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VDE 0701 / 0702 fordert H07-Kabel?

  • freeze
  • 27. Juni 2013 um 13:32
  • freeze
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    • 27. Juni 2013 um 13:32
    • #1

    Hallo Leute,

    mir wurde heute erzählt, die VDE 0701 / 0702 fordere bei der Installation einer Lichtanlage die ausschließliche Verwendung von H07-Kabeln? Und Mehrfachsteckdosen seien in dieser auch verboten?
    Außerdem müsse die in diesem Fall benutzte (also darauf aufgesteckte) 16A CEE-Dose extra FI- UND LS-abgesichert sein?

    Ich habe die Norm grad nicht vorliegen, und habe auch gerade mit dem Perinorm-System Probleme.
    Weiß jemand Bescheid oder kann mal reinschauen, ob dieser Schmarrn da wirklich drinsteht?

    Danke!

    Gruß!

  • djobi
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    • 27. Juni 2013 um 14:50
    • #2

    Naja, etwas durcheinander

    Die BG fordert für Baustellen "Flexible Leitungen müssen Gummischlauchleitungen vom Typ H07RN-F oder gleichwertiger Bauart sein".
    Nicht die VDE.
    Vergl. "BGI/GUV-I 608 - Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen"
    Und lt. BG sind IHMO VT-Jobs auch "Baustellen"
    Bei Festinstallationen siehts wohl anders aus.

    Und die handelsüblichen 3fach Steckdosen für den Haushalt sind nicht zulässig. Weder auf Baustellen noch in Festinstallation.
    Gem. Vortrag auf der ProLight sind Mehrfachsteckdosen nur für den "Temporären Mangel an Steckplätzen" zulässig.
    vergl. http://www.elektro.net/wp-content/arc…_04_06_EI45.pdf

    Gem. VDE müssen Steckdosenstromkreise ab 32A einen RCD enthalten. Selbstverständlich auch einen Leitungsschutschalter.

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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  • yamaha4711
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    • 27. Juni 2013 um 15:37
    • #3

    Tacho!

    Soweit mir bekannt verhält sich das ganze wie folgt:

    Generell sollten H-05-RNF bzw. H-07-RNF verwendet werden. Das ist grundsätzlich unabhängig davon was da nun dran hängt.
    Im Bereich Licht, vor allem dann wenn man nahe an den Scheinwerfern ist, sollten temperaturbeständige Silikonleitungen eingesetzt werden.

    Ansonsten kommt im Lichtbereich ja Ölfelx (Multipairleitungen) zum Einsatz.

    Warum sollen Mehrfachsteckdosen verboten sein? Um mal zwei 500W Kannen zusammenzufassen ist ein ordentlicher 3-fach Verteiler immer hilfreich. Muss halt die entsprechende Schutzklasse haben.
    Besser ist in jedem Fall einen entsprechende Splittbox.

    Zur Absicherung.
    Generell sollte man dafür sorge tragen, dass mind. ein RCD in der Hauptverteilung hängt. Besser ist in jedem Unterverteiler, da damit die Gefahr eines Komplettausfalls beim Auslösen deutlich minimiert wird.
    Leistungsschutzschalter nach VDE.

    Manche Dimmer haben ja selbst einen RCD (LLT z.B.)

    Wir haben in unseren Verteilern generell LS und mind. einen Haupt-RCD.
    Wir verwenden grundsätzlich H-07-RNF.
    Unsere Mehrfachverteiler sind alle mind. Spritzwassergeschützt und haben die entsprechende Schutzklasse.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • freeze
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    • 27. Juni 2013 um 16:14
    • #4

    Hi,

    also die Basics bei ortsveränderlichem Aufbau sind mir schon klar (wenn auch Diskussionen von wegen Mehrfachsteckdose: erstmalige Prüfung direkt nach Kauf etc. Bücher füllen könnten), aber es geht rein um den Fall einer Festinstallation. Sprich: kein ortsveränderlicher Aufbau!

    Gruß

  • yamaha4711
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    • 27. Juni 2013 um 16:42
    • #5

    Bei Festinstallation sollte man sich als erster an die gültigen Brandschutzbestimmungen halten bzw. kundig machen. Da kann es sein, dass man je nach Ausschreibung entsprechend flammhemmendes Leistungsmaterial verlegen muss.

    Von Mehrfachsteckdosen würde ich bei einer Festinstallation absehen und eher eine oder zwei Dosen mehr setzen.

