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Beiträge von Sound-Klinik

  • musikstile und bauarten...

    • Sound-Klinik
    • 10. März 2003 um 13:42
    Zitat von "Magzel"

    Hallo ! Du hast im vorigen Thread geschrieben das du pro Seite einen horngeladenen Bass benutzt. Ich dachte das man Basshörner stacken muss um gute Ergebnisse zu erziehlen, ist das bei deiner Konstruktion etwa nicht so ?

    Die Hörner sind so gerechnet, daß sie unter Halbraumbedingungen (d.h. am Boden) schon allein gut arbeiten. Der 18" ist auch mit einem System pro Seite bei 55 Hz schon richtig "da".

    Außerdem ist alles eine Frage der benötigte Reichweite. In Zelten z.B. ist es oft gar nicht erwünscht, daß die PA noch auerhalb des Zeltes richtig "gehört" wird - manchmal gehen sogar Leute mit einem Schallpegelmeter rum und scheißen die Zeltwirte an. Wenn ich auf der Tanzfläche einen guten Sound fahre, dann sind die Gäste zufrieden und der Veranstalter auch.

    In Sälen bis ca. 600 Leute benutze ich nur ein 15"er pro Seite.
    In Zelten mit 1000 ... 1300 Leute nehme ich vom 15"-Horn dann aber auch 2 pro Seite mit.
    Ein Foto von diesem Aufbau (also mit zwei 15"er pro Seite ...) findest Du auch auf meiner Website unter "Programm" auf der Buttonleiste. Im Bassbereich bringt das dann ungefähr soviel wie 4 BR pro Seite - aber bei deutlich weniger benötigter Endstufenleistung, Boxengewicht und -abmessungen (ich muß auf meinen Rücken achten, da ich auch schon über 40 bin ...).

    Wir werden beim Aufbauen oft angequatscht, ob das "bißchen" etwa reichen soll. Nach dem Soundcheck fragt dann jedesmal keiner mehr.

    Viele Grüsse sendet

  • musikstile und bauarten...

    • Sound-Klinik
    • 9. März 2003 um 16:20

    Der Musikstil ist weniger entscheidend als die Größe der Location und wieviel Leute da drin sind. Die Art der Veranstaltung kann auch mitentscheidend sein (... bei einer Messe mit 1000 Zuhörern geht es etwas anders "ab", als bei einem Rock-Konzert oder Techno-Mucke ...).

    Wenn es keine Messe ist (also etwas "abgehen soll" ...) sind horngeladene Bässe ab ca. 500 Leute oft schon eine nachdenkenswerte Sache.

    Ich selbst benutze von 50 bis ca. 500 Leute pro Seite einen horngeladenen 15" (Vollhorn ohne Vent). Der Klang ist sehr trocken und es "knallt".
    DJs stehen oft nicht auf diesen "trockenen" (böse Zungen reden denn auch mal von "sterilen" ...) Bass-Sound und geilen sich an diesen wummerigen Bandpässen etc. auf.
    Ein Kompromiss sind da vielleicht diese "Mischformen" aus horngeladen und Bassreflex. Der Wirkungsgrad ist oft beachtlich, die Bässe klingen relativ "fett" - die Präzision ist nicht ganz so berauschen und der Wirkungsgrad fällt ab einer Frequenz unten recht schnell ab.

    Was man "oben" (also ab ca. 150 Hz ...) braucht, hängt von der benötigten Reichweite und benötigten max. Schallpegel ab.
    Bei kleinen Location sind belastbare direktabstrahlende 12" oder 15"er mit MH-Horn (1" oder 1,5") eine gute Wahl - wehr es mehr "hardcore"-laut braucht, donnert auch schon mal mit Fullrange-Hörnern den Besuchern in einigen Metern Abstand die Ohren weg - auch wenn es Blödsinn ist.

    Bei Veranstaltungen mit Reichweiten von 20 ... 30 Metern und mehr wird es dann richtig teuer.

    Viele Grüsse sendet

  • musikstile und bauarten...

