Moin...
18TBX46
Zitat
Netzteil: die Spitzenwertgleichrichtung ist halt nicht wirklich elegant.
Der Blindleistungsbedarf ist ist da und muss über den Kern; ohne zusätzliche
reaktive Bauteile (die groß schwer und teuer sind..) lässt sich dass mE auch
nicht ändern, zumindest nicht bei Einphasenbetrieb.
Cos Phi 0,82 bei Volllast sollte doch ok sein.
Sag ich ja, mir ist halt nur mit Schrecken wieder klar geworden, was Gleichrichter für einen "Müll" erzeugen. Einigermassen gut arbeitet das Netzteil nur unter Last.
Zum SNT, das Ding macht noch etwas Ärger mit der Regelung, der Versuch dort einen PI-Regler aufzubauen war nur für die Halbleiter Hersteller von Erfolg. Je nach Last fing der Regler an zu schwingen, bis es die Mosfets zerlegt hat (und alles was noch dran hängt, Treiber und Regler). Habe den I-Teil jetzt entfernt und es läuft stabil.
Anderes Problem bleibt aber, durch die Taktfrequenz (150kHz) gibts lustige Interferenzen mit der Taktfrequenz von den Class-D Endstufen. Dort bleibt nur die Möglichkeit, aus der "Master-Clock" - dem Modulator für die beiden Halbbrücken mit Teiler die passende Frequenz abzuleiten (Wurde für die langsamere Sub-Vollbrücke schon gemacht, 62,5kHz).
Das SNT ist zwar aufgebaut, aber muss noch diverse Tests über sich ergehen lassen.
Zitatich weiß jetzt nicht mehr genau was du gebaut hast (UcD, Sodfa, etc..)
aber mit der Topologie ist die Gegenkopplung nun mal festgelegt.
Ist kein selbst Schwinger, "einfacher" PWM-Amp mit separatem Dreieck-Generator, Komparator und Postfilter-Feedback.
Und speziell der Abgriff NACH dem Filter hat den Charme, das die "wilden" Sachen, die im Filter entstehen gut ausgebügelt werden. Und es UNTERDRÜCKT die HF um Faktor 2 ....
ZitatVollbrücke:
Warum fleigt dir eigentlich die Brücke um die Ohren wenn du ins clipping
kommst? Geht der Bootstarp Versorgung für die Highside die Puste aus?
Die Vollbrücke hat es bisher nur einmal zerlegt, ansich nur einen Fet. Dort war noch nicht die Puste vom Treiber raus....
Es war ein blauäugiger Versuch ohne Limiter, Tchaikowskys 1812 die neue, mit netten Kanonenschlägen, die Dynamik unterschätzt und weit aufgedreht.
Dann kam die dicke Kanone und es wurde mit 100% moduliert, die Spannung die da aus der dicken Filterdrossel zurück geflogen ist hat einen Mosfet durchschlagen (Ob nun Fets oder Inversdiode, k.a.)
Die anderen Durchschläge erkläre ich weiter unten...
Zu den Blindströmen, es ist Wurst. Es sagt ja nur aus, das dort Strom fliesst ohne Spannung. Feedback sorgt für die Spannung, der Strom wird bei einem PWM-Amp wirklich und wahrhaftig "rückwärts" von der Drossel wieder in eine Spannung "geboostet" und auf Höhe der Versorgung gepumpt. Damit kann der Strom über die Inversdiode in die Versorgung fliessen. Das ist ja ein Problem wenn die Siebkapazität zu klein ist, bei dicken Pappen und tiefen Frequenzen, pumpt sich die Versorgung dermaßen auf, dass es Probleme mit den Fets geben kann.
Witzig wäre nur, wenn man es hinbekommt, dass die Impedanz am Verstärkerausgang die selbe wird, wie die des Lautsprechers, aber mit negativen Vorzeichen.....
Dann ist nix mehr reaktiv, alles kompensiert.
Zum Filter....
Dieser nette Schwingkreis hat mir immer Ärger beim Abschalten bereitet.
Dadurch das beim Abschalten irgendwo her (OPVs, dem FPAA für den Filter oder die PGAs der Pegelstellung) ein dicker Impuls kommt, führte es zu dem bekannten PLOPP am Lautsprecher. Nur das zu dem Zeitpunkt schon die LS-Relais abfallen.... Hinzu kommt meine Brutalo-Methode mit Standart Finder Industrierelais einen sicheren DC Schutz hinzu bekommen.
Wechsler Kontakt, Arbeitskontakt liegt an der Endstufe, der Ruhekontakt auf Masse und der sich Bewegende geht zum Lautsprecher. Liegt nun harter DC-Fehler vor, wird der Lautsprecher gegen Masse gezogen und auch ein eventueller Lichtbogen -> nix passiert.
Beim Abschalten wird Dank des Plopp aber auch ein Lichtbogen mit gezogen, gegen Masse....
Und das hat in unregelmässigen Abständen einen Strompfad der Vollbrücke zerlegt. Nun lasse ich vorher mit Shut-Down die Treiber runterfahren, das verhindert zuverlässig, dass das Filter noch Energie erhält, die nicht so recht weiß wohin nun.
Zurück zum eigentlichen Thema.
Also klar ist nun, dass durch die Gleichrichter-Belastung viel Blindleistung erzeugt wird, gerade im Teillastbetrieb. Daher auch mein ursprüngliches anliegen, da ja die meisten "alte" PA-Endstufe kein anderes Netzteil haben, wie kommt die Elektrik vort Ort damit klar ?
Zum einem wird in 3-Phasen Systemen der Neutralleiter warscheinlich überlastet und die eventuell vorhandenen Generatoren dürften auch etwas Probleme bekommen. Ist da was bekannt ? Wird kompensiert ? Oder lässt man es einfach vor sich hin kochen ?
Wenn die Elektrik leicht überdimensioniert wird, kann es ja gut gehen.
Das wollte ich ursprünglich kommentiert haben :roll: