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Beiträge von billbo

  • MC2 E45 und E25 oder Hoellstern 14.4

    • billbo
    • 23. Februar 2016 um 12:48
    Zitat

    Alles kalter Kaffee, das konnte die Camco Vortex schon vor 10 oder 15 Jahren. Weis nicht so genau wann die rauskam.

    Waren das nicht die Dinger, die im Bass absolut NULL Performance boten? Selbst mit 'ner damals 30 Jahre alten RSD 800b (2x 380W am 220V- Netz) ging da deutlich mehr...
    Bitte, bitte lasst so was heute nicht die Referenz für intelligente Endstufentechnologien sein. :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wann stirbt der "vom-default-Stricker" endlich aus?

    • billbo
    • 22. Februar 2016 um 20:41
    Zitat

    Welches Pult, in welchem Jahrzehnt mit welcher Firmware??

    Ganz normales CL mit veraltetem 'vor 3.0'- Firmwarestand; ausnahmsweise war mein File um einiges aktueller. Da geht erst mal nichts, und man macht (auch wegen der Dante- Tücken) nicht mal eben unter Zeitdruck kurz vor Einlass ein Update on the fly. Hätte ich mich auch bei einer eigenen Kiste nicht getraut.

    Du wärst vermutlich erschrocken wenn du mitbekommen würdest, wie viele toninteressierte Netzwerktechniker mit Mischen vom Default heutzutage bereits hoffnungslos überfordert sind. Erlebe ich auf meiner Heimatbaustelle regelmäßig; gäbe es dort (für das besteingeführte, übersichtlichste, mittlerweile leicht veraltete Pro- Digitalpult der Welt :roll: ) kein kindergartenfreundlich vorbereitetes Startfile, gäbe es alle paar Tage 5 Stunden Soundcheck.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wann stirbt der "vom-default-Stricker" endlich aus?

    • billbo
    • 22. Februar 2016 um 18:51

    Darf ich an 1, 2 Stellschrauben deines geradezu Ideal- Ausgangsszenarios ein ganz kleines bisschen herummanipulieren? :D

    Zitat

    die meinen sind der Headliner

    Die meinen meinten bis gestern, sie seien der Headliner. Sind sie aber nicht. Zwar war der örtliche VA des Tourkonzertes anständig genug, das Ding nicht komplett abzusagen (was ihm aufgrund des VVK- Verlaufes niemand wirklich hätte übel nehmen können). Aber wir spielen jetzt vor einem US Headliner (dessen Konzert, ebenfalls aufgrund des VVK, kurzerhand aus der Halle in den Club ver- und mit unserem zusammengelegt wurde). Das wurde am Vorabend, während ich gerade mit anderen ortsspezifischen Sorgen beschäftigt war, mal eben so beschlossen.

    Zitat

    ein Digitalpult meiner Wahl am Start

    Weshalb jetzt selbstverständlich auch nicht das vereinbarte Pult meiner Wahl am Start ist, sondern das Tourpult des Headliners.
    Die gute Nachricht Nr.1: das kenne ich zum Glück auch ganz gut und habe sogar ein (fast) aktuelles Bandfile dafür.
    Die gute Nachricht Nr.2: nach einer Stunde Diskussion mit dem eigentlich ganz kooperativen (gemessen daran, dass er seine viel zu große Produktion auf die viel zu kleine Bühne quetschen und auch noch mit anderen teilen muss) FOHler ist der einverstanden, dass ich mein eigenes File benutze. Ich muss ihm lediglich hoch und heilig versprechen, dass er sein Pult anschließend 1:1 wieder bekommt.
    Die schlechte Nachricht: der Firmwarestand des Tourpultes ist mit dem Inhalt meines Files – sagen wir – inkompatibel. Das bemerke ich, als ich bereits 15 Minuten vor Einlass ans Pult darf. Zu meinem Vorschlag bzgl. eines Updates erscheint der vierschrötige Produktionsleiter des Headliners und macht mir in breitem Südstaatendialekt klar, dass es nun aber genug sei und er genau zwei Möglichkeiten sieht: entweder, ich benutze das 'Standard- Supportfile' seines FOHlers (mit 4 Monitorwegen von vorne; das Monitorpultsetup seiner Band ist für alle anderen selbstverständlich komplett tabu). Oder ich gebe diesem 100 Dollar Servicepauschale, dann übernimmt der ausnahmsweise den Job für mich, und ich habe einen freien Restarbeitstag.

