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Beiträge von billbo

  • Mehrquellen-Beschallung

    • billbo
    • 5. Oktober 2015 um 11:34
    Zitat

    So hatte ich es auch verstanden Wora. Wenn man jedem Instrument natürlich einen eigenen LS spendiert, der ausschließlich für das isolierte Instrument zuständig ist, wäre das tatsächlich mal nen Versuch wert. Ich würd's mir gern mal anhören!

    Kannst du – jederzeit. Besuch einfach ein beschallungstechnikfreies Symphonieorchesterkonzert.
    Dort ist jedes Instrument sein eigener Lautsprecher. Sie strahlen ihren Schall nahezu willkürlich in beliebige Richtungen ab, jedes einzelne davon ein katastrophales Gewirr aus diversen Haupt- und Nebenkeulen. Oft geben mehrere gleiche davon direkt neben- oder in einigem Abstand zueinander den selben Ton wieder, und sie werden dabei auch noch ständig gegeneinander hin und her bewegt. Ein wahres Intermodulationsinferno – es gibt im gesamten Publikumsbereich keine 2 Positionen, auf denen man in Sachen Laufzeiten, Phasenlagen, Frequenzspektrum, Lautstärkeverhältnissen zu irgendeinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise die Chance auf einen identischen Höreindruck hätte. Abmischen tut's der Dirigent an auserwählter Vorzugsposition; alle anderen Anwesenden müssen sich mit dem mehr oder weniger willkürlichen Klangbild begnügen, welches sich für ihren jeweiligen spezifischen Sitzplatz zufällig ergibt.
    Trotzdem ist so etwas für jeden einzelnen Anwesenden ein umwerfendes Hörerlebnis; nicht im Entferntesten vergleichbar mit einer (nach allen Regeln der Kunst, in mono/ stereo/ wie auch immer durchgeführten) Wiedergabe über Lautsprecher.

    Funktioniert also. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Die Neue von Allen&Heath

    • billbo
    • 3. Oktober 2015 um 17:42

    Kein Grund zur Besorgnis - Peter und ich führen solche Diskussionen hin und wieder auch an Werktagen, und ganz 'in echt'.
    Nicht immer sind wir dabei allerdings auf Anhieb so zu 100% gleicher Meinung wie bei Frisuren und Mischpultfabrikaten. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Die Neue von Allen&Heath

    • billbo
    • 3. Oktober 2015 um 15:31
    Zitat

    In der jetzigen Version läuft sogar schon eine ganze Menge, war echt erstaunt.

    Oh.

    Zitat

    Da ist A&H mal auf einen richtig guten Weg gekommen, das ganz Design, die intuitive Bedienung wurden deutlich verbessert.

    Eigentlich ja ein Ding der Unmöglichkeit – ist doch der Vorgänger diesbezüglich bereits das Maß aller Dinge. Ganz knapp hinter X32 jedenfalls, sofern man da aus der Anzahl der jeweils dazugehörigen Fanboy- Threads und Postings (hier im Forum) die richtigen Schlüsse ziehen darf.

    Zitat

    Haptik und Verarbeitung sind richtig (!) gut geworden. Das Output-patching kennen viele von der PM5D, wird nun als Matrix verkabelt.

    D. h. in Sachen Haptik, Verarbeitung, Funktionalität, intuitiver Erfassbarkeit der Bedienoberfläche, unmittelbarem Zugang zu nahezu sämtlichen ständig benötigten Standardparametern, nachvollziehbarer Menüstruktur- Logik, problemloser Konfigurierbarkeit bei laufendem Betrieb - ja sogar u. U. selbst bei der Verwendung von echten XLRs am Bedienteil - nähert man sich peu à peu dem Niveau des letztgenannten Uraltgerätes an? Wäre doch immerhin, nicht mal ganz 1 1/2 Jahrzehnte nach dessen Erscheinen auf dem Markt, vielleicht tatsächlich ein nachvollziehbarer, zumindest aber nicht ganz und gar abwegig erscheinender Schritt!?
    Ich bin jedenfalls gespannt!
    (Und bitte um Vergebung – konnte einfach nicht widerstehen... :D )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 1. Oktober 2015 um 00:04

    :|
    Gab's nicht neulich mal so 'nen Thread über 'Notfall- Mute' für die Monitoranlage o.s.ä.?
    Manchmal muss man Notfälle vielleicht einfach auch mal als solche realisieren. 3 - 2 - 1: > Deins! 8)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Problem iLive MixPad mit iOS 9 auf iPad

