Zitat von "Hami"Ich hatte gestern zum ersten Mal seit Jahren in einem Live-Umfeld ein 01V vor der Nase und folgende Probleme:
1. aktive DI-Boxen (BSS) haben gebrummt, Workaround nur durch passive DI möglich gewesen
2. Denon-Zuspieler von einem Künstler klang komisch. Erst nach Abschaltung der Phantomspeisung sauber
Ich hatte bisher weder mit Zuspielern und Phantomspeisung, noch den BSS DI-Boxen Probleme.
Hat das Pult einen Defekt, oder war das ein User-Error???
ich sehe da ebenfalls keinen zwingenden fehler beim pult.
aktive Di boxen haben gegenüber passiven eindeutig den nachteil, dass sie die signale nicht so gut galvanisch trennen können, weil sie ja eine versorgungsspannung zum betrieb ihres eingangs-impedanzwandlers benötigen. und diese schaltung sitzt sogar vor dem übertrager. das hängt also galvanisch immer irgendwie zusammen.
bei einer passiven Di gibt es jedoch keinen galvanischen kontakt zwischen in- und output (wenn der groundlift richtig funktioniert), hier ist die trennung immer perfekt!
du bist also nicht der erste, der einen brumm mit BSS DIs nur durch den austausch gegen eine passive DI weg bekommen hat.
und dieses phänomen gabs auch schon, bevor es überhaupt digitalpulte gab ![]()
ja ja, ich weiss: die alte mär, dass aktive DI boxen "besser" wären, hält sich sehr hartnäckig... aber das stimmt so eben nicht.
also abspeichern:
wenn perfekte galvanische trennung erforderlich ist, dann am besten nur passive DIs (oder lineübertrager, je nach anwendung) nehmen!
aktive DIs sind nur dann im vorteil, wenn die ausgangsimpedanz eines angeschlossenen tonabnehmers sehr hoch ist. heute haben die meisten instrumente jedoch eine aktive elektronik eingebaut und dadurch auch eine niedrige ausgangsimpedanz. und die harmoniert auch mit passiven DIs.
aus diesem grunde behaupte ich sogar, dass passive DIs meistens die bessere lösung sind.
phantomspeisung ist nur für geräte gut, die sowas auch benötigen.
also in der regel kondensatormikrofone und aktive DI boxen.
alle anderen geräte müssen nicht gut funktionieren, wenn sie 48V gleichspannung auf ihren ausgang bekommen!
manche geräte machen dabei keine probleme, aber das ändert nichts an der tatsache, das eine von der senke eingespeiste gleichspannung für die ausgangsschaltung der quelle einfach keinen zulässigen zustand darstellt.
der satz war jetzt vielleicht ein bisschen kompliziert, aber vom sinn her stimmt er ![]()
kurz gesagt: phantomspeisung bitte nur auf geräte geben, die diese auch als versorungsspannung benötigen. geräte mit OP-ausgangsschaltungen können dadurch gestört werden.
in sofern ist hier das LS9 die deutlich professionellere lösung, weil man hier die 48V für jeden kanal einzeln aktivieren kann! :wink:
kommen wir zum letzten satz deiner ausgangsfrage, vor allem der teil nach dem komma: ich glaube, da könnte was dran sein :roll:
aber nun bist du für die zukunft bestens präpariert ![]()