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Beiträge von billbo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 28. September 2016 um 17:32

    Jepp, das ist ein gangbarer Weg, der heutzutage ja auch recht häufig wieder beschritten wird.

    Wobei es in Sachen Durchsetzung durchaus unterschiedlich erfolgversprechende Varianten gibt. Variante A (Basis GLD80)...

    Zitat

    "Leute, ich würde gerne (m)ein eigenes Pult mitnehmen. Ist auch ganz klein, wiegt fast nichts, passt notfalls sogar unters Bett... "
    "Meinst du? Steht doch überall eins? Na ja, wenn's denn sein muss. Kost' das dann extra?"
    "Hmm, ja, ich hatte so an fün – ähm vierzig Euro pro Show gedacht?"
    "WATT? :shock: ! Okay, 200 für den kompletten Monat. Na gut, 250, weil du's bist. Einverstanden?"

    ... ist sicherlich unkomplizierter einzufädeln als Variante B (wenn's dann doch unbedingt die amerikanisch gecasedte Luxusvollausstattung/ 2x Surface, 1x 'Local Rack', 2x 64er Stagerack + Split, 1x 100m MADI- Multicore + 3x 2,5mm² + Bühnenunterverteilungen, Mics, Kabelbäume, etc.pp./ sein soll).
    Bei B ist nämlich ganz schnell Ende Gelände mit dem quasi gratis mitreisenden 3t Tandemhänger hinterm 431er Setra. Wenn da jeder sein Ding durchziehen will, ist ruckzuck der zusätzliche 12Tonner am Start; incl. Fahrer(n), Sprit, Roadtax, erhöhtem örtlichen Personalbedarf, und allem was sonst noch so dazu gehört. Europatour? Fahr nur mal mit 'nem zusätzlichen 12Tonner werktags in die Londoner Innenstadt... :wink:
    Angenommen, ich stünde vor der (Europatour-)Alternative: entweder LKW mit eigenem Top- Wunschmaterial + reisen im Sprinter. Oder Hausanlage + reisen im Luxusdoppeldecker. Ahnst du, wofür ich plädieren würde? :lol:

    Und auch als Örtlicher steht man dann hin und wieder da und macht sich so seine Gedanken: gestern die Tributekapelle - Minifestgage oder auf Eintritt, 2x PKW-Kombi, Hausanlage wie vorhanden, Aufbau 16:00, Pizza/ Currywurst; 650 Zahlende, die feiern wollen – im Schnitt keiner davon unter 2L Eventbeköstigung. Heute die total angesagte Chartstürmerband - Get In 10:00, Tourparty 25 Personen + 10x örtliche Crew, 30 Seiten BA, 12Tonner oder Sattel mit FOH, MON, Deko, Backline sowie dem Neuesten/ Hippsten/ Größten/ Teuersten aus Bodos Lampenladen drin. Leider kommen auch nur 650, und die teilen sich zu dritt 'ne Cola light...

    Ich freu' mich auf deinen Tourbericht! :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 28. September 2016 um 13:38

    Danke! :D
    Bin gerade zurück von einer sehr entspannten mehrwöchigen Tournee mit meiner Lieblingsband, incl. doch einiger durchaus toller Erlebnisse hinterm Mischpult. Kam das im Verlauf meiner letzten Beiträge vielleicht nicht immer ganz so überzeugend oder ausreichend rüber? :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 28. September 2016 um 13:26

    Jetzt übersetzt derlei tiefe Erkenntnisse einfach mal in die Welt der veranstaltungstechnischen Fließbandarbeit, wie sie's im Tournee- oder Festinstallations- Venuebetrieb mittlerweile nun mal üblich ist. Also die Aufgabe, täglich – je nach Perspektive – wechselnde 'Schüler' betreuen/ vor mittleren Katastrophen bewahren oder selbst als 'Schüler', der für Schule eigentlich gerade weder Zeit noch Lust hat, wechselnde potenzielle Katastrophensituationen möglichst unbeschadet umschiffen zu müssen.
    Und schon wird klar, warum bestimmte Standards dort gerne gesehen bzw. eingesetzt werden, und andere eher nicht. Messlatte ist dort eben nicht "kann ICH damit bei besten Voraussetzungen theoretisch das optimale Ergebnis erreichen?", sondern "können möglichst viele Probanden unterschiedlichster Qualifikation auch bei ungünstigen Randbedingungen damit ein möglichst gutes Ergebnis erreichen?". (Wobei die Zielkundschaft letzteres in den seltensten Fällen vom theoretisch möglichen Optimum unterscheiden können dürfte – aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema.) Technik für den Alltagsgebrauch vs. Laborausstattung.

