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Bairische Dorffeste - ein Auslaufmodell?

  • Mechwerkandi
  • 1. Juli 2013 um 12:21
  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 2. Juli 2013 um 21:40
    • #21
    Zitat von "ewok"

    Früher bestand eine Zeltbeschallung aufm Dorf aus nem Röhrenverstärker und 2 Gesangsboxen.


    ... und genau da müssen wir wieder hin! Überhaupt, was heißt hier früher ... :wink: :D


    MfG
    DirkB

  • Reini
    Beiträge
    3.225
    • 2. Juli 2013 um 23:50
    • #22
    Zitat von "simonstpauli"


    Moment: Alkoholkontrollen sorgen für Vandalismus?

    Daß ein Shuttle-Service abgewürgt wird ist allerdings ein Skandal. Gab es Gespräche mit allen Beteiligten, auch der Polizei? Hat man Politiker auf die Feste eingeladen? Im der Kommunalpolitik ist es ja sehr zielführend, Politiker "einzubinden". Man könnte es auch Bestechung nennen, die ist ja in Deutschland noch nicht strafbar...

    indirekt mitunter ja!
    zum einen wird mit dem Bus gefahren (wenn's geht); "oh shit; ich muss ja meine leeren und teilweise auch vollen Flaschen loswerden"... weil die Kontrollen schon vor dem Fest losgehen; und wenn ich als 16-jähriger mit Klopfern (warum Klopfer, eigentlich die Pullen Vodka) angetroffen werde; könnte es auch etwas Schwierigkeiten geben, mit dem Führerschein mit 17......
    auf dem Heimweg wird die überschüßige Energie (weil ja Pünktlich 01:00 Schluß sein muss und seit spätestens 00:45 das Jagdgeschwader-Blau/Silber wieder kreist) noch aufgebraucht, das Gartentürchen eignet sich sehr gut.... die Flaschen werden wegeschmissen..... Blumen müssen leider...
    kennen wir ja Alles

    zu den Alkoholkontrollen (mit Drogen das selbige in grün): ja die sind richtig und wichtig, aber nicht wie es Teilweise als Treibjagt produziert wird...
    die Polizei ist vor Ort präsent und schauen zu, wie einer schon eigentlich nicht mehr laufen kann
    was passiert: die schauen schön zu bis diese Person den Schlüssel rumdreht und dann wird der Führerschein abgenommen; habe ich selbst gesehen und miterlebt; da war ich ziemlich sprachlos

    ...was ist nun richtig 0,5 oder 0,3 Promille???
    fahren darf ich bis 0,5, aber wenn ich dann einen Unfall habe gilt auf einmal 0,3 Promille
    Warum gibt es diese Regelung... ausschließlich um Geld zu generieren

    eine 0,15 Promille-Grenze, wäre ein sehr saubere Geschichte; so kann Jeder sein Glas Wein zum Fisch trinken; und das Problem mit mehreren Alkoholfreien Bieren ist auch gleich gelöst....


    und nun noch, wenn wir gerade bei sind
    wenn ich meine Schluckspechte heimfahre und bekomm einen 5er zugesteckt für Sprit und KfZ-Kosten, darf das aber gar niemand wissen, weil als nächsten eine Anzeige ins Haus flattert wegen unerlaubtem Gewerbetreiben's ....
    diesen Ärger hatte ein Bekannter von mir.... war richtig lustig; nur nicht für ihn

    und aus eigener Erfahung kann ich sagen wie das läuft, wenn im Auto pennst.... und jede Stunde kontrolliert und genötigt wirst weg zu fahren ;) ....

    lass ich mein Auto stehen, dann kann es schon passieren, dass am anderen morgen wieder das Jagdgeschwader-Blau/Silber auf dem Matte steht und ganz scheinheilig sich erkundigt, warm das Auto dort abgestellt wurde; gleichzeitig die Aufforderung kommt es umgehend wegzufahren...

    Ja, die Abschußprovisionen auf Führerscheine gibt es immernoch bei der Polizei (auch wenn es immer verneint wird)


    und lieber simonstpauli,
    so viele Taxen, wie auf der Repperbahn am Samstag Abend stehen und warten, haben wir im ganzen Landkreis nicht ;)


    zum vorbestellen:
    dass musste bei uns an Silvester mehrere Tage vorher machen, in der Hoffnung, dass es auch dann klappt... aber spontan in dieser Nacht... vergisses

    Alkohol gehört zu unserer Wirtschaft, genau so die Panzer, welche ins Ausland verkauft werden und ebenso wie das Auto...
    letztendlich werden bei vielen, bis fast allen Party-Pa'ler dadurch die Aufträge bezahlt... gelle

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • skyworker
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    • 3. Juli 2013 um 08:22
    • #23

    Über manchen Beitrag hier kann ich mich einfach nur wundern...

