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Beiträge von mslr

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 15. März 2017 um 13:06

    Vielen Dank, guter Tipp. Das werde ich mal bei Gelegenheit testen. Im Moment sind die Pulte unterwegs und werden kaskadiert betrieben. Vielleicht finde ich die Gelegenheit vor dem Abbau das mal zu testen.

    Noch mal, um sicher zu sein, dass ich es richtig verstanden habe:

    Im Prinzip ist es der redundante Aufbau, mit dem Zusatz, dass die Kanäle über Dante von Stage auf FOH transportiert werden.

    Um den Gedanken weiter zu spinnen: Ich gehe auf den Insert, um den HA-Control zu behalten, der sonst ausgegraut wird. Richtig? MIDI vom FOH zur Stage mit Filterung der Daten, sodass nur HA, Phase, HPF und Phantomspeisung durchkommt (sitzt alles vor dem Insert). Wenn ich jetzt noch statt reiner Filterung die MIDI Daten so umsetze, dass z.B. Kanal 17..32 des FOH auf 1..16 des Stage (und zurück) auf der MIDI Seite in beide Richtungen umgemappt würden, dann könnte ich die lokalen Inputs nutzen und getrennt steuern. Braucht dann keine Spezialhardware für HA-Control sondern ist eine reine, etwas komplexere MIDI-Lösung. Lediglich das Metering ist etwas anders, würde ich dann Pre EQ am FOH stellen.

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 13. März 2017 um 12:18

    Vielen Dank, Die Dokumente habe ich schon dafür herangezogen. Die Besonderheit ist, dass keine MIDI-Daten durch die MY16-AUD übertragen werden. Das ist bei den CobraNet Karten anders. Ich muss also immer noch MIDI vom FOH zur Bühne transportieren um ein Mirroring hinzubekommen. Wird nirgends so richtig beschrieben und ist mir erst aufgefallen, als ich versucht habe über Dante-Karten zwei Pulte zu kaskadieren.

    Ich muss also irgendwie die HA-Daten auf MIDI umsetzen - oder Yamaha schaltet die HA-Control auch bei den LS9 frei. Ich meine mal gelesen zu haben, dass ich die HA einer QL remote bedienen kann. Hab das aber mangels Gelegenheit noch nie probiert.

  • HA Remote Control einer LS9 durch eine zweite LS9

    • mslr
    • 9. März 2017 um 16:06

    Die Diskussion über die UI24R hat mich zu folgendem Gedanken gebracht:

    Hin- und wieder würde ich gerne eine LS9-16 als Stagebox für eine 2. LS9-16, angekoppelt mit Dante, nehmen. Warum - ist einfach da und kostet kein Geld mehr. Hab damit auch 'vollen LS9-Komfort' am FOH und volle Redundanz durch die LS9 auf der Bühne.

    Klar kann ich per App bzw. LS9 Editor die HA der LS9 separat ansteuern. Toll wäre es allerdings, ich könnte die HA der einen LS9 direkt über die andere ansteuern. Im Prinzip muss die LS9 sich also so verhalten wie eine RIO, da geht das meines Wissens (nicht aber bei der Tio1608-D).

    Hat da schon mal jemand eine Lösung gebastelt?

    Im Prinzip brauche ich eine Lösung die mir die über Dante getunnelten seriellen HA-Control Befehle auf der Dante-Karte der Stage-Box LS9 am seriellen Port abnimmt, auf MIDI (oder MIDI over Ethernet) umsetzt und damit die LS9 auf der Bühne füttert. Ich muss die HA der Stage-LS9 quasi wie einen AD8HR durch die FOH-LS9 ansteuern können.

    Die HA auf einer DME-24 kann ich so ansteuern und mach das auch hin und wieder. Nicht aber die HA einer LS9. Ideen? Gibt es eigentlich eine Beschreibung des AD8HR HA Protokolls?

  • Chor und Band

    • mslr
    • 30. Januar 2017 um 12:10

    Mache die Erfahrung mit einem Laienchor und einer 'Laienband' regelmäßig. Für ein einmaliges Event (z.B. ein besonderer Gottesdienst) finden sich Sänger und Musiker spontan (ca. 3-4 Proben für 5-6 Lieder) zusammen.