    Klar kann man das alles auch alternativ angehen. Ich erinnere an den niederländischen Kollegen ohne erwähnenswerte Budget- oder Platzprobleme, der gerade wieder alternativ einen gut erhaltenen Heritage- Platz an den Start bringt, weil er die täglichen Diskussionen und Probleme einfach leid ist. Leider ist aber sowohl die Zahl guterhaltener Heritage- Plätze als auch die der Baustellen ohne Budget- und Platzprobleme vermutlich endlich. Allgemein verträgliche Zukunftslösungen sehen daher sicherlich anders aus. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 27. September 2016 um 16:06

    Na ja, sagen wir's so: so ganz genau wie auf den Fotos sehen die eigentlich alle nicht mehr aus. :D
    Aber sei's drum: wer mit Mitte/ Ende 60 noch mehr als 2 Stunden am Stück über die Bühne wirbelt (zeitweise auf Stelzen) und dabei eine witzige, den American way of life allgemein und auch ganz konkret aktuelle politische Themen in Wort und Bild treffend karikierende R&R- Show abliefert, der hat im Leben offensichtlich zumindest nicht alles falsch gemacht. Der Trommler z.B. hat schon bei 'Quicksilver Messenger Service' mitgespielt, und als Sideprojekt irgendwann mal zusammen mit Neil Schon die Kneipenrockband 'Journey' gegründet.
    Laut war's (zeitweise), aber nicht unangenehm laut. Und der 70jährige Tonler kam bestens klar (übrigens auch ganz ohne Sitter) – und hatte für PM5 selbstverständlich auch ein aktuelles File nebst passendem Datenträger dabei. Lediglich das Nearfill wollte er von Matrix auf einen Aux umgepatcht haben, weil er's ausschließlich für Stimme einsetzen wollte.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 25. September 2016 um 23:33

    Weil's gerade so schön hintendran passt:
    IWMO: hochkarätiger, prächtig gelaunter US- Act. Den ganzen Nachmittag über Scherze und Flachsereien; mittendrin auch mal kurze hitzige Wortgefechte beim Soundcheck auf der Bühne. Alles in allem ziemlich genau so, wie man sich ein paar Jungs kurz nach der Highschool vorstellt, die ihr Ding machen und mit richtig Spaß und Herzblut bei der Sache sind. Abends dann knapp 2 ½ Stunden energiegeladene, humorvolle, hin und wieder leicht anarchische Rockshow incl. allerlei überraschender und teils kabarettistischer Einlagen, welche insgesamt keinerlei Wünsche offen lässt.

    So weit, so gut. Manchmal hat man als Örtlicher halt auch Glück; kann ja nicht immer nur Bloodmetalcombos, neue Deutsche Liedermachertrauerklöße, abgedroschene AC/DC- Coverkapellen oder Möchtegern- Gangstarapper geben.
    Das Verrückte daran: von allen direkt an der Show Beteiligten (also Musiker, Crew, Veranstalter, lokale Techniker, ... ) bin ich mit einigem Abstand – der Jüngste. :shock:
    All zu oft kommt so was heutzutage eigentlich nicht mehr vor... :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 25. September 2016 um 23:02

    Zur kognitiven Intelligenz der Ausrüster sagt das allerdings eine ganze Menge: "Ich will 'ne reibungslose VA ohne Stress - also stelle ich da am besten … hin."