    Allerspätestens in diesem Moment freue ich mich, dass ich mir eine gewisse Routine bzgl. der Vorgehensweise 'start from scratch' bei mir halbwegs vertrauten Pulten bewahrt habe. Und es wird voraussichtlich noch ein einigermaßen netter Abend, unerwarteter erfreulich früher Feierabend inclusive.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • CDJ 2000, was gibts zu beachten?

    • billbo
    • 22. Februar 2016 um 14:12
    Zitat

    Nur sollte man sich im klaren sein, das Musik von DJ's -und wenn es nur Remixe aktueller "Livekünstler" sind- heutzutage vielleicht 80% aller in der Öffentlichkeit wiedergegebenen Musik ausmacht. Zumindest in Europa.

    Musikalisches Junk Food im Überfluss ist keine Erfindung von 'DJs' – das gab's schon vor Jahrzehnten. Gerne beschäftig(t)en die Produzenten dabei menschliche Tanzbären, um dem Ganzen ein optisch vermittelbares Profil zu geben. Übrigens auch damals bereits mitunter ungeheuer erfolgreich. Warum auch nicht? Die Gebrüder Albrecht oder McDonald sind ja auch nicht gerade in völliger Armut verstorben; allerdings kämpfen ihre Erben mittlerweile mit Umsatzrückgängen und Verlusten an Marktanteilen.
    Bzgl. der 80% vermag ich keine belastbaren Quellen zu finden. Für meinen persönlichen beruflichen PA-/ Musik- Mikrokosmos darf ich aber ungefragt bescheinigen, dass es da zu praktisch 100% um von (mal stinkreichen, mal bettelarmen) Musikern live dargebotene Musik geht. Mal mit der Betonung auf dem u, mal auf dem i. Und das, obwohl ich hin und wieder auch mal beim Aldi einkaufe - allerdings niemals Musik, und auch beim Rest passe ich da ziemlich gut auf.

    Augen auf bei der Berufswahl! :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Hall auf Snare

    • billbo
    • 17. Februar 2016 um 23:17

    Zum 'schnellen von Hand Schrauben' noch ein persönliches Ding: zwar funktionieren Drum Plates ja eigentlich ohne oder mit sehr wenig Predelay. Trotzdem empfinde ich es häufig als angenehm, wenn da ein vernehmlich wahrnehmbares Delay im Spiel ist – sofern es denn rhythmisch zum Song passt. Um das unkompliziert zu bewerkstelligen bzw. zu imitieren benutze ich tatsächlich gelegentlich zusätzlich ein Delay, oder (bei zu wenig Engines) gar einen der ansonsten eher verachteten 'Kombieffekte' (also "Echo + Room" o. ä.), nutze vom Delay (ganz behutsam) lediglich die erste Wiederholung, und lege mir die mit doppelter Geschwindigkeit auf den Tap. Harmoniert so zumindest rhythmisch 'von Hand' schon mal automatisch mit jedem Song, ohne zwischendurch großartig irgendwo suchen oder rumkurbeln zu müssen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Toms EQ

    • billbo
    • 17. Februar 2016 um 21:39
    Zitat

    Hi-shelf ggf. bei Bedarf anheben, oft aber eher Hi-cut, da das obere Frequenzspektrum in den Overheads landet ...

    Landet meist nicht eher viel zu viel Beckenmüll ungewollt in zu stark Hochton- angehobenen Tommikros?
    Speziell dazu: es gibt unglaubliche Unterschiede bei Fellen, Sticks und Anschlagtechniken. Ein leichtes, dünnes, neuwertiges, sauber angespieltes 'Ambassador' o.ä. liefert in aller Regel von sich aus genügend Attack – da muss ich kein künstliches 'Titsch' (und damit auch nicht ungewollt die gesamte darüber befindliche Beckenbatterie) reindrehen.
    Muss der Trommler dagegen seine Felle selbst bezahlen und drischt deshalb lustlos auf dicke, alte, mehrlagige, mehrfach 'wiederaufgefrischte' Longlife- Trümmer ein, dann bringen selbst +15dB bei 6kHz den nicht vorhandenen Anschlag nicht ausreichend nach vorne, dafür aber gerne das in Dauercrashmanier malträtierte 'Extra Super Heavy Ride'. Und auch Gates helfen dann meist nichts mehr – kaum etwas klingt in meinen Ohren am Schlagzeug schlimmer als ein paar nach dem Zufallsprinzip im Beckengewitter kurz mal ungewollt öffnende Tomgates. :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Hall auf Snare

    • billbo
    • 17. Februar 2016 um 20:48
    Zitat

    Was mich allerdings verblüfft, ist, dass bei diesem Thema nicht mehr kommt.

