Beiträge von tobias kammerer

    Hallo,


    ich kenne sehr genau den Werdegang der Normen und da waren tatsächlich unsinnige Überlegungen von Physikern im Spiel. Ist aber zu lang, um das hier jetzt runter zu beten. Zum Problem an sich hier, gehe ich auch davon aus, dass die berechnete Dispersion wohl eher nicht hörbar sein wird, aber wer weiß? Speziell der Hinweis, dass die meisten Lautsprecher in sich bereits schlimmeres verursachen gilt für mich an dieser Stelle nicht, denn grundsätzlich klingt ein Lautsprecher nie natürlich, und ein Teil dieses Problemes könnte ja die zerfranste Phasenwiedergabe sein. Somit wäre dann ein Lautsprecher mit glatterer Phase in de Wiedergabe natürlicher, als exakt der gleiche Lautsprecher mit Phasenfehlern. Es gäbe auch genug Studiomonitor Hersteller, die das predigen, was noch lange nicht heißt, dass das stimmt.

    Darum würde mich ja so ein Experiment interessieren. Da wird aber außer einer Uni, der es langweilig ist, keiner die Muße haben, das unter wissenschaftlichen Aspekten mit einer relevanten Anzahl an Testläufen und -Personen durchzuführen. 3 Leute vor einer selbst aufgebauten Anlage hören in der Regel das, was sie gerade hören wollen. Da schließe ich mich selbst nicht aus, weil man sich da einfach Dinge suggeriert.


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Na ja, etwas Physik ist meiner Ausbildung und meinem Beruf ja nicht fern, aber es wird einfach schnell abgetan, wenn es um kleine Größen geht, dass das ja gar nicht hörbar sein kann, Auswirkungen haben kann,... und oft ohne irgendeine Grundlage, die das belegt.


    Leider sind ja auch aus so recht seltsamen Annäherungen über Lautstärke die Auflagen für Publikumsschutz entstanden, die sicher auch nicht genau die medizinische Anfälligkeit des Gehörs widerspiegeln, sonst wären Musiker und Tontechniker durch die Bank mit 50 taub. Da waren viel Physiker zugange, wenig Mediziner. Klar gibt es auch genug Musiker mit Hörschäden, aber in einer Band und im Orchester herrschen ja massiv andere Schallpegel, als 99 db LEQ.

    Das war fast OT, sollte aber nur zeigen, dass oft seltsame, augenscheinlich fundierte Dinge entstehen und verbreitet werden, die oft wirklich keine überzeugende Grundlage haben, wenn man sie hinterfragt.

    Super Beispiel ist hier auch die Jahrelange Überschätzung des Eisengehaltes in Spinat, wegen eines Druckfehlers (falsches Komma gesetzt!). Das wurde dann sehr lange Zeit als Schulwissen quasi als Standard verbreitet, bis mal einer nachgemessen hat.


    So nun gerne weiter zur Sache. Super Thread, doch seit einigen Seiten ohne Gepöbel.

    Tobias

    Den Versuch fände ich ja höchst spannend, weil dem Gehör von den Physikern gerne immer weniger zugemutet wird, als es dann in Wirklichkeit kann. Ich muss aber auch zugestehen, dass ich jetzt in diesem Thema so genau keine Aktien habe, aber grundsätzlich ist die Impulsverarbeitung im Ohr (und Hirn) extrem genau, weil das letztendlich zur Ortung führt und das kann ein Mensch ganz hervorragend. Blinde dann meist noch besser als sehende.


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Wie schon geschrieben dürfte sich, ab dem Punkt wo der Muskel durch übermässige Amplitude des Bassbereiches sich zusammenzieht, also "arbeitet", der Bezug zwischen Referenzton und Bass nicht mehr verändern.

    Wie du an den Kurven siehst ist das aber nicht den Fall.


    Ergo ist der Tiefbassanteil vom Trommelfell entkoppelt und gelangt hauptsächlich über Körperschall in das Gehörzentrum.

    Ich meine Du hast einen Denkfehler, weiß aber im Moment nicht, wie ich es Dir anders erklären soll, damit es ankommt. Warum soll das so sein? Stell dir einen Kompressor vor, nichts anderes ist der Muskel. Wenn Du den Threshold z.B. um 2 dB überschreitest, kommen beim Innenohr 1 dB mehr an (2:1 als Beispiel). Bei 4 dB kommen 2 dB mehr an, usw. Folglich liegen am Innenohr komplett fließend auch immer andere Pegel an, die auch wieder zu einer anderen Beurteilung führen können, da das Innenohr offenbar auch nicht linear arbeitet (siehe Hochtonanteil der FM Kurven). Da steht der Muskel erst einmal nicht im Weg, sondern ändert nur den Pegelverlauf am Innenohr im Verhältnis zum Quellschall am Trommelfell.