    :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 25. September 2016 um 11:07

    Mein erstes Digitalpult- Liveerlebnis überhaupt war ein Innovason SY40, bei dem (nach Soundcheck am Vortag) pünktlich zur Show der komplette Bildschirm ausgefallen war. Auf einem Festival in Mittelamerika, mit ausschließlich spanisch sprechender Local Crew. Und nein, das ist jetzt nicht konstruiert.
    Wie genau definiert sich noch mal der Begriff 'Psychotrauma'? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 24. September 2016 um 23:05

    So lange ich die dann nicht alle nutzen MUSS: völlig in Ordnung.

    Soo viel Harmonie... irgendwie erschütternd :D
    Vor lauter Schreck hat sich sogar die gestern noch leuchtunwillige LED auf geheimnisvolle Weise von allein repariert. Steht ab sofort aber unter verschärfter Beobachtung. (Und der Verdacht, dass man mir in jüngster Zeit einen weiteren Bier- Bagatellunfall arglistig verschwiegen hat, nimmt gewisse Konturen an).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 24. September 2016 um 19:11

    1. klar, schrieb ich ja auch ziemlich genau so, und
    2. klar, natürlich arbeite ich nicht auf 400 Veranstaltungen im Jahr :lol: - eher so +/- 150. Aber wenn man dort dann für die restlichen 200 ständig irgendwelche Anrufe oder Mails bekommt bzw. bekäme bliebe ja kaum Zeit für den eigentlichen Job...

    Das mit der Übergangsphase sehe ich ähnlich wie Wora. Gewollt exotische Bedienkonzepte oder notorisch unzuverlässige Systemdesigns sortieren sich beizeiten von selbst aus. Erinnert sich noch jemand an Innovason, EAW oder Mackie (wie hieß das Ding noch mal?)?
    Allein schon den aberwitzigen Personalaufwand kann und wird auf Dauer niemand bezahlen. Früher beschallte/ bespaßte ein Livetonler mit 2 Helfern und ein bisschen Beschallungstechnik problemlos 1000 Leutchen. Dank technischen Fortschritts braucht es für die gleichen 1000 Leutchen heute einen FOHler, einen Pultbetreuer, einen Netzwerkspezialisten, einen Systemer, einen Produktionsleiter, 2 Rigger, Monitorer, Mikrofonierer, Hands, Crewchef, Alibimeister, den Beauftragten für Arbeitssicherheit, ..., - und nach spätestens 10 Stunden natürlich für alle die vorgeschriebene Ablösung... - okay, ich schweife ab.

    Heute Nachwuchsfestival. FOH, System, Monitor, Stagemanagement, Mics, Babysitting (für Musiker und Veranstalter :roll:) sowie Wächter über den Zeitplan...
    ... mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 24. September 2016 um 01:35
    Zitat

    aber das was du hier gerade beschrieben hast ist eine ausnahmesituation, nicht die regel. :wink:

    Verdammt, ertappt. Nach Gumas Antwort dachte ich schon, das wäre so durchgegangen. :D
    Natürlich war das ein konstruierter Fall, ohne konkreten Bezug zu einem realen Ereignis. Aber jedes einzelne Versatzstück davon dürfte jedem, der wirklich regelmäßig am kommerziellen Club- und Tourneekonzertbetrieb (egal auf welcher Seite) beteiligt ist, bestens bekannt und vertraut sein.

    Zitat

    Ausnahme? In genau dieser Art ja, in vielen Varianten aber durchaus normal

    Zutreffender kann man das eigentlich nicht ausdrücken.