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Mechwerkandi
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    • 3. Juli 2013 um 08:24
    • #24
    Zitat von "madmax"


    Vielleicht liegt das auch daran; das früher 0,0 in der DDR galt.


    Interessant, das habe ich in diesem Kontext so noch gar nicht realisiert.
    Das Problem an sich hat wohl doch irgendwo zumindest einen lokal-gesellschaftlichen Anteil.

  • simonstpauli
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    • 3. Juli 2013 um 09:49
    • #25
    Zitat von "Reini"


    indirekt mitunter ja!
    zum einen wird mit dem Bus gefahren (wenn's geht); "oh shit; ich muss ja meine leeren und teilweise auch vollen Flaschen loswerden"... weil die Kontrollen schon vor dem Fest losgehen; und wenn ich als 16-jähriger mit Klopfern (warum Klopfer, eigentlich die Pullen Vodka) angetroffen werde; könnte es auch etwas Schwierigkeiten geben, mit dem Führerschein mit 17......
    auf dem Heimweg wird die überschüßige Energie (weil ja Pünktlich 01:00 Schluß sein muss und seit spätestens 00:45 das Jagdgeschwader-Blau/Silber wieder kreist) noch aufgebraucht, das Gartentürchen eignet sich sehr gut.... die Flaschen werden wegeschmissen..... Blumen müssen leider...
    kennen wir ja Alles


    "Vorglühen" und "Druckbetankung" hat ja nun mit dem Problem der Abfahrt von einem Fest nach Alkoholgenuß auf dem Fest selbst nichts zu tun.
    Ich wage doch sehr zu bezweifeln, daß ein 16-Jähriger weniger Ärger produziert, wenn er im eigenen Auto nach Hause fahren hätte dürfen (was sowieso sehr theoretisch ist, selbst mit 17 und einem Früh-Führerschein ist diese Möglichkeit nach einer Kontrolle für längere Zeit dahin)

    Zitat


    zu den Alkoholkontrollen (mit Drogen das selbige in grün): ja die sind richtig und wichtig, aber nicht wie es Teilweise als Treibjagt produziert wird...
    die Polizei ist vor Ort präsent und schauen zu, wie einer schon eigentlich nicht mehr laufen kann
    was passiert: die schauen schön zu bis diese Person den Schlüssel rumdreht und dann wird der Führerschein abgenommen; habe ich selbst gesehen und miterlebt; da war ich ziemlich sprachlos


    Rechtlich korrekt, wenn er den Motor gestartet hat. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte er sich ja auch einfach im Auto schlafen legen können, in diesem Fall wäre ein Eingreifen nicht nötig gewesen.
    Eine nette Warnung im Vorfeld wäre allerdings deutlich besser. Ein Grund, warum auswärtige Polizeikräfte eingesetzt werden?

    Zitat


    ...was ist nun richtig 0,5 oder 0,3 Promille???
    fahren darf ich bis 0,5, aber wenn ich dann einen Unfall habe gilt auf einmal 0,3 Promille
    Warum gibt es diese Regelung... ausschließlich um Geld zu generieren


    Das ist eine komplizierte Geschichte. Derzeit gilt ab 1,1 ‰ die absolute Fahruntüchtigkeit, ab 0,3 ‰ bei gleichzeitigen weiteren Indikatoren die relative. Beides Straftatbestände. Ab 0,5 ‰ kann eine Ordnungswidrigkeit geahndet werden.
    So gesehen gibt es keine klare Promille-Grenze.

    Zitat


    eine 0,15 Promille-Grenze, wäre ein sehr saubere Geschichte; so kann Jeder sein Glas Wein zum Fisch trinken; und das Problem mit mehreren Alkoholfreien Bieren ist auch gleich gelöst....


    Das fände ich hervorragend. Auch andere Getränke enthalten ja Spuren von Alkohol. Bei Fruchtsäften gilt z.B. ein Grenzwert von knapp unter 0,4 %Vol. Real haben wir dort ca. 0,2 %Vol.

