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Genauigkeit RF-Explorer/3

  • thc
  • 1. April 2015 um 19:08
  • thc
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    • 1. April 2015 um 19:08
    • #1

    Hallo zusammen,

    wir haben jetzt auch so ein Gerät erworben.
    Letztes Wochenende ist mir allerdings aufgefallen, dass dort im Display eine andere Frequenz als Peak angegeben war als die, die auf dem Display des Mikros als Sendefrequenz stand.
    Das habe ich zum Anlass genommen, gestern mal alle Funkstrecken einzeln nacheinander daraufhin zu überprüfen.
    Die Sender sind Sennheiser EW 300 G2 und G3 und es ergab sich folgendes Ergebnis:
    Sender RF-Explorer
    736,000 736,250
    752,000 751,250
    756,650 756,250
    761,200 761,250
    762,000 761,250
    765,950 766,250
    768,300 767,500
    769,250 768,750
    774,350 773,750
    864,950 865,000
    Also nicht eine einzige Sendefrequenz korrekt angezeigt und auch keine einheitliche Abweichung.
    Bei einer Messung habe ich den WSM mitlaufen lassen und der hat die Sendefrequenz wie erwartet angezeigt.

    Frage: Wer von Euch hat auch so ein Ding und kann meine Beobachtung bestätigen oder widerlegen?

    Gruß
    Claus

  • marcoboy
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    • 1. April 2015 um 21:26
    • #2

    Um es vor weg zu nehmen ich habe das Gerät zwar nicht, aber da ich Spektrum Analyzer bedienen kann weiß ich wie das Funktioniert :wink: .

    Welchen Span hast du da eingestellt ?

    Im Manual steht das der Filter 112 Schritte hat. Dieses Beispiel steht im Manual, 10MHZ span 10MHZ/112 eine Auflösung von 89KHZ.
    Das könnte ein Erklärung dafür sein.

  • wora
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    • 1. April 2015 um 22:53
    • #3

    da schliesse ich mich marcoboy mal ausnahmsweise zu 100% an. 8)
    die auflösung der angezeigten frequenzen ist natürlich abhängig von der gewählten fenstergrösse. das steht auch im manual.

    ergänzend möchte ich noch hinzufügen, das es hinsichtlich der genauigkeit eines so derart günstigen gerätes selbstverständlich kompromisse gegenüber wesentlich teureren messplätzen geben muss.

    man sollte den explorer also nicht überschätzen, sondern ihn eher als "kleiner helfer" einordnen. einen Rohde&Schwarz oder Marconi HF-messplatz kann er nicht ersetzen. :wink:
    aber als "kleiner HF-helfer" macht er doch wirklich einen guten job.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • hermste
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    • 2. April 2015 um 22:10
    • #4

    Das verstehe ich nicht, wora. Ein Messgerät, das 50-500 kHz (lt. der Tabelle oben) Versatz hat, bei Geräten mit einem Funkhub von ca. 50 kHz einzusetzen, ist eher sinnbefreit. Wie soll ich Frequenz- und Intermodulationsberechnungen machen, wenn ich schon vorher weiß, dass die Messung garantiert nicht stimmt? Ist quasi gleichbedeutend mit gar nicht messen. Ausnahme: Man kann DVB-T-Kanäle erkennen und selbst dann die Frequenzbereiche respektive TV-Kanäle sich zusammenreimen, ebenso LTE-Bereiche erkennen. Aber für eine Berechnung innerhalb eines Spektrums ist das Gerät ...

  • marcoboy
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    • 2. April 2015 um 22:30
    • #5

    Bevor man ein Messgerät einsetzt dessen Prinzip man nicht kennt ist es ratsam sich damit zu beschäftigen.

    Sonst gilt folgender Spruch " Wer misst misst Mist"

    Das dieses Einfache Gerät nicht in der Lage ist einen 10000€ Analyzer zu ersetzen sollte klar sein.
    Es gibt mehre Prinzipien wie man so etwas messen kann. Ich will da jetzt nicht näher darauf eingehen.

    Wer es wissen will bitte schön http://cp.literature.agilent.com/litweb/pdf/5952-0292.pdf :D

  • wora
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    • 2. April 2015 um 23:26
    • #6
    Zitat von "hermste"

    Das verstehe ich nicht, wora. Ein Messgerät, das 50-500 kHz (lt. der Tabelle oben) Versatz hat, bei Geräten mit einem Funkhub von ca. 50 kHz einzusetzen, ist eher sinnbefreit. Wie soll ich Frequenz- und Intermodulationsberechnungen machen, wenn ich schon vorher weiß, dass die Messung garantiert nicht stimmt?...

    ich versuche es mal ganz einfach zu erklären: wenn man mit dem anzeigefenster einen breiten frequenzbereich ansehen will (z.b. zwecks übersicht), dann ist die messung der einzelnen fequenzen eben nicht genau, weil für das gesamte fenster nur eine bestimmte anzahl an messpunkten zur verfügung steht. grosses fenster=schlechte feinauflösung
    wenn man das ergebnis sehr fein auflösen möchte, muss man also das messfenster möglichst klein machen. das bringt dann mehr auflösung in der frequenzebene, aber die übersicht geht dabei logischerweise flöten --- weshalb man das ding am besten an einen rechner anschliesst, dann kann man wenigestens einigermaßen schnell umschalten.

    wenn man damit also oft neue frequenzpläne ausarbeiten möchte, dann ist der explorer sicherlich nicht die beste lösung. da muss man dann einfach mehr geld in die hand nehmen. ein HF-messplatz für 50.000EUR muss es ja nicht gleich sein, aber an dieser durchaus reellen zahl kann man vielleicht erkennen, welche unterschiede es in der qualität geben MUSS. 8)
    ich denke für das ausarbeiten von frequenzplänen wäre Winradio sicher der bessere kompromiss.

    wofür das ding wirklich geeignet ist:
    - für eine schnelle übersicht, ob der eigene frequenzbereich überhaupt einigermaßen sauber ist
    - für die überwachung des äthers während der veranstaltung.
    beides kann er ausreichend gut.
    man kann auch, wie eingangs beschrieben, etwas feiner messen. dabei verliert man dann aber ein bisschen den überblick.
    der Explorer ist einfach ein kompromiss, der in sachen preis/leistung aber durchaus gut dasteht.

    oder anders ausgedrückt: wer glaubt, mit dem explorer ein super hochwertiges gerät gekauft zu haben, der hat ein realitätsproblem.
    auf deutsch: er hat nicht alle tassen im schrank :wink: :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 3. April 2015 um 00:47
    • #7
    Zitat von "wora"

    ich versuche es mal ganz einfach zu erklären: wenn man mit dem anzeigefenster einen breiten frequenzbereich ansehen will (z.b. zwecks übersicht), dann ist die messung der einzelnen fequenzen eben nicht genau, weil für das gesamte fenster nur eine bestimmte anzahl an messpunkten zur verfügung steht. grosses fenster=schlechte feinauflösung
    wenn man das ergebnis sehr fein auflösen möchte, muss man also das messfenster möglichst klein machen. das bringt dann mehr auflösung in der frequenzebene, aber die übersicht geht dabei logischerweise flöten --- weshalb man das ding am besten an einen rechner anschliesst, dann kann man wenigestens einigermaßen schnell umschalten.

    wenn man damit also oft neue frequenzpläne ausarbeiten möchte, dann ist der explorer sicherlich nicht die beste lösung. da muss man dann einfach mehr geld in die hand nehmen. ein HF-messplatz für 50.000EUR muss es ja nicht gleich sein, aber an dieser durchaus reellen zahl kann man vielleicht erkennen, welche unterschiede es in der qualität geben MUSS. 8)
    ich denke für das ausarbeiten von frequenzplänen wäre Winradio sicher der bessere kompromiss.

    wofür das ding wirklich geeignet ist:
    - für eine schnelle übersicht, ob der eigene frequenzbereich überhaupt einigermaßen sauber ist
    - für die überwachung des äthers während der veranstaltung.
    beides kann er ausreichend gut.
    man kann auch, wie eingangs beschrieben, etwas feiner messen. dabei verliert man dann aber ein bisschen den überblick.
    der Explorer ist einfach ein kompromiss, der in sachen preis/leistung aber durchaus gut dasteht.

    oder anders ausgedrückt: wer glaubt, mit dem explorer ein super hochwertiges gerät gekauft zu haben, der hat ein realitätsproblem.
    auf deutsch: er hat nicht alle tassen im schrank :wink: :wink:

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    So sehe ich das auch.

