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Beiträge von billbo

  • Behringer X32 und Midas M32 - Erfahrungsberichte / Fragen / Tipps and Tricks ( X/M32 Hilfeboard für unerfahrene User ab sofort weiter unten im Hobbyforum)

    • billbo
    • 27. August 2015 um 18:11

    Ohne zu googeln und einfach ins Blaue geschossen:
    'On Air' ist die Umkehrung der Anzeigefunktion. Rot = 'an'.

    Und bei einem gemuteten Kanal sind selbstverständlich auch sämtliche Sends gemutet; es sei denn, man kann diesbezüglich Spezialkonfigurationen basteln. Das ist zumindest auf allen Pulten so, die ich kenne; und unabhängig davon, dass man in jedem Kanal natürlich auch einzelne Sends muten kann.
    Das gilt nicht automatisch auch für mute via VCA - da ist die Grundkonfiguration normalerweise so, dass post fade Sends gemutet werden, pre fade Sends aber nicht.
    Sollte bei dieser Kiste alles anders sein?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 27. August 2015 um 12:17
    Zitat

    sie müssen schlecht bezahlte jobs annehmen, ob sie wollen oder nicht.

    Nein. Müssen sie nicht.
    Niemand MUSS mit seinem blinkenden Lampenladen auf mies bezahlten überflüssigen Stadtfesten unter menschenunwürdigen Bedingungen viertklassige Hobbymusikanten betreuen. Gesucht sind hierzulande u. a. Ingenieure, Alten- und Krankenpfleger, Ärzte, Klempner, Bäcker, Mechatroniker, Industrieelektriker, Programmierer, Techniker allgemein. Findet man nichts zu bei Thomann, sind aber alles ehrenwerte, aussichtsreiche Berufe; für jeden Geschmack und Bildungsstand was dabei.
    'Irgendwas mit Medien, Bassboxen oder Veranstaltungen' gehört zur Zeit nicht dazu. Dem sollte man sich als junger Mensch am Anfang seiner beruflichen Laufbahn stellen. Tut man es nicht, muss man's später irgendwann nachholen.

    Zugegeben – das klingt aus dem Mund derjenigen, die es sich nach jahrzehntelangen Irrungen und Wirrungen in dieser Branche auf die eine oder andere Weise halbwegs gemütlich eingerichtet haben einigermaßen arrogant. Ändert aber nichts an den Tatsachen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 26. August 2015 um 21:50

    Diese Erfahrung teilen wir durchaus. In den 90ern (und erst recht dem Jahrzehnt davor) war es recht einfach, mit ein bisschen Standardmaterial, Bastelei und persönlichem Einsatz gutes Geld zu verdienen. Wir fanden das toll – die alteingesessenen Festplatzbeschaller aus dem Umfeld Rundfunk/ 100V/ Radio + Fernsehhandwerk, die wir damit aus dem Markt fegten, weniger.
    Heute, in Zeiten des totalen Materialoverkills, wo der Aufwand für Betreiben/ Lagern/ Entsorgen nicht selten höher ist als der für die Anschaffung, ist das Geldverdienen mit Material eben nicht mehr so einfach. Das Leben ist ein ständiger Lernprozess - ich musste mir z. B. irgendwann eingestehen, dass bei mir Ehrgeiz und geschäftlicher Biss nicht ausreichten, um auf Dauer erfolgreich ein komplexes Unternehmen führen zu können. Weil ich das rechtzeitig erkannt und mich auf meine Stärken und bestimmte Marktnischen konzentriert habe, geht’s mir heute trotzdem gut. Und ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch solche oder ähnliche Erfahrungen in seinem (Berufs-)Leben machen muss. Davor schützen auf Dauer keine noch so gut gemeinten Regulierungsversuche.

    Hab' die Tage ein schönes Gespräch mit einem Backlinekollegen gehabt. Der ist keine Fachkraft für irgendwas, besitzt keine Scheine für irgendwas, keine PSA, außer seinem persönlichen Werkzeugkoffer kein eigenes Material, nicht mal einen eigenen PKW (dafür einen Trecker :D). Aber der ist ausgebucht bis Herbst 2016 und reist mit Lufthansa Senator Card (danke für die Einladung in die Businesslounge 8) ) – einfach weil er bekannt dafür ist, zuverlässig und selbständig auch unter teils widrigen Bedingungen einen super Job abzuliefern.