    Bei 0,15 ‰ dürfte man ein halbes Glas Wein konsumieren (auf 70kg und 1,80m, 30 Jahre gerechnet, das variiert natürlich auch noch individuell). Oder ein Kölsch-Glas Bier. Oder entsprechend mehr und warten, bis sich die Konzentration abgebaut hat.

    Es wäre eine symbolische Grenze, um Ungenauigkeiten auszugleichen und niemand könnte versuchen zu rechnen "Geht noch ein Bier mehr, vielleicht noch eins?" Beckstein hat das mit seinen 2 Maß ja schon mal fatal auf den Punkt gebracht, wie in Bayern gerechnet wird.

    Zitat


    und nun noch, wenn wir gerade bei sind
    wenn ich meine Schluckspechte heimfahre und bekomm einen 5er zugesteckt für Sprit und KfZ-Kosten, darf das aber gar niemand wissen, weil als nächsten eine Anzeige ins Haus flattert wegen unerlaubtem Gewerbetreiben's ....
    diesen Ärger hatte ein Bekannter von mir.... war richtig lustig; nur nicht für ihn


    Deshalb löst man das ja auch über die Freigetränke und eine Rotation. Aber auch sehr scheinheilig, wenn man zu den Privatfahrten greift, weil es nicht genug Taxis gibt, dann noch nachzutreten.

    Zitat


    und aus eigener Erfahung kann ich sagen wie das läuft, wenn im Auto pennst.... und jede Stunde kontrolliert und genötigt wirst weg zu fahren ;) ....

    lass ich mein Auto stehen, dann kann es schon passieren, dass am anderen morgen wieder das Jagdgeschwader-Blau/Silber auf dem Matte steht und ganz scheinheilig sich erkundigt, warm das Auto dort abgestellt wurde; gleichzeitig die Aufforderung kommt es umgehend wegzufahren...


    Jetzt kommt mir eine Idee:

    Kann ein Veranstalter nicht einen "Im Auto Schlaf"-Platz einrichten? Also ein Areal, was von Kontrollen ausgenommen wird und bis zum nächsten Mittag benutzbar ist? Bei der Abfahrt muß natürlich der Fahrer wieder nüchtern genug sein, das ist ja bei einem Teil der Patienten schon wieder fragwürdig, die würden dann bei der Mittagskontrolle auffallen.

    Gleiches könnte man für abgestellte Autos einrichten, z.B. einen Zettel, den man am Tresen bekommt, ins Auto legt und damit kund tut: "Ich lasse mein Auto stehen". Das wäre doch ein positives Zeichen. Alleine schon wegen der Signalwirkung.

    Zitat


    Ja, die Abschußprovisionen auf Führerscheine gibt es immernoch bei der Polizei (auch wenn es immer verneint wird)


    und lieber simonstpauli,
    so viele Taxen, wie auf der Repperbahn am Samstag Abend stehen und warten, haben wir im ganzen Landkreis nicht ;)


    zum vorbestellen:
    dass musste bei uns an Silvester mehrere Tage vorher machen, in der Hoffnung, dass es auch dann klappt... aber spontan in dieser Nacht... vergisses

    Alkohol gehört zu unserer Wirtschaft, genau so die Panzer, welche ins Ausland verkauft werden und ebenso wie das Auto...
    letztendlich werden bei vielen, bis fast allen Party-Pa'ler dadurch die Aufträge bezahlt... gelle

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    Der Kiez ist noch eine ganz andere Baustelle, da fährt aber auch fast niemand mit dem Auto hin. Sind sowieso viele Touristen, die Hamburger haben sich zum Großteil Richtung Schanze verlagert. Und die Hamburger müssen auch nicht mit dem Auto fahren, weil die S- und U-Bahnen am Wochenende durchgängig fahren, das ist schon ein Riesen-Vorteil. Allerdings darf man bei uns in Bus und Bahn nicht mehr vor- oder nachglühen, Alkoholkonsumverbot. Einzige Ausnahme: die Hafenfähren, die wollten auf das Geschäft nicht verzichten und auf See ist sowieso alles anders. Jedenfalls, wer sich in Hamburg nach einer Party besoffen beim Autofahren erwischen lässt, der ist wirklich selbst schuld. Aber ich rede am Thema vorbei, es geht ja um ländliche Gegenden.

    ---
    Am Ende unterstelle ich einfach mal den Veranstaltern, daß sie nicht kreativ genug sind, um die Problematik zu lösen. Und somit am Ende auch Schuld am eigenen Umsatzeinbruch sind. Es gibt so viele Möglichkeiten, das Thema anzugehen, auch zusammen mit den Behörden.

