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Defekt am Hifi-Verstärker...

  • Multisync
  • 9. August 2002 um 02:01
  • rockopa
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    • 23. Oktober 2002 um 10:28
    • #121

    -FI: ich würde nicht an der Hausinstallation rumbasteln, sondern den FI vor die Steckdosenleiste setzen, an der deine Versuchsaufbauten/Geräte betrieben werden.
    -Kotec: Die Fets haben leider überhaupt keine Schutzbeschaltung; wenn der Treiber durchknallt, können die gates der Fets volle Versorgungsspannung bekommen. Du musst also alle Fets nach dem letzten "crash" nochmal prüfen. Wie schon gesagt, prüfe alle niederohmigen Widerstände und die ganzen Halbleiter. Kondensatoren kannst du bei Bedarf mit einem Ohmmeter auf Schluß prüfen, bis sich die von der Meßspannung aufgeladen haben zeigt dein Multimeter irgendwelche Widerstandswerte an, dann wohl unendlich. Es gibt aber schon recht billige Multimeter, die haben sogar eine Kapazitätsmeßbrücke drin und einen Transistortester. Dein Hameg hat doch einen Komponententester, damit kannst du auch Bauteile prüfen; wie steht sicher im Handbuch. Das ganze Design der Kotec ist schon gruselig primitiv; die Fets haben keinerlei Schutzbeschaltung und die Endstufe hat keinen Kurzschlußschutz. 6 Paare von diesen Fets für 600W sind auch knapp; deine Messungen werden zeigen ob die das bringt, ich denke nicht. Bei der nächsten Inbetriebnahme erstmal ohne die Fets und mit 200mA Sicherungen. Wenn die wieder geht würde ich über einen Verkauf nachdenken...
    -Schaltplan: Wer sich den Schaltplan ansehen wollte hat den sicherlich schon ausgedruckt; war gestern mal mit 56K Modem im Forum, da ist die Ladezeit ja echt lang, mit DSL merkt man das garnicht mehr. Vielleicht kannst du den Plan wieder entfernen, sonst bekommen Leute ohne DSL noch die Krise.
    -Generelles: Bei Inbetriebnahme nach Reparatur nie die Strombegrenzung vergessen, sonst hast du wieder einen Transistorfriedhof, falls du nicht alle Fehler gefunden hattest. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Löten- von einer Rauchwolke und einem Dutzend gestorbener Transistoren darf sich ein echter Bastler nicht entmutigen lassen.

  • Multisync
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    • 23. Oktober 2002 um 21:01
    • #122

    Das dumme bei dem FI ist dann eben, dass ich dann extra noch eine Hutschiene montieren muss, über die dann der Schutzleiter angeschlossen wird.
    Ich verstehe aber noch nicht ganz wie das funktionieren soll. Der Fi ist ja 2-polig, also er hat unten 2 Anschlüsse (1 und N) und oben auch 2 (2 und N). Muss ich die Steckdosenleiste dann überhaupt nicht direkt mit dem FI verbinden?
    Den Fi muss ich dann aber irgendwo hinter den Tisch montieren, damit niemand an die offenen Kabelenden kommt. Das wäre nicht so lustig...

    Ich glaube du verwechselst das immer noch.
    Der Nikko-Verstärker hat geraucht, die Kotec-Endstufe habe ich noch gar nicht getestet, wegen der fehlenden Ersatzteile.
    Apropos Ersatzteile: Die 3 Fet's von der Kotec kaufe ich mir ja bei provision in England. Aber es ist ja auch noch ein treiber (2N5551) kaputt und 2 Widerstände, die vor dem treiber sitzen. Kann ich den treiber und die widerstände auch noch bei reichelt mitbestellen, oder meinst du das die dann von zu schlechter Qualität sind?

    Leider habe ich nicht die passenden Kabel für den Komponententester, aber die werde ich auch noch bei reichelt mitbestellen.
    Mein Digital multimeter hat "nur" Diodentester.....
    Ich glaube schon, dass ich sie verkaufen werde, wenn sie wieder geht.
    Glaubst du das einer von diesen Tamp's besser wäre als die Kotec?

    Ich habe den Plan jetzt nicht mehr als Bild drinnen sondern verlinkt, die ladezeiten sollten also nich mehr so lang sein.

