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Erdung von Generatoren

  • madwave
  • 9. Mai 2003 um 23:43
  • madwave
    Beiträge
    21
    • 9. Mai 2003 um 23:43
    • #1

    Ich bin´s eingentlich gewohnt, daß an einem großen Generator (1000kW)ne Erdung angeschloßen wird.
    3 Kupferstäbe im Dreick schön tief eingeschlagen und gut.

    Jetzt gibt´s aber auch kleine Generatoren (5kW)z.B. bei der Feuerwehr.
    Die Dinger haben (und brauchen) keine Erdung.

    Warum wird bei mal geerdet und mal nicht ?
    Vorteile ? Nachteile ?

  • maddin[RDH]
    Beiträge
    143
    • 10. Mai 2003 um 04:18
    • #2

    Hi

    also ich denke mal Laut VDE Vorschriften und laut Prüfung und errichtung von Baustellen nach BVG A2 ( VBG 4 ) "müssen" auch kleinere Generatoren eine Erdung ( Potentialausgleich) bekommen.


    Elektrische Sicherheit bei Stromerzeugern:

    Stromerzeuger müssen die Forderungen des Maschinenschutzgesetzes erfüllen. DIN 6280 Teil 10, VDE 0100 Teil 591, VDE 0100 Teil 410 (s. auch CE-Herstellerzertifikat).
    Durch die Schutzmaßnahme Schutztrennung wird der Stromkreis des Verbrauchers (sekundär Seite) vom Stromkreis des Motorgenerators (primär Seite) elektrisch getrennt. Zum Schutz des Anwenders müssen auf der Ausgangsseite des Generators alle Gehäuseteile mit dem Schutzkontakt der Steckdose (PE) und über bewegliche Leitungen mit den leitenden Metallteilen des Verbrauchers (Potentialausgleich) verbunden. Somit werden Mensch und Tier gegen gefährliche Berührungsspannungen geschützt.Zum weiteren Schutz gegen gefährliche Körperströme dient der Fl-Schutzschalter mit Abschaltung für die Gesamtleistung sowie für die Schukosteckdose (Fehlerstrom-Ansprechwert 500 mA( Drehstrom), bzw. 30 mA(Schuko) .Die Erdung (Potentialausgleich)sollte Über einen Erdspiess( 1,50m oder Anschluss an eine Potentialausgleichsschiene) erfolgen. Der Anschluß für den Potentialausgleich (Erdungsschraube) befindet sich außen am Gehäuse des Stromerzeugers.

    Das is der Stand der dinge .. näheres kann man auch in den Nachschlagewerken des VDE nachlesen :wink:


    gruss maddin ;)

    ps: wenns da eine neuregelung geben sollte.. bitte ich um verbesserung .. thx

    Hassu mal Gaffa ?? *Argh*

    Das Aussehen eines Lichtbildes liegt der "optischen Logik" zugrunde!

  • Kracky
    Profi
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    2
    Beiträge
    12.055
    • 10. Mai 2003 um 08:11
    • #3

    Also bis jetzt hatten alle Aggregate die ich hatte eine Erdung ausser die Baumarktdinger aber mit sowas arbeitet man ja eigentlich nicht wirklich.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • dagobert
    Beiträge
    809
    • 10. Mai 2003 um 10:01
    • #4

    Also ich weis nicht genau ob ich richtig liege, doch ich kann mir das so vorstellen:

    Wenn keine Erdung da, dann bekomme ich auch keine geschmiert, wenn ich an EINE Phase lange, da es ja keinen Potenzialunterschied gibt, prinzip eines Trenntrafos.

    Ich habe das letztens mit nem einfachen Traffo (2 Spulen + Eisenkern) ausprobiert, indem ich ein Netzgerät an dieses Traffo angeschlossen habe, und dann an der Sekundärspule gegen PE keine Spannung messen konnte. Der Traffo war aber OK, da zwischen den Spulenenden eine Spannung messbar war.

    ABER DAS HEIßT JETZT NICHT, DASS IHR DAS AUSPROBIEREN SOLLT, DENN WIE GESAGT, ES MUSS IN EINEM ANDEREN ZUSAMMENHANG NICHT SO SEIN.
    ALSO FINGER WEG LASSEN!