    Mein Beispiel mit dem Feuerwehrfest ist so eines, nun haben freiwillige Feuerwehren natürlich eine Sonderstellung in den Gemeinden und somit eine gute Verhandlungsposition. Aber auch anderen Vereinen wird es möglich sein, frühzeitig Lösungen zu suchen.

    Und noch eins: Diese Lösungen kosten womöglich nicht unerheblich Geld und Arbeitszeit. Und jetzt unterstelle ich schon wieder: Es ist lange gut gegangen, gute Umsätze und kaum Probleme mit Alkohol am Steuer, weil nicht so scharf kontrolliert wurde. Plötzlich ändern sich die Bedingungen und die Veranstalter jammern: "Unsere schönen einfachen Gewinne sind weg". So ist das nun mal, Bedingungen ändern sich.

    Und ein Letztes: Die "Jagdgeschwader" machen in Bezug auf Alkoholkontrollen ihren Job, jeder Führerscheinbesitzer kennt die Regeln. Wenn sich jeder an die Regeln halten würde, gäbe es die Problematik gar nicht.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Mechwerkandi
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    • 3. Juli 2013 um 11:17
    • #26
    Zitat von "simonstpauli"


    Ein Grund, warum auswärtige Polizeikräfte eingesetzt werden?


    Den Zusammenhang hab' ich mal hinterfragt.
    Früher haben wohl die Dorfsheriffs mit am Tisch gesessen...

    Das ist dann auch mal irgendwem aufgefallen.

  • Reini
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    • 3. Juli 2013 um 12:10
    • #27

    ich würde mir die gleichen Alkoholkontrollen bei Stadtrats- oder Landrats-Sitzungen mit der gleichen überdimensionierten Präsents wünschen :oops: , würde ja schon reichen, wenn das überhaupt mal passieren würde.....


    Lösungsansätzen gibt es genug, wenn sie gewollt wären ;)

    http://www.hifi-reini.de/News.htm

  • karel noon
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    • 3. Juli 2013 um 15:16
    • #28

    Ich denke das muß man als Veranstalter progressiv angehen, im besten fall generiert das zusatzeinnahmen durch Shuttle Services, sonderparkplätze, schlafmöglichkeiten was auch immer.

    Bei unseren Nachbarn in Belgien gibt es seit Jahren eine Kampagne (scheinbar auch in D in einigen Regionen, hab's nur noch nicht gesehen) BOB, Bob ist die Bezeichnung für den Auserwählten Fahrer, der kriegt sein Getränke gratis und fährt eben. Seit ein paar Wochen gibts die zweite Stufe, jetzt wird aktiv geBobt, also vorher abgesprochen und organisiert.

    Geht scheinbar auch, aber nicht von heute auf morgen. Klagen und heulen werden nicht helfen, gewinner werden diejenigen mit den guten Ideen sein :)

    Infos zu Bob:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_BOB
    http://ikbob.be/nl

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • kai.mueller
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    • 8. Juli 2013 um 10:50
    • #29
    Zitat von "madmax"

    Und eines konnte und kann ich im genannten Falle Bayern und seinen überwiegend gutbetuchten Bürgern überhaupt nicht verstehn: Da wird ein Hunni versoffen, 30 verfressen und 20 in die Schießbude gejagt.
    Aber ein 10er Anteil für'n Taxi soll nich übrig sein ???

    Das ist nicht nur im Süden so, ansonsten geb ich dir absolut recht! Hab selbst schon oft genug als freiwilliger Helfer das Elend bei Verkehrsunfällen gesehen.

    Fa. Müller Fernsehtechnik
    Waberner Straße 39
    34560 Fritzlar
    http://www.mueller-fritzlar.de
    http://www.domstadt-sound.de

  • mringhoff
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    • 20. September 2013 um 10:08
    • #30
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Über Jahrzehnte hin hat das problemlos funktioniert, die Leute haben vier, fünf Mass gestemmt und sind anschliessend mehr oder weniger strunzbreit wieder heimwärts gegondelt. (...) Seit etwa zwei Jahren wird dieses eingeübte Verfahren jedoch seitens der Ordnungshüter (bemerkenswert: kommen aus andern Landkreisen...) relativ drastisch sanktioniert bis dahin, das auf den zum Parkplatz umfunktionierten Wiesen regelrechte Rollkommandos aufziehen. (...) Für die ortsansässigen Vereine, die überwiegend als Veranstalter auftreten, bedeutet der Ablauf einen erheblichen Rückgang im Getränkeumsatz, der wiederum empfindliche Löcher in die Vereinskasse reisst.