    Den Stromkreis für das Licht würde ich am Einspeisepunkt mit NEOZED oder 3-phasigem Automaten versehen und einem entsprechenden RCD pro Dimmer.

    Ansonsten kann man zur Installation normale NYM Leitung nehmen. Als Abgänge dienen dann normale Steckdosen. Verlängerung im Rick zu den Steckdosen würde ich dann per Silikonleitung machen.
    Eine andere Idee wäre Standard Hartingbuchsen als Übergabepunkt zu nehmen und dann wie üblich eine entsprechende Splittbox ins Rick hängen, die mittels Ölflex angebunden ist. Damit kann man auch schnell mal 6 oder mehr dimmbare Stromkreise direkt auf die Bühne bzw. an deren Rand bringen. Man weiß ja nie was sich so ein Regisseur einfallen lässt.

    Grüßle,
    michael

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  • djobi
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    • 27. Juni 2013 um 17:29
    • #6
    Zitat von "yamaha4711"

    Warum sollen Mehrfachsteckdosen verboten sein? Um mal zwei 500W Kannen zusammenzufassen ist ein ordentlicher 3-fach Verteiler immer hilfreich.


    Wenn du dir meinen Link durchgelesen hättest, wüßte du warum:
    "Deshalb sei an dieser Stelle auf DIN VDE 0620:1992-05 Abschn. 3.4.26 verwiesen, wonach ortsveränderliche Mehrfachsteckdosen nach DIN 49440 Teil 2 als Ersatz für ortsfeste Installationen, einschließlich für Installationen in Kanälen, Leuchten, Möbeln und Caravans, nicht zulässig sind."

    Mehrfachsteckdosen sind grundsätzlich nur für einen tempörären Mangel gedacht.
    Wenn ich etwas fest installiere, haben dort ortsveränderliche 08/15 Baumarkt-Mehrfachsteckdosen nichts verloren.
    Genauso wenig auf einem Messestand (-> Baustelle!)
    So die Meinung der BG / VDE / ...
    Gefällt mir auch nicht, ist aber so.

    Auf der anderen Seite, ich hab auch schon gesehen, wo das andere Extrem hinführen kann: In einem Düsseldorfer Club sind im ganzen Laden verteilt 3er und 5fach Steckdosen mit Kabelbindern unter die Decke gebunden. Seit Jahren. Also Teil der "Festinstallation". Da wird auch nichts geprüft. Funktioniert halt, mehr oder weniger ...

    Daneben gibt es aber auch Industrieverteiler, wie TriBlocks - die sind wiederrum ok.

    Wie gesagt, auf der ProLight & Sound gabs da nen netten Vortrag von Sven Kubin, da war das auch nen Thema.

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  • yamaha4711
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    • 27. Juni 2013 um 22:55
    • #7

    Auf welcher normalen Baustelle (im Sinne von richtiger Baustelle, also Bau) sieht man KEINE Mehrfachsteckdosen? Selbst der Dorfelektriker, der das auf jeden Fall wissen müsste, werkelt damit rum.

    Bei unseren Baustellen findest du in fast jedem Rack so einen Mehrfachverteiler und oftmals ist das Baumarktqualität.
    Die ganzen Tret-Mich-Tot auf der Bühne vom Gitarristen.... Mehrfachvertleier übelster Sorte nebst fummeligen Netzteilen.
    Der Keyboarder mit seinen 3-4 Keyboards.... Mehrfachstecker.
    Wie werden denn auf die schnelle bitte 3-4 LED Kannen mit Strom versorgt?

    Ich frage mich was gefährlicher ist. 3-4 zusätzliche Leitungen, die als Stolperfalle dienlich sind oder eine vernüftige gesicherte Zuleitung an deren Ende ein qualitativ hochwertiger Industrie-Mehrfachverteiler oder ein Triblock hängt. Diese haben wir auch im Einsatz.
    Im Rig selbst, wo während der VA keiner dran kommt ist die Gefahr noch geringer. Man muss halt die Leistung im Auge haben. In der Regel liegt im Rig eine Splitbox und diese wird per Multipairleitung angefahren. Diese hat dann eben 6 oder 12 Steckdosen.

    Der Einsatz eines Mehrfachverteilers ist auf unseren Baustellen so gesehen immer nur temporär, halt über die Dauer der VA. ;)

    Soviel beim Einsatz, sofern ortsveränderlich. Aber darum geht es hier ja nicht.