    • Sound-Klinik
    • 9. März 2003 um 16:20

    Der Musikstil ist weniger entscheidend als die Größe der Location und wieviel Leute da drin sind. Die Art der Veranstaltung kann auch mitentscheidend sein (... bei einer Messe mit 1000 Zuhörern geht es etwas anders "ab", als bei einem Rock-Konzert oder Techno-Mucke ...).

    Wenn es keine Messe ist (also etwas "abgehen soll" ...) sind horngeladene Bässe ab ca. 500 Leute oft schon eine nachdenkenswerte Sache.

    Ich selbst benutze von 50 bis ca. 500 Leute pro Seite einen horngeladenen 15" (Vollhorn ohne Vent). Der Klang ist sehr trocken und es "knallt".
    DJs stehen oft nicht auf diesen "trockenen" (böse Zungen reden denn auch mal von "sterilen" ...) Bass-Sound und geilen sich an diesen wummerigen Bandpässen etc. auf.
    Ein Kompromiss sind da vielleicht diese "Mischformen" aus horngeladen und Bassreflex. Der Wirkungsgrad ist oft beachtlich, die Bässe klingen relativ "fett" - die Präzision ist nicht ganz so berauschen und der Wirkungsgrad fällt ab einer Frequenz unten recht schnell ab.

    Was man "oben" (also ab ca. 150 Hz ...) braucht, hängt von der benötigten Reichweite und benötigten max. Schallpegel ab.
    Bei kleinen Location sind belastbare direktabstrahlende 12" oder 15"er mit MH-Horn (1" oder 1,5") eine gute Wahl - wehr es mehr "hardcore"-laut braucht, donnert auch schon mal mit Fullrange-Hörnern den Besuchern in einigen Metern Abstand die Ohren weg - auch wenn es Blödsinn ist.

    Bei Veranstaltungen mit Reichweiten von 20 ... 30 Metern und mehr wird es dann richtig teuer.

    Viele Grüsse sendet

  • Metallgitter befestigen

    • Sound-Klinik
    • 9. März 2003 um 16:06

    Wer sicher gehen will, sollte Moosgummi oder dieses Fensterabklebezeug unterlegen.
    Im Bereich des Chassisrandes (wenn es eine BR ist ...) kann auch noch zusätzlich ein passendes Stück Moosgummi untergelegt werden (ans Gitter kleben ...). Das Gitter kann dadurch dann praktisch bei keiner Frequenz mehr zum Schwingen oder Klappern angeregt werden.

    Wenn es dann noch klappert, sind es wohl die Rollen ...


    Viele Grüsse sendet

  • Metallgitter befestigen

    • Sound-Klinik
    • 9. März 2003 um 16:06

    Wer sicher gehen will, sollte Moosgummi oder dieses Fensterabklebezeug unterlegen.
    Im Bereich des Chassisrandes (wenn es eine BR ist ...) kann auch noch zusätzlich ein passendes Stück Moosgummi untergelegt werden (ans Gitter kleben ...). Das Gitter kann dadurch dann praktisch bei keiner Frequenz mehr zum Schwingen oder Klappern angeregt werden.

    Wenn es dann noch klappert, sind es wohl die Rollen ...


    Viele Grüsse sendet

  • EAW Baby linearray 730

    • Sound-Klinik
    • 7. März 2003 um 18:40
    Zitat von "Patrick"

    Bleibt nurnoch die Frage: Wie weit reicht das Nahfeld bei so einer Linienquelle im Hörraum?
    Ich behaupte, dass es nahezu beliebig weit reicht. Wenn man mit Spiegelschallquellen an Decken und Boden denkt hat man ein unendlich langes Array => alles ist Nahfeld. (100% reflektierende Decke und Boden vorausgesetzt)

    Spinnerei gibt es im HiFi-Bereich viel, deshalb ist aber nicht jede exotische Konstruktion eine Spinnerei.

    Gruß,
    Patrick

    Vermutlich bekommst Du im Raum mit einem Array eine einigermaßen homogene Schallverteilung - allerdings wird die räumliche Zuordnung von Instrumenten und Stimmen im Stereoklangbild vor die Hunde gehen.