  • madwave
    Beiträge
    21
    • 10. Mai 2003 um 12:42
    • #5
    Zitat von "dagobert"

    ...an der Sekundärspule gegen PE keine Spannung messen konnte. ...

    Ich hab das eben auch mal schnell mit meinem Trenntrafo getestet und ich kann sehr wohl eine Spannung zwischen einer Seite der Sekundärspule und Primär PE messen. (Sekundär habe ich ja keinen PE mehr)

    --> Das dürfte aber nicht so sein , oder ? Wer baut schon einen Trenntrafo und schleift den PE durch ???
    Kan es sein das ich nur eine statische spannung gemessen habe und wenn ich sie belaste ist sie weg ? Ich teste das nochmal in Ruhe.


    Und liebe Kinder: Bitte nicht zuhause nachmachen ;)

  • maddin[RDH]
    Beiträge
    143
    • 10. Mai 2003 um 17:59
    • #6

    sowas nennt sich verschleppte spannung ( kriechspannung) im hochgelegten netzen ... passiert immer dann wenn die stromquelle- , erzeuger nicht geerdet wird :roll:

    maddin

    Hassu mal Gaffa ?? *Argh*

    Das Aussehen eines Lichtbildes liegt der "optischen Logik" zugrunde!

  • madwave
    Beiträge
    21
    • 10. Mai 2003 um 18:31
    • #7

    Womit wir ja wieder beim Thema wären...

  • Didy
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    Beiträge
    586
    • 11. Mai 2003 um 00:24
    • #8

    maddin: Du scheinst dich auszukennen.

    Normal hab ich beim Aggi ja Schutztrennung, PE hat weder mit Außen noch MIttelleiter elektrische Verbindung. Steck ich nur ein Gerät an (ich denk im wesentlichen an so Kleinaggis) geht das in Ordnung, erst der zweite Fehler führt zu einer Gefährdung (aber wohl auch zu nem Kurzschluß).

    In der zitierten VDE wird auch nach FI gefordert - was würde der für einen Sinn machen? Solange zwischen PE und N keine Verbindung ist, kann kein Strom über PE abfließen, es muß alles durch L1-3 und N. Somit würde ein FI ja nie auslösen?

    Anderst hingegen wenn ich mehrere Geräte dran betreib. Dann muß ich ja IMHO einen FI verwenden, und VOR diesem Gerät eine Brücke zwischen N und PE (welcher natürlich geerdet sein muß) machen. Richtig?

    Schönen Gruß
    Didi

  • maddin[RDH]
    Beiträge
    143
    • 11. Mai 2003 um 05:42
    • #9

    ein FI ist nicht nur für einen möglichen fehlerstrom zwischen N und pE .. fehlerstrome könne durch z.b: feuchtigkeit und isolationsfehler auch zwischen L 1-3 und PE und /oder N auftreten und des wegen der FI

    maddin ( E Installateur )

    Hassu mal Gaffa ?? *Argh*

    Das Aussehen eines Lichtbildes liegt der "optischen Logik" zugrunde!

  • LMS-Daniel
    Profi
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    245
    • 11. Mai 2003 um 13:36
    • #10

    Pauschal kann man eigentlich gar keine Aussage machen, denn eigentlich muß auch immer das Hinweisblatt des Herstellers und die Generatorkonstruktion im Einzelfall betrachtet werden.

    Die "Baumarkt" Kleingeneratoren arbeiten meist mit Schutztrennung, wobei diese Kleingeneratoren die Ausnahme darstellen. Somit wird ein zustandekommen eines geschlossenen Stromkreises über Erde verhindert und es wird auf eine Erdung verzichtet.
    Aber Vorsicht: Meist darf man dann auch nur EINEN Verbraucher anschließen!!!

