Zwei Signale, die messtechnisch beide "gleich laut" sind - also etwa beide einen Pegel von 99 dBA hervorrufen - können durchaus als unterschiedlich laut empfunden werden. Das liegt im Wesentlichen an der spektralen Zusammensetzung. Zwar wird durch die A-Filterung breitbandig eine Bewertung gemacht, aber schmalbandige Peaks (etwa bei einem unausgeglichenen oder stark klirrnden System) werden nicht erfasst.
Beiträge von Volker Holtmeyer
-
-
Mit "wellenförmig" meinst du wohl konzentrisch, nehme ich an. das wäre natürlich der Idealfall.
Bei den dortigen Dimensionen sind die Echos die man hören konnte der bestmögliche Kompromis gewesen. Besser geht es in solchen Größenordnungen eben nicht.
-
Zitat von "swedisch"
Abhängen/Abtrennen mit molton hätte das Ergebnis wohl wesentlich besser gemacht, leider war das nicht mehr in den mengen drinnen. Auch wenns soundtechnisch garnicht gut gelöst war, war doch die Party wie in den Vorjahren rappelvoll. Wenn man nicht viel mit molton/positionen arbeiten kann, dann empfehl ich ganz ganz genau zu Eqen und das beste rauszuholen.
Der Mythos, dass Molton im tieffrequneten Bereich die Nachhallzeit oder diskrete Reflexionen mindert, ist offenbar nicht tot zu kriegen... :?Molton hilft nur im Mittel- und Hochtonbereich. Dann aber auch bitte mit min. 10 cm Abstand zur Begrenzungsfläche!
-
Ich vermute, du meinst mit "kohärenter Wellenfront" nicht die Abstrahlung der einzelnen Line-Arrays, sondern den Präzedenzeffekt bzw. das Gesetz der ersten Wellenfront, womit in der Regel versucht wird, die akustische Lokalisation auf die Bühne zu richten. Hier waren einige Video-Wände aber so weit von der Bühne entfernt, das Kompromisse eingegangen werden mussten, damit die Kohärenz von Video-Bild und Ton überall gegeben war.
-
Die Simulation oben hätte man auch mit der (kostenlosen und zeitlich unlimitierten) Demo-Version machen können. Man hätte indes nicht speichern können, was aber bei dem Modell wohl nicht ganz so tragisch ist ... :lol:
-
Zunächst einmal: Aus dem Bauch heraus entscheiden muss man so etwas überhaupt nicht! Man kann durchaus strukturiert und gezielt an solch eine Planung heran gehen! (Der Anfang von Pösche war ja durchaus nicht schlecht - dann folgte leider viel Gueswork ...)
Die FIFA schreibt für die Beschallungsanlage einen maximal erreichbaren Schalldruckpegel von 105 dB SPL vor. Der Pegel der Zuschauer kann zeitweise - etwa bei einem Torjubel - diese Marke durchaus erreichen oder sogar überschreiten. Dadurch sinkt die Sprachverständlichkeit dann dramatisch.
Um eine ausreichende Sprachverständlichkeit zu erzielen, sollte der Nutzpegel etwa 10 - 15 dB über dem Störpegel liegen. * Was beim Torjubel natürlich nicht gegeben ist, für die weitaus größten Zeitabschnitte allerdings schon.
Eine Q1 ist (an D12!) mit maximal 139 dB angegeben. Der weiteste Zuhörer ist etwa 25 m weit entfernt. Dort erreichen wir dann noch etwa 139 - 20log25 = 111 dB. Die 105 dB werden hier also voll erfüllt.
Eine E3 ist (an D12!) mit maximal 122 dB angegeben. Diese sollen einen Bereich von 20 m beschallen. Macht also noch etwa 122 dB - 20log20 = 95 dB. Da liegen wir deutlich unter unseren geforderten 105 dB. Wenn wir diese zu Grunde legen, kommen wir nur etwa 10^(17/20) = 7 m weit.
Ein weiterer Schwachpunkt ist der recht schmale vertikale Abstrahlwinkel der Q1 (wie der Admin ja auch schon richtig bemerkt hat). Hier würde es genügen einfach ein Geodreieck in die Hand zu nehmen, um sich das in etwa zu skizzieren.
Komfortabler geht das natürlich mit Simulationsprogrammen. Da sieht man eben direkt, ob es mit dem Pegel überall hin haut und die Abstrahlung wird natürlich wesentlich genauer wiedergegeben. Daher wäre in solch einem Fall auch immer meine Empfehlung, sich an den Hersteller bzw. den Vertrieb zu wenden. Die sind in der Regel nämlich gerne bereit, eine solche Simulation anzustellen.
Da ja als Alternative JBL genannt ist (nicht das mir hier noch was unterstellt wird ... *g*), fällt mir natürlich das Stichwort VRX ein, das für diese Applikation geradezu prädestiniert ist!
* Ab einem Abstand von etwa 20 - 25 dB verbessert sich die Sprachverständlichkeit übrigens überhaupt nicht mehr, da dann die Modulation der Sprache schon vollständig über dem Störsignal liegt. Aber das wissen wir ja alle "aus dem Bauch heraus", dass wir eine Theaterbeschallung nicht mit 95 dB fahren ...
-
Neuere Tiefgaragen sind akustisch gesehen überhaupt kein Problem. Deren Decke ist nämlich in der Regel vollflächig absorptiv belegt - meist mit Heraklit (dieses "Sauerkraut").
Bei älteren Tiefgaragen, wo keine raumakustischen Maßnahmen ergriffen wurden, ist es auch überhaupt nicht so schlimm, wie man zunächst vermutet.
Die Seitenwände kann man aus raumakustischer Sicht vernachlässigen (es ist ja nur der Breiche über den Köpfen der Zuschauer wirksam). Bleiben also nur noch die Decke, die zwar mit einem Alpha von 0 angenommen werden kann, und der Boden respektive die Fläche der Zuhörer, die mit fast 1 angenommen werden kann. Es ergibt sich also theoretisch ein Alpha von 0,5. Allerdings hat man es hier mit einem so genannten nicht statistischen Raum zu tun (lang und flach), was dann wieder eine (Peutz-)Korrektur erfordert. Diese verbessert aber tendenziell unser Ergebnis.
Kurzum, eine rapellvolle Tiefgarage ist raumakustisch gar nicht so kritisch - was sich auch mit meinen Erfahrungen deckt.Ungünstig ist allerdings, dass man mit den Tops nicht hoch genug kommt um gleichmäßig zu beschallen. Wenn die zu beschallende Fläche sehr groß ist (nicht nur 4-Punkt), dann ist ein dezentrales Konzept angesagt.
Die VStättVO sollte in neueren Tiefgaragen auch für eine größere Anzahl an Gästen ohne Probleme einzuhalten sein. Dass das funktioniert, beweisen diese Jungs hier seit Jahren: http://www.tiefgaragenparty.de
-
-
Zitat von "wora"
wenn man es richtig machen will, dann berechnet man den schallpegelverlauf über die gewünschte fläche.
das geht tatsächlich, vor allem OpenAir (ohne lästige raumreflexionen)!
es gibt sogar sog. "simulationsprogramme", die sehr komplexe berechnungen anstellen können und das ergebnis grafisch darstellen.
aber für live anwendungen muss es nicht so ein hoher aufwand sein...
2 x C7 mit einer Hörfläche von 30 m x 30 m... hoher Aufwand? Hat mich jetzt etwa 3 Minuten gegostet.

