Die vier hatte ich auch neulich... ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Die vier hatte ich auch neulich... ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Überbrück die Dinger oder tausch sie aus, dann knackst auch nichts. Rentnerknochen knacken nun mal, das sollte man wissen und in seine Überlegungen miteinbeziehen, bevor man einen Rentner einstellt (der ansonsten durchaus auch noch voll funktionsfähig sein kann).
Natürlich lassen sich auch Altgeräte professionell und zuverlässig betreiben. Aber mit welchem Aufwand?
Ich war vor 40 Jahren mal kurzzeitig bei Y-Tours beschäftigt. In einer Einheit zur Luftraumüberwachung und -verteidigung, bei der lt. Plan im Ernstfall mit Nuklearsprengköpfen bestückte Luftabwehrraketen mittels damals schon reichlich abgerockter Röhrentechnik betrieben und gesteuert wurden. Das lief in etwa ab wie folgt: eine von 4 Teileinheiten war 'scharf' = uneingeschränkt und sofort einsatzbereit für den Fall, dass der böse Russe kommt. Die zweite im Standby = im Prinzip eingeschaltet, aber im Übungs-, Probe- und Messbetrieb; wäre so innerhalb kurzer Zeit (ein paar Minuten bis max. ein paar Stunden) einsatzfähig gewesen. Nr.3 war ausgeschaltet zum Zweck allgemeiner Wartungsarbeiten; Nr.4 teilzerlegt zwecks umfassender Generalüberholung einzelner Baugruppen bzw. Überarbeitung des Gesamtsystems. Das Ganze natürlich in mehrwöchigem Rhythmus reihum.
Übertragen auf deine 3 Endstufen hieße das: kaufe dir eine vierte dazu. Mit Nr.1 betreibst du deine PA. Nr.2 steht eingeschaltet daneben und kann im Fall der Fälle durch umstöpseln kurzfristig übernehmen. Nr.3 steht in der Werkstatt zum reinigen/ Luftkanäle auspusten/ knacksende Potis erneuern u.ä. Kleinkram. Nr.4 ist komplett zerlegt, die Endstufenblöcke sind zwecks Generalüberholung und Firmwareupdate beim Hersteller, die bestellten neuen Lüfter beim Lieferanten im Rückstand.
Bei Lenkradar für Nuklearraketen ist
ein solcher Aufwand - abgesehen von zwingend notwendig - sicherlich auch
finanziell vertretbar. Bei 'nem altersschwachen Amp zur
Partybeschallung oder für die Hobbyband auch? Muss halt jeder selbst
wissen. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Jepp. Kein Schaden oder Mangel, sondern ganz normales Symptom eines natürlichen Alterungsprozesses.
Carras: wenn du Verkaufsraumneuzustand erwartest – warum kaufst du dann unrestaurierte Oldtimer und keine Neuware?
Keine Ahnung wie bei so was im Ernstfall die Rechtslage wäre. Aber mein persönliches Empfinden sagt mir, dass beim Erwerb von technischem Gerät gegen Ende dessen Lebensdauer es auch dem 'arglosen Endverbraucher' zumindest nicht verboten ist in Betracht zu ziehen, dass er mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wenigstens mit Bagatellmängeln rechnen muss.
Haben dir die Verkäufer generalüberholte Gerätschaften in annähernd Neuzustand versprochen?
Würdest du beim Kauf eines gebrauchten
iPone3G erwarten, dass da noch alles genau so tiptop dran ist wie am
ersten Tag? ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Auflösungetwas später, wenn's recht ist.
Bevor's
im Elektroschrott untergeht kurz noch die Antwort: aus diesem Buch.
Von 1924! ![]()
Da hatten unsere Urgroßeltern gerade mit Glück den 1. Weltkrieg überlebt, vom 3. Reich ahnte noch niemand was, im Kino lief Stummfilm, und PA- Hersteller experimentierten mit den ersten Blechtrichtern.
(Originalzitat; hab' lediglich die Rechtschreibung behutsam modernisiert, um es nicht all zu einfach zu machen.)
Werd' ich mir auf jeden Fall merken für den Fall, dass ich die Gegenwart oder gar mich selbst gerade mal wieder für technisch besonders schlau, aufgeklärt, vorausschauend und weitsichtig halte.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Schöner Netzfund, den ich nicht vorenthalten möchte. Passt zwar nicht unmittelbar zur Veranstaltungstechnik, aber weil ja gerade alle intensiv mit der Nutzung ihrer Tablets und Smartphones als Ersatz für Fernbedienungen, 'richtige' Mischpulte und auch sonst so alles mögliche beschäftigt sind vielleicht doch ein bisschen.
Frage: aus welchem Jahrzehnt stammt folgende weise Betrachtung zur Entwicklung hin zur totalen Kommunikationsgesellschaft im Allgemeinen und zu Mobiltelefonen im Besonderen?