    Wer DJ-Mucke und Techno hört, dem mag es vielleicht sogar egal sein - wer aber auf eine möglichst naturgetreue (räumliche) Abbildung der Instrumente im Stereomix Wert legt, wird an einem Array im Wohnzimmer vermutlich nicht so sehr seine Freude haben.

    Sicher hast Du recht, daß nicht jede exotische Konstruktion Spinnerei ist - und ein Array ist ja so exotisch nicht einmal !
    Die Theorie der Linienstrahler ist sogar ein ziemlich alter Hut (Schallzeilen ...) - die Formeln zur Berechnugn des Abstrahlverhaltens findest Du schon in physikalischer Literatur von 1967 (z.B. "Physikalische und technische Akustik" von Meyer/Neumann).

    Oft wird aber bei Exoten nur ein Vorteil hervorgehoben und "über den grünen Klee" gelobt ... und die Nachteile werden heruntergespielt (Mangerwandler, Biegeschwinger, Dipolstrahler wie Elektrostaten u.v.m.).

    Du mußt mich nicht mißverstehen: Ich finde es gut, wenn neue Ideen enstehen und Anregungen ins Spiel kommen.
    Ich kritisiere dabei aber, daß ein bestimmtes Konstruktionsprinzip zum Allheilmittel für kleine und große Locations angepriesen wird, ohne die User auf die Grenzen - und zwar sachlich und ehrlich ! - aufmerksam zu machen. Irgendwann werden es die User sicher auch selbst merken - vermutlich aber erst dann, wenn sie ihr Geld für ein (möglicherweise für sie weniger geeignetes System) ausgegeben haben.

    Viele Grüsse sendet

  • Warum klingen meine Tops bei hohen Pegeln komprimiert?

    • Sound-Klinik
    • 7. März 2003 um 15:52

    ... noch 'ne Idee:

    Falls Du die Boxen selbstgebaut hast, könnte es auch daran liegen, daß eine Resonanzspitze (sieht man gut im Impedanzverlauf ...) im Übertragungsbereich liegt.
    Die (zu kleine Membran ...) eines Horntreibers würde dann - besonders bei höheren Lautstärken - zu stark ausgelenkt werden und kann dann solche "Sounds" produzieren. Langfristig wird dann mechanisch irgendwann etwas "unschönes" passieren ...

    Viele Grüsse sendet

  • Warum klingen meine Tops bei hohen Pegeln komprimiert?

    • Sound-Klinik
    • 7. März 2003 um 15:48

    Wenn die Boxen konstruktiv in Ordnung sind, dann könnte der Mischer zerren - auch wenn die Gain-Einstellung korrekt scheint. Besonder bei Frauenstimmen tritt sowas gelegentlich auf. Geh soch mal mit Gain ein wenig zurück und prüfe das dann mal.

    Eine weitere Fehlermöglichkeit könnten noch (preiswerte ...) Kompressoren sein - falls Du sowas einsetzt ...

    Es könnte auch an den Boxen liegen. Manchmal (auch bei Industrieboxen) schwingen die Gitter. Mit etwas Moosgummi zwischen Chassiskorbrand und Gitter wird es oft besser. Ich habe auch schon erlebt, daß der Mittelhochtontrichter geklirrt hat (besonders bei Metallhörnern ...). Wenn man zwischen Schallwand und Trichterrand etwas (dünnes !) Moosgummi legt und dann wieder festschraubt, ist der Effekt urplötzlich verschwunden.

    Viele Grüsse sendet

  • Verklagt wegen Gehörsturz bei einem Konzert!

    • Sound-Klinik
    • 7. März 2003 um 15:32

    Soweit mir bekannt ist (nach deutschem Recht) ist der Veranstalter in einem solchen Fall haftbar.
    Bei einigen größeren Veranstaltungen (öffentlich) machen die Ordnungsämter manchmal Kontrollen mit einem Schallpegelmessgerät.

    Sofern man selbst ein solches Gerät mit Datalogger (damit kann man den Schallpegel über einen Zeitraum dokumentieren ...) besitzt, kann man damit hinterher eventuell dann nachweisen, daß die Grenzwerte während der Veranstaltungsdauer eingehalten wurden (Geräteklasse 2 nach DIN-EN 60651 dürften hierfür wohl beweiskräftig genug sein).
    Denn: Vielleicht ist das Opfer ja hinterher noch woanders gewesen und hat sich dort seine "rote Ohren" geholt ? (... und hofft, bei Euch leichter zum Ziel zu kommen ...)