    Ich lasse mich nicht so schnell entmutigen keine angst... :wink:


    Ulrech

    P.S.: Zum besseren Verständnis schreibe ich hier gerade mal die bauteile auf die (zur zeit) kaputt sind beim Nikko Verstärker und der Kotec Endstufe:

    Kotec Endstufe: 2 Endstufentransistoren Exicon 10P16 und ein 10N16; ein Treiber 2N5551; 2 Widerstände

    Nikko Hifi-Verstärker: 2 treiber 2SC945; 2 SD667; 1 SB647

    Ich hoffe es ist jetzt etwas klarer....

  • rockopa
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    • 24. Oktober 2002 um 09:56
    • #123

    -FI: ich denke, der FI schleift P und N durch und öffnet dann bei Fehlerstrom gegen Erde. Habe nicht ganz verstanden, wo dann die offnen Kabel sind. Den FI kannst du doch in eine Steckdosenleiste einbauen; ein Stück Plastik aussägen und dann rein damit. Von VDE-gerechter Elektroinstallation hab ich nicht so genaue Ahnung, stelle doch deine Frage mal bei "Strom" ein, wie man den genau anschliesst, gibt sicher einige Installationsprofis hier.
    -Reichelt: ich würde diese billigen Transistoren/Bauteile dort auch mitbestellen; das Risiko Fälschungen zu bekommen ist speziell bei sehr teuren Halbleitern gegeben, denn damit wird dann richtig Profit gemacht. Bestelle lieber immer ein paar Teile mehr, falls es nochmal raucht...
    -T-amps: Sind ja bei einigen Verleihern schon in Erprobung; die TA2400 sieht von den Innereien recht gut aus; ich denke, das die sicher besser als Kotec sind; Thomann wird bestimmt nicht den letzten Müll ins Programm nehmen, denn häufige Kundenreklamationen kosten ein Geschäft richtig Geld, hält die ganze Mannschft auf Trab ohne das Umsatz gemacht wird, vom Image-Schaden ganz zu schweigen; mal sehen was in den nächsten Wochen noch für Beiträge kommen; vielleicht stellt ja auch jemand mal einen Schaltplan hier ein, dann kann ich mir das mal ansehen.


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: rockopa am 2002-10-24 09:59 ]</font>

  • Multisync
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    • 24. Oktober 2002 um 22:14
    • #124

    Ich habe gerade die Bestellung bei reichelt aufgegeben und es ist nochmal richtig teuer geworden, weil ich ja auch noch Messchnüre fürs Oszi und alles mögliche mitbestellt habe ..

    In der Steckdosenleiste wäre kein platz, die kontakte würden gerad auf der seite überstehen. Naja
    Ich werde mal im Stron Brett nachfragen, da bekomme ich bestimmt erstmal ärger, wenn ich meine Installationsvorschläge poste... :smile:

    Ich habe von allem reichlich bestellt, denn ich will nicht nochmal transistoren nachbestellen...

    Wenn der Kotec repariert ist, dann werde ich mir mal einen Tamp zum test kaufen.
    Aber die kotec endstufe ist im Vergleich zu meiner Img STA-320 ein Bassmonster, die Img kann nämlich überhaupt nichts. Also die Kotec ist da schon noch eine ganz andere Klasse.
    Die Img verkaufe ich jetzt auch in ebay... hoffentlich wissen die da noch nicht von den Tamps.. :wink:


    Ulrech

  • Multisync
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    • 26. Oktober 2002 um 19:53
    • #125

    Heute morgen ist das Paket bei reichelt rausgegangen, also wird es dann wohl am Montag bei mir ankommen.

    Bei Helmut Singer habe ich einen interessanten NF-Generator bei "Kurz vor der Verschrottung" gefunden. Was haltet ihr von dem: http://www.helmut-singer.de/fix/cd.html

    trockenbassfetischist: Du kennst den Laden doch, glaubst du das der noch tut?
    Es steht ja nur "As" vor dem Preis das heißt dort "Ab Stapel" also es wird nur eine optische kontrolle gemacht. hmm

    Dann könnte ich auch gleich noch den 2kVA Trenntrafo mitbestellen.


    Ulrech

    P.S.: Ich werde meinen FI an Reichelt zurückschicken und dafür einen "Personenschutzadapter LightBoy Protect RCD" :smile: bei ELV bestellen.