    Ich denke, das ganze ist ein allgemeines gesellschaftliches Problem, vor allem in Westdeutschland.
    In den 60er/70er Jahren war der Bierkonsum gesellschaftlich "normal". Erwachsene tranken Bier, Kinder eine Limo. Die Dorffeste waren eher lokal und Autofahren nicht so verbreitet wie heute.
    In den 80er/90er Jahren wurde das langsam im ländlichen Bereich zum Problem. Die Alkoholunfälle auf den Straßen häuften sich. Allerdings galt damals bei uns noch eine Grenze von 0,8 Promille, die Kontrollen waren unbedeutend und die Folgen, wenn man erwischt wurde auch lange nicht so scharf.
    Ja, es war so: der Autofahrer trank halt einfach "weniger".

    Die Dichte im Straßenverkehr wurde immer größer, die Autos schneller, die Unfälle stiegen weiter an und langsam setzte auch ein gesellschaftliches Umdenken mit dem Thema Alkohol ein. Im Zuge der Wiedervereinigung, wurde die Alkoholgrenze herabgesetzt (aus westdeutscher Sicht). Im ländlichen und eher konservativ geprägten Gegenden fand dieses Umdenken natürlich erst viel später statt, als in den städtischen Gegenden. Hinzu kommt, daß auch die Infrastruktur hier wesentlich schlechter ausgebaut ist, man ist eben auf das Auto angewiesen.

    Was Du also in deinem Urlaub auf dem bayerischen Lande erlebt hast, dürfte sich vermutlich auch in anderen ländlichen (westdeutschen) Gegenden so ereignen.

    Und etwas Schuld tragen aber auch die Veranstalter / Festwirte etc., die einfach ihr Fest "so wie immer" machen und lediglich vom Verdienst geprägt sind: Es kommen weniger Leute? --> die Werbung wird auf die Nachbargemeinden / -landkreise ausgedeht, was natürlich den Anteil der Autofahrer auf dem Fest erhöht.

    Ich finde es richtig, wenn jetzt auch von Seiten der Exekutive wesentlich stärker dagegen vorgegangen wird als früher. Das mit der "Vernunft" ist halt immer etwas Schwierig. In den 80ern/90ern galt man als Außenseiter, wenn man inmitten seiner Freunde nichts getrunken hat, weil man Autofährt. Heute ist das gesellschaftlich voll akzeptiert, da werden sogar Freunde vom Autofahren abgehalten, weil sie etwas getrunken haben.
    Es ist halt ein gesellschaftlicher Wandel, der sich auf dem Land mit einem gewissen Delay vollzieht.

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Das führt zwangsläufig zu nachhaltigen Sparmassnahmen, nicht zuletzt auch in Hinsicht auf die technische Ausstattung der VA.


    Auf den Dorffesten waren früher Blaskapellen ohne Verstärkung und bis in den 80ern tat sogar die Ausleuchtung der Bühne mit zwei 1000W-Flutern der Stimmung keinen Abbruch.
    Danach übertrafen sich Bands mit der Lichtanlage, die Shows wurden ausgereifter, man erwartete immer mehr. Als dann die jungen Leute mehr in die Diskotheken rannten, zogen auch die DJs in die Festzelte ein. Aus dem Dorffest wurde eine Großparty. Um die gestiegenen Kosten wieder zu verdienen, mussten immer mehr Gäste geworben werden. Mancher Schützenverein, Feuerwehr oder Burschenverein erkannte auch die Verdienstquelle für ihre Kasse und die Stadlfeste, Zeltparties etc wurden immer zahlreicher.
    Nun hat sich einmal der Trend etwas abgelaufen zum anderen wurden die Feste immer mehr. Daß dem ein oder anderen Veranstalter dann nicht mehr gut geht, liegt auf der Hand.

    Daß Ganze dann aber auf die verstärkten Alkoholkontrollen zu schieben, ist genauso kurzsichtig gesehen wie damals, als die Wirte auf das Rauchverbot schimpften.

    Wie schon Karel Noon sagte, Gewinner werden diejenigen sein, die mit guten Ideen kommen. Eine Gesellschaft ist immer im Wandel. "Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit..."