    Ich löse das immer so, dass jeder Sänger ein Mikrofon in die Hand bekommt und Probe mit dem Chor unmittelbar vor dem Auftritt das Hinlegen (auf ein Kissen am Boden) und wieder Aufnehmen. Die Mikros haben eine Nummer, die jeder Sänger dann wiedererkennt. Das Mikrofon ist eher untergeordnet (meistens SM58 etc.). Kabelsalat lässt sich zwar nicht ganz vermeiden, wenn die Sänger aber in umgekehrter Reihenfolge das Mikro wieder aufnehmen wie sie es abgelegt haben bleibt das beherrschbar. Das Risiko Stolperfalle bleibt aber.

    Der Mix am Pult beschränkt sich dann lediglich auf ein 'homogenisieren' sodass keine allzu 'markante' Stimme im Vordergrund ist. Ein gnädiger Hall tut das Seine. Durch die Einzelmikrofonierung komme ich immer über die Band und muss nicht auf deren Disziplin bauen.

    Mit klassischer Chormikrofonierung habe ich bei Laienchören immer das Problem dass jeder Auftritt, jede Stimme und jede Stehposition bei anders ist.

    Ich habe es auch aufgegeben ein Mikro für 2-3 Sänger zu nutzen. Die Position des Mikros zu den Sängern ist am Anfang des Liedes ganz anders als am Ende. Bei 45 Sängern wird sich das aber nicht vermeiden lassen. Es sei denn du hast genügend Kanäle und Mikros.

  • CD Recorder und Kopierer

    • mslr
    • 6. Dezember 2016 um 14:25

    Hallo zusammen,
    wir haben die gleiche Fragestellung und setzen für die Älteren aktuell immer noch Kassetten ein, obwohl wir die Predigt (und nur die Predigt wegen der Rechte an der Musik usw.) bereits per MP3 zum Download zur Verfügung stellen.

    Alternative:
    Im Moment läuft ein Testlauf mit MP3 Playern statt Kassetten - es werden also komplette MP3 Player weitergegeben (so 20€ Geräte), die dann wieder zurück kommen und mit der nächsten Predigt 'gefüllt' werden. Geht schneller und ist einfacher als CD's zu brennen. Die kann auch jeder bedienen; er muss nur auf den Play Knopf drücken. Vom gesamten Invest ist es auch nicht höher als ein CD-Brenner, von den laufenden Kosten her gesehen sogar günstiger. Der Test mit einigen Senioren war recht positiv, sie kamen gut damit zurecht. Im Moment sind wir damit aber noch nicht 'live'.
    Der Hauptaufwand ist die Personen zu finden, die sich der Sache annehmen und das Ausleihen, Bespielen und Zurücknehmen managen. Es sind aber nicht zu viele Ältere, die regelmäßig den Dienst in Anspruch nehmen (5-10). Die meisten laden sich die Predigt von der Hompage runter. Wer möchte kann sich auch eine CD brennen lassen, zahlt dafür aber einen kleinen Unkostenbeitrag. Wird gerne genommen, wenn z.B. auswärtige Gäste bei Taufen oder Hochzeiten dabei sind.

    Vielleicht hilft die Idee weiter?

    Ach ja - aufgenommen wird mit einem Marantz PMD580, der die Aufnahme Timergesteuert startet und nach Ende automatisch auf ein Netzwerklaufwerk hoch lädt. Dort wird die Predigt von jemand zu Hause aus extrahiert und auf die Homepage gestellt.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 20. Juni 2016 um 15:44
    Zitat von "patec"


    Warum sollten sich da irgendwelche Signal zerstören oder auslöschen? Das tun sie nur, wenn sie gegenphasig sind, was bei Sidefills hoffentlich nicht der Fall ist.
    Experiment: Wir stellen zwei gleiche Lautsprecher mit den Frontseiten in kleinem Abstand (wenige cm) gegenüber auf und speisen sie mit phasengedrehten, aber ansonsten identischen Signalen. Diese Signale sind übrigens immer noch kohärent, da sie ein festes Pahsenverhältnis zueinander haben. Was passiert nun zwischen den Boxen und im Raum daneben? Wenn wir ein Messmikrofon zwischen die Lautsprecher stellen, messen wir einen dramatisch reduzierten Pegel, ganz auf Null geht er nicht, da zwei Boxen nie völlig identisch sind. Im ganzen Raum wird es sehr leise. Besonders eindrucksvoll ist der Versuch auch mit Subwoofern, bei denen man die Membranen in wilder Bewegung sieht, aber kaum etwas hört. Vorsicht übrigens bei hohen Pegeln: Da durch den zweiten Lautsprecher der Wellenwiderstand der Luft im Zwischeraum gegen Null geht, lenken die beiden Lautsprecher weiter aus und können im Extremfall beschädigt werden.