  • rockopa
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    • 28. Oktober 2002 um 07:45
    • #126

    Der HP Generator war in den 70ern mal ein echt edles Teil. Ohne Handbuch und ohne Funktionsgarantie würde ich den zu dem Preis nie kaufen; hat der ne Macke bringst du den nie zum laufen; ist schaltungstechnisch relativ kompliziert und ohne Unterlagen...
    Wenn du noch ein bißchen Löten willst, bau dir doch einen einfachen Funktionsgenerator mit dem XR2206-chip; gibt auch günstige Bausätze damit.

  • Multisync
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    • 28. Oktober 2002 um 15:21
    • #127

    Ich denke mir auch, dass der Generator kaputt ist. Wenn er noch funktionieren würde, würden die ihn dort bestimmt unter "fix" für 300Euro anbieten.
    Bei Conrad gibts den XR2206 Chip für 5,60Euro. Ich habe mir mal das Datasheet von dem Chip angeschaut, da sind ja die Schaltpläne für einen Funktionsgenerator drinnen..... das wäre auch eine idee so eine Schaltung aufzubauen. Eine kleine herausforderung.... :smile:

    Heute sind die neuen Ersatzteile von reichelt angekommen und natürlich habe ich gleich alle Ersatzteile in den Nikko Verstärker eingebaut. Und auf jeden Fall geht jetzt der rechte Kanal (mit den neuen Endtransistoren) wieder. Bei dem anderen Kanal stimmt irgendwas nicht. Beim ersten test kam noch kurz ein Signal raus, aber dann ist wieder ein Treiber und die 200mA Sicherung durchgebrannt. Als ich den Treiber und die Sicherung wieder ersezte, brannten wieder beide durch. Die Sicherung blitzt aber nicht mehr auf wie beim letzten mal, sondern sie schmilzt nur durch.

    Es gibt da noch etwas was ich nicht verstehe. Ein kleiner Transistor (SD666), der nur einmal in der Schaltung vorkommt scheint auch kaputt zu sein. Das seltsame ist nur, dass der Kollektor von ihm zum PNP-Endtransistorkollektor vom rechten und linken Kanal geht. Dann dürfte doch normalerweise keiner von den beiden Kanälen noch richtig funktionieren, der rechte tut es aber..... :???:

    Kann ich diesen "mysteriösen" Transistor (SD666) auch durch einen Sd667 oder einen Sb647 ersetzen?


    Ulrech

  • rockopa
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    • 28. Oktober 2002 um 16:30
    • #128

    Die Kollektoren der beiden PNP-Endtransistoren sind an der auf Masse bezogenen negativen Versorgungsspannung angeschlossen. Wenn da irgendwas dranhängt, was nur moderat Strom zieht wird die Funktion des Verstärkers dadurch natürlich nicht beeinträchtigt. Der 2SD666 ist NPN 120V 0.05A, der 2SD667 NPN 120V 1A hat aber gleiches Gehäuse wie der 666, der 2SB 647 ist PNP also ungeeignet. Habe leider keine genauen Datenblätter über die Transistoren; wahrscheinlich hat der 667 nur eine geringe Stromverstärkung; für nen Versuch würde ich es einfach mal probieren, auch ohne die genaue Funktion in der Schaltung zu kennen, hast ja keine Alternative. Sicher sind noch irgenwo versteckte Fehler wie Lötfehler, defekte Widerstände etc; die Halbleiter hast du ja alle geprüft? Sind die Endtransistoren gegen den Kühlkörper auch isoliert montiert? Kollektor gegen Kühlkörper messen.

  • Multisync
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    • 28. Oktober 2002 um 20:18
    • #129

    Ich habe den 2SD667 gegen den 2SD666 ausgetauscht und es scheint zumindest im Prinzip schonmal zu funktionieren.
    Beide Kanäle bringen jetzt eine saubere Sinuswelle, aber auf dem Oszi ist die Spannung von dem linken (der vorher gar nicht funktionierte) nach Augenmaß ungefähr 4 mal so groß wie bei dem rechten Kanal. :???:

    Könnte das vielleicht an den verschiedenen Endtransistoren typen bei den Kanälen liegen?
    Den rechten Kanal habe ich ja mit dem BD144C und dem BD143C bestückt, der linke hat noch die Original transistoren drinnen.
    Vielleicht liegt es auch nur daran, dass micht der 2SD666 sondern der 2SD667 drinnen ist. hmm

    Ich werde jetzt noch die Kotec mit dem neuen Transistor und den neuen Widerständen testen.


