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Beiträge von billbo

  • ...und weil 20kw grad so in sind

    • billbo
    • 9. März 2016 um 13:18

    Bei mir bekommt ein Doppeleinundzwanziger 4 Amps. Wer bietet mehr? :D

    Selbst ich :D bin der Meinung, dass Selfpowered nicht für jeden praktischen Anwendungsfall der Weisheit letzter Schluss ist. Streckenbeschallungen im Freien etwa bewerkstelligt man auch heute noch am sinnvollsten mit klassischer 100V- Technik. Und Wedges im Festival- Blitzchangeoverbetrieb machen selfpowered auch nicht wirklich Spaß.
    Aber je größer Beschallungsanlagen und die dafür benötigten elektrischen Gesamtleistungen werden, um so drängender stellt sich die Frage nach der technisch intelligentesten Vorgehensweise bei der Übertragung dieser Leistungen. Als Techniker kann man sich dem stellen und erkennen, dass es da mittlerweile intelligente und gleichzeitig praktikable Lösungen gibt. Oder sich dem verschließen und weiterhin über Boxenfarben und/ oder Kilowattzahlen pro HE fachsimpeln. Time will tell.

    Und da sich die Themenbereiche einiger Nachbarthreads hierzu z. Zt. ein wenig überschneiden: über Systemampracks habe ich zuletzt Ende der 80er nachgedacht, und solche in Kleinserien (mit)konzipiert/ gebaut; teilweise incl. der verwendeten Amps und "Prozessoren" (die man damals zwar dezent wichtigtuerisch so nannte, die aber natürlich nichts rechneten, sondern rein analog mit Hoch-, Tief,- Allpässen, div. Frequenzgangkorrekturgliedern und kombinierten Peak-/ Optokopplerlimitern arbeiteten). Ein paar davon laufen bis heute.
    Heutzutage stellt sich die Frage längst nicht mehr. Systemamping? Selbstverständlich. Und selbstverständlich ohne 'Rack'.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ...und weil 20kw grad so in sind

    • billbo
    • 8. März 2016 um 23:31
    Zitat

    Also Amp in den Lautsprecher? Da oben, wo der Regen peitscht und wo man es relativ schwer hat, einen Amp zu tauschen, wenn mal einer ausfällt? Ich weiß nicht...

    Wer ein Amprack als potentiellen SPoF dort oben hin hängt hat mindestens das gleiche Problem.

    Ich hab's an anderer Stelle mal vorgerechnet: eine 12er Banane der Festivalklasse betreibe ich, wenn ich den Strom 'da oben' wandle, an einer einzigen 18x2,5mm² Leitung. Ohne Tricksereien mit gemeinsamen Neutralleitern, abgespeckten PEs oder ähnlichem Schmu, und (nix mehr mit 4erpäckchenmurks) nebenbei jeder einzelne Weg jeder einzelnen Kiste separat kontrollier- und ansteuerbar. Und zwar nicht nur theorethisch; wir verwalten und betreiben mittlerweile an die 300 Selfpoweredkisten von 150 bis 6800 "Watt" (gesegnet sei die Kreativität der Marketingleute :roll: )/ Stück. Im Dry Hire- und Zulieferbetrieb für Industrie- und Großveranstaltungen, im eigenen Brot-und-Butter- Tagesgeschäft, in Langzeitinstallationen. Unauffällig, und ohne ungewöhnliche Probleme oder Ausfälle. Aber eben mit ausgesprochen wenig zu verwaltendem Gesamttransport-, Handling- und Verkabelungsaufwand.

    Allein beim Gedanken an einen einzelnen 20kW- 'Systemamp' oder gar ein ganzes Rack voll davon sträuben sich mir deshalb inzwischen die Haare.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ...und weil 20kw grad so in sind

    • billbo
    • 8. März 2016 um 13:14
    Zitat

    Aber genau dann sind doch X mal 80 Kilo Gewichtsersparnis beim Fliegen hinter der Banane auch was wert, oder?

    Richtig. Und was ist dann der nächste Schritt? Ich spare mir konsequenter Weise das Rack, die Verkabelung und das Rigging dafür, und baue stattdessen die Wandler gleich in die Kisten ein, die ich sowieso da hinhängen muss.