ZitatDer Gedanke, dass man in nicht all zu ferner Zeit von jedem Eisenbahnzug aus wird telegrafieren und fernsprechen können, ist ebenso wenig erfreulich, wie die Tatsache vermeidbar sein wird. Das drahtlose Telefon in der Westentasche ist eine schöne und entsetzliche Vorstellung zugleich.
Auflösung
etwas später, wenn's recht ist. ![]()
Als Forenprojekt (Prototyp auf
Experimentiersteckboard- Basis?) sicherlich nicht. So was sehe ich
entweder als Prestige- Sideprojekt für einen der ganz großen
Herstellernamen ("Egal welcher Weltstar und welches Equipment –
über unser Datenübermittlungssystem spielen sie alle!“) oder als
Aufgabe/ Chance für einen versierten Spezialisten. Wir können dazu
höchstens Gedankenspiele beitragen.
Da ein solcher 'Zentralnerv' aus naheliegenden Gründen nur in extrem hochwertig denkbar ist kann ich mir übrigens ausnahmsweise mal eine Modularlösung vorstellen (scheitert sonst bei Massenprodukten ja fast immer daran, dass die Modulinfrastruktur teurer wäre als der Inhalt). Ein schickes 19“- Gehäuse mit dem Multiplexdings drin und zahlreichen Steckplätzen für PSU, Spare PSU und diverse Formatwandler nach Bedarf und Geschmack. "Was hast du dabei? Midas Pro? Okay, dann stöpsel dich in den zweiten AES50 Einschub rechts unten, der ist gerade frei. Ich sag' den Kollegen auf der Bühne gleich mal Bescheid."
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Da muss ich den Vorrednern mal uneingeschränkt recht geben.
Schon vor 30 oder 40 Jahren rechnete man bei Allerweltselektronik mit einer Lebensdauer von max. 7 bis 10 Jahren; ich wüsste nicht, dass sich das seither geändert hätte. Alles was darüber hinaus geht ist mehr oder weniger Glückssache bzw. eine Frage der regelmäßigen sorgfältigen Wartung; incl. präventiven Austauschs alterungssensibler Bauteile. Und das ist schlicht so teuer, dass es sich vielleicht bei Flugzeugen, Panzern, Kraftwerken oder Überseetankern rechnet – bei Verstärkern für ein paar hundert oder tausend Euro aber eher nicht.
Ablesen kann man das z.B. auch ganz gut an offiziellen AfA- Tabellen für Geschäftsausstattung; bei allem mit Elektronik drin ist das Finanzamt da von je her recht großzügig.
Wer sich also in dem Bereich auf Altmaterial verlassen möchte braucht entweder sehr viel Glück oder sehr guten Zugang zur Materie (und damit verbunden dann ggfs. sehr viel Zeit). Andernfalls kann sich das 'Schnäppchen' zum halben Neupreis im Nachhinein u.U. als ganz schön teuer herausstellen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
(der durchaus das eine oder andere Ü30 Gerät in kommerziellem Umfeld betreibt, allerdings eben auch ganz gut einschätzen kann, worauf er sich da einlässt... )
Zur Schonung der einfachen Alps- Fader hat man bei Yamaha kurze Zeit nach Einführung von M7 & Co. die Motorsteuerung absichtlich etwas langsamer gemacht. Ich denke, das gilt seither für alle damit ausgstatteten Serien.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Du darfst natürlich von mir aus auch gerne 150m analoges Multicore durch den Dreck ziehen und dein Stagerack am FoH aufstellen...
Alles schon gesehen
Ansonsten reden wir glaub' ich elegant
ein bisschen aneinander vorbei... ![]()
Ich erinnere noch mal an den Anfang dieses Threads (der ja nicht umsonst Festival-Digital-Core heißt):
Man müsste mal eine Layer 1 Ethernet Kiste auf Glas mit CWDM Multiplexer bauen.
Am FOH eine Kiste, da kann sich jeder einstecken. Egal welches Protokoll und ob es Glas oder Cat ist.Am anderen Ende kommt 1:1 das wieder raus, was reingeschickt wurde.
Das bedeutet für mich: Festivalausstatter stellt die Infrastruktur Bühne – FOH und zurück (die, um deren Form wir uns hier Gedanken machen). Reisende bekommen verklickert: bringt mit was ihr wollt, Multicore zuhause lassen, wir kümmern uns drum dass das spielt.
Wenn dann die eierlegende Wollmilchsau - aus welchem Grund auch immer - aber versagen sollte, ist das Festival im Ar..h, und der Ausstatter gleich mit.