    Ulrech


    P.S.: Halbleiter und widerstände scheinen alle noch in Ordnung zu sein habe ich alle überprüft. Kein Kollektor von einem Endstufenrtansistor hat verbindung zum Kühlkörper im aus gelöteten zustand, im eingebauten zustand schon, das müsste aber normal sein.

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Multisync am 2002-10-28 20:21 ]</font>

  • rockopa
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    • 28. Oktober 2002 um 20:23
    • #130

    an den Endtransistoren liegt das kaum, die machen nur noch Stromverstärkung. Vielleicht ist noch ein Fehler in der Vorstufe. Prüfe mal am Schleifer des Lautstärkepotis ob die Pegel links und rechts gleich sind. Versuch mal genauer rauszufinden, was der einzelne Transistor macht; wie ist der beschaltet; sitzt der ganz dicht am Kühlkörper; sind da nur Gleichspannungen meßbar oder auch Wechselspannungen; Die Kollektoren der Endtransistoren liegen an +Versorgung (NPN) und -Versorgung (PNP). Auf dem Kühlkörprer montiert (mit Isoliernippel und Glimmerscheibe) dürftest du keine richtig niederohmige Verbindung zwischen Kühlkörper und Kollektor haben bzw. garkeine, wenn die Beinchen abgelötet sind.

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: rockopa am 2002-10-28 20:40 ]</font>

  • Multisync
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    • 28. Oktober 2002 um 22:56
    • #131

    Am Schleifer des Lautsstärkepotis habe ich bei linksanschlag am rechten Kanal einen widerstand von 135kOhm und links von 152kOhm. Normalerweise müsste dann der rechte kanal lauter sein, oder? Aber es ist gerade umgekehrt.

    Ich habe mir den einzelnen Transistor nochmal genau angeschaut. Also er ist mit einem 2. einzelnen Transistor (einem C945)
    verschaltet. Der Kollektor geht nicht direkt an den Kollektor von den beiden PNP-Endtransistoren, vorne drann ist noch ein kleiner Kondensator bzw. die Base von einem SB647 Transistor Treiber von dem aus geht es dann über den Kollektor auch an die kollektoren von den beiden PNP-Endtransistoren. Der Strom kann aber auch an dem Kondensator und dem Transistor vorbeifließen und dann an den Emitter von dem C945-Treiber (für den linken Kanal) auf dem Kühlkörper. Kommst du noch mit?.. :smile:
    Wenn ich es richtig sehe geht der Emitter von dem einzelnen Transistor (2SD666) über eine recht lange strecke und einen starken 47Ohm Widerstand an die Minus-Versorgungsspannung.
    Der Emitter geht aber auch über einen anderen dicken 670Ohm Widerstand an den Emitter von dem anderen einzelnen transistor (C945 ohne Kühlkörper).
    Die Base geht auch über einen dünnen 1kOhm Widerstand an den Emitter von dem C945 Transistor ohne Kühlkörper.
    Hat dir meine Beschreibung weitergeholfen?

    Ach so der Transistor sitzt nicht in der Nähe von dem Kühlkörper und Messen will ich ohne vorgeschalteten FI noch nicht bei laufendem gerät. :sad:

    Wenn die Beinchen abgelötet sind ist überhaupt keine Verbindung zwischen Kühlkörper und Kollektor von den Endtransistoren. Also ich habe alles richtig montiert mit Isoliernippel und Glimmerscheibe.


    Ulrech


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Multisync am 2002-10-28 22:58 ]</font>

  • rockopa
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    • 29. Oktober 2002 um 19:19
    • #132

    welchen Widerstandswert das Poti genau hat ist nicht so entscheidend; interessant ist, welcher Signalpegel am Poti ankommt und insbesondere der Vergleich link/rechts. Ist der Pegel am Poti noch gleich ist vielleicht in der Gegenkopplung eines Kanals noch was defekt; Lötfehler, defekter Widerstand etc.
    Die beschriebene Schaltung hab ich so nicht im Detail gerafft, könnte aber eher eine Stromversorgungsfunktion haben. Interessant wäre, ob an den besagten Transistoren im Betrieb Wechselspannungssignale anstehen. Wenn es dir zu gefährlich ist im Betrieb zu messen, klemm den Oszi im ausgeschalteten Zustand an und schalte dann erst ein. Wenn du aber nicht weißt, ob beide Känäle am Poti noch gleichen Pegel haben, kommst du mit der Fehlereingrenzung nicht weiter.