    Ggf. habt Ihr ja Zeugen, die glaubhaft versichern können, daß die gefahrene Lautstärke nicht zu hoch eingestellt war - und: Außerdem muß der "Geschädigte" doch wohl den Beweis antreten, oder nicht ?

    Viele Grüsse sendet

  • Martin Bass Bins

    • Sound-Klinik
    • 7. März 2003 um 15:16

    Soweit ich mich erinnern kann, waren diese Hörner prinzipiell bis ca. 40 ... 45 Hz schallübertragend, konnten aber aufgrund ihrer verhältnismässig kleinen Abstrahlfläche (Mundöffnung) nur im "Vierer-Pack" pro Seite (oder besser noch mehr ...) überzeugen. Klanglich waren die auch nicht unbedingt schlecht und setzten "in ihrer Blütezeit" wohl den Maßstab.

    Heute haben wir aber a) leistungsstärkere Endstufen und b) weitaus höher belastbare Bass-Lautsprecher (sowohl mechanisch als auch thermisch) - daher würde ich heute solche Kisten nicht mehr empfehlen - es sei denn, man sammelt Antiquitäten. Hinzu kommt die ulkige Gehäuseform mit den langen Holzleisten zum "Anheben".

    Viele Grüsse sendet

  • EAW Baby linearray 730

    • Sound-Klinik
    • 7. März 2003 um 14:59
    Zitat von "Patrick"

    Line-Arrays fürs Wohnzimmer sind uralt. Siehe http://oellerer.net/infinity_class…e_standard.html und http://oellerer.net/infinity_classics/IRS/body_irs.html

    In Wohnräumen sind übrigens echte Zylinderwellen möglich, das Array muss nur vom Boden bis zur Decke gehen. Decken- und Bodenreflektionen sowie stehende Wellen zwischen Boden und Decke gibt es damit nicht mehr. Außer dem psychoakustischen Unterschied zwischen Zylinder- und Kugelwellen und dem Aussehen spricht nicht viel gegen so eine Konstruktion.

    Gruß,
    Patrick

    PS: Sorry für OT :oops:

    Ich traue im Bereich HiFi den Leuten so ziemlich alles zu, was man irgendwie als "stellt-alles-bisher-dagewesene-in-den-Schatten" verkaufen kann. Im Nahfeld mag Deine Behauptung - halbwegs - stimmen. Im Hörabstand wirst Du auch bei solchen Konstruktionen die Raum-Moden (nicht nur in horizontaler Richtung ...) messen und hören.

    Das ändert auch nichts daran, daß in Punkto Ortbarkeit solche Linienstrahler ihre Probleme haben. Ein gut konstruierter Punktstrahler wird klanglich immer besser aussehen (... ein jeder mag da ja gerne seine Meinung vertreten). Genauso gibt es auch gute Gründe für den Einsatz von Bändchenhoch- oder Mitteltöner - oder gar große Flächenstrahler (Elektrostaten bzw. Magnetostaten) wegen ihres geringen Flächengewichtes (... impulstreu etc. bla bla) - trotzdem haben auch diese Konstruktion extreme Klangprobleme (u.a. extrem aufstellkritisch), die in der Praxis kaum in den Griff zu bekommen sind.
    Jeder, der so ein Ding im Wohnzimmer stehen hat, wird natürlich von dem tollen Sound schwärmen.

    Noch ein Beispiel: Man erinnere sich, als die ersten "Prozessoranlagen" mit "ultrakompakten-Bassreflexboxen-reichen-für-1000-Mann-Zelte ..." auf dem Markt kamen. Es wurde auch viel geschwärmt - irgendwann legte sich die Begeisterung dann und es folgte die Erkenntnis, daß man mit Elektronik eben aus einer kleinen Bassbox wohl doch nicht dasselbe wie aus acht von den Dingern holen kann.

