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ganz spezielle Frequenzweiche

  • yamaha4711
  • 27. März 2015 um 11:32
  • yamaha4711
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    • 27. März 2015 um 11:32
    • #1

    Hallo Kollegen!

    Ich bin mir gerade uneins über eine spezielle Frequenzweiche, genannt DSL Splitter.

    Im Prinzip ist das doch nix anderes als eine mehr als simple Frequenzweiche, welche im 1. Weg (Telefon) einen Tiefpassfilter hat und im 2. Weg (DSL) einen Hochpass. Richtig?

    So ein Filter einfachster Art besteht aus Spule, Kondensator und Widerstand. Richtig?
    Das sind passive Bauelemente, welche sehr robust sind, oder?
    Lebensdauer meist deutlich länger als diese widerwärtigen Energiesparlampen mit Hg drin. Richtig?

    Nun meine Frage bzw. meine Verwirung dies bezüglich.
    Immer dann, wenn das Internet nicht mehr tut wird einem vom Provider/Anbieter geraten den Splitter zu tauschen. Warum?
    Was soll an so einem einfachen Filter kaputt gehen? Das kann man zig mal durch ne Pfütze ziehen, trocknen und das Ding tut immer noch, ähnlich wie ein SM58, welches durchaus komplexer im Aufbau ist.

    Wenn ich dann sage "bitte mal den Port reseten", dann geht es auf einmal wieder ganz ohne den Splitter überhaupt berührt zu haben.

    Letztendlich ist der Splitter der unanfälligste Teil bei dem ganzen DSL gedönse oder wie seht ihr das.
    Warum wird dennoch immer wieder verlangt den Splitter zu tauschen, anstatt wirklich nach dem Problem zu suchen?

    Viele Grüße,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • djobi
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    • 27. März 2015 um 11:45
    • #2

    ja, grundsätzlich hat ein Splitter 2 Filter. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, kann der vorm Telefon auch eingespart werden bzw. wird eingespart.
    Nen Splitter kostet "nichts" - und wird bei der Fehlersuche wahrscheinlich daher als erstes ersetzt.
    In wie weit bzw. wie oft die Dinger durch Überspannung, Ausgleichsströme o.ä. tatsächlich (!) kaputt gehen kann ich nicht sagen.
    Aber dank der schönen (?) neuen IP-Leitungen werden die Splitter ja eh überflüssig ..

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
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  • yamaha4711
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    • 27. März 2015 um 12:09
    • #3

    Selbst kleinere Überspannung, bei welcher so mancher Chip die Füsse streckt, ist kein Problem für die Dinger. Warum auch?

    So ein Splitter kostet schon was, vor allem Zeit, um das Ding zu besorgen und Nerven, da es meist nicht wirklich das Problem ist sondern dies ganz woanders lokalisiert ist. Ich habe es bisher noch nicht erlebt dass der Splitter im Eimer war. In den meisten Fällen war der Port der Vermittlungsstelle abgeschmiert oder der Router/Modem hatte einen Defekt.

    Letztendlich ist der Splitter ja auch dazu da, dass man im Telefon kein gefiepe hat und das DSL nicht mit den Sprachfrequenzen überlagert wird. Das ganze geht selbst ganz ohne Splitter, da eh alles auf ein und derselben Leitung aufmoduliert ist.

    Also nochmals die Frage: Warum lässt uns der Provider immer wieder die Splitter tauschen, obwohl die Wahrscheinlichkeit auf eine dort lokalisierten Fehler am geringsten ist?!

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • radartuete
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    • 27. März 2015 um 16:51
    • #4

    Na, so gering ist die Warscheinlichkeit eines Splitterdefektes bei Überspannung nicht, denn der DSL-Splitter ist nun mal das erste Gerät hinter dem Hausanschluß.
    Ich hatte schon einen defekten Splitter. Ursache war ein Blitzeinschlag in den ca. 1km entfernten Funkmast. Ein anderes mal blieb der Splitter heil, dafür kamen öfter die AVM DSL-Karten. Diese Dinger waren sehr empfindlich gegen Überspannung, hatte immer eine Ersatz im Haus ;)

    Seit dem ich einen modernen Router habe und IP-Telefonie nutze trat das Problem nicht mehr auf :)

    Beste Grüße

    radartuete

  • yamaha4711
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    • 27. März 2015 um 20:34
    • #5

    Gut, bei einem Blitzeinschlag würde ich das noch verstehen. Aber wenn kein Gewitter in der Umgebung war und auf einmal die Geschwindigkeit einbricht, andauerend Verbindungsabrüche sind und man sich sicher ist, dass das Modem/Router seinen Dienst tut, dann wird es wohl nicht wirklich am Splitter liegen, sondern eher am DSLAM.