    Ein physikalisch übrigens sehr interessantes Experiment das uns die Eigenschaft von Schall als Druckwelle veranschaulicht (off topic):
    Würden wir ein einzelnes Luftmolekül zwischen den beiden Membranen betrachten, so würden wir sehen, dass es sich synchron zu den Lautsprechermembranen hin- und herbewegt - und trotzdem entsteht (in der idealisierten Betrachtung) kein Schall. Da sich alle Luftmoleküle zwischen den Membranen synchron hin- und herbewegen ist der Druckunterschied (Phasenunterschied) zwischen ihnen null und es bleibt still. Es weht aber ein 'Wind' zwischen den Membranen der die Richtung ständig umkehrt und dessen Stärke sinusförmig ist.
    An alle Mikrofonspezialisten und Theoretiker hier im Forum. Welches Signal würde jetzt eine Mikrofonmembran die parallel zwischen den beiden Membranen aufgehängt ist sehen? (Stichwort Druckempfänger - Druckgradientenempfänger).

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 20. Juni 2016 um 15:10
    Zitat von "patec"


    Mein Verständnis (das mit dem Verständnis des Erfinders dises Begriffes nicht übereinstimmen muss) ist, dass hier mehrere (kohärente) Quellen derart zusammen spielen, dass die resultierende Gesamtwelle die gleichen Eigenschaften hat, als ob sie beispielsweise mit einer echten Linienquelle (z.B. Magnetostat) oder einem Flächenstrahler erzeugt worden wäre. Die Vorstellung der Wellenfront soll dabei das Verständnis erleichtern. Eine solche "Front" erhält man zum Beispiel, wenn man einen kurzen (Dirac-) Impuls mit dem Lautsprecher abspielt, oder wenn man eine Schreckschusspistole abschießt. Es entsteht eine Druckwelle, die ein breites Spektrum an Frequenzen enthält.
    Die Akustik verwendet häufig idealisiere Wellenformen (ebene Welle, Kugelwelle, Zylinderwelle), um Zusammenhänge zu veranschaulichen. Alle realen Quellen kommen diesen Idealen nur mehr oder weniger nahe. Dass Zylinderwellen und ebene Wellen per Definition unendlich ausgedehnt sind, macht die perfekte Realisierung etwas schwierig.

    Kohärente Wellenfront wäre für mich die Abkürzung von 'durch Überlagerung kohärenter Schallquellen entstandene Wellenfront".
    Man kann im übrigen jede beliebige Wellenfrontform durch die Überlagerung von (unendlich) vielen Punktquellen beschreiben.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 16. Juni 2016 um 16:05
    Zitat von "donut"

    das Orts-Zeit-Gesetz gilt in unserer (gedachten) Versuchsansordnung erstmal nur bei den zwei ausgehenden Sinusschwingungen. Addieren wir die nur theoretisch, dann ergeben sich andere Vektoren (?). Als energetische Wellen in einem Medium (z.B. Schall in Atmosphäre) kommen diverse weitere Eigenschaften hinzu, die die Berechnung verkomplizieren, und eine isolierte Betrachtung ausschließen. Addieren wir die beiden leicht verstimmten SinusWellen ganz praktisch akustisch, dann findet die Superpositionsregel keine Anwendung und wir erhalten eine Intermodulation zuzüglich den beiden Sinüssen. Ist die akutisch messbar? und wäre das vielleicht des Pudels Kern in diesem threat?

    so langsam beißt sich die Katze doch in den Sack!
    und ich bin gespannt auf neue Erkenntnisse
    .

    Na ja, so langsam wird es Zeit den Ort an eine nette AfterWork Lokalität zu verlegen und die nicht wechselwirkungsfreie Superposition eines Wasser-Alkohol Gemischs mit uns selbst in die Betrachtung mit einzubeziehen.