    Na ja, was soll man da auch schreiben? Ich kenne keinen 'Snarehall', welcher
    - bei identischer Snare und identischem Drummer an 2 Abenden hintereinander gleich gut funktioniert,
    - mir bei 2 ähnlichen Songs hintereinander gleich gut gefällt,
    - bei unterschiedlichen Musikstilen gleich gut einzusetzen wäre,
    - während der Show ein ähnlich überzeugendes Bild abgibt wie nachmittags beim Soundcheck,
    - nach 15 Minuten Show noch genau so toll und unverzichtbar erscheint wie zu Beginn,
    - mich bei meinen eigenen Versuchen genau so zu überzeugen vermag wie beim zufällig miterlebten "AHA!"- Erlebnis während eines Checks eines fähigen Gastkollegen. Selbst dann nicht, wenn ich ihn (heimlich versuchsweise 1:1 kopiert) am nächsten Tag selbst ausprobiere. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lärmpegelauflagen für kleines Stadtfest - was ist üblich?

    • billbo
    • 11. Februar 2016 um 20:40

    Auch wenn ich Falco gegenüber traditionell ja immer gerne die Gegenposition einnehme – hier darf (kann? muss?) ich ausnahmsweise mal uneingeschränkt zustimmen.

    Aus 'Freizeitlärmerlass NRW':

    Zitat

    Bei der Abwägung des Interesses der Allgemeinheit mit dem Schutzbedürfnis der Nachbarschaft können bei
    Veranstaltungen insbesondere deren historische, kulturelle oder sonst sozialgewichtige Grundlagen, die
    Häufigkeit und Dauer sowie ähnliche auf den Immissionsort einwirkende Veranstaltungen und in geeigneten
    Fällen auch die Möglichkeit des passiven Lärmschutzes berücksichtigt werden.


    Übersetzung in erlassgeschwurbelfreies Klardeutsch:

    Zitat

    Das alljährliche Marktplatz- Kollektivbesäufnis mit Musik und Remmidemmi ist seit eh und je das soziale und kulturelle Highlight der Region. Wer nicht mitmachen will besorgt sich Ohropax und macht am besagten WE gefälligst die Fenster zu!
    Ihre Gemeindeverwaltung.

    Geht doch. Nicht nur in Stenkelfeld.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lärmpegelauflagen für kleines Stadtfest - was ist üblich?

    • billbo
    • 11. Februar 2016 um 14:46
    Zitat

    Da darfst du nicht mal beim Abbau auf leerem Platz Casedeckel zuknallen. :wink:

    Bei 55dB/A darfst du sie nicht mal aufmachen, ohne vorher gewissenhaft die Scharniere zu schmieren.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie gross sollte das PA für unser Quartierfest sein?

