Schulung mieten oder eine Partyanlage für die Weihnachtsfeier, den 40. Geburtstag oder ein Mitglied einer Band, die sich ihren Bestand ergänzt z.B. mit Monitorwedges, Mikros oder einer etwas kräftigeren Klein-PA, weil ihre Übungsraumboxen zu klein für den anstehenden Gig sind.
    Also das Klientel, das zwar schon etwas mehr als ein paar billige Partylichter mietet, aber natürlich keine Komplett-Technik für 1000 Gäste...

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  • mringhoff
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    • 14. März 2013 um 09:04
    • #27
    Zitat von "schallereignissortierer"

    Ins Registerportal kann man auch kostenlos schauen:
    (...)
    Auch Insolvenzverfahren lassen sich problemlos finden:

    Das sind nur die Bekanntmachungen. Also Anmeldung, Änderungen, Abmeldung bzw. beim Insolvenzverfahren die Eröffnung etc.
    Dazu muss man wissen, wann was passiert ist. Wenn das Insolvenzverfahren z.B. schon zwei Jahre zurück liegt, hat man keine Chance, das mitzubekommen.

    Um eine Firma zumindest mal ein bisschen kennenzulernen, braucht es erstmal einen HR-Auszug. Daraus kann man beispielsweise erkennen, ob sich die Firma schon ein paar mal umbenannt oder evtl. auch mal den Sitz oder den "Gegenstand" Unternehmens gewechselt hat. Dann steht dort der Geschäftsführer drin, das Jahr der Gründung etc.
    Das ganze ist natürlich erstmal kein Freibrief, aber man kann Schlüsse daraus ziehen und nach anderen Dingen weiterforschen. Beispielsweise mit dem Namen des Geschäftsführers im www suchen, die Angaben aus der Anfrage (Geschäftsbrief/Fax/Mail/Homepage) damit abgleichen, in http://www.bundesanzeiger.de die Bilanzen raussuchen (v.a. für die Kreditwürdigkeit) etc.

    Leute, die schnell mal Equipment unterschlagen wollen, machen sich nicht allzuviele Mühen (zumindest war es bis dato so). Sie spielen lieber mit der Dringlichkeit, damit die VT-Firma nicht lange nach den Hintergründen forschen kann. Wenn hierfür eine Scheinfirma gewählt wird, dann ist dieses Konstrukt nicht zu stark in die Tiefe gebaut. Wer oberflächlich in Google sucht, findet halt ein paar Adressangaben von früher über diverse Gewerbeportale. Wenn man aber weiter nachbohrt, merkt man, daß da irgendwas nicht stimmt (Homepage gibts vielleicht nicht mehr, HR-Auszug bekommt man nicht vom Kunden, E-Mail kommt von einem Gratisanbieter etc.)

    Nebenbei habe ich die Erfahrung gemacht, daß Dryhirekunden eher Privatleute/DJ/Kleinveranstalter sind. Etwas größere Firmen haben oft nicht das Personal, das gewillt ist, auch die einfachste Box aufzustellen, geschweige denn ab Lager abzuholen. "Können Sie den Beamer auch liefern und aufbauen?"

    Wenn also eine "Firma" mehr als eine Kleinigkeit im Dryhire anfrägt, wird man ja an sich schon mal etwas stutzig und schaut sich diese mal genauer an.

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