    Ich nutze den RF Explorer (standalone oder mit der Touchstone-Software) für die grobe Orientierung und/oder Überwachung, WinRadio, wenn es etwas genauer werden soll und für Langzeitmessungen (wenn es z.B. für die HF-City mindestens einen Aufbau- und einen Showtag gibt). An den Profi-Meßplatz komme ich so oder so nicht heran, das ist auch nicht meine Intention. Wenn ich im Jahr 100 HF-Buchungen mit dem entsprechenden Satz haben sollte, kommt natürlich auch ein solcher an den Start ;)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • thc
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    • 3. April 2015 um 06:52
    • #8

    Danke für die Informationen.

    Ich als waschechter HKS bin natürlich von PnP ausgegangen und habe die Fensterbreite so groß gemacht, dass von C- bis E-Band alles abgedeckt ist - und habe mich um die Relation von Fensterbreite zu Genauigkeit nicht gekümmert.
    Jetzt habe ich in der PC-Software je ein Setup für jedes Band und da reicht die Genauigkeit aus.
    Hauptintention war übrigens nicht DVB-T - dafür wird bei uns ein ziemlich klar abgegrenzter Bereich im C-Band genutzt.
    Das ändert sich ja nicht ständig und ist auch bei einem WSM-Durchlauf gut zu erkennen.
    Hauptsächlich wollte ich mir mal in Echtzeit die Einstrahlungen von LTE in die Mittenlücke ansehen können.

    Aber wenigstens haben wir jetzt einen Thread, der dank woras Beitrag auch diese Thematik verständlich erklärt.

    Gruß und Frohe Ostern
    Claus

  • marcoboy
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    • 3. April 2015 um 08:32
    • #9

    Es geht viel billiger ! Vor Jahren habe ich mal vom öffentlichen Medium einen DAB Stick auf der Ifa geschenkt bekommen :roll: Da DAB+ auf sich warten lässt habe ich das Teil mal untersucht und festgestellt das da ein Chip drin ist der sich zu mehr überreden lässt. Mit SDR kann kann man das Signal auch De-modulieren. Beim rein hören weiß man dann von welcher Bühne oder Kamerateam das Signal kommt :wink:

    Mit einigen DVBT Sticks sollte dies auch funktionieren. Kosten ca. 25-40€ für solch einen Stick. Die Software ist OpenSource. http://sdrsharp.com/

    bei Ebay einfach mal sdr receiver eingeben. 30-50€

  • simonstpauli
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    • 3. April 2015 um 16:46
    • #10

    Die Auflösung ist übrigens bei WinRadio klarer zu erkennen, in absoluten Werten einzustellen.

    Klar ist dann auch: höhere Auflösung und/oder größerer Scanbereich -> langsamerer Scan. Wenn man kurzfristige Ereignisse aufspüren will, ist das natürlich ungünstig.

    Die Vorgehensweise, mit dem RF-Explorer erst mal einen schmutzigen Grundscan zu machen, belegte Frequenzblöcke auszuschließen und dann den eingegrenzten Nutzbereich genauer zu scannen (kleinerer Scanbereich -> höhere Auflösung).

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Bodenanker
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    • 26. April 2015 um 23:05
    • #11

    Ich würde gerne mal dazwischenfunken, da die Ausgangsfrage geklärt scheint.

    Hat jemand schon Erfahrungen, mit dem Airspy (vom Entwickler von SDR#)
    Für 200$ sollte das eigentlich recht nett sein.....

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