    Geht also auch heute noch.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 26. August 2015 um 14:34

    Sehen wir's mal etwas differenzierter: wir haben zweifelsohne ein (gewaltiges) Überangebot an Technik. Aber haben wir tatsächlich auch ein Überangebot an (wirklich qualifiziertem) Personal? Haben wir m. E. nicht!
    Bands, Agenturen und große Technikdienstleister haben längst begriffen, dass es nicht auf Material oder Logos ankommt, sondern auf die Skills des Bedienpersonals. Demzufolge buchen sie die wirklich guten Leute oft Monate im Voraus – der Personalstamm für eine Tour z. B. steht häufig schon bevor die Tour überhaupt konkret zu Ende gebucht ist. Und es gibt 'Stosszeiten', da fliegen Tonler/ Lichtler/ Backliner für einen Einzelgig ein paar tausend km um die Welt, weil der örtliche 'Markt' an erwiesen fähigen Crewleuten komplett leergefegt ist. Ein System, welches Flexibilität und Vertrauen auf beiden Seiten voraussetzt – und solches lässt sich nicht verordnen, das muss sich über viele Jahre entwickeln.
    Für die, die durchgehalten, sich hochgearbeitet und einen Namen gemacht haben, funktioniert das System sehr ordentlich. Für das Heer der namenlosen Fachkräfte natürlich (noch) nicht. Aber 'Fachkraft VT' kann maximal die Grundschule des Berufslebens sein; ausreichend allenfalls für 40 Jahre Kabel wickeln, Kisten schieben, Gerüststangen sortieren, Umsonstunddraußenjobs abarbeiten oder Konferenzbestuhlung auf Reihenbestuhlung umbauen. Wer mehr will muss auch mehr machen. Sich spezialisieren, nach Marktlücken suchen, geschäftlich aktiv werden, in 18Std.- Knüppelschichten zeigen was er drauf hat, bereit sein dorthin auszuwandern, wo die Musik spielt – es gibt so viele mögliche Wege wie Marktteilnehmer.
    Das Prinzip ist überall das gleiche, ob bei den Böhsen Onkelz oder bei der Volkswagen- AG; und auch keineswegs auf unser Berufsfeld beschränkt: jammern und/ oder nach gesetzlichen Regelungen rufen nützt auf Dauer nichts. Ausdauer/ Eigeninitiative schon.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Nachtrag: im Handwerk gab/ gibt es die schöne Tradition des 'auf die Walz Gehens'. Also ziemlich genau das Gegenteil dessen, was hier gefordert wird. Das hat jahrhundertelang prima funktioniert. Zufall? :wink:

  • YAMAHA CL/QL V3.1 und Stagemix V5.1

    • billbo
    • 25. August 2015 um 13:55

    Richtig. Erst dann wären wir wieder bei der einigermaßen risikoarmen Möglichkeit 'Update von USB on the Fly' – wenn das örtlich vorgefundene Setup (1 oder 2 RIOs hängen ja immerhin mindestens dran) wg. veralteter Firmware mittags das Tourfile mal wieder nicht schlucken möchte. So, wie das bei M7 eine leichte und auch nicht gerade selten durchgeführte Übung ist.
    Ansonsten riskiert man, dass neue und alte Dante- Firmware nicht kompatibel sind und nach dem (Teil-) Update gar nichts mehr spielt; so war das zumindest beim letzten größeren Dante- Update.
    Erfahrungsberichte daher höchst willkommen. Wer traut sich als Erster? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Seeburg GL 24 Kombination mit G Sub

    • billbo
    • 24. August 2015 um 17:29

    Zum Glück sind Pulte mit Kanallowcut bis 600Hz heutzutage ja gar nicht so selten. Zum Ausgleich dann an den Pre- EQ Sub Aux bitte einen J- Infra o. ä. Keine Probleme mehr mit Phasengängen im Übernahmebereich; und letztlich schickt's so dann auch perfekt für's Ideal eines zeitgemäßen Klangerlebnisses. 8)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Seeburg GL 24 Kombination mit G Sub