  • Multisync
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    • 30. Oktober 2002 um 01:39
    • #133

    So jetzt habe ich doch mal ein bisschen getestet, aber natürlich sehr vorsichtig.
    Nach dem Poti ist der Pegel bei beiden Kanälen noch exakt gleich auf dem Oszi. Ich habe beide Kanäle übereinander gelegt... so ein 2 Kanal Oszi ist schon etwas tolles.
    Dann habe ich mal noch getestet was bei dem einzelnen Transistor für Spannungen anliegen.
    Also es liegen nur Wechselspannungen an. Am Kollektor liegt eine "saubere" Sinusspannung mit 90° Flanken an. Am Emitter liegt auch eine Sinusspannung an, aber die bewegt sich immer recht unruhig von oben nach unten - außerdem steigt die positive Flanke steiler an als die negative abfällt. Bei der Base sieht das Signal ähnlich aus (es wackelt auch), nur das dort auch noch ein Knick am Anfang der negativen Halbwelle drinnen ist.
    Ist das normal?

    Außerdem habe ich das Ausgangssignal nochmal genauer überprüft und das ist bei beiden Kanälen nicht gut. Bei dem linken Kanal ist die negative Halbwelle nur halb so groß wie die positive und sie ist leicht eckig. Beim rechten Kanal ist die Spannung viel kleiner als beim linken kanal. Außerdem ist die obere Halbwelle total abgeflacht und sie geht auch nicht höher, wenn ich mehr "aufdrehe", sie wird nur breiter, also die spitzen werden abgeschnitten, die negative Halbwelle sieht auch sehr merkwürdig aus - ich glaube da stimmt irgendetwas nicht an dem Gerät... :smile:


    Morgen, wenn der FI hoffentlich da ist, werde ich den ganzen Signalweg mal mit dem Oszi verfolgen, ansonsten wird das ja nichts.


    Ulrech

  • Multisync
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    • 30. Oktober 2002 um 22:26
    • #134

    Leider ist der FI noch nicht da. :sad:
    Ich konnte deshalb noch keine neuen "Untersuchungen" durchführen.
    Aber dafür habe ich mal wieder die Kotec rangenommen. Also die platine mit dem neuen 2N5551 Transistor(Q5 auf dem Schaltplan) und 2 neuen Widerständen (R34,R33). Dazu den Endstufenblock mit nur 8 Endtransistoren.
    Und was passiert als ich einschalte.. blink blink.. :sad: die beiden 200mA Sicherungen Strombegrenzer verabschieden sich. Kann es sein, dass die beiden Sicherungen zu schwach sind? Ich habe mich noch nicht getraut stärkere einzusetzen....

    Dann habe ich mal wieder eine bestellung bei reichelt gemacht, wegen dem XR2206 chip. Dort gibt es nur einen mit der Bezeichnung XR2206CP, der geht doch auch, oder? Dazu habe ich gleich noch den 2SD666 und 10 2SD667 Transistoren bestellt :smile:
    Jetzt habe ich noch eine Frage zu dem Funktionsgenerator, den ich mir mit dem Chip bauen will. In der Anleitung (http://www.exar.com/products/tan005.pdf) dazu steht, dass der Trafo Sekundär 12,6Volt liefern soll. Warum denn genau 12,6Volt? Gehen da nicht auch "nur" 12 Volt, oder funktioniert das dann nicht?


    Ulrech

  • rockopa
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    • 30. Oktober 2002 um 22:59
    • #135