    Aber jetzt kommen auch noch Vektoren dazu. Bei Wellen nutzt man sie allgemein um die Ausbreitungsrichtung zu beschreiben oder um die Auslenkungsrichtung der Schwingung zu beschreiben (z.B. Polarisation). Bei Schall handelt es sich um eine Druckschwingung und da ist die Auslenkungsrichtung der Luftmoleküle und die Ausbreitungsrichtung des Schalls parallel.

    Ich denke dass in erster Näherung das Superpositionsprinzip schon gilt und eine isolierte Betrachtung daher zur Vereinfachung zulässig ist. Man nimmt einfach an, dass Luft ein ideales Gas ist. Physikalisch vollständig ist das damit in der Tat nicht ganz. Diesen Effekt müsste man schon messen können, auch wenn er sehr klein ist.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 16. Juni 2016 um 13:08
    Zitat von "donut"


    Das heißt es gibt eine Orts- und Zeit-abhängige Funktion der Intermodulation. Die wird als Elongation beschrieben (siehe Zitat oben). Und hier kommen wesentliche Fragen auf:
    Ist diese Intermodulation überhaupt eine SinusSchwingung?
    an nur wenigen oder allen MeßPunkten und MeßZeiten?
    Ist hier das Orts-Zeit-Gesetz für harmonsiche Schwingungen überhaupt anwendbar?

    Also auch hier muss man mit der Begrifflichkeit vorsichtig sein. Was ist mit Ort gemeint? Der Ort der Messung? Im Orts-Zeit-Gesetz einer harmonischen Schwingung ist eigentlich die Auslenkung von der Ruhelage gemeint (z.B. Masse die an einer Feder hängt). In der Akustik wäre das die Auslenkung eines Luftmoleküls am Ort der Messung.
    Bewege ich mich mit dem Messmikrofon entlang einer Geraden durch den Raum werde ich eine ortsabhängige Veränderung der Resultierenden der beiden Signale sehen. Das hat in der Tat mit dem Orts-Zeit-Gesetz für harmonische Schwingungen nichts zu tun und damit nicht anwendbar.

    Schon interessant zu was "Infraschall" so alles führen kann.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 16. Juni 2016 um 12:54
    Zitat von "wora"

    eine intermodulation ist selbst natürlich keine sinusschwingung.
    man kann sie bei gleichbleibenden erregerfrequenzen(!) sicher als sinusförmig beschreiben, aber von selbst ist eine schwebung eben kein eigenständiges tonsignal, sondern nur die differenzsumme zweier(oder mehrerer) schwingungen.
    sehe ich das richtig?

    Mmmh, das sind jetzt wieder viele Begrifflichkeiten. Also ich sehe es auch so wie wora. Wenn das Superpositionsprinzip gilt - also die 'ungestörte Überlagerung' von 2 Wellen ist diese Schwebung Sinusförmig und 'nur' die Summe zweier Schwingungen und keine eigene Schwingung.

    Intermodulation - so kenne ich jetzt den Begriff - bedeutet, dass bei der Überlagerung beide Wellen sich gegenseitig beeinflussen, dann würde auch das Superpositionsprinzip nicht mehr gelten und es entstehen eigene 'Nebenprodukte'. In der Akustik ist das bei sehr hohen Schalldrücken auch der Fall, wenn die Luft nicht mehr linear reagiert. Aber in den gesundheitlich unbedenklichen Schalldruckregionen in denen wir uns bewegen sollten in erster Näherung nicht.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 19:29
    Zitat von "patec"


    Ich habe bei deiner Betrachtungsweise das Problem, dass kaum inkohärente Signale übrig bleiben. Beispielsweise sind bei dir die Töne zweier Orgelpfeifen kohärent, die gleichzeitig erklingen, oder zwei Martinshörner eines Feuerwehrfahrzeugs. Das wären für mich alles klassische Beispiele für inkohärente Signale.

    Vielleicht muss man es sich mal messtechnisch anschauen: Zwei gleich laute inkohärente Signale führen zusammen zu einer Erhöhung des Leq Pegels um 3dB (rein energetische Addition), bei kohärenten Signalen ist alles zwischen +6dB und minus Unendlich drin, je nach Phasenlage. Ich vermute, dass wir bei den von mir genannten Beispielen +3dB messen würden.