    Mit Kommunikation lässt sich dabei sicherlich vieles lösen/ entschärfen. Ganz gewiss und ganz entspannt, wenn man es mit 30 oder 40 Ereignissen im Jahr zu tun hat. Deutlich weniger entspannt, wenn man auf die eine oder andere Weise für 300-400 Ereignisse im Jahr zuständig ist. Da wird Kommunikation auch ganz schnell mal gleichbedeutend mit Konfusion.
    Deshalb verhalte ich mich da meistens zunächst mal abwartend/ passiv und lasse die Dinge einfach auf mich zukommen. Es sei denn, es zeichnet sich früh eine wirkliches Problem ab. Ein fehlender Monitorplatz wäre zum Beispiel ein solches, oder - auf der anderen Seite – eine BA, welche Stadionbedingungen für's Clubkonzert fordert: da kann ich dann in Sachen Kommunikation auch schon mal früh deutlich werden. Das nicht zur Verfügung stehende (oder zur Verfügung gestellte) Lieblingspult nebst diplomiertem Profibabysitter läuft dagegen diesbzüglich unter 'Pillepalle'.
    (Nicht zuletzt hat dieses Vorgehen auch den Vorteil, dass man eher dann tatsächlich ernst genommen wird, wenn man nicht von vornherein als derjenige gilt, der sowieso immer rummeckert und generell an wirklich jeder Situation und jedem Vorschlag etwas auszusetzen hat.)

    Insofern halte ich Gumas Forderung (Kennt die Pulte!) ganz schlicht entgegen: entwickelt/ konstruiert/ baut/ fordert/ stellt/ benutzt gefälligst (in jeder Hinsicht) robuste Pulte, deren Bedienung im Notfall weitestgehend selbsterklärend ist!


    Es gibt aber auch noch ganz aktuell wieder mal eine traurige Nachricht aus der Digitalpultpraxisecke zu vermelden: gestern ist, nach jahrelangem komplett stress- fehler- und wartungsfreiem Betrieb ohne einen einzigen Ausfall, bei oftmals liebloser Behandlung und stets zuverlässig-nachlässiger Pflege (meist anlässlich eines kleineren Bierunfalles), mein 12 oder 13 Jahre alter Secondhand- Zechen- PM5D kaputtgegangen. Einfach so, ohne Vorwarnung, mitten im laufenden Betrieb: eine LED im letzten Stereokanalzug leuchtet nicht mehr! :cry:
    Da habe ich mir von der angeblich sprichwörtlichen Yamaha- Zuverlässigkeit aber deutlich mehr erwartet! :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • HK VT112 stacken

    • billbo
    • 23. September 2016 um 13:07

    Und außerdem soll bei Stadtfest- ROCK normalerweise vor der Bühne Remmidemmi sein und weiter weg eher Ruhe herrschen. Auch nicht gerade der prädestinierte Anwendungsfall für eine Delayline. :wink:
    Diese ewigen Interferenzdiskussionen sind für die Praxis fast immer völlig uninteressant. Kein potentieller Zuhörer wird sich beim Hüpfen :roll: fragen, warum es 'oben' ein bisschen anders klingt als 'unten'...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Kopfhörer an XLR

    • billbo
    • 23. September 2016 um 12:59

    Ohne die Sinnfrage anzureißen: klar geht das. NF- Ausgänge sind heutzutage niederohmig und dauerkurzschlussfest.
    Wie sich das klanglich darstellt ist natürlich eine andere Frage. Versuch's mit einem hochohmigen Kopfhörer; dann hast du auch die Chance, wenistens ein bisschen was zu hören.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 23. September 2016 um 12:46

    Wora, stelle dir folgende, selbstverständlich komplett an den Haaren herbeigezogene Situation vor:

    Du bist freier oder festangestellter Tonler in einem 500er oder 1000er Mittelklassevenue. Das dortige Hauspult 'A' beherrschst du selbstredend aus dem Effeff.
    Für morgen hat sich eine total wichtige Tour angesagt, die mit allem arbeiten kann, aber natürlich auf gar keinen Fall mit Pult 'A'. Da der VVK wider Erwarten ganz gut läuft hat man sich an übergeordneter Stelle in letzter Minute darauf geeinigt, für einen Tag ausnahmsweise Pult 'B' anzumieten, welches zeitgleich mit Aufbaubeginn angeliefert wird.
    Der mitreisende Bandtonler entpuppt sich als kurzfristig eingesprungener Vertreter, der Pult 'B' immerhin schon mal gesehen hat. Von dir erwartet er jetzt, dass du ihm das so schnell wie möglich perfekt auf seine besonderen Wünsche zugeschnitten einrichtest; schließlich bist ja DU der Fachmann. Weil ihm das nicht schnell genug geht (schließlich musst du auch noch mikrofonieren/ verkabeln/ für Monitorplatz und -Anlage sorgen/ die Vorband(s) rundumbetreuen und mischen/ … und er als Vertreter sowieso ein wenig nervös ist, beschwert er sich bei seinem Produktionsleiter, dass da schon wieder so ein Depp am Start ist, der das örtliche Material nicht kennt und ihn eher bei der Arbeit behindert statt eine wirkliche Hilfe zu sein.
    Am nächsten Morgen bittet dich dein Chef ins Büro, weil er mit dir über das eine oder andere Problem immer schon mal reden wollte, und jetzt eine gute Gelegenheit dafür ist. Vorher schon kannst du in einem Blog im Internet nachlesen, mit welchen örtlichen Idioten man es gestern wieder zu tun hatte...

    Science Fiction? Nö. Ganz normaler Alltag.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Aufhängesystem für Kabelwand

    • billbo
    • 22. September 2016 um 20:25

    Immerhin werden sie da drin nicht grün wie in geschlossenen Cases.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 22. September 2016 um 15:49
    Zitat

    Ich ich lese ... und lese ... und ...ah, ich hab's -> Du möchtest mit einem ipad mischen :idea:

    iPhone, wenn schon.
    Wieso war mir das eigentlich klar? Hatte da allerdings eher mit WW gerechnet... :D
    Nein, ich fahre auch Auto ohne iPad. Ohne genau zu wissen, was da in der ECU, im BCM oder im ABS- Rechner so alles vor sich geht; es reicht dass ich weiß dass es funktioniert. Egal welches Auto, ob mit Touchscreen oder 60er Jahre Kippschaltern - ich setz' mich rein und kann sofort losfahren (bin Mietwagenvielfahrer). Wenn's nagelneu ist, schau ich hin und wieder mal ins Manual, falls sich mir irgendeine Besonderheit nicht auf Anhieb erschließt. EIN Mal musste mir ein freundlich babysittender Tankwart zeigen, wo der dämliche Tankdeckel entriegelt wird. Und liegen geblieben wg. sich aufhängender Software ist mir bisher auch keins (soll allerdings hin und wieder vorkommen).
    Der Autovergleich war mir lediglich zu abgedroschen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 22. September 2016 um 12:04

    Sooo, nach noch ein paar Tagen mit erschreckend unspektakulär - zuverlässig funktionierenden Digitalpulten (Fabrikate verrat' ich nicht :) ) ist auch dieser Tourabschnitt mal wieder zu Ende. Schön, dass sich derweil hier alle wieder ein bisschen lieb haben.
    Einen Satz (oder ist es ein Traum? :D) von Wora möchte ich noch einmal zitieren:

    Zitat

    wer ein pult für eine veranstaltung zur verfügung stellt, der muss es auch zwingend bedienen können.

    Jawohl. Das wäre schön.
    Ich halte dagegen: 95% aller real existierenden Bediener/ Babysitter/ Bandmischer hinter einem Digitalpult haben von den tieferen Geheimnissen dessen Menü- und Bedienstruktur allenfalls rudimentäre Kenntnisse. BillBo etwa würde nicht einmal von seinem Lieblingspult behaupten, dass er es wirklich perfekt bis ins letzte Detail beherrscht.
    Ist auch gar kein Problem. 99% aller Menschen haben von den tieferen Menü- und Bedienstrukturen ihrer Smartphones allenfalls rudimentäre Kenntnisse. Die allermeisten von ihnen telefonieren/ SMSen/ mailen/ surfen/ chatten/ rechnen/ spielen/ navigieren/ usw. usw. aber trotzdem erfolgreich und einigermaßen unfallfrei damit. Und zwar im Wesentlichen ganz intuitiv, zumeist ohne Manual; und ganz nebenbei auch ohne dass das Ding dabei immer wieder mal aus unerfindlichen Gründen (ob Fehlbedienung oder anfällige/ unausgereifte Technik ist egal) einfriert oder abschmiert. Ausgefeilte Hochtechnologie vom Feinsten, erfolgreich gestaltet und zugeschnitten auf die Bedienung durch unvollkommene Menschen.
    Genau so (einschalten > anfangen > Rest erklärt/ergibt sich in der Folge von allein) wünsche ich mir im Prinzip auch ein digitales Tonmischpult für den Alltags- Livegebrauch. Je mehr seine Bedienoberfläche und deren Benutzerführung diesem Ideal entsprechen, um so mehr taugt es dafür als Werkzeug, und um so eher werde ich mich mit diesem Werkzeug auch anfreunden können.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 19. September 2016 um 18:25