    Bei solchen Diskussionen landet man immer leicht in den Regionen Mystik und Glauben - im Bereich HiFi glauben einige ja auch, das die Farbe des LS-Kalbels ... oder wie die Leitungen geflochten sind ... eine gravierende Rolle spielen.

    Ich denke, daß Array nur in großen Locations (ohne Wände oder zumindest weit entfernt) einen Sinn machen - alles andere ist (wie damals mit mickrig kleinen "Prozessoranlagen") nur Verarschung pur.
    Zur Zeit will jeder ein Array besitzen - in ein par Jahren wird auch dieses Prinzip nur dort im Einsatz verbleiben, wo es akustisch einen Sinn macht.

    Viele Grüsse sendet

  • EAW Baby linearray 730

    • Sound-Klinik
    • 6. März 2003 um 21:08

    Obwohl Line-Arrays ja gerade "irre trendy sind", wissen viele nicht genau über die Funktionsweise dieser Kisten bescheid.

    Ich würde mich daher nicht wundern (... wenn ich manche Berichte über die wundersamen Eigenschaften dieses Lautsprecherkonzepts in einigen Fachzeitschriften lese), wenn (angebliche ...) Line-Arrays demnächst in Wohnzimmern hängen.

    Der Clou dieser Systeme ist eigentlich ein alter Hut: Man versucht mit vielen Systemen übereinander eine zylindrische Wellenfront zu realisieren, um - wenigsten im Bereich der zylindrischen Abstrahlung - einen geringeren geometrischen Schallabfall (Kugel: 6 dB bei Verdopplung des Abstandes - Zylinder: 3 dB bei Verdopplung) zu realisieren.

    Es wird ein großer Aufwand getrieben, dies über einen möglichst großen Übertragungsbereich zu verwirklichen - und nicht immer wird dabei ein befriedigendes Resultat erzielt. Da viele staunenden Zeitgenossen nie einen A/B-Vergleich gehört haben, "hört man das, was man glauben will".

    Es ist bei Line-Arrays schwieriger, einen gleichmässigen Frequenzgang in einem bestimmten Abstrahlbereich zu realisieren. Auch mit hohem Aufwand wird ein Array einem Punktstrahler klanglich (!!!) wohl immer unterlegen bleiben. LIne-Arrays klingen einfach konstuktionsbedingt nicht so präzise - ihr Vorteil liegt woanders (geringerer geometrischer Schallpegelabfall = Vorteil in großen Arenen)).

    Line Arrays mit relativ breiter Abstrahlung (horizontal) sind schon in Hallen mit starren Seitenwänden problematisch, da die auftretenden Reflektionen den Sound verderben.
    In Stadien - ohne störende Seitenflächen - funktioniert dieses Konzept dagegen sehr gut.

    Leider wird jetzt verstärkt versucht, jedem dieses "geniale Konzept" auch für kleine Locations - wo es eigentlich Unsinn ist, mit Arrays zu arbeiten - "aufs Auge zu drücken", weil sich einige Anbieter große Umsätze versprechen. Vermutlich werden wir demnächst Tanzmucker und DJs mit kompakten "Line-Arrays" (... die physikalisch eigentlich keine mehr sind ...) auf Tour sehen.

    In einigen Jahren werden diese halbgaren Lösungen wieder verschwinden und Line-Arrays werden dann fast aushließlich dort zu finden sein, wo es wirklich sinnvoll ist.

    Viele Grüsse sendet

  • empfehlung für amtliches kabel-gesangsmicro

    • Sound-Klinik
    • 2. März 2003 um 19:47

    Das beste Livemikro ist das Neumann. Wir verwenden das in einer Oldieband - ich brauche am Mischer EQ-mässig nichts (!!!) korrigieren.
    Mit gut abgestimmten Boxen ist das Teil oberste "Sahne".

    Ein Mikro, welches auch noch recht gut ist: beyerdynamic MCE-81.
    Eventuell ist - falls überhaupt - eine leicht Korrektur im Präsenzbereich notwendig. Jetzt heißt es - glaub ich - irgendwas mit Opus - ???