    • billbo
    • 23. September 2015 um 13:37

    Zu 1.) Auch dieser Hersteller hat – mit einiger Verspätung – erkannt dass es dumm ist, für Softwarespielkram extra Geld zu verlangen und dafür dann quasi auf ewige Zeiten mit der 'Erwartungshaltung' seiner Kundschaft leben zu müssen.
    Zu 2.) "Was nix kost'- is' auch nix". Alte Schnorrer- und Konsumentenweisheit. Pech gehabt; in deinem Fall leider doppelt. Sofern für Software auch so etwas wie eine zweijährige Gewährleistungsfrist gilt (keine Ahnung), wäre die im Übrigen abgelaufen.
    Zu 3.) und 4.) So what? Entweder du möchtest eine Fernbedienung – dann kauf dir eine (z. B. ein schon erwähntes gebrauchtes Altgerät aus jener Zeit), installiere darauf NUR die Fernbedienungssoftware, und betrachte sie als lächerlich billiges Zubehörteil für dein Altpult, und nichts anderes. Oder eben nicht – dann lass' es halt bleiben. Elektroschrott ist in absehbarer Zeit eh beides.

    Ich kann mich daran erinnern, dass schon zu Anfang der i-Pad Zeit (nicht nur) hier an Board weitsichtige Menschen erkannt und darauf hingewiesen haben, dass man sich damit prinzipiell bedingungslos der Willkür der US- amerikanischen Elektronikspielwarenindustrie ausliefert. Kann man sicherlich machen, ist für kurze Zeit auch alles schön bunt und hip. Aber man muss dann früher oder später unweigerlich eben auch mit den Tücken willkürlich angesetzter Produktzyklen leben.
    Und je mehr 'Pro Audio' diesen Weg Richtung Label-, Mode- und Spielzeugbranche geht, um so schwieriger werden dort langfristig seriös kalkulierbare Investitionsentscheidungen (> 5 Jahre gilt für Elektronikkram heutzutage ohnehin und mehr denn je bereits als seehr langfristig).

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    p.s.: leider war Guma schneller... :wink:

  • verschwinden die FOH Plätze so langsam?

    • billbo
    • 18. September 2015 um 19:11

    "Zeige mir, von wo du dich abmischen lassen musst, und ich sage dir, wer du bist." (Alte Stadtfestmusikantenweisheit) :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 17. September 2015 um 11:37

    Life is live! :D

    Stellst du dir jetzt noch vor, dass dein(e) örtlichen Ansprechpartner ausschließlich russisch, portugiesisch oder kantonesisch sprechen/ verstehen (wollen) - und schon bist du fit für's internationale Tourtagesgeschäft mit den Schönen und Berühmten dieser Welt... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 16. September 2015 um 14:11
    Zitat

    man muß sich einfach nur auf die 3,5mm einstellen, ich habe die immer vorbereitet, ist einfacher als rum zu diskutieren.

    Richtig. Zwei Monacor Di- Boxen und zwei 3,5mm stereo > 2x 6,3mm mono (zwei, damit die Diskussion wer denn für den Wackelkontakt verantwortlich ist auch gleich unkompliziert mit abgefrühstückt ist) sind in Sachen Nervenschonung das ultimative Investment.
    Im Übrigen sehe ich in einer Welt, die sich auf Gedeih und Verderb auf das reibungslose Übermitteln hochkomplexer Datenpakete über RJ45 verlässt, die Existenz von 3,5mm Zuspieler- Stöpselkram relativ schmerzbefreit.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 15. September 2015 um 23:21

    Das ist, wann immer möglich, oberstes Bestreben! Das Programm gestaltet der Künstler; selbstverständlich möchte ich mich als technisches Hilfspersonal dabei so wenig wie irgend möglich in den künstlerischen Ablauf der Darbietung einmischen... :roll: Und es macht auch sehr viel mehr Spaß zuzuschauen, wie die Künstler beim Rumhantieren mit frickeligem Einspielgedöns auf der Bühne so rüber kommen, anstatt sich damit am FOH selbst zum Affen machen zu müssen. :D
    Anders sieht die Sache leider manchmal aus, wenn die Band selbst der direkte Kunde ist - dann heißt es eben Kompromisse finden...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 15. September 2015 um 14:19

