Beiträge von robert müller

    Ich glaube, wenn du ein 480er oder 6000er an ein Pult anbinden willst, langen erst mal 8 oder 16 Kanäle, oder? Wenn wir über so viele 480er oder 6000er reden, dass da eine oder zwei MY-Karten nicht reichen, dürfte die Kohle für eine Rivage-IO-Box auch keine Geige mehr spielen.


    Zu Waves-Integrationen kann ich nix sagen, also weiß ich auch nicht, wie es da mit Latenzen aussieht. Ich kann mir aber irgendwie nicht vorstellen, warum eine MADI-Bridge mehr als in paar Samples Latenz in ein System einfügen sollte.

    Seit ich mir mal beim Stativablassen die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger zwischen dem Stativoberrohr und Stativunterrohr eingezwickt habe……. fass ich kein Metallzeug mehr ohne Handschuhe an.

    Oh ja, das tut so richtig gut und wirkt nachhaltig. ;-)

    Sorry, einem Fanboy will ich nicht widersprechen. ;)


    P.S.: Mal ne Frage: Hast du eine Rivage?

    Ich bin weder Yamaha-Fanboy noch hab ich ne Rivage. Hergort, ich hab ne Rivage noch nie live gesehen. Ich arbeite aber dennoch oft genug auf Yamaha-Pulten. Die Dinger sind halt Mal lange Zeit Industriestandard gewesen und prägen den Digitalpultmakrt bis heute. Das kann man doof finden oder auch nicht.


    Ich beschäftige mich jedenfalls mit allen Informationen, die es zu den verschiedenen Pultsystemen im Netz so gibt, einfach um im Fall des Falles zu wissen, was mich da so erwartet. Da fliegt dann schon Mal ein Digico-Editor auf meinem Laptop ein, obwohl ich noch nie auf so einem Pult gearbeitet habe. Einfach weil mich interessiert, was es da so gibt. Und bei der Rivage haben mir 5 Minuten auf der Produktseite von Yamaha gereicht, um zu verstehen, wie das mit den Karten gedacht ist.


    Welches Pult habe ich selbst? Ich hab tatsächlich ein X32, gebraucht gekauft für ganze 650€. Warum? Weil das für die Baustellen, wo ich tatsächlich selbst ein Pult stellen muss, ausreicht und für mein Nutzungsprofile die einzig wirtschaftliche Option ist. Und da ich mit der Bedienung gut klarkomme, ist meiner Meinung nach sehr an Yamaha angelehnt.


    Ich laufe jetzt aber nicht durch's Forum und disse alle anderen Pulthersteller. Ich mag mein Pult, weil ich es gut kenne, gut drauf arbeiten kann, kenne aber auch seine Schwächen und Grenzen. Gleiches gilt für VI, alles von Yamaha ab DM2000/PM5D an sowie alles ab iLive/GLD, nur dass ich diese eben nicht selbst besitze.


    Wird's jetzt klarer?

    Stimmt. Mit 8 Kanäle.

    Klar - wenn die Karte mit 96kHz nur 8 Kanäle kann, dann ja. Ob MY-Karten bei 96k überhaupt mehr als 8 Kanäle konnten - keine Ahnung. Wenn nicht, wird es so eine Karte eh nicht geben. Wenn doch, warum sollte das dann im Rivage-System nicht funktionieren? Es geht hier im Thread konkret um eine 48kHz-AES-Karte, die eben mittels SMUX auch 96k-Streams ausspielen kann - dann selbstverständlich bei reduzierter Kanalzahl.

    Ist doch allemal besser, als die Karten gar nicht nutzen zu können, oder?

    Ausser Dante, Madi und Twinlan gibt's da aber noch nichts anderes.

    Du wirst es nicht glauben - Es gibt Stageboxen für Rivage, oder man nimmt die RIOs per Dante. Da gibts dann analoges I/O satt, oder AES I/O, alles per RY-Karten. Dante und MADI als systemübergreifende Schnittstellen sollten doch eigentlich auch reichen. Wenn man auf andere Formate will, gibts immer noch die Kiste von Appsys oder oder oder. Was nativ eigentlich wirklich fehlt, ist Rocknet (außer halt über MY) - mal sehen, ob Riedel da noch was bringt. Obwohl ich auch niemanden kenne, der das noch nutzt. Vielleicht im Rahmen von Mediornet, aber das kenne ich nicht wirklich.

    Wie auch immer - die wichtigen Schnittstellen sind dabei.