    Wenn es "billig" sein soll: Bitte kein Shure SM-58. Die klingen (meine Meinung ...) total besch...
    Die bessere Wahl ist das beyerdynamic TG-X 58 - als Handmikro läuft es ganz gut - auf Stativ betrieben (und Holzbühne ...) nervt die schlechte Kapselaufhängung (sehr körperschallempfindlich !).

    Das kleine beyerdynamic ist ein gutes, robustes Verleihmikro, wenn man nicht seine guten Mikros "vollsabbern" lassen will.

    Viele Grüsse sendet

  • DrumSet - alles gaten ?

    • Sound-Klinik
    • 2. März 2003 um 19:30

    Wenn ein Set gut gestimmt ist und der Basser, Gittarist (und was sonst noch Krach macht) weit genug weg sind, gehts ohne.

    Auf kleinen Bühnen knallt oft der Bass ins Bassdrum-Mikro - und manchmal auch in die Toms. Der Frontsound leidet - besonders auf engen Bühnen und bei "Ich-hör-mich-sonst-nicht"-Bassern z.B. mit 8 x 10"-Boxen - durch schwammige Drum- und E-Bass-Sounds.

    Overhead würde ich sagen: Nie (sonst würde man das Ausklingen der Becken ja abschneiden - wenn überhaupt z.B. wg. Übersprechen dann ggf. mit einem Expander arbeiten ...). Auf kleinen Bühnen ggf. ganz auf Overhead verzichten - oft knallen die Becken dann sowieso in die Gesangsmikros ...

    Snaredrum (z.B. bei stupider Rockmucke) nur gaten, wenn vernünftiges HiHat-Mikro dabei ist (und alles sinnvoll plaziert wurde ...).
    Allerdings: Bei "dynamischer Spielweise" (Jazzer ...) eine Snare nie gaten.

    Was den Schlagzeug- (und besonders den E-Bass-) sound auch beeinträchtigt, sind (besonders auf kleinen Bühnen ...) mehrere offene Gesangsmikros - ohne daß jemand davorsteht. Wenn man die Mikros zumacht, wird es vorn sofort erheblich transparenter und sauberer.

    Ach ja - ehe ich es vergesse: Bloß kein Billigschrott als Gates !
    Ich habe mal bei einer Aushilfe mit diesen silberfarbenen deutschen, in China gefertigten Dingern gearbeitet - man muß erheblich mehr aufmachen, damit es beim Gaten nicht "klickt". Mit billigen Gates macht es - u.a. bei Toms - echt keinen Spaß.

    Viele Grüsse sendet

  • Tiefe Bassdrums

    • Sound-Klinik
    • 2. März 2003 um 17:32

    Ein "Viersaiter" hat beim tiefen E eine Frequenz von ca. 40 Hz.
    Wie tief eine Bassdrum runter geht, hängt von der Stimmung ab - und wieviel Wolldecken da drin liegen.

    Eine Bassdrum, die tiefer als eine tiefe E-Saite gestimmt wird, klingt i.d.R. sehr lange nach und hat keinen richtigen "Kick".

    Stimmt die Bassdrum so, daß sie - in einigen Metern entfernung gehört - "rund" klingt und der "Kick zu hören ist.
    Zur Mikrofonabnahme: Abstand vom Fell ausprobieren (ca. 10 ... 20 cm) - Mikro nicht genau in die Mitte (klingt wummig !) sondern ca. 15 cm aus der Mitte raus.
    Den optimalen Punkt findet Ihr mit einem Kopfhörer (... wenn der Headset-Amp am Mischer zu schwach ist und es verzerrt: Low-Cut während des Einstellens anklicken ...). Dann bei neutralen Klangreglern im Kanal die Mikroposition solange verändern, bis es tief und mit "Kick" rüberkommt (nicht mittig !). Wem es immer noch zuwenig "Kick" ist: ca. bei 4 kHz um 3 ... 5 dB anheben (Geschmacksache).

    Wenn es dröhnig klingt, bei 150 ... 300 Hz (je nach Stimmung der Bassdrum) leicht absenken.

