Was offensichtlich seit Jahren kaum jemand realisiert hat:
Dieser "Earth Day", also der Tag im Jahreskalender, an dem die uns als Menschheit jährlich zur Verfügung stehenden Ressourcen aufgebraucht sind und wir fortan im Jahre "auf Pump" dieses Planeten leben, ist eine dunkelrote Karte für uns. Seit Jahrzehnten!
Eigentlich heißt das: Runter vom Spielfeld.
Niemand mag aber den Begriff "Sparen" in den Mund nehmen.
Der Status Quo wird verbissen verteidigt, denn "Sparen" ist Rückschritt.
Aber "Effizienz" ist Fortschritt.
Wer hat denn noch die 12er Lichterkette mit 100W-Glühobst im Garten hängen? Niemand.
Stattdessen hängen dort 4x 12m LED-Spinnennetze mit vergleichbarem Verbrauch.
Da hat man dann "gespart", weil mehr Licht fürs gleiche Geld.
Aber synergetisch gespart ist da nix.
Der Energieverbrauch unserer Volkswirtschaft hätte in den letzten drei Jahrzehnten deutlich sinken können/müssen.
Tat er aber nicht.
Schöne Grüße vom Jojo-Effekt. Kennen wir von der 1001en Diät.
Was heißt das denn für die VA-Wirtschaft?
In dem Maße, wie z.B. durch LED-Technik Energie "eingespart" wurde, ist diese durch mehr Latichten kompensiert worden. Hier wurde noch nie "gespart", sondern sublimiert. Der Verbrauch ist also nicht gesunken, sondern eher gestiegen. Wo ist mein Jojo?
Das lässt sich so auf etliche Bereiche übertragen.
Ist aber die VA-Branche energiepolitisch volkswirtschaftlich gesehen relevant?
Welche Kriterien legt man an? Denn der Mensch lebt nicht von Brot allein.
In welchem Verhältnis steht "Kulturverbrauch" zu "Umweltschutz"?
Welchen Stellenwert wollen wir dem einräumen?
Muss man Großevents/Festivals vielleicht zukünftig ganz anders denken?
Was ist mit dem großen ominösen Internet, von dem wir alle profitieren und das ganze Stauseen zur Kühlung der Serverfarmen braucht?
Ich denke, Energie war in den letzten Jahren schlicht zu billig (nein, nicht "günstig").
Nun brauchen wir (oder unsere Kinder) richtig große Kellen zum Löffeln...
Mir fehlt in den allermeisten Diskussionen folgender Ansatz:
Reduzierung.