Wenn das eine "meiner" Bands haben wollen würde die ich regelmäßig betreue, würde ich dafür nichts in Rechnung stellen.
Für mich geht es hierbei ausschließlich um "fremde" Bands, sowas wie eine Stamm-Band betreue ich nicht.
Wenn mich jemand für einen Live-Mix UND gleichzeitig Multitrack-Recording anfragen würde
Ich spreche ausschließlich von Gigs, bei denen ich als Mischer gebucht bin.
Für ein reines Recording gehe ich nicht aus dem Haus
Oder gibt es konkrete Anforderungen
Die Anforderung (bzw. viel mehr das Angebot!!) ist ein reines Recording der einzelnen Kanäle, des Masters plus Atmo
Off Topic: Es geht ja auch etwas in die Richtung "Wie setze ich meinen Preis und was ist in meinem Tagessatz alles drin bzw. was weise ich separat als Leistung aus?" Der eine Kollege bringt Kick&Snare Mikro mit, der nächste hat 2 HE mit hochwertigen Effekten dabei und die nächste hat dann ein kleines Pult im Handgepäck. Und das oftmals, ohne dass es dafür zusätzliches Budget gibt. Da wird dann im Endeffekt ein Gesamtpaket für den Tagessatz gekauft, welches auch Material umfasst. Der eine macht das vielleicht primär, weil er damit mehr Freude am Arbeiten hat, der andere macht es aber bewusster zur Differenzierung von der Konkurrenz. Wenn ich im Tagessatz ein Bricasti und eine hochwertige Funkstrecke für die Lead Vocals mitbringe, werde ich vielleicht weiterhin vom Künstler gebucht und nicht der Kollege, der den gleichen Tagessatz nimmt und ansonsten handwerklich die gleiche Performance liefert. Ob sich dann Bricasti und Axient Strecke am Ende rechnen, muss jeder selbst wissen.
Deine Argumentation geht nun aber genau in meine Richtung!!
"WIE SETZE ICH MEINEN PREIS??"
Ich erbringe eine Leistung und halte es daher für vollkommen legitim, das dies auch entlohnt wird, wobei hier mal nur von der reinen Arbeitsleistung die Rede ist, die jedoch genauso ihren Wert hat!!
Wie oben schonmal geschrieben, wir lassen uns doch für den Job als Mischer auch bezahlen, obwohl wir Finger und Ohren dabei haben.
In dem Fall kommt allerdings dann auch nochmal die Hardware dazu.
Ich nutze einen extra Laptop, damit sich nichts ins Gehege kommt, die Reaper Lizenz ist auch nicht kostenlos, eine vernünftige Verkabelung kostet ebenfalls, eine gute SSD um die Aufnahmen zu speichern, Cloud Speicherplatz um es den Bands ggf. dort zur Verfügung zu stellen, die Mikros für Atmo, usw usw
These: Es ist ein wenig wie beim Auto-Konfigurator: Der eine Kunde will jedes Details mitbestimmen und zahlt für Feature A, aber nicht für Feature B. Und der andere Kunde will einfach nur ein Ergebnis und hat keine Lust oder keine Zeit für einen Konfigurator.
Sicherlich richtig.
Aber beide Kunden wissen (oder müssen lernen), dass Leistung ihren Preis hat!
Wir haben hier halt Wissen, Fähigkeiten und Möglichkeiten, die nicht jeder hat und sich entsprechend auszahlen müssen.
Auch hier wieder die parallele zum reinen Mischer-Job, kann halt auch nicht jeder...