Hallo Wolfgang,
ja, Audio wird über DANTE ebenfalls übertragen.
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Wolfgang,
ja, Audio wird über DANTE ebenfalls übertragen.
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Zusammen,
ich bin's, Jürgen Wilhelm von Yamaha. Wenn's für Euch ok ist, dann würde ich gerne etwas zu diesem Thema schreiben.
Der grosse Vorteil dieser Kooperation zeigt sich eigentlich erst in der Praxis:
Kleines Set-up mit z. B. 2 UHF Strecken
Hier kann man getrost in Daisy Chain verkabeln, d. h. ein Cat Kabel in den ersten Empfänger und wieder raus auf den zweiten Empfänger. Die Geräte melden sich im Netzwerk an und können direkt gepatcht werden.
Grosses Set-up mit z. B. 16 UHF Strecken
Hier empfehlen wir, einen Switch mit ins Rack zu bauen. Dann die einzelnen Empfänger mit kurzen Cat Kabeln an den Switch anschliessen. Anschliessend mit 1 Cat Kabel in's Netzwerk, wo sich die 16 Empfänger anmelden.
Vorteil: 1 Kabel für bis zu 64 Kanäle, niedrige Latenz (keine AD/DA Wandlung), Kabelredundanz bei Verwendung von Primary und Secondary oder volle Redundanz mit 2 Switches, kostengünstige Kabel.
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Tubetom,
"Ich habe auch schon den Support von Yamaha angeschrieben, doch da tut sich seit einer Woche nichts. Das ist leider alles etwas enttäuschend."
Du hast Deine Anfrage beim Yamaha Support am 18.09.2012 um 15:03 Uhr gestellt. Am 19.09.2012 um 08:24 Uhr haben Dir die Kollegen eine Antwort per Mail gesandt!
Bitte überprüfe doch einmal Deinen Posteingang und Die Spam Filter!
Viele Grüße
Juergen Wilhelm
Moin, Moin,
wenn mein Beitrag zu "Basic" ist - weg damit!
Ganz wichtig fuer mich war immer:
Bevor ich irgendetwas an Pult mache, kontrolliere ich die Mikrofonierung (steht das richtige Mikro am richtigen Platz?). Dann ruhig z.B. den Drummer mal trocken spielen lassen (Kannst du die Bassdrum mal stimmen, liegt das Kissen richtig drin?), also kurz gesagt, das Originalsignal so weit wie möglich mit ueberschaubaren Korrekturen verbessern.
Am Pult dann Gainstruktur erarbeiten (gab' schon in der DigiPult Diskussion):
Gain "runter" - Master "hoch" (vereinfacht gesagt)
Dann unbedingt den Pegel, den ich auf die Busse schicke kontrollieren (Busse niemals überfahren!!!!)
Unentbehrlich war für mich seinerzeit der HD 25!
Viele Grüße
Jürgen
International Broadcast Centre
Als International Broadcast Centre (de. "Internationales Sendezentrum") oder abgekürzt IBC wird ein Medienzentrum und die Zentrale für sämtliche Rundfunk- und Fernsehübertragungen einer (Sport-) Großveranstaltung bezeichnet.
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Wolfgang,
nee, nee, nicht dass das falsch rüberkommt: Ich spreche ausschliesslich von der Live Beschallung, nicht von Ü-Wagen oder IBC!
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Wolfgang,
danke für Deine Antwort.
Ich versuche zu erklären:
"andere hersteller bieten da ja auch schon entsprechende karten an"
Ja, aber die dienen lediglich dazu, Audiosignale aus dem Netzwerk zu empfangen oder reinzuspielen.
Ich glaube, dass wir nur ganz knapp aneinander vorbeireden und ich glaube, dass ich es an einem Beispiel deutlich machen kann:
Um die Funktionalität eines Netzwerkes zu erreichen, müssen MADI basierende Systeme mit 3rd Party Netzwerksystemen ergänzt werden, wie z.B. Optocore oder RockNet und genau so wurde es in der Vergangenheit auch gehandhabt.