    • billbo
    • 11. Februar 2016 um 14:41

    Grundsätzlich gibt es (mindestens) 2 Sorten von Beschallungen: die eine, bei der es um Veranstaltungen geht, für die eine bestimmte Anzahl von Zuhörern Eintrittsgeld bezahlt hat und diese Kunden damit ein Anrecht darauf haben, an jedem bezahlten Platz ein hochwertiges und in etwa gleiches Hörerlebnis geboten zu bekommen (und dieses in aller Regel auch wollen!). Die zweite, bei der 'auf der Tanzfläche' (bzw. ggfs. 'vor der Bühne') ein bisschen Remmidemmi sein soll – und überall sonst möglichst niemand davon unnötig belästigt werden möchte; sei es als Anwohner, sei es als Besucher, der irgendwo im Hintergrund sich am Bierstand unterhalten und ein bisschen Straßenfestatmosphäre genießen will.
    Ich unterstelle, dass es hier eher um Kategorie 2 geht. Anforderungsprofil damit also klar: gezielte akustische Ausleuchtung der ca. 100m² vor der Bühne mit gemäßigtem Partypegel; möglichst Ruhe überall sonst im Viertel.
    Fachlich korrekte Lösung: 2 möglichst große (fullrangetaugliche!), auf kurze/ mittlere Distanz angenehm klingende Tops (z. B. 15“/ 6,5“/ 1“ o. ä.). Auf keinen Fall "auf die Bühne gestellt", sondern sachkundig am Bühnendach geflogen und sauber von oben auf die Partyfläche ausgerichtet. Auf tiefe Bässe so weit es geht verzichten, dann gibt's nächstes Jahr u. U. noch mal eine Genehmigung für die VA. Wenn's vorne an der Bühne dennoch wenigstens ein kleines bisschen Blubblubbgefühl geben soll, allenfalls ein Array aus 2 oder 3 sehr tief angekoppelten 18" Subs o.ä. mittig unter die Bühne; eventuell (wenn es z. B. geraten scheint, Anwohner hinter der Bühne nicht unnötig zu belästigen) sogar in Form eines kleinen Endfire Arrays.
    Fertig. :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Eine Frage des Impulsverhaltens?

    • billbo
    • 9. Februar 2016 um 14:53

    Wobei sich die Pegeldifferenzen in deinen Beispielen doch recht stark von einigen Kennlinien auf der Jensen- Website unterscheiden. Liegt das an der Mittelung über einen längeren Zeitraum? Man schaue sich einmal dieses 12“ Exemplar an:
    https://www.jensentone.com/jet_series/electric_lightning_12
    Da liegt der 'wilde' Peak bei knapp 11k sogar über dem Einbruch im Grundtonbereich um die 1k1.

    Bedenken muss man sicherlich auch noch, dass auch die Frequenzschriebe von Gitarrenlautsprechern (vermutlich) mit einem Sinussweep von 2,83V 1m auf Achse ermittelt werden; derart betrieben an einem niederohmigen Endverstärker, dass man praktisch von idealer Spannungsanpassung sprechen kann. Von diesem Zustand sind wir im Bühnenbetrieb aber ziemlich weit entfernt. Wenn, wie weiter vorne schon mal angesprochen, sowohl Amp als auch Ausgangstrafo als auch (extrem kurzhubiger) Lautsprecher quasi im nichtlinearen Sättigungsbereich arbeiten (von Verzerrern oder bewusst stark übersteuerten Vorstufen mal ganz abgesehen), sollte sich das Spektrum insgesamt noch einmal stark Richtung Obertöne verschieben; 'Powercompression' wäre für diesen Betriebszustand vermutlich ein stark unzureichender Begriff. Man schaue sich dazu nur einmal an, was ein in die magnetische Sättigung getriebener Übertrager aus einem simplen Sinus so alles machen kann...
    Um genau dieses Obertonspektrum zu nutzen stellen Gitarreros, die sich das leisten können, ja live ihren auf 11 gedrehten 100W Marshall gerne mal unter einer Schallschutzhaube unter oder hinter die Bühne.
    Und dann ein 57er oder 421er davor. Streng von der LS- Mittelachse weg gerichtet, um das Obertoninferno im Ohrhörer wenigstens halbwegs erträglich zu gestalten. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie pimpe ich meine Location?

    • billbo
    • 8. Februar 2016 um 23:43

    Unter den Technikern, die zu mir kommen, ist Hilti gerade stark verbreitet. 8)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Eine Frage des Impulsverhaltens?

    • billbo
    • 8. Februar 2016 um 20:23

    Interessanter Fund.
    Grundsätzlicher Wirkungsgradverlauf bei allen ähnlich: oberhalb des Bereiches zwischen 5 und 7kHz geht’s stramm in den Keller; eine Oktave drüber kommt noch mal ein meist ziemlich wild gezacktes Etwas hinzu. Das würde ich als Erhärtung meiner Vermutung sehen, dass das Chassis Signale bis ca. 7kHz einigermaßen wandeln kann – und darüber hinaus eine Art Oberton- 'Eigenleben' entwickelt.
    Wenn man etwas weiter auf der Seite forscht (und gewillt ist, den Frequenzschrieben zumindest einigermaßen Glauben zu schenken) findet man durchaus auch Exemplare, bei denen die Spitzen dieser Obertonzacken gerade mal 8-10dB unterhalb des angegebenen durchschnittlichen Wirkungsgrads des Chassis liegen. Zumindest bei denen sollte also auch ein arg durchschnittlich begabter Tonler in der Lage sein herauszuhören, ob sein Gitarrenmic. bei 10k oder bei 20k anfängt, nach oben 'dicht zu machen'.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Wie pimpe ich meine Location?