    Ansonsten gibt es üblicherweise zwei gängige Betriebsarten:
    a) isolierter Betrieb
    b) geerdeter Betrieb

    zu a) Im Isolierten Betrieb wird keine Erdung benötigt. Dieser Betrieb
    ist lt. VDE eigentlich eher die Ausnahme, aber in der VA-Technik gang und gebe (siehe Paraden mit Lastwägen, hier kann man nicht erden).
    Der Generator muß ZWINGEND über eine sog. Isolationsüberwachung verfügen. Der erste Fehler muß signalisiert werden (erst der zweite führt zur Gefahr).

    zu b) braucht man nicht viel sagen, ist eigentlich jedem bekannt.
    Anmerkung: es sollte imme eine Messung des Erders erfolgen, denn nur bei außreichender Erdung sind die Schutzmaßnahmen tatsächlich vorschriftsmäßig wirksam.

    RCDs können übrigens in fast ALLEN Netzen verwendet werden, also auch sowohl in b) als auch a)

  • maddin[RDH]
    Beiträge
    143
    • 11. Mai 2003 um 16:28
    • #11

    ich glaube in fall A wird das AGGI aba mit dem Tieflader verbunden ( doch Potentialausgleich ) dabit sich kein potentialunterschied zwischen AGGI, Auflieger und geräten auf dem Auflieger aufbauen kann :roll:


    maddin

    Hassu mal Gaffa ?? *Argh*

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  • Didy
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    586
    • 12. Mai 2003 um 00:00
    • #12
    Zitat von "maddin[RDH

    "]ein FI ist nicht nur für einen möglichen fehlerstrom zwischen N und pE .. fehlerstrome könne durch z.b: feuchtigkeit und isolationsfehler auch zwischen L 1-3 und PE und /oder N auftreten und des wegen der FI


    Ja klar; ein FI ist generell für Fehlerströme und das sind die die über einen nicht vorgesehenen weg zurückfließt; sei es nun über ein geerdetes Gehäuse oder schlimmstenfalls ne Person die dranhängt :-?

    Aber: Bei Schutztrennung - wie es bei kleinen Aggis der fall ist (auf solche beziehe ich mich; mit mehr hab ich nicht zu tun) kann da kein Strom abfließen da für einen Stromkreis ja minimum zwei Verbindungen da sind.
    Bei kleinem Aggi und nur einem Verbraucher greift doch Schutzmaßnahme Schutztrennung, FI brauch ich nicht und hätte auch keinen Nutzen.
    Oder seh ich das falsch?

    Ist nun viel verkehrt dabei, an so einem kleinen Aggi an den CEE einen Spezialverteiler anzustecken mit PE-N-Brücke und Erdspieß? Oder wie müsste man das sonst machen, um da mehrere Geräte dran zu betreiben??

    Schönen Gruß
    Didi

  • maddin[RDH]
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    • 12. Mai 2003 um 01:12
    • #13

    bei schutztrennung ( kleine aggis) trifft deine argunemtation zu .. ( aba wer benutz schon diese grösse von aggis. :roll: bei uns in der branche freut man sich doch wenn man nen grösseres aggi bekommt.

    nuja letzeres

    Zitat

    Ist nun viel verkehrt dabei, an so einem kleinen Aggi an den CEE einen Spezialverteiler anzustecken mit PE-N-Brücke und Erdspieß? Oder wie müsste man das sonst machen, um da mehrere Geräte dran zu betreiben??

    mhh machbar isses aba nur machts wenig sinn ein kleines aggi so aufzusplitten :o , weil dann müssten alle an dem aggi angeschlossenen geräte durch einen " POTENTIALAUSGLEICH" <img src="http://www.smiley-channel.de/grafiken/smile…schilder024.gif"> miteinader verbunden werden. dieser darf jedoch mit keinem anderen schutzleiter oder leitfähigen Teilen verbunden werden ... nur zwischen den gegräten !!!
    ansonsten würd ich mir eh lieber ein mittleres aggi hinstellen lassen mit mehreren 16 A cee drehern oder gar grösseren :lol:


    greetz maddin

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  • Didy
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    • 12. Mai 2003 um 14:31
    • #14
    Zitat von &quot;maddin[RDH

    "]aba wer benutz schon diese grösse von aggis. :roll: bei uns in der branche freut man sich doch wenn man nen grösseres aggi bekommt.


    Naja - ich bin in der "Brache" als Schülerbandler eher in der Kleinst-Kategorie zu finden *g*. Und für Mucke hab ich bisher auch nie mit Aggis zu tun gehabt, nur anderweitig.