    Also messtechnisch bin ich voll bei dir. Natürlich erzeugte Signale aus unterschiedlichen Quellen sind meistens inkohärent. Aber: Beim akustischen Stimmen von Instrumenten minimiert man meistens die Schwebungsfrequenz einer Referenz. Da kann man durchaus von Kohärenz reden. Ein gutes Beispiel für Kohärenz sind auch Noise Cancelling Kopfhörer. Hier erzeugt man das kohärente Signal für die Auslöschung indem man das Ursprungssignal per Mikro verwendet und destruktiv interferiert.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 19:07
    Zitat von "patec"


    Ich würde das so ähnlich sehen, aber statt GLEICHER Phasenlage mit KONSTANTER Phasenlage.
    Ich habe eine Ausnahme gefunden, und zwar, wenn eine Frequenz ein ganzzahliges Vielfaches einer zweiten ist, kann man so etwas wie Kohärenz erreichen. Das ist aber zugegebenermaßen ziemlich akademisch.

    Wir sind inzwischen ziemlich weit vom Ausgangsthema abgekommen, wo es ja um eine Art Kalibrator für Infraschall ging, wie sich letztlich herausgestellt hat. Kann ja manchmal hilfreich sein, wenn man sich um Begriffe, die man alltäglich benutzt, nochmal ein paar Gedanken macht. Ich fürchte auch, Kollege mslr ist noch bei seiner etwas abweichenden Sichtweise. Gerne würde ich das anhand seiner Quellen einmal genauer überdenken.

    Gerne, einfach mal Wikipedia https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kohärenz_(Physik) heranziehen. Hier sieht man dass der Begriff der Kohärenz je nachdem unterschiedlich verwendet wird. Und das ist auch ok so. Schließlich sprechen wir ja auch nicht alle Hochdeutsch. (Ja, ich komme aus Baden...)

    Aber um zum Ausgangsthema zurückzukommen. Was haltet ihr von meinem Vorschlag für die Messung von Infraschall kein Mikrofon zu nutzen sondern einen kalibrierten Absolutdrucksensor und dessen Amplitude dann in einen Schalldruck umzurechnen? 3Hz ist ja quasi stationär.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 18:36
    Zitat von "patec"


    So weit, so gut. Spinnen wir das mal weiter: Da man sich jedes Geräusch als Summe von Sinusschwingungen verschiedener Frequenz vorstellen kann und Sinusschwingungen zueinander (einer Gewisse Länge vorausgesetzt) immer kohärent sind, sind dann nicht alle stationären Geräusche zueinander kohärent?
    Da das vermutlich Unsinn ist, muss in der Argumentationskette irgendwo ein Fehler sein, ich finde ihn aber gerade nicht. Hat jemand eine Idee?

    Nein, das ist kein Unsinn, das ist so. Kohärenz ist ja ein künstlicher und abstrakter Begriff und da muss man nicht unbedingt nach dem Sinn fragen. Mit Hilfe des Begriffs lassen sich manche Dinge besser verstehen oder Zusammenhänge herleiten die nicht unbedingt offensichtlich sind. So lange die Sinussignale während der Betrachtungszeit andauern (...gewisse Länge... ...stationäres Geräusch...) wird sich wieder ein stationäres Geräusch herausbilden. Wobei der Begriff stationär auch eine Schwebung beinhalten darf.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 16:26
    Zitat von "patec"


    Wir hören in diesem Fall immer eine Schwebung, wie könnten die beiden Signale inkohärent sein? Was würden wir dann hören?


    Sie können inkohärent sein, wenn sie zufällige Phasensprünge im Signal enthalten würden, also eine Aneinanderreihung von Bursts wären. Was wir dann hören würden hängt von vielem ab. Ich hätte mal aus dem Bauch mit einem zusätzlichen Frequenzgemisch geantwortet. Ob man das als Rauschen bezeichnen kann weiß ich jetzt nicht. Geb' dir aber recht. Landläufig würde man das Konstrukt dann nicht mehr unbedingt als Sinussignal bezeichnen obwohl es ausschließlich aus Sinussignalen einer einzigen Frequenz zusammengesetzt ist. Es genügt auch dass lediglich eine der Sinusquellen diese Phasensprünge aufweist damit beide nicht kohärent sind. Aber jetzt wird es schon sehr theoretisch und konstruiert - aber so sind halt Physiker manchmal :lol: :roll:

    Zitat von "patec"

    Nach deiner Definition sind zwei Sinussignale der Form sin(f1*t + Phi1) und sin(f2*t +Phi2) aus zwei (ortsfesten) Lautsprechern immer kohärent. Ist das richtig?