(Übrigens 20log2 und ein paar Winkelfunktionen würde ich jetzt nicht grad als "komplexe Berechnungen" bezeichnen - die Anzahl der brechneten Punkte macht's halt.)
-
-
Zitat
Die meisten Filter die gesetzt werden haben aber eine recht geringe filter-güte (Q-Wert), und sind entsprecht auch kaum hörbar.
Du meinst sicher eine recht hohe Filter-Güte - also ein großes Q bzw. eine geringe Bandbreite! -
-
Was ist denn an dem 2004er Wave anders?
-
Weiß jemand, ob man den Gürtelclip vom Leatherman Sideclip auch an ein Wave montieren kann?
http://www.danshop.com/12796.html -
Zitat
3.FIR - Filter benutzen! Die arbeiten über den gesamten Bereich Phasenstabil.
-Hat den Nachteil des höheren Preises und der längeren Laufzeit (>10ms)
Könnte aber sein das sich das mit zunehmender Rechenpower der Prozessoren in Zukunft gibt.
Die Latenz bei FIR-Filtern ist aber ein prinzipielles Problem und ist mit mehr Rechenleistung leider nicht zu lösen. -
Zitat von "Markus Verza"
Das DriveRack mit dem LAKE MESA zu vergleichen ist so als ob man einen Trabi mit einem Maybach vergleicht. OK 4 Räder haben sie beide
Markus, DriveRack 4800 - nicht DriveRack 480! OK 4 Eingangskanäle haben sie beide. :wink:
http://www.audio-pro.de/live/dbx_999_DEU_AP.html -
Zitat
Würde mich freuen, wenn das irgendwo zwecks einfachem Zugriff festgepinnt wird.
... vielleicht im Lexikon! :wink:
http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=32023 -
... oder zwei verschiedene in die Doppelhalterung setzen, dann kannst du dich während der Show noch entscheiden!

-
Ne, das TDS-Modul ist noch nicht mal an die Beta-User raus.

-
Zitat von "MarkusZ"
Obschon heute eigentlich vorzugsweise nur noch mit logarithmischen Sweeps gearbeitet wird, scheint das Verfahren nach wie vor beliebt zu sein, ist es doch zum Beispiel auch im recht neuen EASERA als Option erhältlich.
Na ja, noch nicht. :?Zitat von "MarkusZ"
Trotzdem muss man sich fragen, ob die Messmethode noch zeitgemäss ist. Es gibt im Web ein schönes Dokument von Swen Müller (vermutlich bei "Monkey Forest"zu finden), welches die Funktionsweise von TDS erläutert und auch auf die Nachteile eingeht.
http://www.monkeyforest.de/Page10383/Monk…swp-english.PDF S. 4 ffWenn du von den Nachteilen sprichst, solltest du aber auch die Vorteile erwähnen. Allen voran der riesen Vorteil, fast immer unter quasi Freifeldbedingungen messen zu können.
Das geht so: Vom Messsystem wird ein Sweep über den zu messenden Lautsprecher geschickt, den das Messsystem anschließend über ein Mikrofon wieder empfängt. Im Eingang des Messsystems läuft nun aber ein Filter (mit einem entsprechen Delay zur Laufzeitkompensation) mit dem Sweep mit, so dass ganz schmalbandig immer nur der Bereich empfangen wird, bei dem der Sweep gerade ist. Wenn nun beispielsweise eine Reflexion von der Wand eintrifft, ist das Filter vielleicht schon bei 1,5 kHz, die Reflexion ist aber (durch die längere Laufzeit) noch bei 1 kHz. So kann man recht wirkungsvoll Reflexionen, die die Messung verfälschen würden, ausblenden.