    • billbo
    • 19. August 2015 um 21:13
    Zitat

    In Sachen Rückwärtsdämpfung sind die GL Zeilen auf jeden Fall sehr gut im vergleich zu konventionellen Tops.
    Selbst direkt vor den Lautsprechern liegt die Koppelgrenze recht hoch –

    Sorry, wenn ich etwas direkt werde: aber wenn ich solch unreflektierten Blödsinn immer und immer wieder lese schwillt mir mittlerweile manchmal tatsächlich ein bisschen der Kamm. Dabei ist es doch eigentlich so einfach... :roll:
    1.) Schallzeilen koppeln später als vergleichbare konventionelle Tops. Das gilt genau für den Fall, wo der dümmste anzunehmende User direkt davor steht und das Mikro in Richtung Lautsprecher hält. Das liegt zum Einen daran, dass es keinen direkten Hot Spot gibt – die Schallenergie wird stattdessen über einen größeren Bereich (eben die Länge der Zeile) verteilt abgestrahlt. Zum Anderen an den Laufzeitunterschieden, welche das in unmittelbarer Nähe befindliche Mikro 'sieht' – die Schallenergieanteile aus den einzelnen Chassis kommen dort mit einem zeitlichen Versatz an und addieren sich nicht sauber (bzw. löschen sich die Anteile z. T. sogar aus).
    2.) Schallzeilen koppeln früher als vergleichbare konventionelle Tops. Nämlich dann, wenn sie wesentlich schmaler sind als letztere und es nicht um eine DAU – Anwendung geht, sondern um Livebeschallung als fachgerecht ausgeübtes Handwerk. Also: Mikro auf Bühne benötigt (z.B. zwecks Abnahme akustischer Instrumente) möglichst viel GbF im Grundtonbereich, Lautsprecher stehen oder hängen L + R einige Meter daneben. Das liegt daran, dass die Breite einer Schallwand darüber entscheidet, bis zu welcher unteren Grenzfrequenz sie horizontal gerichtet Schall abstrahlen kann (also überhaupt irgendeine Form von Rückwärtsdämpfung zulässt).

    Wer diese einfachen Zusammenhänge nur ein Mal klar verstanden hat kann anschließend selbst entscheiden, ob Stäbchenboxen für seine Anwendungen sinnvoll sind oder nicht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 17. August 2015 um 11:34
    Zitat

    Wie schön kann ein soundcheck sein wenn nur "Personal" auf der Bühne ist :D :lol:

    Das meine ich durchaus ernst!
    Das Grauen im Touralltag sind Bands/ Musiker (oder gar Frontfiguren), die den ganzen Tag auf oder neben der Bühne herumlungern, stundenlang an ihrem Equipment herumfummeln, endlos soundchecken, an allem herummäkeln, dies und das und jenes ausprobieren und/ oder geändert haben wollen. Wofür gibt's eigentlich Proberäume?
    An einem idealen Tourtag hingegen macht nachmittags ganz einfach jeder das, wofür er bezahlt wird und was er am besten kann. Die Musiker Pressearbeit/ Meet & Greet/ Autogramme schreiben/ Ideen und Eindrücke für neue Songs sammeln/ im Tageshotelzimmer ausruhen/ etc. pp. Die Crew bereitet die Show vor, leuchtet Bühnen und nordet Monitoranlagen ein, checkt Hallenakustiken ab, macht Line- und Crewsoundchecks. Und abends finden sich dann alle für ein schönes Konzert zusammen.
    Bedingung ist natürlich, dass alle Beteiligten auf, vor neben und hinter der Bühne zumindest näherungsweise wissen, was sie tun – aber das setzen wir selbstverständlich für jede Konzertveranstaltung voraus, oder? :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    p.s.: okay - bei Bands, die sich keine eigene Crew leisten können/ wollen sieht's vielleicht noch mal ein bisschen anders aus. Aber das fällt als Veranstaltung dann insgesamt eigentlich unter die Rubrik 'braucht eh kein Mensch'.

