Moin!!!
Zu dem Beitrag von Hamster habe ich einige kleine Anmerkungen: Wenn ich von „krummen Traversen, die zufällig in der Mitte eingebaut werden“ lese, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Wenn eine Traverse eine plastische Verformung zeigt, war sie deutlich überlastet und gehört auf den Schrott!
Der Wert von 6,6KN aus dem Prolyte-Katalog bezieht sich auf die zulässigen Kräfte in den Streben aber in keinster Weise auf die Druckbelastbarkeit der Traverse in axialer Richtung. Die Druckbelastbarkeit ist in hohem Maße abhängig von der Länge oder besser: der Höhe der als Mast eingesetzten Traverse (Knicklänge).
Die Durchbiegung fällt bei Alu-Traversen durch das relativ geringe E-Modul von Aluminium(ca. 70 000MPa gegenüber 210 000MPa bei Stahl) relativ groß aus. Hier kann nur auf die Herstellerangaben verwiesen werden. Wenn ein Hersteller eine zulässige Durchbiegung von 118mm auf 12m Spannweite bei Volllast angibt, kann man diesen Wert ausnutzen, auch wenn es „verboten“ (eher ein subjektives Empfinden) aussehen sollte. Genauso verhält es sich mit den zulässigen Belastungen, bei denen man sich auf die Angaben des Herstellers verlässt (oder verlassen können muß). Um beim Beispiel Prolyte zu bleiben: Prolyte limitiert die zulässige Belastung auch durch die Durchbiegung (L/100), andere Hersteller lassen noch größere Durchbiegungen zu oder lassen die Durchbiegung gänzlich aus den Tabellen.
Die Reduktion der zulässigen Belastung um 50% bei der Verwendung von geschweißten Ecken kann durch die Verwendung von Boxcornern (auch für Dreipunkt erhältlich) umgangen werden.
Gruß
Michito