    So ähnlich vielleicht.
    Beim zwischen den Zeilen Lesen bin ich einigermaßen gut. Und dein letzter größerer Abschnitt (der ja auch die etwas heftigen Reaktionen zur Folge hatte) liest sich in Verbindung mit einigen davor halt ein wenig nach "Verdammt, wieso kann dieser bockige Blödmann eigentlich von seinem Dilettantentum scheinbar prima leben, während andere lernen und lernen und lernen, und predigen und machen und tun, und dabei trotzdem nie auf einen grünen Zweig kommen?".

    Und so ein bisschen muss ich dabei auch an den alten Kalauer denken: Wer einige Zeit lang vergeblich versucht hat, mit Mischen reich zu werden, versucht's irgendwann als Veranstalter der Seminarreihe "Reich werden mit Mischen - Teil 1/ Theorie, Teil 2/ Praxis, Teil 3/ Anschlusskurs für Fortgeschrittene. Es gibt kurzfristig noch einige freie Plätze."
    Kommt wohl ursprünglich aus dem Finanz-/ Börsenunmfeld, und ist sicher auch problemlos auf manch andere Branche übertragbar.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 19. September 2016 um 14:53

    Guma vertritt die Theorie, der Mensch habe sich seinem Werkzeug anzupassen. Ich behaupte, ein gutes Werkzeug hat an die Fähigkeiten des Menschen angepasst zu sein, der es bedienen soll. Daraus eine tragfähige Synthese zusammenzubasteln ist vermutlich eine nicht endgültig zu lösende Lebensaufgabe.

    Zitat

    Du meinst, zwei einigermaßen ahnungslose Bediener haben es nicht geschafft, es zum Absturz zu bringen?

    Wir haben uns wirklich alle Mühe gegeben. War einfach nix zu machen :!:

    Guma, sobald in einer solche Diskussion auch nur der Hauch eines Verdachts von Neiddebatte unterschwellig mitschwingend erahnbar scheint, wird's doof. Es gibt immer, in jedem Wissens-, Lern-, Forschungs-, Tätigkeitsfeld, 2 Seiten der Medaille und 2 Sorten von Akteuren: solche, die theoretisch stets genauestens wissen, was zu tun wäre. Und solche, die es im Alltag tatsächlich und tagtäglich wirklich auch tun (müssen).