    Viele Grüsse sendet

  • Feedbackunterdrückung

    • Sound-Klinik
    • 2. März 2003 um 13:41

    Sofern man es nicht mit einer chaotischen Amateurband zu tun hat (Mikro 15 cm vom Maul entfernt und "ich kann mich nicht hören ...") sind neutrale Monis das Beste, was man sich antun kann.

    Leider hat sich das - z.B. bei vielen Tanzbands - noch nicht herumgesprochen.
    Oft wird alle paar Jahre zwar für die Front (wieder mal, weil ein neuer "Test" gelesen wurde ...) "etwas amtliches" gekauft - im Monitorbereich wird alter Schrot recycled und auf den Mann am Mischer geschimpft.

    Außerdem: zu laute Monis verschlechtern das Klangbild vorn, weil durch Übersprechen auf die oft reichlich vorhandenen (offenen) Mikros alles "vermatscht" wird.
    Glaubt mir jemand nicht ? Man mache mal einen Test: Anlage richtig gut einstellen - Band spielt - und dann mal mit und ohne Monis VON VORN hören (ist echt total interessant ...).

    Weitere (sinnvolle) Maßnahmen: Bassdrum und tief gestimmte Toms möglichst immer gaten (noch besser: alle Toms). Der E-Bass knallt dann nicht mehr in die Schlagzeugmikros und wird trockener - und: unbenutzte Mikros (besonders von stimmlich schwachen Sängerinnen) ausschalten.

    Über dieses Thema könnte man einen Roman schreiben - aber da ihn keiner lesen würde, lasse ich das mal.

    Viele Grüsse sendet

  • Aufnahme in einer Kirche ! ?? wo hin mit den mic´s ???

    • Sound-Klinik
    • 1. März 2003 um 19:21

    Nimm doch einfach zwei Kondensatornieren in x/Y-Anordnung (Kapseln übereinander, um Laufzeiten zu vermeiden - ist dadurch auch monokompatibel !) - Öffnungswinkel ca. 30 ... 50° (hängt auch noch ein wenig vom Abstand ab) - Abstand ca. 30 cm und auf den Bereich Schall-Loch richten (aber: dann Kopfhörer auf und "Klang einstellen" durch varriieren der Position).

    Ich verwende gerne zwei Neumann KM-84i (oder die neueren KM-185) - alternativ reichen auch schon mal zwei MCE-83 von beyerdynamic.

    Dynamische Mikrofone sind für akustische Gitarre völlig ungeeignet (zu träge und wummerig ...).

    M/S-Mikrofonie ist in der Kirche nicht zu empfehlen (oft zu bassig durch das Kugelmikrofon in der "Mittel").

    Mit einer guten Mikrofonplazierung braucht keine Entzerrung an den Klangreglern gemacht werden. Der Hallanteil wird mit dem Abstand eingestellt - im Zweifelsfall lieber etwas weniger Hall !

    Wenn mit größeren Abständen gearbeitet wird (z.B. bei Chor oder Orgel ...) sind Bändchenmikrofone manchmal vorzuziehen (sonst erschlägt der Hall alles ...).

    Viele Grüsse sendet

  • Lohnen sich Bässe in der Delayline?

    • Sound-Klinik
    • 1. März 2003 um 19:05

    Sofern die Bässe von der Bühne im Bereich der delayten Systeme noch gut gehört werden, ist es problematisch, hier auch Bässe aufzustellen.

    Grund: Im Bereich zwischen Bühne und den verzögerten Systemen würde die Basswiedergabe sehr undifferenziert werden, weil die Bässe einmal direkt von der Bühne und einmal verzögert das Gehör erreichen.
    Aufgrund der gängigen Abmessung von Bass-Systemen wird wohl in den meisten Fällen nicht genug Richtwirkung "weg von der Bühne" im Bassbereich erzielt werden, um soetwas zu vermeiden.

    Hinter den Delay-Systemen klingt es dann sicher etwas fetter - aber davor ...

    Viele Grüsse sendet

  • Limiter einstellen?

    • Sound-Klinik
    • 1. März 2003 um 18:47
    Zitat von "Fossi123"

    Danke Sound-klinik,

    dann werde ich mich mal auf die Suche nach einem Widerstand machen.