    Eine Analogie aus einem völlig anderen Bereich: lange Zeit baute man Lokomotiven und zog damit Waggons übers Gleis. Ging nicht anders, konnte man nicht besser; die Antriebstechnik war riesengroß, schwer, schmutzig, störanfällig, wartungsintensiv, teuer; ungeachtet sich seit der Dampfmaschine stetig ändernder Technologien wurden die Lokomotiven/ Triebköpfe immer größer und stärker. Heute hat man die Möglichkeiten des dezentralen Antriebs und auch dessen Vorteile erkannt – folglich haben die ICEs, TGVs, Shinkansens der neueren Generationen keine Lokomotive mehr, sondern verfügen über Antriebsmotoren an jedem einzelnen Rad/ Radsatz. Selbstverständlich zentral gesteuert von einem Kommandostand, wie früher auch schon; aber außer der äußeren Optik und dem Bedienteil haben das veraltete und das moderne Konzept nichts mehr miteinander zu tun.
    Ähnliches steht uns im Straßenverkehr noch bevor. Ich denke ich werde es noch erleben, dass Straßenfahrzeuge selbstverständlich an jedem Rad eine kombinierte Elektromotor-/ Bremseinheit haben.

    In Sachen Reibungsverluste bin ich also optimistischer als du. Aber ob es dann immer noch 'Ampracks' gibt? :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ...und weil 20kw grad so in sind

    • billbo
    • 8. März 2016 um 11:04

    Wenn man mich ruft ist es meist nicht ganz so wichtig.

    Zitat

    … So werden aus 12 HE plötzlich 4 HE und aus 140kg etwa 60kg. …

    Was nützt mir das, wenn die Gitterboxen mit Lastkabelbäumen drin dafür dann noch mal 200 Kilo schwerer werden?

    'Ampracks' in Verbindung mit niederohmig verkabelten Großbeschallungsanlagen sind eine technische Sackgasse aus den letzten 3 Jahrzehnten des vergangenen Jahrtausends; hervorgegangen aus den ersten Wohnzimmerregal- Stereoanlagen der 60er Jahre. Bei 2x 10W, 8 Ohm Last und 2x 3m LS- Leitung machte das auch durchaus Sinn. Bei 2x 10kW, 2 Ohm Last und 30m LS- Leitung ist es technischer Unfug; die elektrische Leistungwandlung gehört unter diesen Umständen stattdessen unbedingt in die unmittelbare Nähe zur elektromechanischen Leistungswandlung.

    Nebenbei: auch unsere Großeltern kannten schon Hochleistungsampracks mit Drehstromversorgung:
    https://www.youtube.com/watch?v=C3_-2fUm6y0
    Aber selbstverständlich nicht mit niederohmigen LS- Ausgängen oder gar 'einohmfähig', sondern für die direkte Einspeisung ins hochohmige NF- Leistungsverteilungsnetz von Großveranstaltungsstätten. Was hat 'Pro Audio' daraus seither gelernt?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Versorgung von Hochleistungsendstufen >16A

    • billbo
    • 6. März 2016 um 23:46
    Zitat

    Steht irgendwo; das man die 32er Powerconbuchse nicht als Out nutzen darf.?

    :shock: Oder als Y, um 2 Phasen zu linken?
    Ich glaube, die Anmerkung war auch irgendwie nicht zuende gedacht... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • VHF is back?

    • billbo
    • 6. März 2016 um 13:36

    Hatte ich tatsächlich mal so ähnlich: Nicht ganz einfacher Schlagzeuger einer angesagten Szeneband, für die ich gelegentlich als Monitorer unterwegs war/ bin. Nutzte dort eine bandeigene Sennheiser WL In Ear Strecke (Typ weiß ich nicht mehr) und beschwerte sich ständig über Rauschen und 'indirekten, kraftlosen Sound'.
    Weil aber auch Schlagzeuger von angesagten Szenebands von irgendwas leben müssen, spielte er daneben noch regelmäßig in einer regionalen gut gebuchten Covertruppe. Dort hätte er diese Probleme nicht. Es hat ganz schön lange gedauert herauszufinden, dass er dort hardwired an einen Fischer In Ear- Amp angeschlossen spielte... :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • 20KW Endstufe

    • billbo
    • 6. März 2016 um 11:42

    ThoSchu: isch 'abe gar keine Skoda...
    Trotzdem stünde der (nicht nur) betriebswirtschaftliche Realitätssinn des gemeinen Autovermieters um die Ecke manch einem Pro Audio- Akteur gut zu Gesicht.
    Und dass Menschen in fortgeschrittenerem Alter zugunsten eines klareren Gesamtbildes innerlich mitunter ein wenig Distanz zur kindlichen Begeisterungsfähigkeit für große Zahlen entwickeln, bitte nicht mit 'Frust' gleichsetzen. :wink:

    Statt 'Kilowatt' und 'irgendwas mit Fir- Filtern' würde ich mir bei einem Mehrkanal- PWM- Amp mit integriertem Kleinrechner zunächst einmal folgende Basisangaben wünschen:
    - Die Höhe der unverzerrten Ausgangsspannung, die sich nach ein paar Sekunden Betrieb mit 50Hz und/ oder 1kHz Sinus eines mit der spezifizierten Mindestimpedanz belasteten einzelnen Kanals dauerhaft erreichen lässt (ermöglicht vergleichbare Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der Ausgangsstufe).
    - Das gleiche nach einer Stunde gleichzeitigen Betriebs sämtlicher Kanäle (ermöglicht vergleichbare Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit des Netzteils und der thermischen Gesamtauslegung).
    Auch wenn das sicherlich den Praxistest für die tatsächliche Audioperformance solcher Geräte bei unterschiedlichem Programmmaterial und an unterschiedlichen dynamischen Lasten nicht ersetzen kann: die Tatsache, dass diese Angaben auch bei seriösen und anerkannten Herstellern offenbar sorgfältig vermieden werden, wirkt zumindest bei mir nicht übermäßig vertrauensbildend.

    Zitat

    Viel, viel wichtiger ist das Netzteil. Die ganze Liste die du da aufgefürt hast sollte lieber aus Leistungsangaben bestehen. So von 10 - 1000 ms in hunderter Schritten. Wenn dann da bei 1000 ms, 2 x 10 KW an 4 Ohm steht würde ich meine Lautsprecher von Speakon auf Camlock umrüsten.

    Das Problembauteil wäre dann aber sicherlich der Adapter von Camlock auf das Zuführungsdrähtchen zur Schwingspule :).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • 20KW Endstufe

    • billbo
    • 3. März 2016 um 22:27

    Vielleicht – ist konzernintern ja einer der etwas teurer zu bezahlenden Aufkleber auf dem Blech.

  • 20KW Endstufe

    • billbo
    • 3. März 2016 um 21:36

    Potzblitz! Das ist ja günstig. :)
    Und bedeutet: statt 2 Stück davon kann ich mir z. B. auch einen prima Skoda Fabia Kombi kaufen. Mit mindestens genau so viel Elektronik drin; und nebenbei noch einem Motor, Getriebe, Lenkung, Fahrwerk, 4 Rädern, kompletter Karosserie incl. Sitzen/ 5 Türen/ Inneneinrichtung, Heizung, Klimaautomatik, Bordcomputer, diesem und jenem Komfort- und Sicherheitsgedöns, und jeder Menge Spielkram. Hat sogar mindestens 50 oder 60 kW (nicht rein rechnerisch für ein paar Millisekunden, sondern echte Dauerleistung!), und 'ne schicke Stereoanlage ist bei etwas Verhandlungstalent sicher auch noch mit drin.
    Wieso habe ich manchmal den Eindruck, die 'Pro'- Audioszene ist ein wirklich arg seltsames Völkchen und lebt mittlerweile in einer Art absurd- realitätsfernen Parallelwelt? :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • 20KW Endstufe

    • billbo
    • 3. März 2016 um 16:25

    Läuft die an USB, oder braucht die noch zusätzlich Stromversorgung?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Waves Sub Align ?

    • billbo
    • 2. März 2016 um 16:23

    Hab' mich schon länger gefragt, was die Klingeltonentwickler der 90er heutzutage wohl so treiben...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Als Gasttechniker im Club

    • billbo
    • 1. März 2016 um 00:46

    Ich würde gern dein Gesicht sehen wenn ich dir dann sage "okay, dann bau's mal auf... " :roll:
    Und es mir mit einem Tässchen Espresso in Sichtweite gemütlich machen. :D

  • Als Gasttechniker im Club

    • billbo
    • 28. Februar 2016 um 22:09
    Zitat

    Als Gasttechniker im Club

    … beherzige ich ein paar einfache Grundregeln:

    - Absolute Pünktlichkeit! Niemand wird Verständnis dafür haben, wenn du bei 800km Anreise das Ankunftzeitfenster von +/- 2 Minuten verfehlst.
    - Eigeninitiative zeigen! Ruhig schon mal alleine anfangen. Der Haustechniker kommt wg. unvorhersehbaren Citystaus 10 Minuten später. Etwa eine halbe Stunde später. Voraussichtlich in einer Stunde. Hat gerade angerufen, dass er eine Vertretung schickt – der du bitte erklärst, wo man die Anlage einschaltet und wie man die Monitore verkabelt, weil der Kollege sich vor Ort leider noch nicht so gut auskennt.
    - Keine übertriebenen Erwartungen! Deinen Rider kennt hier niemand; der Hausmeister weiß nichts von einem Konzert; der Kollege, mit dem du vorgestern so nett telefoniert hast, arbeitet hier leider nicht mehr.
    - Keine frechen Sprüche! "Hättet ihr vielleicht schon mal einen Kaffee?" "Wäre es eventuell möglich, die Heizung einzuschalten?" "Gibt es eine Bandgarderobe?" Mit derlei Dreistigkeiten machst du dir vor Ort keine Freunde.
    - Reizthemen und Unworte unbedingt vermeiden! 'Catering', 'Aufbauhelfer' – man muss lernen, Realität und Science Fiction klar auseinanderhalten zu können.
    - Kräfte einteilen! Der Abbau quer durch den Laden während der sich nahtlos anschließenden Hooligan- Gabbaparty wird u. U. noch mal anspruchsvoll. Alternative: vor Ort abwarten, bis die zu Ende ist. Wozu sonst hast du Kisten in Sitzhöhe dabei?
    - Synergien nutzen! Letztgenannte Alternative erspart dir beispielsweise die Suche nach einem Ersatz für's nicht gebuchte Vierbettzimmer im Bahnhofshotel am anderen Ende der Stadt (die clubeigene 'Künstlerwohnung' steht nach einem bedauerlichen Zwischenfall mit der Band von letzter Woche leider vorübergehend nicht zur Verfügung).

    Auf diese Weise wird’s – ein bisschen guter Wille auch auf eurer Seite vorausgesetzt – vielleicht ein richtig schöner Konzertabend. Ein anschließendes freundliches "War super bei euch! Hammer Laden!! Danke für alles!!!" auf der Facebookseite des Hauses wird gerne gesehen und wirkt beim Vertragspartner ggfs. motivierend für seine Antwort auf eure Anfrage nach einem Wiederholungskonzert "in 2 oder 3 Jahren vielleicht mal, oder so?".

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mischen und Telefonieren

    • billbo
    • 27. Februar 2016 um 10:28
    Zitat

    schön langsam wirds fad.

    I wo. Allenfalls für die, die eben nicht dabei waren. Nicht traurig sein...

    Bühnenanweisungen gingen auch schon per Telex. Gleich neben dem Festnetz- Produktionstelefon mit Gebührenzähler und Namensliste. 8)
    Für Konzerte braucht's weder Handies noch Netzwerk noch 'Digital'. So was vereinfach die Sache zwar nicht ganz unerheblich, macht sie aber auch beliebiger/ austauschbarer/ billiger/ langweiliger. Wem diese Erfahrung fehlt - Pech gehabt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wann stirbt der "vom-default-Stricker" endlich aus?

    • billbo
    • 27. Februar 2016 um 00:05

    Ganz wichtiger Punkt und eine Erkenntnis, die man auch schon zu Analogzeiten gewinnen konnte. Nach ein paar Tourtagen meinte man zwar auf 'nem XL3 endlich 'fertig' zu sein und passte schließlich nur noch den System- EQ an die Akustik des Tages an. Gleichzeitig beschlich einen dabei aber auch das ungute Gefühl, dass der Mix von Tag zu Tag insgesamt immer platter und flacher wurde > totgemischt. Die Sonne ging erst wieder mit einem kompletten Neustart vom genullten aus Pult auf. Und das, obwohl man damals wesentlich weniger lineare und dynamische Signalverformer zur Verfügung hatte als heutzutage mit jedem Pillepalle- Mittelklassedigitalpult.