  • Alternative zu Fischer Amps Ladestationen

    • billbo
    • 16. August 2015 um 18:56

    In diesem Zusammenhang quält mich gerade ein Gedanke: wie buche ich eigentlich korrekt die Nutzung von betrieblich angeschafften teilentladenen IKEA Handsender- Einwegbatterien für private Zwecke (Wecker, Fernbedienungen, Kinderspielzeug, Taschenlampen, usw. usw.)?
    Eine Frage, wegen deren steuerrechtlicher Brisanz vermutlich heute Abend so mancher nicht wird einschlafen können. :?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 16. August 2015 um 13:20

    :?: :shock:

    Zitat

    Sänger die nicht zum Soundcheck erscheinen

    ... gehören auf jeden Fall ins 'IWMO' :!:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 14. August 2015 um 13:48

    Und was ist mit ein bisschen Empathie für den schweigsamen unbekannten Tourkollegen? :D
    Es gibt halt so Situationen (wie die oben skizzierte), da ist einem nach 5 Minuten klar: heute wird ein gaaanz toller Tag :?. Und da reagieren dann unterschiedliche Temperamente eben auf ganz unterschiedliche Art und Weise.
    Der Choleriker brüllt von einem auf den anderen Moment scheinbar ohne Grund los.
    Der Melancholiker verzieht sich für 20 Minuten ins Catering und weint, zumindest innerlich.
    Die Quasselstrippe versucht's über die Schiene 'Sozialkompetenz' anzugehen.
    Der Pragmatiker sondiert das Angebot und beginnt wortlos, aus den vorgefundenen Kostbarkeiten irgendwie eine wie auch immer funktionierende Lösung zu basteln.

    Zum Glück geht’s ja auch ganz anders. Die Tage, in denen man beim Reinkommen merkt 'oookay – ideal geht zwar anders, aber hier agieren offensichtlich sachkundige und erfahrene Menschen – mit denen zusammen wird’s schon werden' sind Gott sei Dank gar nicht mal so selten. Ganz zu schweigen von den Gigs, auf die man sich sowieso freut, weil man weiß, dass im Rahmen des Möglichen dort alles bestens geregelt ist.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 13. August 2015 um 18:20

    treibsand: es gibt (neben vielen anderen) so ein kleines Horrorszenario, welches einen als Tourtonler Mittags zu Arbeitsbeginn auf einer Bühne erwarten kann:

    Sämtliche Zugänge sind zugestellt von Kisten und Kästen der örtlichen Produktion.
    Vor dem, auf dem und um den Drumriser herum lauert ein Wald von bereits bunt verkabelten Mikros aller Art auf ausschließlich großen, schief stehenden Galgenstativen mit Plastikfüßen und abgebrochenen Klemmschrauben.
    Die 8 Wedges 4 unterschiedlicher Baureihen nebst Verkabelung stehen erkennbar seit Monaten an der Position, an der sie eben stehen.
    Auf je einer 80cm hohen Bassbox L + R lauert knapp unter Ohrhöhe eine 70cm hohe ausgemusterte MuFu als Sidefill.
    Auf einer Bühnenseite ragt ein Dritte- Hand- LS9 etwa 1m in die 6m lichte Breite; drumherum 2 LapTops, 4 Smartphones; sowie 4 Fachkräfte damit beschäftigt, gleichzeitig die Monitoranlage 'einzupfeifen' und defekte Endstufen durch weniger defekte Exemplare zu ersetzen.
    Der erste davon erweist sich in Personalunion als Mischer der örtlichen Vorgruppe und fragt, wann denn wohl Zeit für deren Soundcheck ist. Die Jungs sind - weil gleichzeitig Stagehands - nämlich bereits da, probieren stattdessen vor der Bühne aber lieber schon mal ungeduldig ihr gerade zusammengeschraubtes Rackschlagzeug (2x Kick, 2x Snare, 6x Toms, 60 Kilo Messing) aus.
    Fachkraft 5 mag da nicht hintenan stehen und zeigt, was die PA mit von ihr favorisierter EQ- Einstellung in der leeren Betonhalle alles anzurichten imstande ist.
    Während hinter ihm gleichzeitig Nr. 6 per Handy zu ergründen versucht, wie er denn die 6 zugemieteten Wackeleimer ans Laufen kriegen soll.
    Welche derweil an der heruntergekurbelten Truss jedweden Load- Versuch illusorisch erscheinen lassen.

    Vermutlich tue ich Leo damit jetzt ganz schrecklich Unrecht – aber nach knapp 40 Jahren reicht manchmal ein einziges ungeschickt gewähltes Wort, um derlei Bilder im Kopf augenblicklich als reales Bedrohungsszenario wahrzunehmen.