    So wie bei den meisten, die in unserer Branche ein dauerhaftes Auskommen gefunden und sich dabei auf ganz bestimmte Aufgabenbereiche/ Fertigkeiten/ Kundenkreise usw. spezialisiert haben, war bzw. ist es auch bei mir. Bestimmte Dinge kann ich sehr gut, andere weniger gut oder gar nicht. 'Irgendwas mit Medien(technik)' hat mich nie sonderlich interessiert, obwohl ich (mit Ausbildungsberuf Rundfunk- und Fernsehtechniker nach dem Abi) gerade im Bereich Video, Multimedia & Co. von Anfang an wohl ganz gute Chancen gehabt hätte. Das Auswendiglernen von Bedienungsanleitungen war stets genau so wenig mein Ding wie Trockenübungen am Computer oder Vokabeln pauken.
    Dagegen war/ bin ich stets interessiert, beweglich und wenn's sein muss auch hartnäckig genug wenn es darum geht, meine Wissensfragmente in zähl- und belastbare Resultate umzusetzen. Das gilt für 'Livesound machen für kritische Musiker- und Zuschauerohren' mit allem was da zugehört (und das ist tatsächlich nur zu einem geringen Teil 'Mischpulte bedienen') genau so wie für die selbsterstellte Steuererklärung, die auch vor der nächsten Steuerprüfung halbwegs schadlos besteht. Das hat mir über die Jahre einen überschaubaren, aber treuen Kundenkreis eingebracht, und ermöglicht mir ein abwechslungsreiches und mittlerweile wirtschaftlich einigermaßen sorgenfreies Leben. Ja, hie und da ein bisschen Glück war sicherlich auch dabei - genauso aber auch die eine oder andere ganz und gar nicht komfortable Durststrecke. Meine Kunden nach Belieben aussuchen :wink: kann ich mir deshalb zwar noch lange nicht. Aber es gibt fast immer genug zu tun um auch mal nein sagen zu können wenn absehbar ist, dass es aus unterschiedlichen (menschlichen, musikalischen, finanziellen, ...) Gründen nicht passt.

    Die Schulzeit liegt mittlerweile zwar schon ein paar Jahre zurück. Aber ich darf versichern: Nachhilfeunterricht erteile und erhalte ich nahezu täglich, ob unterwegs oder in beruflichen Wohnzimmern. Und zwar auf richtigen Baustellen statt in zahlungspflichtigen Seminaren.


    Gestern zur Abwechslung mal LowTech: Soundcraft MH3 + viel ordentliche Peripherie, alles zum Glück in sehr gepflegtem Zustand. Funktionierte und klang astrein. F.ck, wie bedient man noch mal eine M5000- Fernbedienung? :shock: :lol:
    Dazu eine top aufgelegte Band sowie ein wirklich kooperativer, freundlicher und auch fähiger freier örtlicher Monitorer. Und außerdem noch ein ausgesprochen überheblicher, hochnäsiger, unangenehmer festangestellter 'Haustechnikergott' als FOH- Behinderer; Typ "daran drehst du gefälligst überhaupt nicht! Und wenn's dir nicht passt, baue ich dir aus Rache noch einen Limiter in die Anlage!" Ließ sich glücklicherweise über ein kurzes Vieraugengespräch mit dem VA in dessen Büro klären. Aber irgendwas ist ja immer... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 17. September 2016 um 21:14

    rockline: meist ist das in dieser Größenordnung ja nicht mal das Pult, das dir 'irgendeine ausführende Company' da hin stellt, sondern schlicht das Hauspult, was dort innerhalb eines Festdeals sowieso zur Verfügung steht. Wenn du dann den VA fragst "Können wir den Deal so ändern, dass du das Hauspult da heraus nimmst und mir stattdessen mein Lieblingspult besorgst oder gleich meins nimmst und bezahlst?" - dann antwortet der lächelnd: "Nö."

    wora: gerade die von dir genannten Kollegen sind doch auf Dauer hoffnungslos außen vor, wenn sie nicht so früh wie möglich lernen, auch mit anderen als ihren Traumgerätschaften klar zu kommen. Notfalls eben auch auf die harte Tour: das gibt es hier, so isses halt, lebe damit oder bleib zuhause.
    Wie lernt man noch mal auf schnellste/ effektivste Weise zu schwimmen? Richtig. Und wenn ein Sprung in's kalte Wasser nicht reicht - dann springt man eben mehrmals. So früh wie möglich. Und mit noch knapp U60, wenn's denn mal sein muss, immer noch. Kann auch dann noch erfrischend sein.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Und noch ein praktisches Digitalpultetourallerlei

    • billbo
    • 17. September 2016 um 18:38

    Die Sache mit dem eigenen Pult hat sich dann erledigt, wenn man weder für die Champions League arbeitet (die stets und überall alles dabei haben oder einfordern kann) noch auf Kreisklassenniveau ("Ich mach' nur Coverbands und habe mein supi dupi Pult in jedem Schützenzelt dabei!") verharren will. Spätestens wenn die hierzulande total wichtige Chartband mal irgendwo weit weg im Ausland touren will, wo sie ganz und gar (noch) nicht wichtig ist, ist Schluss mit solchen Träumereien.