    Bei meinen Dauerpatienten fange ich daher wann immer es die Situation erlaubt mit einem 'genullten Startfile' an. Bei dem sind zwar Dinge wie Beschriftungen, grundsätzliche Routings, UDKs/ User Layer, Effektsends (ich bin typischer Returnmischer und käme im Prinzip auch mit Aux- Schaltern statt Potis im Kanal klar :-D), EQ- Präferenzen wie Eckfrequenzen u. ä., Erfahrungswerte für Dynamikprozessoren, usw. usw. für schnellen Zugriff voreingestellt. Aber im Grunde genommen steht dabei alles noch auf Bypass, und zunächst einmal darf das unbearbeitete Signal zeigen, was es heute so drauf hat.

    Eines hat sich seit damals allerdings entscheidend verbessert: die Bedienoberflächen sind so klein geworden, dass so ein Neustart heute bequem auch im Sitzen funktioniert. 8)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Mischen und Telefonieren

    • billbo
    • 25. Februar 2016 um 10:58
    Zitat

    Typ B benutzt immer noch sein Nokia 6130

    Zähneknirschend. C- Band wurde ja neulich mal abgeschaltet.

  • CDJ 2000, was gibts zu beachten?

    • billbo
    • 24. Februar 2016 um 23:53

    Keine Frage – ich habe selbst mal einige Jahre lang große 'DJ- Veranstaltungen' (nannte sich damals z. B. Megarave) tontechnisch betreut und ausgestattet. Konnte man mit dem richtigen Material gutes Geld verdienen; und auch dort war der Tisch mit Technics und Pioneer und der richtigen Whiskeysorte drauf heilig. War aber trotzdem immer ganz froh, wenn's vorbei war. Irgendein rein elektronisches Playbackbummbumm so laut wie irgend möglich zu drehen - das war einfach nicht das, was ich mir unter meinem Beruf auf Dauer so vorgestellt hatte. Hätte ich auch gleich Dampframmenführer werden können... :|
    Und auch heute noch verlässt, vor allem im Sommer, gelegentlich der eine oder andere Sattelschlepper mit tonnenweise Boxen mit absurden Wattzahlen drauf den Hof, um in irgendeinem Land/ an irgendeinem Strand mit seltsamen rhythmischen Geräuschen in Brachiallautstärke seltsam desorientiert wirkende Menschen dazu zu bewegen alles supi zu finden, die Arme in die Luft zu heben und zu hopsen. Nenn' mich alt: ich bin froh, wenn ich da nicht mit hin muss.

    Und freue mich natürlich um so mehr, dass es nach wie vor genügend Alternativen gibt, die mir persönlich einfach sehr viel mehr Spaß machen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • MC2 E45 und E25 oder Hoellstern 14.4

    • billbo
    • 24. Februar 2016 um 12:24
    Zitat

    Kannst du aber die Frage beantworten wieso das Ding seit 16 Jahren unverändert gebaut wird und kennst du noch einen Endstufenhersteller der das auch bringt ?

    Da kann ich leider nicht mitvermuten. Mein letzter Endstufenkauf (in Form eines externen 19"- Gerätes) war vor der Jahrtausendwende.

    Den Vergleichstest einer Vortex 6 (war sicherlich eine der ersten) gegen u. a. auch RSD 800b (war sicherlich eine der letzten überlebenden) an 4x 18" und erst recht an 6x 18" habe ich aber mit eigenen Händen und Ohren durchgeführt. Was da nach 1-2 Sekunden passierte war sehr aufschlussreich und ziemlich desillusionierend. Hast du schon mal versucht, über Vortex Doublebass zu mischen? Okay, der erste Schlag kommt noch ganz gut... aber dann? :D
    Der Plan war damals eigentlich, ein paar betagte Daub D700C durch fortschrittliche Technik zu ersetzen. Ganz, ganz schlechte Idee. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wann stirbt der "vom-default-Stricker" endlich aus?

    • billbo
    • 23. Februar 2016 um 23:15

    Es gibt auch nicht den reinen Choleriker/ Melancholiker/ Phlegmatiker/ Sanguiniker. Die vier unterschiedlichen Temperamente aber schon. :)

    Ah, noch vergessen: erstaunlicher Weise kriegen die Vertreter aller 4 Subkategorien in unregelmäßiger und nicht vorhersagbarer Rang- und Reihenfolge im Ergebnis die gesamte Bandbreite tontechnischen Liveschaffens hin: von 'undefinierbarem Matsch' über 'na ja, geht so'/ 'oh, echt gut!' bis hin zu 'allererste Sahne; verdammt - wie macht der das?'.
    Kann einen manchmal schon ein bisschen ins Grübeln bringen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wann stirbt der "vom-default-Stricker" endlich aus?

