Zitat von "Ton_Opa"Interessanter Weise hört man diesen Wechsel überhaupt nicht. Ein wahres Wunder: Gleicher Höreindruck bei unterschiedlicher Kurvenform [...]
Ich glaube nicht an Wunder und es ist in diesem Falle auch ganz sicher keines, sondern liegt ganz einfach in der Trägheit des menschlichen Gehörs begründet. Die Pegeldifferenz ist lediglich optisch und messtechnisch existent. Wäre das anders würde man auch einen tieffrequenten Sinuston an- und abschwellen hören - auch das ist nicht der Fall, weil das Gehör über einen viel längeren Zeitraum hinweg integriert, als es der Wechseldruckschwankung selbst tiefster Töne entspricht.
Deshalb ist es auch gar nicht weiter erstaunlich, dass bei stationären Signalen auch unterschiedlicheste Phasenbeziehungen zwischen den einzelnen Teiltönen keinerlei Änderungsempfindung auslösen können. Eine Ausnahme entsteht lediglich dann, wenn zwei Töne nur ganz geringfügig (wenige Hertz) auseinanderliegen: dann wird die Amplitudenmodulation so langsam, dass sie oberhalb der Intergrationszeit liegt und deshalb hörbar wird; man erlebt dann eine Schwebung.
Interessant sind solche Versuche natürlich allemal! Und wenn ich es mir recht überlege, ist es eigentlich auf eine Art durchaus auch ein Wunder ![]()