    Ich hatte das schon ein paar mal und nach einem Portreset ging alles wieder, obwohl man immer gesagt hat, dass ich den Splitter tauschen soll. Der war es aber niemals, bisher.

    Also was ist da dran oder sind die Provider einfach nur darauf aus Zeit zu schinden und den Kunden erstmal zu beschäfftigen.

    Ich meine, wenn eine Frequenzweiche so empfindlich sein sollte, dann müssten wir ja andauernd die Weichen in den passiv getrennten Boxen tauschen und da gehen deutlich größere Leistungen drüber.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • WolfgangK
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    • 27. März 2015 um 20:41
    • #6

    ... bei mir waren schon zwei Splitter defekt - vermutlich haben die dort verbauten passiven Bauelemente nicht ganz die Leistungsfähigkeit und Qualität, wie wir das hier für "unsere" Frequenzweichen erwarten, über die ja auch schon mal das eine oder andere Watt geschickt werden soll 8)

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

    Licht: GrandMA 3 compact, GLP X4, ...

  • yamaha4711
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    • 27. März 2015 um 21:40
    • #7

    Wäre mal interessant zu erfahren, was denn da defekt war.
    Haarriss auf der Platine oder wirklich ein Bauteil defekt.
    Ich befürchte ersters und dass die Dinger eben zum Teil - wie auch vieles andere - beim Chinesen vom Band purzelt. Dann wäre das zu verstehen. Aber ansonsten....

    Ich hatte bisher noch keine defekten Splitter seit mehr als 15 Jahren DSL Nutzung.
    Dennoch wurde jedesmal der Austausch empfohle, ja sogar stur darauf beharrt bevor andere Fehlerquellen in Erwägung gezogen wurden.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Dosenfutter
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    • 30. März 2015 um 13:04
    • #8
    Zitat von "djobi"

    ja, grundsätzlich hat ein Splitter 2 Filter. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, kann der vorm Telefon auch eingespart werden bzw. wird eingespart.

    Es wird der Filter vor dem DSL-Modem in der Regel gespart, nicht vom Telefon. Zum einen, weil zusätzliche Filter im Signalweg dort deutlich stärker stören, man baut halt dann lieber ein 'besseres' Modem als teurere Splitter. Und zum anderen, weil das Telefon die Störsignale sehr viel besser ausstrahlen kann, oft sind ja im ganzen Haus die Leitungen verlegt, die dann Störsignale aussenden können.

    http://www.8085projects.info/image.asp?pict…%20circuit..jpg

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • yamaha4711
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    • 30. März 2015 um 19:18
    • #9

    Dankeschön. Laut dem Schaltplan ist ein defekt in der Weichenschaltung dem Modem dann vollkommen egal und damit ist der DSL Zweig vollkommen unabhängig vom Splitter, richtig?

    Falls dem so ist, dann würde ein defekter Splitter sich dadurch bemerkbar machen, dass die Telefonie beeinträchtigungen zeigen müsste. Das DSL und damit die Internetverbindung müsste daher in jedem Fall funktionieren, auch bei vollkommen defektem Splitter. Sehe ich das richtig?

    Wird oder wurden denn alle Splitter bisher so beschaltet?

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  • Kracky
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    • 30. März 2015 um 22:36
    • #10

    In der Theorie, ja. Wenn dein Anschluss bei der Telekom auf IP umgestellt wird, dann bekommst du ein Kabel zu gesendet mit dem du den Router direkt an die Eingangsdose hängst. Der DSL Splitter und auch der ISDN Splitter fallen weg. Die ISDN Telefonanlage wird dann über den So Port des Routers gefahren und alles samt läuft Voip. Der Splitter war eigentlich immer nur dazu da Telefon von DSL zu trennen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • yamaha4711
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    • 30. März 2015 um 23:14
    • #11

    Das ist mir alles soweit klar.

    Es geht schlicht und ergreifend immer noch um die Tatsache, dass wann immer etwas mit dem DSL ist (langsame Verbindung, Verbindungsabbrüche, kein Sync usw.) die Hotline in 90% der Fälle (auch bei Freunden und Bekannten) darauf beharrt zunächst den Splitter zu wechseln.

    Wenn das Telefon einwandfrei funktioniert, man sich sicher ist, dass der Router/Modem korrekt arbeiten, dann ist dies nach dem Schaltplan, sofern dieser zutrifft, absoluter Humbug. Das Modem hängt ja sozusagen einfach nur parallel an der Telefondose und der Splitter hat demnach absolut nichts im DSL Weg zu melden bzw. hat in diesem Weg überhaupt keine Funktion. Warum also beharren die Damen und Herren der Hotline auf solch einen Nonsens. Sind die nicht geschult oder haben die überhaupt eine Ahnung von dem was sie da tun?