    • billbo
    • 23. Februar 2016 um 14:44
    Zitat

    Hätte das Teil ein file Management über USB und einen schicker zu bedienenden Editor, wäre das banalerweise auch heute nicht so. :wink:

    Ist so aber eine schöne Dauer- Praxisstudie zur Arbeitsweise real existierender heutiger Band- Tonkünstler. Die kann ich, in bunt wechselnder Reihenfolge zu Gast, mittlerweile in mindestens 4 ziemlich unterschiedliche Vorgehensweisen differenzieren:

    A) der routinierte Tourprofi. Ist seit 20 oder mehr Jahren regelmäßig unterwegs und auf alle gebräuchlichen Gerätschaften der Pro- Liga ausreichend vorbereitet. Hat meistens ein (oft nicht mehr ganz aktuelles) File nebst Datenträger dabei, oder irgendwas in den Tiefen seines Laptops, auf dem neben Skype auch sein Messprogramm läuft. Und kriegt das in aller Regel auch unfallfrei geladen. Wenn nicht, isses auch nicht schlimm- ein funktionierendes Startsetup strickt er sich in 10 Minuten zur Not auch von Hand zurecht.
    B) der wirklich sehr alte Hase. Fängt wo immer möglich vom komplett genullten Pult aus an, weil das vor 40 Jahren auch schon so war, und mag "so moderne Kisten" eigentlich nicht. Hier an Board würde ihn manch einer vermutlich auch mal 'Den Verstockten' nennen. Benötigt zur Einrichtung lediglich ein SM58 und seine Ohren. Fragt manchmal NACH dem Soundcheck wo denn der Tapswitch ist oder wie man den Gesangshall ändern kann. Zur Show passt's dann aber immer; hin und wieder vielleicht mal eine Spur zu laut.
    C) der jung- dynamische Gelernte. Weiß anfangs nicht, ob er die Nase rümpfen oder es toll finden soll; erklärt aber vom ersten Augenblick an, was an seinem derzeitigen Herzensmischpult alles besser ist, und dass und warum das vor allem natürlich auch viel besser klingt. Braucht einen großen Tisch für Zusatzequipment und ein schnelles WLAN, verbringt anschließend ein paar Stündchen mit dem Herunterladen und Installieren von Filekonvertern u.ä.. Klappt das nicht, ist Arbeit angesagt: irrwitzige Patchings erstellen, Subgruppen basteln, Effektsektionen umgruppieren – kann dann manchmal etwas dauern, bis das Setup schließlich für soundcheckwürdig erklärt wird. Pech für die Vorband, und schlecht für's warme Abendessen.
    D) das Jüngelchen. Aufgrund irgendeiner unseligen Fügung des Schicksals konnte er sein X32 nicht mitbringen, findet noch nicht mal einen USB- Anschluss, und tappst erst mal ein bisschen verzweifelt auf dem Bildschirm herum. Erst ein wenig später gibt er sich wohl oder übel die Blöße "tut mir leid, kenn' ich nicht (gerne auch: hab' ich schon lange nicht mehr gehabt :-D), kannst du mir bitte kurz eine Einweisung geben?“ Anschließend klappt's dann (vermutlich weil man in dem Alter noch über ein schnelles Auffassungsvermögen und hohe Lernbereitschaft/ Wissbegierigkeit verfügt) meist erstaunlich gut. Hin und wieder muss man allerdings die eine oder andere doch etwas überraschende Frage beantworten ("Hast du vielleicht irgendwo einen schönen Kick- Sound abgespeichert?" :-D).

    A) und B) brauchen kein BillBo'sches Startsetup – die kommen prima alleine klar. C) freut sich wenn es eins gibt, würde das aber niemals zugeben. D) wäre ohne hilflos, weiß das auch, und bedankt sich am Ende überschwänglich.

    Fehlt noch E). Hat seinen FOH nebst Monitorsetup, Mikros, usw. selbst mit dabei, ist selbstverständlich bestens vorbereitet, nutzt zum Soundcheck das 32-Spur Recording vom Vorabend, und braucht eigentlich überhaupt nichts. AUSSER natürlich der Telefonnummer der für sein (zumeist nagelneues) Hightechgerät zuständigen technischen Hotline des Herstellers/ Vertriebes. Und einen stets vollständig geladenen Akku.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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