    • billbo
    • 8. Februar 2016 um 17:47

    Bandtonler zu 'Cheffe': ich würd gerne mein eigenes Pult mitnehmen, damit wird’s auf jeden Fall besser! Kost' aber ein paar Euro am Tag...
    Cheffe zum Management/ Tourveranstalter: find' ich super! Sieh mal zu, dass das der Örtliche übernimmt. Der spart ja schließlich, weil wir sein Pult nicht brauchen.
    Tourveranstalter zum Örtlichen: wir haben eigenes Pult dabei und brauchen deins nicht. Deine Ersparnis hätten wir gerne als Buyout.
    Örtlicher zum Tourveranstalter: meins steht sowieso da und kostet mich keinen Cent; außer wenn ich es für euch extra wegräumen lassen muss. Können wir gerne verrechnen.
    Tourveranstalter zu Cheffe: wir können was mitnehmen, zahlen wir aber selbst.
    Cheffe zu Tonler: eigentlich geht es doch auch mit dem Hauspult? Du kannst deins natürlich gerne mitnehmen, aber bezahlen kann ich dir das nicht extra. Vielleicht können wir am Day Off ja mal gut essen gehen... ?

    Problem gelöst. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    (Und in Zeiten, in denen das 'eigene Pult' tatsächlich kaum mehr kostet als die Profibohrmaschine des Elektrikers, sagt sich so mancher Tonler oder Lichtler auch "okay, weniger Stress durch eigenes Werkzeug – das ist mir die Sache wert".)

  • Wie pimpe ich meine Location?

    • billbo
    • 8. Februar 2016 um 13:19

    Die Leuchtstoffröhrenwannen fürs Putzlicht brauchen Leuchtmittel- Absturzsicherung. Also nicht die ganz super einfachen für EUR 3,95 aus dem Schnäppchenmarkt nehmen. :)

  • Wie pimpe ich meine Location?

    • billbo
    • 8. Februar 2016 um 11:06

    Wird das Venue tatsächlich neu gebaut? Dann habt ihr die seltene Gelegenheit, durch bauliche Gestaltungsmaßnahmen bereits im Ansatz an einer 'Wohlfühlakustik' zu arbeiten. Zweifellos ein ganz wichtiger, wenn nicht der wichtigste Faktor für die langfristige Publikumsakzeptanz eines Veranstaltungsraumes für akustische Darbietungen.

    Üblich ist heute leider der rechteckige Betonklotz, der dann – weil so praktisch unbespielbar - nachträglich mit viel Aufwand 'totgedämpft' wird. Das Ergebnis ist dann oft eine unangenehm sterile Saalakustik, die Tontechniker zwar zunächst jubeln lässt, in der sich Zuschauer und -hörer aber unterschwellig unwohl fühlen; nicht zuletzt weil sie sich selbst (z. B. beim Applaus oder bei Mitmachaktionen) nicht akustisch natürlich eingebunden erleben. (Ich kenne aber auch Musiker, die aus diesem Grund dort äußerst ungern spielen). Der Band kann man dann zwar gezielt ein wenig Raum künstlich hinzufügen – dem (mit)klatschenden Zuhörer nicht.
    Solche Venues gibt es hierzulande mittlerweile viele, noch viel mehr allerdings z. B. in unserem Nachbarland Niederlande. Allesamt technisch top ausgestattet, perfekt klimatisiert, akustisch nahe am schalltoten Messlabor. Und fast immer nur höchst übersichtlich gefüllt – offenbar mag trotz allem technischen Aufwand kaum jemand sich dort freiwillig für längere Zeit aufhalten.
    Ein tolles Gegenbeispiel sind oft Aulen von Waldorfschulen. Nackte Wände ohne einen einzigen Moltonfetzen irgendwo; wenn man als Tonler da rein kommt, Richtung Decke schaut und in die Hände klatscht, denkt man erst einmal "Oha!". Weil es dort aber keine parallelen Wände und so gut wie keine rechten Winkel gibt, ist diese 'lebendige' Akustik trotzdem ganz hervorragend für Musik- und Sprachdarbietungen aller Art geeignet; mangelnde (Sprach)verständlichkeit – egal ob elektroakustisch verstärkt oder nicht - ist trotz respektabler Nachhallzeiten überhaupt kein Thema.