    Ja, so verstehe ich es.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 13:42
    Zitat von "patec"


    Das wäre praktisch immer der Fall, wenn zwei Lautsprecher ortsfest betrieben werden.
    Kohärente Signale -> Zeitlich konstante Interferenz
    Inkohärente Signale -> Zeitlich veränderliche Interferenz (zum Beispiel Schwebung)
    Kohärenz ist eine Eigenschaft zweier Signale, wobei es zwischen kohärent und inkohärent einen stufenlosen Übergang gibt (Stichwort: Kohärenzlänge). Nach meinem Verständnis können zwei (Sinus-) Signale unterschiedlicher Frequenz niemals kohärent sein.

    Ja, Kohärenz ist eine Eigenschaft von zwei Signalen, die sich aber auf die Phase und nicht auf die Frequenz bezieht. Als Beispiel in der Akustik:
    2 Sprecher sagen gleich schnell und gleich laut "Hallo" über ihre jeweils direkt nebeneinander stehenden Lautsprecher.
    Die Signale der Lautsprecher sind inkohärent - wir werden 2 Sprecher wahrnehmen.

    1 Sprecher sagt über die selben beiden nebeneinander stehenden Lautsprecher "Hallo".
    Die Signale der Lautsprecher sind kohärent, wir werden einen Sprecher wahrnehmen, den dann aber Dank konstruktiver Überlagerung lauter als über einen Lautsprecher.

    Kohärent können beliebige Signale sein.

    Kohärenzlänge macht das noch etwas komplexer.
    Gleiches Beispiel wie oben aber jetzt 2 Sinusquellen verschiedener Frequenz über 2 Lautsprecher.
    Sind die Sinusquellen kohärent hören wir eine Schwebung.

    Jetzt gibt die zweite Quelle ihre Frequenz in kurzen 'Bursts' von jeweils ein paar Wellenlängen ab während die erste einen Dauerton abgibt. Der Beginn der Burstsignale ist zufällig.
    Jetzt hören wir nur für die Dauer des Bursts eine Schwebung - das ist die Kohärenzlänge. Betrachten wir einen längeren Zeitraum als die Burstlänge sind die Signale inkohärent.

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 13:25
    Zitat von "HenrySalayne"

    mslr betrachtet das ganze etwas anders. Man nehme zwei sinusförmige Signale mit gleicher Frequenz und dreht bei einem mit der Schwebungsfrequenz (linear) die Phase. Im Ergebnis hat man dann eine Schwebung.
    Tatsächlich ändert das konstante Drehen an der Phasenlage dann die Frequenz. Ein Signal mit 401 Hz kann also entweder als ein Signal mit 401 Hz angesehen werden, oder als ein Signal mit 400 Hz, bei dem die Phase mit 360°/s in positiver Richtung gedreht wird.

    Ja beide Betrachtungsweisen sind mathematisch gleich. sin(400Hz*t+(d+1Hz*t))=sin(401Hz*t+d)

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 13:19
    Zitat von "patec"


    Ist das nicht ein Widerspruch? Zwei Signale unterschiedlicher Frequenz können doch keinen zeitlich konstanten Phasenversatz haben, da sich die Phasendifferenz ständig ändert. Genau das ist ja die Schwebung.
    Oder soll fester Phasenbezug heißen, dass ich die Phasendifferenz mathematisch beschreiben kann als Funktion der Zeit, im Gegensatz zu einem zufälligen Phasenbezug wie bei zwei unabhängigen Lärmquellen (Beispiel: zwei PKWs)?