    Vergebung, Euer Ehren! :)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 13. August 2015 um 14:28

    Hmm. Ich war das nicht. :D
    Andererseits: wie oft wäre ich wohl schon im Warnungen- Brett gelandet, nur weil ich einen unkommunikativen Tag hatte und dabei versehentlich die eine oder andere wackere Jungfachkraft bei ihren 'ich-bereite-mir-da-schon-mal-was-vor, damit-ich's-nachher-auch-schön-stressfrei-habe – Träumereien verschreckt habe?
    "Moin. Bühnenplan hat sich wie folgt geändert: ... ; bitte alle Monitorpultkanäle und EQs auf Null; Frontpult auf Factory Reset; Bühne bis auf Wedges komplett leer räumen; Mikros hab' ich eigene dabei; Sidefilltops müssen min. 1m höher."

    Würde das für's Erste schon reichen? :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    edit: hat sich jetzt mit Wora überschnitten...

  • Transport von leichten Moving Heads in Lampendolly

    • billbo
    • 12. August 2015 um 14:15
    Zitat

    Beim Amprack hast du auch keinen Schaum....

    Das gilt für Spielzeugsperrholzschachteln aus dem Netshop, aber nicht für ordentliche Touring- Ampracks (Case-in-Case oder Shockmount- Montage). Aber selbst dort lösen sich früher oder später Verbindungen aller Art – mobil genutzte Technik hat bei täglichem Gebrauch einfach eine sehr begrenzte Lebensdauer.

    Hier soll's ja um Touring o. ä. gehen. Und da zeigt die Praxis: so gut wie jede ernsthafte Voll- oder Teilproduktion hat heutzutage ihr Licht- und Dekogedöns mehr oder weniger spielfertig vormontiert im Auflieger. Übrigens nicht nur Licht auf Dollies, sondern auch Backline, Linearrays in vorverkabelten 4er- Blöcken, Cardioidsubarrays, Wedges, die Cateringküche, ... . Ganz einfach, weil das tägliche neu Zusammenschrauben (sofern das zeitlich überhaupt möglich wäre) auf der Personalseite viel teurer zu Buche schlagen würde als die stärkere Materialabnutzung. Und ganz nebenbei geht beim täglichen Raus-aus-Case - Rein-in-Case ja auch ganz gerne mal was kaputt oder verloren.
    Einziger echter Nachteil: wenn die Produktion diesbezüglich ambitionierter geplant ist als es die Ladesituation an den diversen Venues hergibt. Sattelschlepper ans Festivalbühnenladedock und los ist mit Produktion auf Dollies cool – bei Sattelschlepper auf Straße > 100m Schotterweg > Wendeltreppenhaus/ Personenaufzug > 100m Wirtschaftsgänge > Treppe zur Guckkastenbühne hat man mit Dollies schnell ein bisschen Tagespech. Und ganz schnell auch mal ganz schlecht gelaunte Stagehands. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. August 2015 um 22:26

    Was wäre das Leben ohne Jammerei? :D

    Bühnenspruch eines mir persönlich bekannten Sängers wirklich sehr extremer/ eigenwilliger Musik:
    Die Zeche, die Oppa mir als todsicheres Ding fürs Leben ans Herz gelegt hat, gibt's nicht mehr.
    Den Elektrokonzern, den Vatter mir als todsicheres Ding fürs Leben ans Herz gelegt hat, gibt's nicht mehr.
    Die Kaufhauskette, die Mama mir als todsicheres Ding fürs Leben ans Herz gelegt hat, gibt's nicht mehr.
    Aber ich mach' immer noch Musik.

    Dem wüsste ich nichts hinzuzufügen. :wink:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. August 2015 um 18:42

    IDN (Part1): Süditalienische Shuttlefahrer, deren Fahrstil perfekt mit den Klängen der Rumänischen Deathcore- Speedmetalband aus dem Carsoundsystem harmoniert, mit dessen Hilfe sie ihre geschätzten Passagiere freimütig an ihrem Lebensgefühl teilhaben lassen. Halsbrecherische Landstraßen- Überholmanöver, Dauervollgas und Lichthupe auf der 'Tempo 80/ 100' beschilderten Autostrada. Anschließend dann auf freier Strecke, kurz vor der letzten Mautstelle, erst mal 20 Minuten Pause – weil das in den dortigen Stationen integrierte automatische Durchschnittsgeschwindigkeitskontrollsystem ansonsten den sofortigen Führerscheinentzug zur Folge hätte :shock: - w.t.f.?