    Im Laufe der letzten Jahre habe ich mich geradezu daran gewöhnt, Intros/ Outros/ Zwischeneinspieler/ usw. sogar direkt aus dem Mailprogramm abzuspielen. Das liegt zum Einen daran, dass es vor einiger Zeit nicht so ohne Weiteres möglich war, per Email erhaltene Soundfiles einfach in i-Tunes zu übertragen (hat sich aber, glaub' ich, mittlerweile geändert). Zum Anderen sehen meine Klienten 'Spontanität' häufig offenbar als das höchste Gut künstlerischen Wirkens an – und agieren dann auch dementsprechend. :roll:
    Das hab' ich auch vor 70.000 Leuten schon so gemacht. In diesem Fall ging der (gingen die) Einspieler erst auf die elektronische Reise, als ich bereits ganz physisch- real unterwegs zum FOH war... :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • verschwinden die FOH Plätze so langsam?

    • billbo
    • 14. September 2015 um 11:34
    Zitat

    also ich gebe immer mein bestes, auch für musikstile, die ich eigentlich nicht so mag.
    dafür bin ich auch bekannt, ich hole immer das bestmögliche heraus.

    Aber hallo! Keine Frage. Allein, die Realität...

    Auf der Bühne zu stumpfem Bummbumm- Playback bei noch stumpferer Haudraufschlagerlyrik Kunstschaffende welche sich vergebens mühen, zumindest mal 2 oder 3 halbwegs ordentlich intonierte Gesangspassagen hintereinander zustande zu bringen. Vor der Bühne ein Auditorium, welches davon weder etwas zu bemerken noch sich auch nur im Geringsten dafür zu interessieren, geschweige denn sich davon irritieren oder gar abschrecken zu lassen scheint.
    Am FOH alsbald die quälende Gewissensfrage: erbarmungslos nach vorne mit dem Gesang, oder doch lieber ab damit in die Untiefen des großen Gnadenhall- Sumpfes?

    Das sind schon mal so Situationen, da beginnt mir die Idee des unerkannt irgendwo im Publikum oder hinter der Bühne mit dem i-Pad Herumhantierens tatsächlich ein bisschen sympathisch zu werden. (Oder – alternativ - den Zeltling auch vorne noch komplett dicht zu machen... :D )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • verschwinden die FOH Plätze so langsam?

    • billbo
    • 11. September 2015 um 22:55
    Zitat

    Ein FOH-Zelt schützt ja schon einigermaßen vor Regen, ...

    Es ist auch sonst manchmal so etwas wie die einzige verfügbare Techniker- Minimalschutzzone. Vor Sonne, Regen, Wind, Musikern, Musikereltern, Musikerfreundinnen, Stadtindianern, sonstigen Fachkommentatoren und Tippgebern. Auch deshalb gerne manchmal ringsum so geschlossen wie irgend möglich und in Sachen Berufsethos so gerade eben noch vertretbar...

    Zitat

    Nicht immer ist's der missmutige Veranstalter, manchmal haben die Kollegen auch schlicht selbst keinen Bock mehr, …

    Gut beobachtet! Angesichts von Programmangebot und Publikumsresonanz ertappt man sich schon hin und wieder mal bei dem Gedanken, was man da eigentlich macht und ob und wozu der ganze Aufriss denn überhaupt …
    Ach was! Papperlapapp! Wir lieben unseren Beruf. In all seinen Facetten. Jeden einzelnen Job (auch und gerade Stadtfeste), jeden einzelnen Programmpunkt, jeden einzelnen Ton. Und geben deshalb stets ALLES! Bei Wind und Wetter, jeden Tag, jede Stunde, jede Minute; von Anfang bis Ende, von 10:00 morgens bis 02:00 nachts, von alternativ- autodidaktischem AC/DC- Cover bis zum zarten Zitherensemble.

    Jawohl. So ist das.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • verschwinden die FOH Plätze so langsam?

    • billbo
    • 9. September 2015 um 23:23

    Wora – so rein hypothetisch, liegt es eventuell im Bereich des Möglichen, dass sich bzgl. der Zusammensetzung deines Kundenstammes im Hintergrund insgeheim ein klein wenig latentes Optimierungspotential aufgebaut haben könnte?