    Bei einer Festinstallation gebe ich dir vollkommen recht. Da sollten dann eben entsprechend Steckdosen vorhanden sein. Habe ich aber auch so entsprechend geschrieben.

    Grüßle,
    michael

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  • freeze
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    • 27. Juni 2013 um 23:30
    • #8

    In diesem speziellen Fall geht es darum, dass in einem kleinen Traversenkarree Scheinwerfer mit max. 10m langen H05VV-F Kabeln auf Dimmerkanäle aufgesteckt wurden. Dieses Karree soll auf unbestimmte Zeit da so rumstehen.

    Hat jemand Infos zu nicht ortsveränderlichen Aufbauten, die H07RN-F erfordern?

  • yamaha4711
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    • 28. Juni 2013 um 00:03
    • #9

    Solange niemand vom Brandschutz, also Feuerwehr etc., keine Einwände hat sollte das doch in Ordnung sein.
    Ich sehe jedenfalls keine Problem und hätte das auch in NYM gemacht. Das liegt in jedem Kabelschacht rum.

    Grüßle,
    michael

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  • djobi
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    • 28. Juni 2013 um 00:03
    • #10

    Kabelhersteller schreiben:
    Diese Leitungen sind besonders geeignet bei mittleren mechanischen Beanspruchungen in Haushalten, Küchen und Büroräumen, für Hausgeräte auch in feuchten und nassen Räumen wie z. B. Kühlschränke, Waschmaschinen, Wäscheschleudern etc. soweit dies in den einschlägigen Gerätebestimmungen zugelassen ist.
    Zugelassen für Koch- und Wärmegeräte, vorausgesetzt, daß die Leitungen nicht mit heißen Teilen in Berührung kommen und keinen anderen Wärmeeinflüssen ausgesetzt sind.
    Diese Leitungen dürfen in Möbeln, Stellwänden, Dekorationsverkleidungen und in Hohlräumen von Fertigbauteilen fest verlegt werden. Nicht geeignet für die Anwendung im Freien, in gewerblichen (jedoch zulässig in Schneiderwerkstätten und dergleichen) und landwirtschaftlichen Betrieben und zum Anschluß von gewerblich genutzten Elektrowerkzeugen.

    Trifft das zu? Nein? Dann wohl besser H07RN ...

    Nym ist nicht steckerfertig und darf daher nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

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  • karel noon
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    • 1. Juli 2013 um 23:27
    • #11

    Müßten die Kabel bei einer festinstalationen dann nicht auch in einem kabelschacht verlegt werden?

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • djobi
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    • 1. Juli 2013 um 23:39
    • #12

    Karel, was genau meinst du? Kabelkanal (Metall), Kabelkanal (Plastik) oder einen Steigeschacht zw. Etagen? Kabelbühnen? Oder Kabeltrassen in Flucht- und Rettungswegen? Kunstoffrohre sind z.B. in Fluchtwegen nicht zulässig. Dafür sind dann Metallrohre ("StaPa") zu verwenden. Kabeltrassen müssen u.U. abgekoffert ("promatiert") werden.

    Je nach Festinstallation werden auch Halogenfreie Kabel gefordert.

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    • 2. Juli 2013 um 06:46
    • #13

    Hi,

    vor Jahrzehnten hat uns ein Berufsschulausbilder erklärt, dass für Festinstallationen nur starre Kabel verwendet werden dürfen. Keine Ahnung, ob's (noch) stimmt...

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • yamaha4711
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    • 2. Juli 2013 um 16:09
    • #14

    *klugscheißmodus an* Kabel werden in der Erde verlegt. Wovon wir hier reden sind Leitungen. *klugscheißmodus aus*

    Leitungen mit festen Adern sollten (früher) deswegen verwendet werden, da diese die Form (bei einer Biegung) behalten. Bei flexiblen Adern ist das oftmals ein wenig schwierig. Ansonsten ist das gleichwertig, außer bei den Kosten.

    Ich sage es gerne nochmal: Bei Festinstallation immer die gegebenen Brandschutzbestimmungen einholen und beachten. Eben ob halogenfreie Leitungen verwendet werden müssen. Auch was die Verlegewege angeht, ob nun Rohr, Leitungskanal oder Leitungstruss.

    Grüßle,
    michael

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