    Vermutlich wollt/ könnt ihr keine Waldorfschulaula bauen; trotzdem kann und sollte man einiges in dieser Richtung tun, sofern man diese Möglichkeit hat: asymmetrisch denken und planen. Parallele Wandflächen (z.B. durch Treppen/ kleine Tribünen/ sonstige Einbauten) möglichst vermeiden. Künstliche Nischen schaffen wo immer möglich; große, glatte Wandflächen generell 'brechen'. Den großen Tresen an der Rückwand halbrund mauern statt rechteckig, und die Getränkepreistafeln darüber in unterschiedlichen Winkeln neigen. Die Decke nicht akustisch töten, sondern unregelmäßig strukturieren (ich kenne ein Venue, wo man zu diesem Zweck eine Kinosaalbestuhlung unters Dach geschraubt hat – großartig!).
    Ein baulich derart intelligent gestaltetes Venue kommt anschließend mit einem Minimum an zusätzlicher akustischer Dämpfung aus – im Idealfall ist's das sich dort wohl fühlende und daher dauerhaft zahlreich erscheinende Publikum selbst. Und die Elektroakustik ist beinahe schon egal...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    P.s.: Pult? Selbstverständlich QL5. Klein, leicht, bezahlbar, kennt jeder, kann jeder, kein Netzwerkgehampel notwendig (einige billige Catleitungen natürlich unbedingt trotzdem fest verlegen), genug Kanäle um FOH und Monitor (bei Nutzung des selben Eingangsverstärkers) parallel und unabhängig abzufrühstücken. Und ideal, um es mal eben wegzuräumen und/ oder an den Monitorplatz zu stellen, falls der Bundesligaact doch unbedingt was anderes will oder mitbringt. Wie Dudais und Audiobo schon bemerkten – für diesen Zweck ideal und heutzutage fast :wink: alternativlos.

    P.p.s.: 80cm Bühnenhöhe sind für 18m ebenerdige Publikumstiefe deutlich zu wenig!

  • Eine Frage des Impulsverhaltens?

    • billbo
    • 6. Februar 2016 um 18:14

    Wir sind jetzt m. E. auch von der Ausgangsfrage weg, oder ich habe sie nicht richtig verstanden.
    Dass ein impulsgenau wandelndes Mikro anders klingt/ genauer abbildet als ein weniger genaues ist ja eher unstrittig. Die Frage war aber, ob bzw. warum sich das bei einem vorgeblich 'langsamen' abzubildenden System ("Schrittmacher") ebenfalls bemerkbar macht. Und die einzig richtige Antwort darauf, bereits erwähnt/ angedeutet von djvomght, muss sein: weil die Quelle eben nur vorgeblich langsam ist. Sie ist zwar ihrerseits nicht in der Lage, ein ihr zugeführtes elektrisches Signal 'richtig' bzw. detailgenau (also incl. aller im elektrischen Signal vorhandenen Obertöne) 1:1 in Schall umzuwandeln. Statt dessen macht sie daraus ein erheblich verfälschtes akustisches Signal, welches seinerseits dann wiederum über sein ganz eigenes Obertonspektrum verfügt und mit dem des Eingangssignals nicht zwingend mehr viel zu tun haben muss.
    M. a. W.: das 'Problem' ist nicht das Mikro; der Ansatz, den 12"er als schlichten Tiefpass anzusehen, ist nicht richtig. Vielmehr ist auch der mit all seinem Klirr und insbesondere all seinen Partialschwingungen 'nach oben offen'; was ganz nebenbei auch eine Erklärung für den bekannten Effekt ist, dass bei der für gewöhnlich auf der Bühne praktizierten Extremnahmikrofonierung schon wenige Zentimeter Positionsänderung des Mikros vor der Membran drastische Klangänderungen zur Folge haben.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Eine Frage des Impulsverhaltens?