    -Kotec: kann sein, daß die Stufe, bis die Arbeitspunkte stabil sind, kurz mehr Strom zieht. ohne die Fets müssten die 200mA Sicherungen aber reichen, mit den Fets würde ich vielleicht mal 1 A riskieren; wie ich schon mal geschrieben habe sind die gates der Fets aber ohne Schutzbeschaltung im Fehlerfall; wenn der Treiber durchknallt kriegen die volle Versorgungsspannung. Ohne Fets in Betrieb nehmen wird sicher "billiger", wenn noch ein Fehler drin ist... Optimal wäre jetzt ein Labornetzgerät mit einstellbarer Strombegrenzung bzw. elektronischer Sicherung, aber das muß bei dir auch ohne gehen. Hast du alle Halbleiter und niederohmigen Widerstände auch genau geprüft?
    -Nikko-amp: Schau mal ob das NF-Signal die Endstufenbaugruppen noch einwandfrei erreicht. Wird wahrscheinlich über einen Elko auf die Basis des Differenzverstärkers (wohl 2 kleine NPN-Transistoren am Eingang, bei denen die Emitter verbunden sind und über einen Widerstand an der -Versorgung hängen) eingekoppelt. Wenn die+- Versorgungsspannung ok ist, du alle Halbleiter und niederohmigen Widerstände geprüft hast und die Platine auch auf Lötfehler kontrolliert hast, müsste der langsam eigentlich wieder gehen...
    -XR2206-chip: der geht natürlich auch mit 12V (stabilisiert mit Spannungsregler 7812 z.B.) Gibt auch Bausätze mit fertiger Platine dazu. Conrad hatte sowas mal glaube ich.
    Nur nicht aufgeben jetzt, jeder Bastler hat mal mit einem Transistorfriedhof angefangen.

  • Multisync
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    • 31. Oktober 2002 um 02:12
    • #136

    Juhuu... es gibt eine gute Neuigkeit.. :smile:
    Ich habe die "Kotec Platine & Endstufenblock" mit einer 1A Sicherung abgesichert... und es funktioniert. Ich sehe eine schöne Sinuskurve auf dem Oszi am Ausgang. ABER sie geht nur auf dem rechten Kanal, anscheinend stimmt mit dem Trafo, oder der "kleinen Platine mit Pegelregler" (ist die überhaupt auf dem schaltplan?) am linken Kanal etwas nicht. Ohne Endstufenblock schaltet das Relais, aber mit passiert gar nichts - nur der Lüfter läuft an... protect LED leuchtet auch nicht, egal ob mit oder ohne endstufenblock... hmm

    Ich hoffe, dass morgen der blöde FI ankommt, dann kann ich das Signal am Nikko mal genau verfolgen... ohne großes risiko. Apropos gerade eben habe ich einen kleinen Schlag von den noch geladenen Kotec-Elkos bekommen.... gewöhnt man sich da dran? :smile:

    In der Schule haben wir letztes Jahr so ein stabilisiertes 12V/1,5A Netzteil gebastelt, dass könnte ich dann direkt in ein Gehäuse mit einbauen. Aber ich brauche dann noch einen kleinen Trafo der zwischen 2x20 und 2x40 Volt liefert. In der Schule dürfen ja keine Sachen gebaut werden, die direkt an das Stromnetz angeschlossen werden müssen - wegen der verletzungsgefahr.....
    eine super Sache.. :smile:


    Ulrech

    P.S.: Langsam kann ich echt mal anfangen einen Friedhhof für die ganzen kaputten Transistoren anzulegen. :smile:

  • rockopa
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    • 31. Oktober 2002 um 10:32
    • #137

    -Kotec:Prüfe mal ob alle Versorgungsspannungen da sind: +-75Volt, +-15V, +24V (alle gegen Masse gemessen), dann schau mal ob du an C19 auch ein NF-Signal hast und ob am Ausgang (R45) keine nennenswerte Gleichspannung vorhanden ist (bis ca. 20mV wäre noch ok, sonst am Poti RV1 versuchen einzustellen)
    -Netzteil für Generator: so eine hohe Trafospannung brauchst du nicht; um 12V Gleichspannung mit Stabilisierung zu erzeugen reicht ein Trafo von 12-15V; gerade die kleinen Trafos haben sehr hohe Leerlaufspannung; außerdem lädt sich der Glättungselko auf den Scheitelwert der Wechselspannung auf; da wird wahrscheinlich (ohne Belastung) nicht mal ein 25V Elko ausreichen.
    -FI: der FI hilft nur gegen tödlichen Stromschlag vom Netz, nicht gegen die hohe Gleichspannung von den Ladeelkos in der Endstufe. Am besten immer mit Widerstand (einer von deinen 39 Ohm-Drahtwiderständen könnte da gut gehen) entladen, bevor du dran arbeitest.