    Jetzt mal ganz ehrlich: Yamaha gibt den Leuten die Möglichkeit, alte Karten weiter zu benutzen, während für die Rivage parallel ein neues (besseres) Kartenformat eingeführt wird - und du schreibst, sie haben den Flaschenhals ins Rivage übernommen? Das ist jetzt aber mal ganz weit hergeholt.

    Da kann ich mich auch hinstellen und sagen: "Guck mal, am VI hat Soundcraft noch AES I/O. Was'n Flaschenhals, das macht ja nur 2 Kanäle pro Kabel." Den direkt nebendran im Local Rack verbauten Optical MADI für die Stagebox mit 64I/O ignoriere ich dabei mal gekonnt...

    Für die MY-Slots? Ja klar, man kann ja nicht einfach jetzt Dinge mit den Karten machen, für die das Slot-Format nie gedacht war.

    Dass es im Rivage-System überhaupt MY-Slots gibt ist eingentlich eher positiv zu sehen - bleiben doch so die alten Karten weiter nutzbar. Es gibt im Rivage-System aber auch das neuere HY-Kartenformat. Da gehen deutlich mehr Kanäle drüber. Die HY-Dante-Karte kann z. B. 144 rein-raus bei 32/96, die TwinLANe-Karten schaffen 256 Kanäle.

    Also grade so ein File von einer M32 wûrde ich feierlich verbrennen wenn ich die Möglichkeiten einer HD96 bekomme. Neue Besen kehren gu

    Gerade bei den kleinen Konsolen ist es ja auch oft so, dass man Sachen, die diese nicht können, per Workaround löst, den man dann auf einem besser ausgestatteten Mischgerät nicht mehr braucht. Da wäre das konvertierte File (so das denn halbwegs sinnvoll ginge) nur unnötig kompliziert.

    Ich verstehe das so, dass das lokale Personal schon in der Lage ist, die VA sauber abzuwickeln, und wolferl nur das spezielle Processing bereitstellt und natürlich einweist und erklärt, was da passiert und wo ggf. nochmal wie eingegriffen werden sollte.

    Trotzdem muss wohl jemand vor Ort sein, der das System kennt (vielleicht sogar mit konzipiert hat) und weiß, wo im Havariefall wie eingegriffen werden muss um wieder Redundanz herzustellen. Eine virtuelle HV macht jedenfalls nicht der HKS oder DJ aus dem nächstgelegenen Dorf.

    Ich hab das jetzt mal nochmal aus deinem Eingangspost kopiert.

    Wenn ich dich vorhin richtig verstanden habe, stellst du im Prinzip ein großes vorkonfiguriertes Siderack (ob jetzt virtuell oder analoge/digitale Hardware sei mal egal) bereit, das für den jeweiligen Anwendungsfall die entsprechenden Bearbeitungsketten per Insert bereitstellt.

    Den 2. Insert brauchst du für den Automixer, falls der per Pult-Plugin im Insert realisiert wird, weswegen der 1. für dein Rack prefade, der 2. postfade sein muss.


    Wenn das deine Aufgabe bei der ganzen Sache ist, warum machst du dir dann überhaupt über Netzteilredundanz und Funkstreckenkontrolle Gedanken? Das einzige, was nach meinem Verständnis der Aufgabenstellung wirklich wichtig ist, ist doch, dass du deinen prefade-Insert bekommst und der Automixer trotzdem korrekt postfade läuft. Alles andere ist doch dann Sache des Verleihers, oder?

    Also so ganz verstehe ich die Anwendung nicht. Du vermietest eine Turnkey-Lösung, die an ein bestehendes Pult angedockt wird. Was wird denn da übergeben? Ne Summe wird's ja nicht sein - da wäre ja egal, was dahinter kommt.

    Hehe, das erinnert mich an meine Theaterzeit. Wenn man als einzelner Techniker, der Ton/Licht und manchmal noch ein bisschen sonstiges Geraffel fährt, zu 270° von Gerätschaften umgeben ist, die alle bedient werden wollen...


    Einmal hab ich beim Musical mit links Ton gemacht, während ich mit der rechten Hand auf dem Keyboard den kurzfristig ausgefallenen Bassisten ersetzt habe. Dafür musste dann der Lichtkollege (bei der Produktion waren wir tatsächlich zu dritt) aus der Technikecke raus, damit das Keyboard reinpasste. Dafür war ja dort Platz, wo sonst der Basser stand. 😋