    • billbo
    • 6. Februar 2016 um 00:00

    Vielleicht hilft es ja, sich den 12"er nicht als Lautsprecher vorzustellen, sondern als das, was er in diesem speziellen Fall ist: Teil des Instrumentes 'E-Gitarre'.
    Die Decke eines Cellos oder der Resonanzboden eines Flügels hat mit Sicherheit im direkten Vergleich mit einer Mikrofonmembran (irgendeiner Mikrofonmembran) ebenfalls ein grausiges Ein- und Ausschwingverhalten. Trotzdem gibt es ja angeblich Tontechniker die heraushören, ob da ein SM57 oder ein KM184 vor steht. :D
    Davon abgesehen produziert ein aus dem Luftspalt getriebener Leichtmembran- Gitarrenzwölfzöller, der über einen im Sättigungsbereich japsenden Ausgangsübertrager an einem nahezu gegenkopplungslosen Röhrenverstärker mit rotglühenden Endpentoden- Anodenblechen bei unstabilisiert zusammenbrechender Versorgungsspannung hängt, mit Sicherheit Signale, die jedem tontechnisch denkenden Menschen die Haare zu Berge stehen lassen würden. Und die dabei vom Ideal 'Membran als impulstreuer Kolbenstrahler' so weit entfernt sind wie es bei einem Lautsprecher nur irgendwie vorstellbar ist. Trotzdem finden Gitarristen das 'geil', Tonler behelfen sich mit dem Spruch "der E-Gitarrenton MUSS ein Stück durch die Luft, bevor er ins Pult geht", und manche Hifidioten (?) und Musikliebhaber schwören auf Röhrenverstärker oder gar Vorkriegsradios, obwohl die modernen Gerätschaften messtechnisch in allen Belangen nachweislich und zigfach hoffnungslos unterlegen sind.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • "Auflösung" von Mikrofonen

    • billbo
    • 5. Februar 2016 um 13:08
    Zitat

    Irgendwo lässt die Trägheit der Masse von Membran und Spuhle keine differenziertere Abstufung von Lautstärkenunterschieden mehr zu.

    Zitat

    ...ich hätte ja auch den Verdacht, dass ein Kondensermikrofon vom Prinzip her präziser abstufen könnte als ein dynamisches Mikrofon.

    Trotz der Anmerkungen der Kollegen bist du immer noch bei 'Stufen' – und damit offenbar in einer Gedankenfalle.
    Es gibt in der analogen Welt keine Stufen. Weder in der theoretischen (jede Menge lässt sich in beliebigen Schritten in unendlich viele Teilmengen aufteilen, und jedes Komma lässt sich beliebig verschieben), noch bei den uns in der Praxis interessierenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten; es sei denn wir begeben uns in die Gefilde der Quantenphysik (und selbst diese Welt ist vor allem eins: diffus :D). Die uns vertrauten Maßeinheiten, die uns u. U. zum 'Stufendenken' verführen können, bilden dabei lediglich eine vom Menschen willkürlich gesetzte Skala, um diese analoge Welt gedanklich einigermaßen ordnen zu können. Beim Versuch, sie mit digitalen Messgeräten unendlich genau zu erfassen, scheiterst du unweigerlich an der endlichen Auflösung der verwendeten Messeinrichtung.

    Um bei Mikro/ Lautsprecher zu bleiben: natürlich folgt eine kleine leichte Membran Luftdruckschwankungen präziser als eine große schwere. Aber darüber, darunter und dazwischen gibt’s unendlich viele mögliche Membrangrößen und -gewichte = unendlich viele mögliche 'Auflösungen'. Gänzlich stufenlos.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Dual-Diaphragm Microphone

    • billbo
    • 2. Februar 2016 um 16:45

    Teil 1: keine Ahnung ob es wirklich so ist bzw. ob sich das so ohne Weiteres 1:1 übertragen lässt.
    Teil 2: jedes Mikro, welches seine Nierencharakteristik mittels Hinzufügung laufzeitverzögerter Schallanteile auf die Rückseite seiner Membran erreicht.

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