Dass die Idee des optischen Multiplexings mit all den Segnungen von 'Glas' (in diesem Fall dann Aufhebung der Kabellängenbeschränkung für alle Systeme/ Protokolle) zuzüglich der parallelen Mehrfachnutzbarkeit (Act A spielt gerade, Act B macht auf der Hinterbühne schon mal Linecheck, Act C schaut schon mal, ob Surface und Wandlerkiste miteinander reden) dabei vielleicht der entscheidende Punkt auf dem Weg zu einer möglichen Standardisierung oder zumindest Homogenisierung dieser Infrastruktur sein könnte sehe und verstehe sogar ich.
Vielleicht liest der Kollege Appsys hier ja irgendwann mal mit; der beschäftigt sich ja seit einiger Zeit intensiv mit der Thematik Universalumsetzer – von dort aus ist es ja vielleicht gar nicht mehr sooo weit bis zu unserem Gedankenprojekt?
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Das impliziert, dass ihr jeder Gastfraktion sagt "wir haben hier eine tolle Infrastruktur, aber wenn ihr die nutzen wollt müsst ihr schon mit was Optischem daherkommen". Halte ich anhand meiner Erfahrungen im Festivalalltag für eine etwas gewagte Strategie.
Die Idee dahinter (sofern ich sie richtig verstehe) ist doch gerade "gib uns mal dein Patchcord mit AES50 (oder was auch immer) – wir sorgen dann dafür, dass du dir das auf der anderen Seite ganz bequem wieder abholen kannst". Oder liege ich da immer noch falsch? Und dann gehört eben noch ein bisschen mehr dazu als 'nur' das optische System.
Mit freundlichem Gruß
Billbo
Wenn Guma das sieht kann er eine ganze Woche lang nicht schlafen.
Wie handhabst du das in solchen Fällen denn mit den fehlenden Sidechains?
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ja, so ähnlich habe ich mir das vorgestellt mit der gemeinsamen Schiene oder Autobahn. Und da können dann eben tatsächlich auf Wunsch auch viele Spediteure gleichzeitig agieren; welcher davon am anderen Ende dann gerade seine Ware im Auslieferungslager Richtung Endverbraucher weiterverteilt ist egal.
Aber wehe, wehe am einen oder anderen Ende ist das Stellwerk gestört oder die Auffahrt gesperrt (also z.B. das Netzteil eines der beiden 'Universalkonverter' defekt), oder irgendwo auf der Strecke kippt ein Baum auf die Gleise. Dann haben auch alle gleichzeitig Feierabend. Außer dem Streckenbetreiber; der hat dann ein gewaltiges Problem.
Daher mein Hinweis, dass so was nur mit größtmöglicher Redundanz (in Form der Vorhaltung eines kompletten Zweit- oder Drittsystems) vorstellbar ist.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Beide Stecker besorgen.
In der Mitte durchzwicken; Stecker anbringen (überhaupt kein Problem, außer man hat nur einen 150W- Dachrinnenlötkolben),
Freuen: a) übers Kabel in richtiger Länge, b) übers Ersatzkabel.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
... ja, davon träume ich heute...
Phantast! Die Endkonsumentenrechner der Zukunft halten idealer Weise genau so lange, dass du dir damit nach Inbetriebnahme noch in Ruhe den Nachfolger im Onlineshop bestellen kannst.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Vorsicht vor übereiltem Beifall,
Wolfgang
. Irgendwo hast du da 'nen Knick im Gedankengang, passiert
mir ja durchaus auch häufiger mal. Aber:
Natürlich vervierfacht sich die Leistung bei gleichbleibender Lastimpedanz und doppelter Spannung. Also 1 Endstufenblock an 8 Ohm- Box = 250W > 2 Endstufenblöcke in Reihe an 8 Ohm- Box = 1000W.
It's not a trick – it's erster Berufsschultag/ erstes Lehrjahr...
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Irgendjemand hat mal behauptet P = U²/R. Sollen wir das einfach so glauben, oder war das vielleicht genau so ein Scharlatan wie dieser Kopernikus damals?
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Wow, Danke. Jetzt verstehe sogar ich als Nachrichten-Nulpe was.
Dito!![]()
Man kann weder noch. Man kann dadurch ggfs. lediglich die Quelle besser an den Verbraucher anpassen.
Mit freundlichem Gruß
BillBo
Ja - wie jetzt - kein Dante, und dann dreistellig? Ist ja fast noch teurer als mein neues Telefon! ![]()
Es gibt seit 100 Jahren oder so 15“/2“- Boxen, die sehr gut funktionieren. Verhältnis der beiden strahlenden Flächen (wenn wir mal 'ne 3“ Membran annehmen) zueinander deutlich größer als 20:1.
Bei der hier besprochenen Kiste/ Kombination (1x18“/ 2x10“) ist dieses Verhältnis deutlich kleiner als 2:1.
Schon diese kleine Überlegung zeigt,
dass die pauschale Pappengrößenbauernregel irgendwie Unsinn sein
muss. ![]()
Mit freundlichem Gruß
BillBo