    Tatsächlich kann ich mich daran erinnern, dass ich während der letzten 35 Jahre genau 2 mal seitlich neben der Bühne 'FOH' mischen musste. Beide Male lag das letztlich daran, dass wir... also dass ich :oops: beim Laden das Multicore vergessen hatte...
    Natürlich steht auch bei meinen Jobs der FOH nicht jeden Tag an optimaler Position. Meist schlicht dort, wo es unter baulichen/ ablauftechnischen/ sicherheitsrelevanten Aspekten sinnvoll ist. Das ist nicht immer genau an der Stelle, wo ich ihn mir wünschen würde. Aber auch niemals hinter, unter oder neben der Bühne. "Mischen" nach dem Prinzip Zufall (funktioniert WLAN, oder funktioniert es nicht?) musste ich dagegen bisher tatsächlich noch nicht ein einziges Mal. Und ich bin einigermaßen zuversichtlich, dass mir das auch nicht passieren wird.

    Letztes WE habe ich – nach jahrelanger Abstinenz – mal wieder 3 Tage Stadtfest gemacht. Mit allem PiPaPo; die ganz harte Schiene: mit Bieranstich, örtlichem Hobby- Shantychor, Blas- und Dudelsackkapelle der Partnerstadt, Tanzschul- CDs nebst ihren resoluten Besitzerinnen, sich als alternative Jazzer versuchenden Musiklehrern, einer (1! :? ) sehr jungen und erfreulich guten/ originellen Nachwuchsrockband, sowie diversen namenlosen/ auswechselbaren/ unterschiedlich nervtötenden Cover- und Top40- Kapellen. FOHs bei unseren Bühnen - da in Eigenregie und enger Absprache mit Veranstalter geplant - an ordentlichen/ vertretbaren Positionen. Übrigens mit geschlossenen Rück- und Seitenwänden – wenn man da 3x 12 Stunden bei Wind und Wetter drin verbringt zählen auch andere Dinge als nur der rein künstlerische/ akustische Aspekt. :wink:
    Es gab daneben auch Klein- und Kleinstbühnen, auf denen sich 'Party Heinz', 'Country Susi' und 'Lustige Volksmusikanten' jeweils von der Bühne selbst 'gemischt' und die Lichtorgel bedient haben. Der Stimmung an den Bierständen ringsum tat das keinerlei erkennbaren Abbruch.

    Das Bierfestival weiter oben im Thread ist eigentlich ein schauerlich- schönes Beispiel. 19 Bühnen mit 19 mal 3 Nonames drauf. Bei dieser Art von Veranstaltungen zählen erfahrungsgemäß genau 3 Dinge:
    1.) der Bierverkauf,
    2.) der Bierverkauf,
    3.) der Flammkuchen-/ Crepes-/ Currywurst-/ Pizza-/ Folienkartoffel-/ usw.- Verkauf.
    Und das war's. Beim Musik- und Unterhaltungsbeiprogramm ist lediglich von Bedeutung, dass es nicht zu laut und - damit nicht wieder die renitente Anwohnerschaft mit Dienstaufsichtspflichtversäumnisklage droht - rechtzeitig vor Ablauf der Sondergenehmigungszeit zu Ende ist. Budget (so wie früher mal) für irgendwelche Stars oder Namen (mit Ansprüchen, Bühnenanweisungen, Technikcrews, etc.pp.) gibt’s eh keins; das geht heutzutage bereits im Vorfeld komplett für Sicherheitskonzepte, Ordnungsdienste, Absperrungen, Sani- Bereitschaften, Brandschutzbeauftragte, Entfluchtungspläne, den Abnickmeister vom Dienst und Versicherungsprämien drauf.

    Lange Rede, kurzer Sinn: VT in dieser Szene bedeutet Alugerüstbau, Podeste schleppen, Wassertanks füllen, Gitterboxen mit Yellow Jackets wuchten, Werbebanner anbringen, und gut. Die Kunst, egal ob auf, neben oder gegenüber der Bühne, bleibt weitestgehend außen vor – wer sich diesbezüglich zu Höherem berufen fühlt sollte DORT deshalb ganz einfach NICHT arbeiten.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Häufung von Ausfällen RAM Audio S-Serien älteren Baujahrs

    • billbo
    • 3. September 2015 um 23:19

    Nutzungsdauer für Beschallungsanlagen gem. offizieller AfA- Tabelle: 9 Jahre.