    Viele grüße

    Tobias Kammerer

    Also wenn der Versuchsaufbau laut PA Tec stimmt, würde der Dämpfungseffekt zwar eine Rolle spielen, jedoch sich ja automatisch mit in das Ergebnis der Fletcher Munson Kurven mit einbringen, da das zugespielte Basssignal den Reflex auslöst. Das Ohr hemmt mechanisch den Referenzton gleichermaßen wie den Testton, weshalb man - egal wieviel gehemmt wird - irgendwann beide als gleich laut empfindet. Da man dann aber wieder mit niedrigerer Lautstärke am Innenohr hört hat dieses eine andere Unlinearität als es ungehemmt theoretisch passieren würde. Da der Muskel aber "stufenlos" arbeitet und somit der Einfluss langsam mit der Steigerung der Lautstärke bei den Testreihen einfließt, muss man davon ausgehen, dass die Fletcher Munson kurven eben das Gesamtergebnis der Übertragung sind. Egal wie dann im Einzelfall Trommelfell + Übertrager und Innenohr zur Gesamtwahrnehmung beitragen.

    Viele Grüße

    Tobias

    Zum schnellen Subwoofer:

    Bei Subwoofern spielt die eigene Masseträgheit und die Masseträgheit der schwingenden Luft im Konstrukt eine große Rolle (Also Bandpass, Horn, Bassreflex...). Das erzeugt in der Regel Einschwing- und Nachschwingvorgänge, die das Originalsignal stark verzerren (und Zeitversetzt überlagern), auch spielen für die wahrgenommene "Präzision" noch erzeugte Nebengeräusche, wie z.B. Ventilation (Luftgeräusche am BR-Port) und alle möglichen anderen Nebengeräusche wie Partialschwingungen der Membran, Rasseln, Scheppern,... eine Rolle. Diese Nebengeräusche können auch weit oberhalb der Grenzfrequenz des zugeführten Signales sein. Viele dieser Effekte lassen sich bereits in der Impulsantwort darstellen, wobei natürlich die zugeführten Höhen zur Messung dann im normalen Betrieb an einer Frequenzweiche nicht mehr zugeführt werden.

    Fazit: Der perfekte Subwoofer folgt dem zugeführten Signal zu 100% ohne zeitliche Abweichung und ohne Verzerrungen. Dann klingt er "schnell" (wie auch jeder andere Lautsprecher).


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Hallo nochmal,


    ich denke dass das genau garnicht Fletcher Munson beeinträchtigt, da die Gegenwehr ja nicht frequenzselektiv ist. Bei hoher Auslenkung wird einfach bedämpft und somit alle Freuqenzen gleichzeitig. Das ist letztendlich ein frequenzabhängiger aber nicht frequenzselektiver Kompressor. Wie die Fletcher Munson Kurven zustande gekommen sind, wäre an dieser Stelle ehe eine gute Frage, sprich wie war der Versuchsaufbau? Die untere Hörschwelle zu messen ist ja einfach, aber die Linearität ausserhalb dieser Schwelle? Wenn man den Versuchsaufbau kennt, kann man sich erst Gedanken machen, ob diese Bedämpfung dabei einen Effekt haben würde.


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Also die genannten Muskeln im Mittelohr bedämpfen tatsächlich zu große Amplituden und somit in der Regel wohl Bass. Genau bei diesen hohen Pegeln spielt das aber dann eben genau keine Rolle mehr für die Wahrnehmung, da das Ohr als Gesamtding dann schon im linearen Bereich arbeitet. Ich wüsste sowieso nicht, ob die Bedämpfung freqeuenzselektiv ist, wohl eher nicht. Viel Hub bedeutet einfach Dämpfen. Also spielt das wohl keine Rolle bezüglich Frequenzgang, wenn man z.B. mit einem Breitband Rauschen messen würde. Tatsächlich erzeugen hohe Testtöne aber eben zu wenig Hub, als dass der Muskel losarbeiten würde, weshalb man dann solche Dinger als subjektiv lauter empfindet, es kommt auch faktisch lauter (und gefährlicher) am Innenohr an.

    Deswegen hören auch ältere Leute ungern bassstarke Musik, da dieser Muskel wie alle anderen im Alter erschlafft und somit nicht mehr die nötige Gegenwehr bei großem Hub da ist. Vielleicht wurde quasi aufgrund des unlinearen Verhaltens unseres Ohres bei Testtönen ein (falscher) Rückschluss auf einen Hochpasseffekt gezogen, den ich physikalisch aber ebenso wenig sehen würde.


