Grundsätzlich ist gegen ein so konsequentes Punkt-Quellen-Konzept nichts einzuwenden, und es wird - wie man es von KV2 kennt - vermutlich auch gut klingen. Allerdings hat die Physik wie hier bereits richtig erwähnt ihre Grenzen. Diese sind zum Einen: Membranfläche, Hub, thermische Belastbarkeit - zum Anderen: Art der Wellenausbreitung (Kugel vs. Zylinder).
Die Erläuterungen welche die Marketingabteilung da auftischt sehen ein wenig nach dem verzweifelten Versuch aus LA's zu verteufeln: Die abgebildeten Balloons welche den entscheidenden Vorteil gegenüber dem ja achsofüchterlichen Abstrahlverhalten von Line Arrays aufzeigen sollen sind schlichtweg falsch. So einen ausgefransten Balloon hätte man nur, wenn die Quellen im Array nicht vernünftig koppeln würden... was ja aber das erklärte konstruktive Ziel solcher Systeme ist. Man zeigt also den Vorteil einer funktionierenden Punktquelle gegenüber einer nicht-funktionierenden Linienquelle... Das entspricht dem Vergleich eines fahrtauglichen Autos mit einem Auto mit Motorschaden... ![]()
Ein funktionierendes, praxisnah gecurvtes Line Array hätte bei den von KV2 verwendeten Beispielfrequenzen 1kHz, 1.6kHz und 4kHz eher wie folgt aussehende Balloons (rot horizontal, blau vertikal):