Schon eine mittelgrosse Hauptversammlung verlangt eigentlich danach, auf der IAA sieht man seit Jahren ausschliesslich Netzwerke und beim letztjährigen ESC wurde RockNet durch Mediornet getunnelt. Klar sind das grosse Veranstaltungen von denen ich spreche, aber diese Standards wandern die Pyramide ganz schnell runter.
Ein grosser Verleiher sagte mir in Frankfurt: Wir kaufen keine Mischpulte mehr, wir kaufen Infrastruktur!
Hier sind ein paar Anwendungen, die das ganz gut veranschaulichen:
http://www.yamahaproaudio.com/global/en/prod…/cl/systems.jsp
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Wolfgang,
klar bietet ein Netzwerk auch Vorteile im Installationsbereich. Allein die Tatsache, dass ich mir irgendwo im Haus ein Signal abgreifen, oder eines einspielen kann, ohne zum Pult hochzulaufen, spart wahrscheinlich einige Kilometer im Jahr.
Aber auch im Livebereich steigen die Anforderungen. Es gibt ne Menge Firmen, die sich sowohl mit Hauptversammlungen, Messen, Kirchentagen, Parteitagen etc. als auch mit "normalen Liveevents" beschäftigen.
Bei den Industriegeschichten wird Netzwerk in den meisten Fällen vorausgesetzt. Die Planung gibt eine Netzwerkinfrastruktur vor, also In und Outputs an strategischen Stellen verfügbar. Wenn das vorliegt und man an diesen strategischen Stellen Kontakt zum Netzwerk hat, ist alles plötzlich ganz einfach, denn das Netzwerk stellt alle Signale die eingespeist wurden, überall zur Verfügung.
D. h., verfügt man über eine clevere Netzwerkstruktur, kann man Veranstaltungen aus diesem Bereich bedienen. Zusätzlich deckt diese Struktur natürlich die "normalen" Live Events ab.
Umgekehrt funktioniert das aber nicht!
Aber man muss auch weiterdenken, ein Beispiel: eine international sehr bekannte Rental Company stellt gerade ihre Verstärker komplett auf Lab mit Dante Schnittstelllen um. D. h. Einbindung auch der Ampracks in das Netzwerk (alles immer noch mit einem Kabel, oder redundant auf zwei Kabeln für das gesamte System!).
Viele Grüße
Juergen
Danke!
Viele Unklarheiten wurden ja bereits besprochen und gelöst.
Ich habe mit meinem Kollegen Ruben van der Goor versucht, das Ganze zusammenzufassen. Ich fange mal mit dem Netzwerk an und versuche später Fotos mit Anwendungsbeispielen einzustellen.
Betrachtet das System nicht nur als Mischpult, sondern als Audioinfrastruktur plus Mischpult.
Bislang kannten wir hauptsächlich Mischpulte mit abgesetzten Stageboxen, die häufig über Point-to-Point
Lösungen verbunden waren. Die Audioverbindung zweier Geräte war durch diese Verbindung abhängig von der physikalischen Topologie.
In einem Netzwerk ist das nicht mehr erheblich, da es reicht eine physikalische Verbindung zum Netz zu haben.
Bei einer PTP Verbindung benötigt man eine physikalische Verbindung zwischen Sender und Empfänger.
In diesem System kann jede CL-Konsole bis zu 8 Rio’s steuermässig kontrollieren. Das sind bis zu 256 Pre-Amps. Da bis zu 4 Konsolen in einem Netzwerk existieren können, macht das insgesamt bis zu 1024 Pre-Amps.
Wenn gleichzeitig 2 Konsolen steuermässig den gleichen Pre-Amp kontrollieren vermindert sich die Zahl entsprechend.
Die Anzahl der physikalischen Ausgänge ist eigentlich unbegrenzt.