    Wenn das mal kein Wink mit dem Zaunpfahl ist... :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Warum klingen Festival Mitschnitte IMMER bescheiden?

    • billbo
    • 2. September 2015 um 12:03

    Toadie, entweder hast du mein Post missverstanden, oder ich verstehe deines nicht.
    Möchtest du sagen, dass
    - es für Außendienstmitarbeiter von Rundfunkanstalten keine Dienstpläne gibt?
    - Jeder Liveübertragungstonler aus dem Stehgreif gleichermaßen stimmig und perfekt Deathmetal, Bachchoräle, Ballermannschlager, Zwölftonmusik, Dixielandkapellen und experimentelle Freejazzensembles abmischen können muss?
    - Bzw. sich ein 'Standardprogramm' für dich genau wodurch auszeichnet?
    - Studios, Produzenten, Toningenieure, usw. im Prinzip überflüssig sind, weil das mit einem simplen kleinen Standalonegerät an beliebigem Aufstellort genau so gut geht?

    Eigentlich ist es doch ganz einfach: stimmt das Angebot von der Bühne (in dem Sinne, dass es bereits sämtliche für die Musik bzw. deren Klang- und Gesamteindruck wesentlichen Bestandteile enthält), dann wird auch die Liveübertragung einigermaßen stimmen – egal ob ein 'Fanmischer' an den Knöpfen sitzt oder 'nur' der Tonler vom Dienst. Ist es dagegen um das Programmmaterial derart bestellt, dass die Sache erst mit gehörigem Input eines spezialisierten Bandtonlers stimmig funktionieren kann, dann ist es schlicht eine Frage von Glück oder Pech, ob der Ü-Wagen – Mensch zufällig eine Ader dafür hat oder eher nicht.
    Daher auch die berechtigte Anmerkung von Simonstpauli: bei 'wichtigen' Anlässen ist es durchaus sinnvoll und üblich, dass ein Vertrauter des Ensembles/ der Band (zumindest mit) im Trailer sitzt. Der FOHler, der Produzent, ein Vertreter des Managements, …
    Insbesondere letzterer übrigens nicht immer nur zur reinen Freude des Ü-Wagen – Teams. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Warum klingen Festival Mitschnitte IMMER bescheiden?

    • billbo
    • 1. September 2015 um 14:20

    Daran anknüpfend noch eine Anmerkung zu (ziemlich unsinnigen) Vergleichen mit 'Zoom'- Mitschnitten etc: letztere sind fast immer Zufallsergebnisse. Vielleicht unter 10.000 Fahrkarten der eine 'Goldene Schuss', bei dem rein zufällig alles gepasst hat – akustische Gegebenheiten, Positionierung des Aufnahmegerätes bzw. der Mikros, Nachhallzeiten des Venues, Spielfreude der Band, Tagesform von Systemer und Band- Livetonler, Reaktionen des Publikums, Schalldruck am Aufnahmeort und Regelzeiten des Dynamikbegrenzers des Aufnahmegerätes. Das dann auszuwählen, ggfs. nachzubearbeiten und anschließend ins Netz zu stellen unter dem Motto "Haha, so einfach ist die Sache eigentlich!" bedeutet... ... genau rein gar nichts, denn es fehlt dabei jegliche Möglichkeit der Nachvollziehbarkeit oder gar Reproduzierbarkeit.
    Der Kollege im Ü- Wagen hat da ganz andere Probleme. Zunächst sitzt er vermutlich hauptsächlich deshalb dort, weil das so in seinem Dienstplan steht. Darüber hinaus hat er höchstwahrscheinlich wenig Beziehung zu dem, was da abläuft; kennt weder die Szene näher noch gar die Gestalten, die da auf der Bühne Töne produzieren. Vielleicht interessiert er sich ja eher für klassische Klavierkonzerte als für Rock/ Pop/ Techno? Möglichkeiten zum Auswählen/ Vergleichen, für etwaige Proben oder gar zu Nachbesserungen hat er auch keine; zumindest bei größeren Angelegenheiten (egal ob RaR, Night of the Proms oder Wacken) geht so was heute fast immer zumindest in Teilen live und direkt über den Sender. Und wie's das Publikum vor der Bühne oder in FOH – Nähe erlebt/ empfindet bekommt er ebenfalls nicht mit.
    Alles in allem also so ziemlich die Summe aller ungünstigen Faktoren wenn's darum geht, wirklich spezifisch 'Sound' machen zu wollen – auf der Habenseite stehen dagegen lediglich der bequeme Ledersessel und die Ümobil- Klimaanlage. Trotzdem kann und wird er in Echtzeit zuverlässig ein zumindest dokumentarisch verwertbares Ergebnis abliefern; genau so wie letztes WE vom Klassik- Open Air, Mittwoch vom Bundesligaspiel, und nächsten Montag von der Ansprache des Oppositionsführers auf der Großdemo hinterm alten Stahlwerk.
    Und genau das unterscheidet seine Arbeit vom Zufallsprodukt aus Zoom & Co mit Aufbereitung an der heimischen Audio- Playstation. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Warum klingen Festival Mitschnitte IMMER bescheiden?