    Das mit VoIP ist auch so eine Sache. Bei einer 2MBit Leitung kann und will ich darauf verzichten, denn damit ist kein VoIP möglich ohne permanente Störungen.

    Achso... ist dann, wenn ich gar keine Splitter mehr habe, dann dieser auch immer wieder defekt und muss virtuell getauscht werden? :roll:
    Ich frage mich wo dann die Hotline versucht den Fehler hinzuschieben. Ja nicht bei sich suchen.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Marcel
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    • 30. März 2015 um 23:53
    • #12
    Zitat von "yamaha4711"

    Warum also beharren die Damen und Herren der Hotline auf solch einen Nonsens. Sind die nicht geschult oder haben die überhaupt eine Ahnung von dem was sie da tun?

    Das ist sehr unterschiedlich. Einerseits versucht man erstmal möglichst simpel und kostengünstig dem Kunden zu helfen. Die Leute an der Hotline sind ja heute sowieso oft nur noch von einem zugemieteten Callcenter, haben die Kladde mit den wichtigsten 100 Fragen von A bis Z einmal gefressen und sind dann Servicebrater (auf das e habe ich mal bewusst verzichtet :D). Abgesehen davon wird man so den Kunden auch immer schnell los, gleich nach "Großraumstörung, warten sie mal bis morgen" und "starten sie mal das Modem neu".

    Zitat


    Das mit VoIP ist auch so eine Sache. Bei einer 2MBit Leitung kann und will ich darauf verzichten, denn damit ist kein VoIP möglich ohne permanente Störungen.


    Ich bin selbst noch Terrorcomkunde und mit meinem alten und immernoch ersten Splitter von ca. 2003 funktioniert mein DSL 768 zumindest nach wie vor zuverlässig. Das T-Modem ist irgendwann vor Jahren mal abgeschmiert, danach hatte ich ein Modem von nem Kollege und jetzt seit einigen Jahren ein Kleines von D-Link mit nachgeschaltetem Router. Der Splitter ist wie gesagt immernoch der Erste, der hat sogar nen Blitzeinschlag überlebt, was man vom Fax Kombigerät leider nicht behaupten konnte. Bislang unverwüstlich die Kiste. Viel weiss ich darüber aber nicht, da ich mich nur mit dem Kabel-TV Segment (und Inet / Tel. darüber) jeden Tag rumkloppen darf :wink:

    Irgendwann als mal Alles tot war und ich dort im Service anrief wollte man mir auch mit Splitter und bla blub kommen. Ich hab mich dann direkt in die Technik durchstellen lassen, hab denen verklickert, dass ich gerade mit einem analogen schnurgebundenen antiken Telefon draussen direkt an deren APL angeschlossen bin und dort kein Freizeichen habe. 15 Sekunden später hiess es dann "oh sorry, ja da haben wir ja einen größeren Schaden und die A-B Linie ist unterbrochen..." War ein Baggerfahrer irgendwo paar Kilometer weiter.

    Was Voip angeht so bekomme ich zu Hause auch ständig die Anrufe, dass ich doch umstellen soll bzw. muss, weil bald gibts das ja nicht mehr und bla blub. Nur bei meiner rasenden DSL 768 Leitung möchte ich darauf auch absolut verzichten solange es nur irgendwie geht. Keine Ahnung was ich da mache, LTE ist dank Volumenbegrenzung und einer kleinen Schwester die quasi bei Youtube und Skype wohnt keine Alternative.

    Gruß,
    Marcel

  • Kracky
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    • 31. März 2015 um 09:11
    • #13

    Warum die das machen, ganz einfach weil es so im Antwortenkatalog steht. Wie schon angedeutet sprichst du an der Firstline nicht wirklich mit Fachpersonal sondern mit Callcenter Agenten die haben einen Antwortenkatalog vorgelegt bekommen und den arbeiten die stur wie ein Panzer ab, das ist ihr Job. Um jetzt den Kunden möglichst schnell aus der Leitung zu bekommen war das zusenden des neuen Splitters eine gern gegebene Antwort. Aus meiner Erfahrung kenne ich ganze zwei Fälle wo es der Splitter war, der Rest hatte andere Ursachen. Leider kann man inzwischen auch nicht mehr über die 2000 Endung das ganze umgehen um direkt bei der Technik Hotline auf zu schlagen wo dann das Fachpersonal sitzt das dir oft in kürzester Zeit sagen kann wo es hakt weil deren ihr Lieblingstool das Leitungsmessen ist und da komischerweise immer schnell raus kommt wie weit die Messung geht.

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