Das System lässt sich in Daisy-Chain ohne Redundanz (hier werden keine Switches benötigt) oder als Stern mit Switches und Redundanz anschliessen. Auch die Anbindung des NuendoLive (gibt's dazu) im Daisy Chain Mode funktioniert ohne Switch und geht direkt per Netzwerkkabel in den Rechner.
Der Vorteil des Systems besteht auch darin, dass es wirklich Plug & Play ist, d. h. für die Administrierung von Konsolen und Rio’s wird kein Rechner benötigt.
Als Switches können Standard Gigabit Switches DISFSERV QoS Typen verwendet werden. Mit Diesen Switches ist es möglich, ohne tiefgreifende IT Kenntnisse ein System aufzubauen.
Der von uns empfohlene Switch der Fa. TEQSAS unterstützt diese Protokoll und bietet die Möglichkeit über zwei Slots die folgenden Formate mit zu übertragen:
AES/EBU In, AES/EBU Out, WiFi, Dual RJ 45, ASL Intercom, DMX, Dual poE, MIDI, USB, RS 232/422/485, RJ45/OpticalCon, GPI, Timecode (LTC/MTC).
Liebe Foristen,
ist es für Euch ok, wenn ich ein paar Fragen beantworte und einige Sachen erkläre?
Viele Grüsse
Jürgen
Moin Zusammen,
"Hat jemand einen groben Termin vernommen, wann die CLs auf die Straße entlassen werden sollen"
CL5 und Rio-32 werden ab Mai ausgeliefert, CL1, CL3 und Rio-16 ab Juli.
Viele Grüsse
Jürgen
Hallo Klauston und Wora,
Hat auch seine Nachteile.
Mischpultübergreifend kann man zB kein Gain Tracking machen.
Das geht nur Herstellerintern wie zB bei Digico
ja, dieses manko wird uns natürlich noch lange erhalten bleiben.
deshalb: besser passiv splitten
Ab kommenden Mittwoch geht das......:-)
Viele Grüsse
Jürgen
Liebe Foristen,
so, weiter gehts. als nächstes habe ich versucht den Begriff "Netzwerk" mal möglichst einfach und allgemein zu definieren.
Als nächstes würde ich dann die unterschiedlichen Arten von Netzwerken beschreiben ("Offene Netzwerke, proprietäre Netzwerke etc.)
Viele Grüsse
Jürgen
Netzwerk
Durch die rasante Entwicklung der Digitaltechnologie wuchs die Datenmenge, die über ein und dasselbe Kabel übertragen wird, in kürzester Zeit von ein paar Tausend Byte auf mehrere Milliarden Byte. Die Schnittstellen der meisten Systeme senden und empfangen heutzutage Gigabit an Daten über Kupfer- oder Glasfaserkabel – und das über mehrere Kilometer hinweg.
Die bereitgestellte Bandbreite reicht für die Übertragung von unzähligen Audiokanälen in bester Qualität und erfordert nur einen Bruchteil des Kabelaufwands, den man für analoge Systeme benötigt. Aber viel wichtiger ist, dass alle Anschlüsse funktionale Verbindungen sind und nicht mehr mit den physischen Anschlüssen identisch sein müssen. Damit eröffnen sich der Audioindustrie zahlreiche spannende Möglichkeiten: Die Ein- und Ausgänge können sich an einer beliebigen Stelle des Netzwerks befinden und mithilfe einer passenden Software mit jeder beliebigen Quelle verbunden werden. Patchkabel werden hierfür nicht benötigt, denn ein vernetztes Audiosystem arbeitet digital und die Verbindungen befinden sich auf der digitalen Ebene, fernab jeder Einstreuung (elektromagnetischen Interferenzen). Das Netzwerk kann über die Signalkabel auch Steuerinformationen übertragen, deshalb können Computer Audiogeräte wie Digitalmischpulte und DSP-Geräte („Digital Signal Processor”, digitale Signalprozessoren) überwachen und steuern.
Hallo Zusammen,
erst einmal Danke für Eure Einwände und Anregungen! Der Teufel ist also doch ein Eichhörnchen ![]()
Benjamin hat recht, indem er auf Wikipedia verweist und Guma hat recht, wenn er sagt, dass man auch von peer-to-peer spricht.