    Zitat

    mhh machbar isses aba nur machts wenig sinn ein kleines aggi so aufzusplitten :o , weil dann müssten alle an dem aggi angeschlossenen geräte durch einen " POTENTIALAUSGLEICH" <img src="http://www.smiley-channel.de/grafiken/smile…schilder024.gif"> miteinader verbunden werden. dieser darf jedoch mit keinem anderen schutzleiter oder leitfähigen Teilen verbunden werden ... nur zwischen den gegräten !!!
    ansonsten würd ich mir eh lieber ein mittleres aggi hinstellen lassen mit mehreren 16 A cee drehern oder gar grösseren :lol:

    Den Sinn kann ich dir sagen: Wenn ich für ne Party ne STereoanlage und einige Lampen brauch, kann ich nicht mit Schutztrennung fahren, aber 3kW reichen locker :)
    Potentialausgleich - hab ich ja durch den PE in der Verkabelung. (Wo genau ist die Ironie?)
    Und wieso darf ich das mit sonst nix verbinden? Beachte: Ich habe nicht nur Potentialausgleich sondern selbigen geerdet (Erdspieß)! Dann dürfte das doch so ähnlich sein wie im "normalen EVU-Strom"? Der FI funktioniert jedenfalls.
    Daß ein CEE-Stecker mit PE-N-Brücke nicht das gelbe vom Ei ist weiß ich selbst; aber wie soll ich das sonst machen für genannten Einsatzzweck?

    Gruß
    Didi

  • maddin[RDH]
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    • 12. Mai 2003 um 14:58
    • #15

    hi
    sobald du auf der sekundärseite im netz einer schutztrennung den notwenigen potentialausgleich mit sagen wir mal nem pe der primärseite oder einem erder verbindest .. wird das prinzip der schutztrennung unwirksam!! und ist somit nicht mehr zulässig!!!! :D


    maddin

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  • Didy
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    • 13. Mai 2003 um 17:39
    • #16
    Zitat von &quot;maddin[RDH

    "]sobald du auf der sekundärseite im netz einer schutztrennung den notwenigen potentialausgleich mit sagen wir mal nem pe der primärseite oder einem erder verbindest .. wird das prinzip der schutztrennung unwirksam!! und ist somit nicht mehr zulässig!!!!

    Hä moment - bei Schutztrennung darf ich doch normal nur ein Gerät ranhängen? Oder darf ich da auch mehrere rantun?

    Aber in meinem beschriebenen Fall würde ich doch auch keine Schutztrennung verwenden, diese hab ich doch praktisch durch Schutzerdung mit Fehlerstromschutzschalter ersetzt?

    Schönen Gruß
    Didi

  • maddin[RDH]
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    • 14. Mai 2003 um 00:09
    • #17

    Auszug aus dem Schulungsbuch [Elektrotechnische Schaltungen und ihre funktion/ Stam Verlag]

    Thema Schutztrennung:

    .... Mehere Betriebsmittel dürfen angeschlossen werden, wenn die Körperdurch einen Potentialausgleichsleiter miteinander verbunden sind, der selber isoliert sein muß und keinerlei Verbindung zu anderen Schutzleitern oder anderen leitfähigen Teilen haben darf.
    So ist sichergestellt, daß beim Auftreten von mehr als einem Fehler über den Potentialausgleichsleiter die automatische Abschaltung ( Sicherung) erfolgt. .....


    Maddin

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  • Didy
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    • 14. Mai 2003 um 00:25
    • #18

    Hmm... Und wie mach ich das bei Schutzisolieren Geräten? Da nen Potentialausgleich ans Gehäuse zu friemeln wäre doch auch Murks?

    Gruß
    Didi

  • maddin[RDH]
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    • 14. Mai 2003 um 01:10
    • #19

    hmmm gudde frage :roll:
    weiss ich auch so kein rat .. aba ich werd mal mein ex chef fragen :P ma guggen was der meint


    greetz maddin

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  • Didy
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    • 14. Mai 2003 um 01:27
    • #20

    Dann frag doch gleich nochmal wegen der von mir vorgeschlagenen Lösung.

    Klar, Schutzmaßnahmen mischen darf ich nicht. Aber so wär da ja nix gemischt...

    Schönen Gruß
    Didi

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