    Wie kritisch ist die Impedanz des Widerstandes? also sollten es unbedingt 4 Ohm wie der tatsächliche Betriebsfall sein, oder genügen auch 8 oder vielleicht 10 Ohm?

    Danke und Gruss Thomas

    Wenn Du das Lastverhalten Deiner Endstufe überprüfen willst, dann solltest Du schon etwa einen passenden Wert haben. Es könnte ja sein, daß Deine Endstufe bei 4 Ohm schon deutlich mehr in die Knie geht als bei 8 Ohm.

    Eine andere Möglichkeit wäre da noch, wenn Du ein RMS-Multimeter und ein Rauschsignal (am Besten rosa, weisses geht aber auch ...) zur Verfügung hast (dann gehts ohne Lastwiderstand).
    So gehts:

    Endstufe ohne Last messen und mit (mit Sinus-Signal und Skope) schauen, wann es klippt. Limiter darauf abgleichen.

    Dann: Rauschsignal ohne Last draufgeben (bis Deine Clip-LEDs gerade leuchten) und Rauschspannung messen (aufschreiben) - dann Lautsprecherboxen (wie im Livebetrieb) anschließen und (abgesunkene Spannung ?) messen und aufschreiben. Wenn Deine LEDs ihre Anzeige dabei nicht verändern, wird nur irgendwo im Signalweg der Endstufe eine Spannung gemessen und Du findest die richtige Einstellung, indem Du Deine vorher gemachte Einstellung am Limiter mit dem Faktor aus Rauschspannung ohne Last dividiert durch Rauschspannung mit Last korrigierst (... ich hoffe, daß ich das nicht zu kompliziert beschrieben habe ...).

    Viele Grüsse sendet


    Dann

  • Limiter einstellen?

    • Sound-Klinik
    • 1. März 2003 um 18:12
    Zitat von "Fossi123"

    Grösseren Amp gibts nicht.

    Zum Thema Eingang für Clipping schützen, etwas anders möchte ich ja auch gar nicht, ich will die maximale unverzerrte Leistung aus der Endstufen holen! (steht doch alles schonmal da) und wissen wie ich am Amp messe wann das Ausgangssignal verzerrt wird, sprich die Endstufe clipt. (mit Multimeter Oszi und Tongenerator, andere Messmittel stehen mir leider nicht zur Verfügung).

    Als Antwort stellte ich mir folgendes vor:

    Geht nicht mit dem vorhandenen Equipment
    oder
    Du musst das oszi da und das Multimeter da und widerstand und so.....


    Es geht mir also darum, den Lautsprecher nicht durch ne zerrende Endstufe zugrundzurichten, sondern mechanisch! :D

    achso, wenn ich den Limiter auf 0dB einstelle leuchten die Cliplampen schon durchgehend.

    Alles anzeigen

    Wenn die Clipanzeige an der Endstufe nicht zuverlässig ist, dann könntest Du mit mit einer ohmschen Last ("fetter" Drahtwiderstand - in etwa Deiner Lautsprecherlast entsprechend) und einem Sinus abzugleichen - wie Du es bereits (mit einem Scope am Ausgang) beschrieben hast. Vielleicht kennst Du einen Servicetechniker, der Dir so einen Widerstand mal ausleihen kann ?

    Jedenfalls: Der so gewonnene Wert dürfte praxisgerecht sein und auch das Lastverhalten Deiner Endstufe ausreichend berücksichtigen.

    Viele Grüsse sendet

Anstehende Termine

  • Competent Person for Event Rigging according to IGVW SQQ 2 | Level 1 | Munich (English)

    Dienstag, 13. Oktober 2026 – Freitag, 23. Oktober 2026
  • Sachkunde für Veranstaltungsrigging nach SQQ2 | Level 1 | Köln

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Sonntag, 25. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Donnerstag, 15. Oktober 2026 – Samstag, 17. Oktober 2026
  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 27. Oktober 2026 – Donnerstag, 29. Oktober 2026
  • IT For AVs® | Core · Essentials

    Dienstag, 27. Oktober 2026, 09:30 – Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18:00

Letzte Themen

  1. 20 bis 20KHz Eigenbau

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    15. Oktober 2026 um 21:43
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