Ich habe meine amerikanischen und englischen Kollegen im R&D gefragt und diese sagten sinngemäss: Es ist richtig, dass die AES von "point-to-point" spricht und offiziell nicht von peer-to-peer, jedoch hat sich über die Jahre hinweg eine Sprachkultur entwickelt, die beide Terms verwendet. Das gleiche gilt für die Abkürzung PTP oder P2P. Wenn wir über MADI sprechen, meinen wir mit diesen Terms immer das gleiche!
Ich habe mit allen 4 Begriffen + MADI gegoogelt und bekommen bei jedem entsprechende Treffer zum Thema MADI.
Wenn's für Euch ok ist, verwende ich point-to-point und PTP.
Viele Grüsse
Jürgen
Liebe Foristen,
ich fange mal mit der Beschreibung von P2P Systemen an.
Bitte sagt mir, ob das so für Euch ok ist (wie gesagt, im ersten Schritt geht es nur um eine Beschreibung des jeweiligen Formats)
Viele Grüsse
Jürgen
Kategorien:
P2P (Point to Point) Formate
Es gibt bereits mehrere Systeme für die Audioverteilung über Kupfer- oder Glasfaserkabel, die jeweils zwei Geräte miteinander verbinden. Diese nennt man P2P-Systeme („point to point connections„ oder „Punkt- zu-Punkt-Verbindungen”), weil sie immer zwei Endgeräte –zwei „Punkte”– miteinander verbinden.
Genau genommen ist eine Point-to-Point-Architektur kein Netzwerk, auch wenn sich mit dieser Struktur ein erweiterter Geräteverbund erstellen lässt. Dazu benötigt man in jedem Fall formatkompatible Verteilergeräte wie Splitter oder Signalmatrix*.
Ein P2P-System enthält zwei Punkte mit fester Mehrkanalverbindung. Digitale Audioformatbeispiele für P2P-Systeme sind AES/EBU und MADI. (Mullti Channel Audio Digital Interface).
MADI ist je nach System in der Lage bis zu 64 Mono-Kanäle mit Abtastraten von 16/20/24bit und Samplingfrequenzen von 48 bzw. 96 kHz über eine Leitung zu übertragen.
* siehe auch RME oder Audio-Service DAIS MADI
Liebe Foristen,
da seid Ihr ja jetzt bei einem wichtigen und komplexen Thema angelangt: Netzwerke und P2P Verbindungen.
Da ich glaube, dass uns dieses Thema noch einige Zeit begleiten wird und es ganz viel aufzuklären gilt, möchte ich vorschlagen das Ganze in einem neuen Faden weiterzuführen.
Wenn das für Euch ok ist, möchte ich einige meiner Kollegen, die in diesem Thema sehr tief drinstecken mit einbeziehen (gilt auch für AVB).
Ich denke, dass es für eine weitere Diskussion unerlässlich ist, zunächst einmal die Grundlagen dieser Formate zu klären. D. h. was ist ein Netzwerkformat, was ist ein P2P Format, was ist ein proprietäres Netzwerk, welches ist Ethersoundbasierend ...........etc. pp.
Mir geht es darum, das Thema sachlich (also wissenschaftlich) anzugehen. Es geht nicht darum, einzelne Formate zu werten, sprich gut oder schlecht zu finden, sondern es geht bei dieser Betrachtung ausschliesslich um Fakten.
Wenn die Fakten feststehen, kann man anfangen die Formate technisch zu vergleichen und am Ende feststellen, welches für welchen Anwendungsbereich passt. Ausserdem kann man schlussendlich feststellen, welche Formate AVB kompatibel sind und welche nicht (es wird sich zeigen, dass es bereits heute massive Missverständnisse beim Thema AVB gibt!)
Also, seid Ihr dabei?
Viele Grüsse
Jürgen
Edit - ist korrigiert