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Hallo


    Ich sehe irgendwie beide Seiten. Speziell auf unebenem Untergrund spielt Nivtec wohl einen kleinen Vorteil aus, da schlichtweg die Anzahl der benötigten Füße geringer ist, als bei herkömmlichen Systemen. Aber auch die haben Ihre Nachteile:

    - Halbwegs empfindliche Mechanik der doch recht speziellen Klemm und Verbindungsmechanismen

    - Aufbau mit einer Person praktisch nicht möglich, weil in die Nuten eingehängt werden muss.


    Wir sind bei APQ hängen geblieben, weil:

    - Die Verbinder und Fußverschraubungen sind so banal, dass sie auch nach vielen Jahren Nutzung keinen nennenswerten Ärger machen.

    - Relativ leicht

    - Preiswert


    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Hallo,


    ich stehe total auf die PerforLine von Gäng Case. Da wird ein anderes Profil als üblich verwendet und mit einem Kleber verklebt. Dadurch ist der Gesamtaufbau deutlich stabiler, als man es von bisherigen Caseprofilen kennt. Die 6,5mm Cases sind damit locker so stabil, wie bisher 9,5mm. Das Profil selbst ist auch sehr leicht, da z.B. auch die Kugelecken sehr "schlank" sind. Natürlich spreche ich dann nicht von einer ebenbürtigen Durchschlag-Härte des Holzes gegenüber z.B. einem spitzen Gegenstand wie bei 9,5mm. Aber wir nutzen tatsächlich nur noch die PerforLine Racks und Cases und sehen da keine Nachteile im Alltag.

    Kunststoff Sandwich geht auch, ebenso z.B. bei Gäng Case, aber ich bin damit nie so glücklich geworden, da das doch recht biegsam ist und bei langer Nutzung auch gerne einmal etwas ausreist. Wenn man es nur im Kofferraum nutzt, sicher auch ein gangbarer Weg. Ein paar Cases schwirren bei uns so rum, letzrtendlich geht es auch.

    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Das System 10 klingt schon deutlich besser, da es eine digitale Übertragung hat. Bei guten Bedingungen (Sichtlinie) ist die Reichweite wohl vergleichbar, wenn Hindernisse im Weg sind wird es schneller brenzlig, weil die kürzeren Wellenlängen mehr bedämpft werden. In Deinem Anwendungsfall sehe ich da aber kein Problem. Durch das automatische Spectrum Management läuft es in der Praxis wahrscheinlich auch ausfallsicherer als das ATW-13.

    Viele Grüße

    Tobias

    Was mit dem Budget Handmikro los ist, kann man per Ferndiagnose nicht wissen.


    Die AKG Clips klingen allerdings ab Werk seit 30 Jahren einfach so bescheiden, dass das ATM350 danach ein echtes Erlebnis ist. :)

    Sorry, ich habe zu undeutlich gepostet. Mir ging es um das Handheld Funkmikrofon und da um das entsprechende Konkurrenzmodell von Audio Technica (2,4 GHz). Das hat mit Clipmikros nix zu tun.


    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo,


    das AKG scheint defekt zu sein, mit der Frequenz hat das nichts zu tun. Man kann schon die günstigen Audio Technica kaufen, klingen für mich minimal besser als die AKG (Der Funk ist besser, das Mikro aber auch kein Knaller). Eigentlich sind auch die WMS-40 Mini nach wie vor eine Otption.


    Viele Grüße

    Tobias

    Hallo Leute,


    möchte vor Andreas Macan aus Hohenfurch warnen. Das ist ein DJ, der bei uns Equipment mietete und diese Rechnungen nicht mehr bezahlen kann. Auch der Gerichtsvollzug führt zu nichts, weil es offenbar derzeit nichts zu holen gibt. Wir haben einen gültigen Vollstreckungsbescheid,..., diese Warnung ist also nicht mal schnell nur so dahingesagt. Falls er noch Versucht anderweitig an Euqipment zu kommen, dann sei man eben gewarnt.

    Viele Grüße

    Tobias Kammerer

    Hallo liebe Forengemeinde,


    uns wurden in der Zeit vom 23.06. bis 29.06.2019 von einem Parkplatz (Industriezone 30, A-6460 Imst) die PA-Wings unserer Stagemobil XXL Mobilbühne gestohlen. Das sind letztendlich 3-Punkt Traversen, die aber jede Menge Sonderteile angeschweist haben und zum Teil auch Sonderlängen haben (2 Teile ca. 4m, 4 Teile 1m, 2 Teile ca. 1m mit montierten Spindelfüßen. Sollte man also über Traversen am Markt stolpern, die eben Endanschläge mit angeschweissten Dornen oder Platten mit geschlitzten Löchern,... haben, dann könnte das ja was von uns sein.


    Für Hinweise sind wir Dankbar

    Viele Grüße

    Tobias