    Perfekt technisch ausgestattete Dorffeste sind vielleicht ein Wunschdenken unserer Branche? In den nächsten Jahren/Jahrzehnten wird sicher dann auch auf den Dorffesten die technische Sicherheit eine immer größere Rolle spielen, als die tolle Lichtanlage. Professionelle Lightshows sieht jeder inzwischen im Fernsehen, auf Großkonzerten etc. Wer auf ein Dorffest geht, erwartet das gar nicht mehr so. Es soll gemütlich, zünftig und stimmungsvoll sein. Man will Leute treffen und mit der Musik Spaß haben.

    Wenn die Einsparungen in der Technik ein Plus an Sicherheit (sowohl auf dem Dorffest selbst, als auch anschließend auf der Straße) bedeutet, kann ich das nur begrüßen.
    Der einzelne Wirt alleine wird das nicht vorantreiben. Dazu braucht es den gesellschaftlichen Wandel unterstützt mit dem politischem Druck und kontrolliert von der Exekutive.

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  • Mechwerkandi
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    • 20. September 2013 um 14:00
    • #31
    Zitat von "mringhoff"


    Daß Ganze dann aber auf die verstärkten Alkoholkontrollen zu schieben, ist genauso kurzsichtig gesehen wie damals, als die Wirte auf das Rauchverbot schimpften.


    Die Argumentation erscheint mir aus Sicht der Veranstalter zumindest nachvollziehbar, weil selbige (meist wohl örtliche Vereine) prozentual am Getränkeumsatz beteiligt sind und die Einnahmen aus den Veranstaltungen einen festen Posten im Jahresbudget ausmachen.

    Zitat von "mringhoff"


    Es soll gemütlich, zünftig und stimmungsvoll sein. Man will Leute treffen und mit der Musik Spaß haben.


    Oktoberfest? :D

  • mringhoff
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    • 20. September 2013 um 14:12
    • #32
    Zitat von "mringhoff"


    Es soll gemütlich, zünftig und stimmungsvoll sein. Man will Leute treffen und mit der Musik Spaß haben.

    Zitat von "Mechwerkandi"

    Oktoberfest? :D


    Bestes Beispiel! Hier gibts keinerlei Lichtanlage und die Gäste (und Wirte) haben dennoch ihren Spaß auf dem größten Dorffest in Bayern...

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  • tufkadib
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    • 20. September 2013 um 15:05
    • #33

    Was hier:

    Zitat von "DirkB"


    ... und genau da müssen wir wieder hin! Überhaupt, was heißt hier früher ...

    sehr richtig geschrieben wurde, konnte man voriges Wochenende hier bei uns wieder live und in Farbe erleben... :wink:


    MfG
    DirkB

  • Mechwerkandi
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    • 20. September 2013 um 16:29
    • #34
    Zitat von "mringhoff"


    Bestes Beispiel! Hier gibts keinerlei Lichtanlage und die Gäste (und Wirte) haben dennoch ihren Spaß auf dem größten Dorffest in Bayern...


    wg. Spass haben:
    http://www.spiegel.de/reise/deutschl…n-a-923001.html
    :D

  • madmax
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    • 20. September 2013 um 17:29
    • #35

    Ich würde aber mal nicht die Kosten dem jeweiligen Anlaß entsprechender Liga Technik mit denen einer für den jeweiligen Anlaß mehr oder weniger professionellen Blaskapelle gegenrechnen.
    Da verliert nämlich immer die Kapelle.
    Ob auf dem Dorfe gegen paar preiswerte LED's und alte Macs, oder dem Oktoberfest mit (wenn mans machen würde) 'ner Horde A7er & Sharpys.
    So'ne Kapelle wie im Hofbräu kostet nämlich jenseits von gut und böse......

    Wobei ich bei meinen wenigen Besuchen in den letzten Jahren auf der Wies'n den Eindruck hatte; das es reichen würde, wenn da einer 'ne CD mit der passenden Musik einlegt und einfach durchlaufen läßt.
    Meiner Meinung nach hats keine Sau interessiert, wo die Musik herkommt bzw. wie sie zustande kommt.
    Laut ist es ohnehin nicht.

    Hier; wo ich herkomme, hat man's nach der Wende gelegentlich auchmal mit 'ner Blaskapelle für den Samstag Abend im Bierzelt probiert. Oft aus dem bayerischen Partnerort
    Ist allesamt schiefgegangen. Nach 'ner Stunde sind die Leute in Aufbruchstimmung. Mit Glück war der örtliche DJ da, der den Abend dann mit seichter 0815-Tanzmusik gerettet hat.
    Ist halt alles eine Frage der Traditionen....

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