    IDN (Part2): Erlebnisorientiertes Reisen mit Alitalia. Gut, mit ein, zwei Stunden Verspätung bei insgesamt 3 Flugstunden und einmal umsteigen von Südspanien nach Süditalien rechnet man sowieso – die Agentur hat Erfahrung und plant (Reisetage, Anschlussflüge, usw.) deshalb entsprechend großzügig. Aber auch das nützt nichts, wenn sich bei der Rückreise nach D der erste Abflug (in Bari) um sagenhafte 4 Stunden verzögert. Milano– Linate deshalb bei Ankunft bereits komplett geschlossen ist. Ganze 2 :? Mitarbeiter sich darum kümmern, 200 erboste Passagiere auf den nächsten Tag umzubuchen, ihnen Hotels nebst Shuttleservice zu organisieren, bereits geschlossene Terminaltüren bei der Secu zur Wiedereröffnung zu beantragen. Geplanter Weiterflug ab Mailand: 21:00. Tatsächliche Ankunft im Nothotel, nach 15Std. Gesamtreisezeit (davon gefühlt 10Std. Schlange stehen): 01:00 irgendwas. Check Out für Weiterflug: 04:30. Und den dann tatsächlich um Haaresbreite beinahe noch verpasst, weil am Flughafen erst noch mal wieder 2 Std. Schlange stehen angesagt ist.
    Der größere Teil der Reisegesellschaft ist unerdessen fast planmäßig über Rom nach Frankfurt zurückgeflogen, ein bisschen außerplanmäßig irgendwo anders zwischengelandet, und vermisst seither das komplette Reisegepäck.
    Zurück im perfekt organisierten Deutschland funktioniert in Düsseldorf der Skytrain nicht, und man muss sich 'irgendwie' vom Terminal zum Bahnhof durchschlagen. Der dort erreichte Regionalexpress bleibt nach 10 min. wg. 'technischer Probleme' auf freier Strecke erst mal für einige Zeit liegen... merkwürdiger Weise sehe ich das, verglichen mit dem einen oder anderen unentspannten Mitreisenden im morgentlichen Berufsverkehr, mit einer gewissen Leichtigkeit.

    Und das alles für ein 'Festival' … :roll: … nun gut, lassen wir das Wort mal so stehen. Wir sind eh ohne große Illusionen angereist und wurden auch keineswegs enttäuscht. Ach ja, irgendwas mit Boxen und Mischpulten war da auch noch. Was soll's.

    Reisen bildet, hält jung, erschließt neue Horizonte und öffnet die Herzen. :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Befähigungsnachweis für Pultbetreuer?

    • billbo
    • 11. August 2015 um 14:36

    In Sachen Erlebnisfaktor war das WE auch sonst nicht ohne,
    Pultkandidat war ein schrottreifer M7,
    mit Workaround wird's dort schwierig, wo die Band MonitorMIX erwartet (also z. B. gezieltes gleichzeitiges Faderschubsen während der Show),
    und das örtliche Fachi......npersonal hab' ich nach 5 Minuten mit ein paar unfeinen Worten Kaffeetrinken geschickt.

    Und danach einen erheblichen Teil der Show damit verbracht, an unkritischen Programmstellen Kanäle auf unverdächtige Kandidaten zu kopieren, Patchings entsprechend zu ändern, und gelegentliche fragende Blicke von der Bühne so charmant wie möglich zu ignorieren.

    Dafür war die Aftershow- Pizza ausnahmsweise mal sehr ordentlich; das hat's am Ende dann noch ein bisschen rausgerissen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Befähigungsnachweis für Pultbetreuer?