    Nein, das ist kein Widerspruch und leider noch etwas abstrakter. Denn Phasendifferenz ist nicht das Selbe wie der Nulldurchgang einer Schwingung. Anschaulich ist es eher so, dass durch die Phase die Verschiebung des 'Anfangspunkts' einer Schwingung beschrieben wird - und der ist nicht zeitabhängig sondern fest. Der Nulldurchgang der Schwebung (besser gesagt die minimale Amplitude der Schwebung) wiederum ist zeitabhängig - wird ja mit der Zeit lauter und leiser.
    Kohärent meint eigentlich, dass sich dieser Versatz mit der Zeit nicht und schon gar nicht zufällig ändert. Aber der Spur nach ist das Beispiel mit den LKW's schon richtig.
    .

  • schwebung zweier kohärenter Wellenfronten

    • mslr
    • 15. Juni 2016 um 10:29

    Hallo zusammen,
    als Physiker einfach noch ein paar Anmerkungen zur Kohärenz: Kohärenz ist eigentlich ein Begriff, der beschreibt, ob zwei (oder mehr) Signale - vereinfacht gesprochen - etwas miteinander zu tun haben. Kohärenz ist die Voraussetzung, dass sich zwei Signale konstruktiv oder destruktiv überlagern können und wieder ein sinnvolles Signal entsteht (und nicht nur Rauschen). In der praktischen Akustik wird dies automatisch dadurch sichergestellt, dass z.B. Basslautsprecher das selbe Ursprungssignal erhalten und durch ein elektronisches Delay oder eine passende Aufstellung einen festen, zeitlich konstanten(!) Phasenversatz haben. Davon (und in Verbindung mit konstruktiver oder destruktiver Interferenz) leiten sich dann alle bekannten Richtcharakteristiken und Aufstellungsvarianten für Bassarrays ab.
    Habe ich einen zeitlich konstanten(!) Phasenversatz aber eine unterschiedliche Frequenz, so entsteht eine Schwebung. Durch den festen Phasenbezug sind auch diese beiden Signale trotz unterschiedlicher Frequenz kohärent.

    Von daher ist der Begriff der Kohärenz in dem Zusammenhang nicht der Knackpunkt. Kohärenz ist lediglich notwendige Voraussetzung dass zwei Signale sinnvoll interferieren.

    Ich hoffe, dass ich mit der Anmerkung nicht langweile und sie ist auch nicht besserwisserisch gemeint. Im Gegenteil - ich finde die Diskussionen interessant.

    Mein Ansatz wäre jetzt gewesen den Schalldruck rechnerisch auf eine Luftdruckänderung zurückzuführen und mit einem einfachen Drucksensor zu messen. Warum denn ein Mikrofon? 3Hz sollten für käufliche Drucksensoren kein Problem sein. Dann könnte man die Kalibrierung auf eine leichter machbare Absolutdruckkalibrierung zurückführen und muss nicht auf eine Schalldruckmessung bei 3Hz zurückgreifen.

  • MA Lightcommander defekt

    • mslr
    • 26. Januar 2016 um 22:39

    Hallo,
    hatte ähnliches Problem als Folge einer ausgelaufenen Pufferbatterie und dadurch korrodierten Leiterbahnen und Durchkontaktierungen - aber noch gemeiner: Unter der CPU Fassung hatte sich etwas Elektrolyt versteckt, der zwischen Anschlüssen Übergangswiderstände von einigen 100Ohm verursacht hat und zu einem sporadischen Aussetzen geführt hat. Am Ende habe ich die Fassung getauscht. Tippe also,auch auf ein Kontakt/Korrosionsproblem.

  • Einschränken der wählbaren Funkfrequenzen bei Sennheiser

    • mslr
    • 28. Juli 2015 um 07:46

    Danke für die Tipps, das Thema ist leider nicht ganz so einfach. Ich will ja, dass die Nutzer den Frequenzbereich verstellen können, wenn sie es müssen aber dann nur in den erlaubten bzw. anmeldefreien Bereichen bleiben können. (Sennheiser E-Band G1 und G2)
    Aber vielleich hat Volker Holtmeyer recht und ich mache mir zu viele Gedanken. Ich werde einfach einen dicken Aufkleber mit den Worten: "Gesetzlich erlaubte Frequenzbereiche ...." draufmachen und auf die Eigenverantwortung der eingewiesenen Benutzer setzen. Wissen gepaart mit gesunder Eigenverantwortung ist sowieso am Besten. Wer sich dann als unverantwortlich handelnd erwiesen hat muss halt mit einem Kabel zurecht kommen....

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