  • Multisync
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    • 31. Oktober 2002 um 16:04
    • #138

    Der Schaltplan von der Kotec stimmt irgendwie überhaupt nicht mit der Platine überein. Die Bezeichnungen sind total falsch. Ich glaube das liegt daran, dass der Schaltplan von der neueren Version der Endstufe ist. Naja ich habe aber trotzdem die ganzen stellen gefunden wo eigentlich die versorgungsspannungen anliegen sollten. Mit dem Trafo vom rechten kanal sind alle da, -15V,+15V und 24Volt, aber mit dem linken trafo ist nur -15V vorhanden, die anderen liegen nicht an. Im Leerlauf bringt der rechte Trafo auch die +-75Volt, ist doch echt seltsam.....

    Also reicht ein kleinerer Trafo auch. Es ist ein 40Volt elko auf der platine drauf.

    Der FI ist heute angekommen. Aber vorhin bin ich nochmal extrem erschrocken. Ich hatte den Elko entladen (mit 39Ohm widerstand gegen masse, ist doch richtig oder?) und wollte die Platine etwas drehen, plötzlich knallt es laut, weil die Sicherungshalter von B+ und B- aneinander kamen. Muss ich die Elkos etwa mit dem Widerstand zwischen B+ und B- entladen? Deshalb habe ich jetzt auch noch nicht weitergemessen bei C19 und R45, weil ich irgendwie keine lust darauf habe auch mal so einen richtigen Schlag abzubekommen.


    Ulrech

    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Multisync am 2002-10-31 16:06 ]</font>

  • rockopa
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    • 31. Oktober 2002 um 17:00
    • #139

    Kotec: am besten du hälts du den Widerstand direkt an den Elko zum Entladen. Bleib mal mind. 5 sec. drauf. Hat es ganz klein wenig gefunkt beim Entladen? Müssten ja beim ersten berühren ca. 2A über die 39 Ohm fließen. Vielleicht hatte die Baugruppe vorher keine richtige Masseverbindung, dann hats mit der Entladung natürlich nicht geklappt. Prüfe jetzt die ganzen Widerstände und Z-Dioden in der Stromversorgung. R59-61, D2,7,8. In Durchlaßrichtung haben Z-Dioden ca. 0.7V; bei defekt unendlich oder Kurzschluß. Das reicht zur ersten schnellen Prüfung. Sind die Teile ok, haben die Baugruppen, die darüber versorgt werden Fehler/Kurzschlüsse.

  • Multisync
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    • 31. Oktober 2002 um 20:22
    • #140

    Die Elkos kann man leider nicht so leicht entladen, da der Endstufenblock ja direkt auf die Platinerückseite mit ca. 1cm Abstand angeschraubt ist. Also kommt man da nicht mit dem widerstand bei. Dafür habe ich die Sicherungshalter jetzt einfach mit Tesa abisoliert.

    Die Widerstände und Z-Dioden müssen ja alle in Ordnung sein, wenn nicht würde die Platine (da ist auch das Netzteil aufmontiert) ja nicht an dem Trafo vom rechten Kanal funktionieren, aber das Problem habe ich jetzt ja sowieso irgendwie gelöst. Ich habe nämlich die kleine Platine mit den Pegelreglern drauf ausgebaut und plötzlich geht die Platine auch am linken Trafo. Und weißt du warum die Protect LED nicht aufgeleuchtet hat? Das war einfach nur eine kalte Lötstelle. Ganz einfach.. :smile:
    Aber es gibt ein neues Problem, wenn man etwas "lauter" stellt am pegelregler, dann werden die Spitzen von der positiven Halbwelle abgeschnitten und wenn man dann noch "lauter" macht "bricht" ein neuer unregelmäßiger Buckel aus der positiven Halbwelle aus.
    Und zwar passiert das bei beiden Trafos....
    Die negative Halbwelle ist aber völlig in Ordnung.
    Vom Regen in die Traufe.... :sad:

    Der Schaltplan stimmt echt nicht. Die Endstufe ist noch viel billiger aufgebaut als dargestellt.
    Der "U1" und der "U2" IC z.B. ist in echt nur einmal auf der platine vorhanden. D.h. die "Stereo LED" leuchtet immer wenn der rechte Kanal an ist, es ist egal ob beide Kanäle an sind. Kotec hat da echt an allen ecken und enden gespart. Aber immerhin hat sie pro Kanal 4 Endtransistoren mehr drinnen als der Tamp.. :smile:


    Ulrech

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