    Guma - wann gehst du mal auf deine nächste längere Tour? Sagen wir mal 2 Monate, 55 Shows, 3 Reisetage (im Bus, mit Drittfahrer wg. Travel Distance knapp 2000km), 2 echte Offdays im Nobelhotel? Weil gespart werden muss vielleicht als TM und FOHler in Personalunion?
    Ich versichere dir: so was kann der Sichtweise auf möglichst intuitive/ selbsterklärende Bedienbarkeit neuer oder unbekannter Digitalpulte völlig neue Impulse verschaffen. :)

    Und damit zu den Fragen und Hardfacts:
    Das Pult gestern hat fehlerfrei durchgehalten!!
    (Dafür hat das Vi1 am Monitorplatz lt. Aussage des Örtlichen :roll: genau zu Showbeginn einen Großteil seines Speicherinhaltes verloren, was zu einem sehr ... interessanten Konzertbeginn gesorgt hat. Nun ja.)
    Ist es richtig, dass, wenn man bei Midas Pro zusätzlich zum PEQ im Master zusätzlich einen GEQ eingeschliffen haben möchte, es keine Möglichkeit gibt, diesen sinnvoll auf die Bedienoberfläche (sprich Fader) zu legen?
    Welchen Sinn mag es haben, dass ein 2016 brandneues Pult PEQs besitzt, deren Bänder sich nicht komplett überlappen können? Und dazu Lowcut bis max. 400Hz und Hicut bis max. 1kHz? Was ist, wenn ich z. B. für Subkick einen Cut bei 120Hz brauche, eine Resonanz bei 75Hz schmalbandig herausziehen muss und das Ergebnis insgesamt noch ein wenig andicken möchte? Klar, vor 20 Jahren war das Stand der (Mix)technik. Aber heute?
    Wie kann ich auf einfache Weise Einfluss auf Abgriffspunkte für Keyfilter nehmen? Es gibt dafür auf der Oberfläche einen 'Shape' genannten durchstimmbaren Bandpass mit 3 unterschiedlichen Bandbreiten - das war's.
    Warum gibt es 2016 noch Effekt Returns ohne Low- und Hicuts? Klar kann ich mir die auf Eingangskanäle umrouten - nervt aber einfach nur unnötig.
    Popgroups: einerseits pfiffig (und z.B. auch während der Show noch schnell eben zu ändern), andererseits Geschmackssache und im Prinzip veraltet. Denn leider ist die Faderreihenfolge nicht frei zuordbar, sondern dabei festgelegt - also suche ich meine Kanäle zwangsläufig ständig irgendwo anders. (Ist das so? Der Örtliche wusste es jedenfalls nicht besser).

    Das war nur mal kurz an der Oberfläche gekratzt; ich könnte diverse ältere Pulte (mit und ohne Touchscreen) aufführen, die all das problemlos und ohne in geheimen Untermenues herumwühlen zu müssen besser können. Leider will meine Band nach dem gestrigen Monitordesaster ausnahmsweise gerade jetzt soundchecken.... :lol:

    Heute Profile, ganz ohne Babysitter. Der spricht kaum englisch und macht außerdem Monitor. Pult ist weitgehend selbsterklärend und kann alles, was ich brauche - kein Problem also.

    Oder noch mal mit anderen Worten: ich brauch keine Workarounds. Ich brauch ein Pult, dessen wesentliche Funktionen a) vorhanden sind und b) sich mir ohne große Sucherei sofort erschließen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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  2. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  3. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  4. Frontschaum in "Würfeloptik"

    Blancblue
    28. September 2026 um 15:41
  5. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  6. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  7. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  8. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  9. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
  10. RCF: "Bass Motion Control" vs. "XBoost" => Ähnliche Funktionalität unter zwei verschiedenen Etiketten oder relevante Unterschiede?

    Hanseat
    21. September 2026 um 22:21
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