    • billbo
    • 29. August 2015 um 17:08

    Vielleicht hat's ja damit zu tun, dass man in 6 Wochen Studio ein bisschen mehr gebacken kriegt als in 6 Minuten Linecheck beim Changeover?

    Ich darf mich Schotte anschließen: hast du schon mal auf einem Festival gearbeitet? :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I want more of...

    • billbo
    • 29. August 2015 um 16:55

    IWMO: Hotels bei denen tatsächlich noch gilt 'mehr Sein als Schein'.

    Normalerweise hasse ich mittlerweile so ziemlich alles, was sich 'Businesshotel' nennt. Großkotziger Betonklotz, wichtige Lobby, auf Programmplatz 1 in Dauerschleife die frohe Botschaft dass man sich glücklich schätzen kann, in der Mutter aller Hotelketten nächtigen zu dürfen. In Wirklichkeit dann gelangweiltes Empfangspersonal, stickige, nach Teppichkleber und Spanplattenmöbeln stinkende Zimmer, Kissen/ Bettwäsche aus Plastikabfällen, WiFi mies und/ oder teuer, langweiliges Einheitsfrühstück mit lauwarmem Teewasser, Dosenobst und "O-Saft", bei dem's noch nicht mal für die Farbe Orange reicht. Und spätestens ab 07:30 "Housekeeping!"- Alarm.
    Hier ausnahmsweise mal das Gegenteil: altes Ziegelstein- Industriegebäude, unscheinbare Gegend, unscheinbarer Eingang. Dahinter modernes, ausgesprochen gemütlich und individuell eingerichtetes Viersternehotel. Echtholzmöbel, draußen ist's schwülwarm - drinnen angenehm kühl, freundliche Menschen, Kissen mit richtigen Federn statt Plastikmüll drin, jedes Zimmer auf seine Weise gelungen in den alten Bau integriert, Frühstück für hiesige Verhältnisse abwechslungsreich und lecker, Internet 'volles Brett' und natürlich kostenlos.
    Auschecken leider Montag Morgen 03:00 :-(. Irgendwas ist ja immer...

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • billbo
    • 29. August 2015 um 10:29

    Na klar - wo es einen (oder gar mehrere) zusätzliche Taster pro Kanal gibt, ist eine solche Lösung natürlich naheliegend.
    Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir uns hier im low(est possible) Budget- Bereich bewegen. Da wäre eine beleuchtete Tasterreihe mehr u. U. bereits der Exitus für's wirtschaftliche Gesamtkonzept.
    Sparen ohne Kompromisse gibt's im wirklichen Leben nicht - das geht halt nur im wunderbaren Umfeld von Diskussionsforen und ähnlichen virtuellen Welten. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • billbo
    • 28. August 2015 um 18:41

    Ist letztlich sicher Geschmackssache - ich kann mit der Logik 'was leuchtet ist auch an' eigentlich ganz gut leben. Und bzgl. der Alarmfarbe Rot hängt es vielfach doch sehr vom Angebot ab, ob man die Warnung vor ausgeschaltetem oder vor eingeschaltetem Kanal als angemessener empfindet. :D

    Ebenso logisch finde ich, dass im 'Sends on Fader' Modus nicht nur der Fader, sondern auch dessen On-Off- Schalter genau nur für diesen einen Weg zuständig ist, und im 'General Mode' eben für den ganzen Kanal. Das war und ist bei jedem ernsthaften Analogpult genau so; gibt es denn tatsächlich irgendein Pult, bei dem das anders geregelt ist?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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