    • billbo
    • 11. August 2015 um 12:57
    Zitat

    ... dabei fällt mir ein, dass ein kaputer Digitalpultplatz eigentlich auch einen gewissen Komfortfaktor ( stby im catering ) gegenüber dem weiter orgeln auf einem teildefekten Analogplatz (... the show must go on ) hat. :D

    Aufgrund einer frischen Erfahrung vom vergangenen WE (Festival- In Ear Mixing auf einem Pult mit einer ganzen Reihe von teildefekten Fadern :? ) kann ich glaubhaft versichern, dass man auf diesen vermuteten Komfortfaktor in der tatsächlich real existierenden digitalen Welt auch nicht unbedingt immer zählen kann. Bei Musikern, die diesbezüglich einigen Komfort gewohnt sind, macht 'Sends on Faders in Random- Mode' nicht wirklich Spaß.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das Ende von Rock am Ring...

    • billbo
    • 9. August 2015 um 18:53

    Außerdem: die nächste Steuerprüfung kommt bestimmt. Da kann es nicht schaden im Vorfeld schon einmal ein allgemeines Bewusstsein dafür zu schaffen, dass man 'eigentlich' überhaupt nichts verdient hat. Zumindest die GmbH aus dem komplexen Firmenkonglomerat nicht, der es aus strategischen Gründen seit einiger Zeit sowieso nicht mehr besonders gut geht.

    Um aber fair zu bleiben: es gibt (bzw. gab) durchaus eine ganze Reihe mit sehr viel Idealismus aufgebaute Festivals, die es aus wirtschaftlichen Gründen heute eben nicht mehr gibt. Stetig steigende Auflagen, stetig unverschämtere Gagenforderungen, stetig steigende Publikumsübersättigung. Das kann und wird nicht für alle Zeiten gut gehen.
    (Privat würden mich keine 10 Pferde zu so was hin kriegen; ich bewundere die Leidensfähigkeit der Zahlenden manchmal aufrichtig!)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Befähigungsnachweis für Pultbetreuer?

    • billbo
    • 9. August 2015 um 18:26
    Zitat

    Andererseits sollte ich als Techniker und Mischer die gängigen Pulte auf dem Schirm haben und zum Selbstschutz mich selbst damit auskennen bzw. auseinandersetzen. Im Zweifelsfall eben das eigene Pult dabei haben, sofern man eins hat.

    Diesen Satz finde ich ziemlich wichtig. Aus meiner persönlichen Perspektive bedeutet das:
    Wenn ich mit einer festen Band unterwegs bin, bei der mir alle Personen, Abläufe und Anforderungen vertraut sind, verzichte ich fast immer ganz bewusst darauf, mein persönliches Lieblingspult mitzunehmen. Obgleich das in sehr vielen Fällen problemlos möglich wäre und brauchbare Gerätschaften heutzutage dermaßen klein, leicht und billig geworden sind, dass es auch wirtschaftlich keine echte Hürde mehr darstellt. Einfach nur um 'im Training zu bleiben', neue oder andere Konzepte auch mal wirklich unter die Finger zu bekommen statt nur virtuell damit rumzuspielen, mich nicht selbst unnötiger Weise schleichend zum Fachidioten zu degradieren.
    Belohnt wir das dann in den Fällen, in denen es sowieso nicht anders geht und auf jeden Fall das benutzt werden muss, was man vor Ort vorfindet - und man sich dort dann eben einfacher zu helfen weiß, als wenn man auf nur ein Konzept 'eingeschworen' ist.

    Andererseits: wenn ich nicht weiß, was mich an Programm und Ablauf erwartet (oder ich vielleicht von der Band, mit der ich da unterwegs bin, gerade mal den Namen und einen der Begleitmusiker kenne) - genau dann möchte ich natürlich nach Möglichkeit das Mischgerät am Start haben, was ich im Schlaf beherrsche, und mit dem ich aus dem Stehgreif heraus auf alle Sonderwünsche eine Antwort finde.

    Aussuchen kann man's sich meist sowieso nicht - aber je flexibler man diesbezüglich bleibt, um so seltener kommt es zu echten Alptraumsituationen.

    Mit freundlichem Gruß aus Kalabrien.
    BillBo

    Das Gewitter ist auch schon da :lol: , und die eher alternative Bühne ("Hier regnet es im Sommer nie!") sehr sparsam überdacht... :roll: ... okay, hier im Hotelzimmer geht's erst mal noch :D - mal schaun, was nachher vom Soundcheck heute Mittag noch übrig ist :? )

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