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  2. sebastian kraus

Beiträge von sebastian kraus

  • Impendanzlinearisierung bei aktiv getrennten Hochtönern

    • sebastian kraus
    • 24. Februar 2008 um 22:51

    Aber warum einen 44uF-Onkel verballern, wenn 10uF vielleicht ausreichen würden. :D

    Außerdem kennst Du die Wechselwirkung Deines Hochtöners mit 44uF ja gar nicht, könnte ja für die Phasenlage, die Dein auf neutrale Phasenverhältnisse angepaßtes Aktivfilter erwartet, auch zufällig ein unpassender Wert sein. :D

    Und da Du sowieso ein Meßsystem hast, kannst Du ja gleich richtig...

  • Impendanzlinearisierung bei aktiv getrennten Hochtönern

    • sebastian kraus
    • 23. Februar 2008 um 03:51
    Zitat von "ukw"

    Dein erstes Posting lässt gutes für die Zukunft hoffen.

    8) Danke, ukw!

    Zitat von "ukw"

    Der DF eines Verstärkers ist von der Ausgangsleistung und der Frequenz abhängig.

    Richtig, man darf sich das nicht zu "reellwertig" vorstellen. In Wirklichkeit sind natürlich beide Impedanzen komplexe Größen. In Real- und Imaginärteil des Impedanzwertes sind allerdings jeweils Betrag und Phase ausgedrückt.

    Insofern ist es schon richtig, vom Impedanzverhältnis zu sprechen, nicht jedoch allein vom Widerstandsverhältnis (weil es mißverständlich wäre)... :D

    Daß der DF prinzipiell auch von der Ausgangsleistung abhängt, liegt übrigens meiner Ansicht nach nicht am Verstärker. Dazu müßte der schon ziemlich schlecht gegengekoppelt sein oder so. Die Schuld daran müßte man dann wohl eher beim nichtlinearen Verhalten des Lautsprechers suchen. Da die Schwingspulenimpedanz (durch Drift der Güten) aber bei steigender Leistung tendenziell ansteigen wird, wird der DF also auch eher steigen als fallen. :)

    Das sehe ich bei vernünftigen Verstärkern und Lautsprechern i.A. nicht als Problem, denn der DF wird in jedem Fall "hoch genug" bleiben, so daß man kaum Auswirkungen bemerken wird. Etwas anderes ist das natürlich bei einem Elektrostaten an einem Röhrenverstärker. :lol:


    Zitat von "Peerless"

    Ja, 44uF sind viel.... es geht eben darum, die Phasendrehung des Kondensators nicht im Bereich der aktiven Trennung zu haben

    Der Kondensator ist ja ein Filter erster Ordnung, also mit einer Flankensteilheit von 6dB/oct. mit genannter Phasendrehung bei der Trennfrequenz.

    Die Auswirkung der Phasendrehung bis in den Durchlaßbereich wirst Du nicht vermeiden können, besser wäre es, sie bewußt in den Weichenentwurf mit einzubeziehen.

    Deshalb hatte ich oben darauf hingewiesen, daß man beim Einsatz des Kondensators die Impedanz berücksichtigen muß. Damit war gemeint, daß die Impedanz auf konstantem (oder zumindest "berechenbarem") Niveau liegen muß. Und damit das geht, muß man - bei Bedarf - im Bereich der Filterfrequenz linearisieren.

    In Deinem Fall bedeutet das, daß ein Kondensator von 10uF oder 44uF mit der Impedanz Deines Hochtöners ein Filternetzwerk bildet. Ob Du 10uF, 44uF oder irgend eine andere Kapazität wählst ist eigentlich egal, wichtig ist nur, daß die dadurch eingestellte Filterflanke nicht der gewünschten Filterwirkung Deiner Aktivweiche in die Quere kommt.

    Betrachte also einfach den Impedanzfrequenzgang Deines Hochtöners im Bereich unterhalb Deiner geplanten Übernahmefrequenz (der Aktivweiche). Ist die Impedanz dort halbwegs linear, verwende einfach einen Kondensator so, daß die Eckfrequenz mindestens eine Oktave unter der geplanten Übernahmefrequenz sitzt - besser noch tiefer. Ist die Impedanz im fraglichen Bereich nicht lienar (genug), verwende entweder einen deutlich größeren Kondensator oder - besser - linearisiere die Impedanz.

    Wie Fabian ja schon schön abgebildet hat, ist der Unterschied zwischen zwei zufällig gegriffenen Kapazitätswerten ebenfalls nur ein Zufallsprodukt. Die Sache klappt bestimmt deutlich besser, wenn Du in erster Näherung erstmal wie beschrieben herangehst... und dann zur Kontrolle das Meßsystem anwärmst... :D

    Viele Grüße,
    Sebastian.

  • Dynacord F 17 PWH

    • sebastian kraus
    • 22. Februar 2008 um 01:21

    Die F17PWH war damals als Teile eines geflogenen Hornclusters konzipiert. Sie wurde zusammen mit zwei bis vier Koax-Hörnern in mittleren und großen Systemen eingesetzt.

    Für den Einzelbetrieb hat man sie ebenfalls vermarktet, weil's immerhin ein 18er in dickem Gehäuse war. :lol:
    Aus heutiger Sicht würde man das Teil als fehlkonstruierten Hybriden bezeichnen. Als Subwoofer war die Kiste wohl nie so richtig gedacht...

    Ich habe in den Neunzigern mal zwei Stück davon nachgebaut (18mm Multiplex, Beyma 18G50). Lautstärke beeindruckend, Klang Grütze! :lol:

    Gruß,
    Sebastian.

  • Impendanzlinearisierung bei aktiv getrennten Hochtönern

    • sebastian kraus
    • 22. Februar 2008 um 01:08

    Die Frage ist völlig berechtigt. Bei aktiv getrennten Lautsprechern hast Du eine Endstufe (als Konstantspannungsquelle mit niedriger Impedanz) direkt mit der Schwingspule des Hochtöners verbunden. Da der Dämpfungsfaktor (als Verhältnis aus Schwingspulenimpedanz des Töners und Quellimpedanz des Verstärkers) über die Frequenz stets genügend groß bleibt, hat die Schwingspulenimpedanz keinen Einfluß auf den Amplitudenfrequenzgang (Schalldruckfrequenzgang) des Hochtöners.

    Man geht ja davon aus, daß der (möglichst selbst) gemessene Schalldruckfrequenzgang zum Entwurf der Aktivweiche herangezogen wird. Bei einer Passivweiche interagieren die Komponenten miteinander und beeinflussen so den Schalldruck des Töners, beim Aktivbetrieb kann man dieses Problem getrost ignorieren.

    Es könnte allerdings doch einen Grund geben, sich den Impedanzfrequenzgang des Hochtöners anzuschauen: Thema Schutzschaltung. Du möchtest evtl. zumindest einen Koppelkondensator zum Töner in Reihe schalten, um ihn bei falschem Anschluß oder Endstufendefekt zu schützen. Und dann hat die Wahl des Kapazitätswerts plötzlich wieder Einfluß auf den Klang - falls man die Impedanz des Hochtöners nicht richtig berücksicht.

    Gruß,
    Sebastian.

    PS: First post, glaube ich. :D

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