Beiträge von robert müller

    Noja, wir hatten bei uns in der Truppe auch mal das Problem, dass unsere Bläser sich über matschigen Sound auf dem Kopfhörer beschwerten, den sich niemand so recht erklären konnte. Damals wars der Kopfhöreramp, der den Pegel nicht bringen konnte, den die Herren auf dem Ohr brauchten, wenn sie neben dem Drum standen.

    Bei leisen Passagen war immer alles gut, aber sobald mal ein bisschen Dynamik ins Spiel kam, waren die quasi im Blindflug. Ich hab das damals selbst gehört, das klang fürs ungeschulte Ohr wirklich nicht so, wie man es bei einer Übersteuerung erwarten würde.

    Insofern ist diese Arbeitshypothese hier gar nicht so abwegig.

    Ich muss jetzt mal wegen deiner 30 Personen fragen: Habt Ihr das Set einfach 3 Mal gekauft und betreibt jetzt die 30 Empfänger an einem Sender?

    Mich interessiert das, weil in der Beschreibung nix weiter dazu steht, ob die Teile vielleicht individuell gepaart sind und man daher dieser nicht entnehmen kann, ob das bei diesem System einfach so geht.

    Ich seh da nen ziemlich durchlöcherten Thread, der ein wenig erahnen lässt, was damals abgegangen ist.


    Immerhin verstehe ich jetzt die Yacht-Anspielungen hier, die immer mal wieder kommen. Bin dafür fünf Jahre zu spät ins Board gekommen... ;-)

    Was ich da erwarte? Verschliffene Signale, die sich in fehlenden Höhen ausdrücken. Ob das deutlich hörbar oder nur im extrem hohen Bereich messbar ist, vermag ich allerdings nicht abzuschätzen.


    Bei den Kondensatoren könnte ich mir noch vorstellen, dass es Probleme mit der Phantomspeisung gibt.

    Ich mache in der Regel auch ein Projekt pro Song, eben auch wegen der Edits etc.


    Ich achte darauf, dass alle Projekte den gleichen Aufbau haben. Das erleichtert die Übernahme von Einstellungen ganzer Kanalgruppen zwischen den Projekten. Meine DAW (Cubase) erlaubt das recht komfortabel.


    Alternativ erstelle ich aus dem Grundmix ein leeres Template und ziehe mir dann die Events des nächsten Songs in dieses leere Template.


    Wenn es was durchgehendes werden soll (Ton zum Videomitschnitt z. B. eines Musicals) achte ich darauf, dass die Songs am Ende den Timecode haben, der den Quellevents in der Originalaufnahme entspricht. Dann kann ich diese Songs am Ende einfach über die Funktion "zum Originalzeitpunkt einfügen" wieder samplegenau ins Sammelprojekt ziehen, wo sie dann mit Atmo, Dialog etc. zusammengemischt werden.


    Die genaue Vorgehensweise hängt dabei natürlich vom Projekt ab.

    Genau. Und wenn der Drummer dann halt sein sündhaft teures DW oder Ludwig-Drumset zeigen will, dann soll er halt E-Drum-Trigger (Mesh-Heads mit beispielsweise DDdrum-Triggern) montieren und Lownoise-Becken verwenden. Ich stelle fest: Überall dasselbe auf dieser Welt... Irgendwie sollten Drummer und E-Gitarristen mit ihren ollen Marshall-Half bzw. Fullstacks von Bühnen verbant werden. Dann wäre endlich Ruhe im Hühnerstall 8)8)

    Dann nerven aber die Bläsersätze, wenn sie dann von hinten oder der Seite auf die Bühne blasen.

    Am besten wir nehmen nur noch Keyboards oder am besten gleich Halbplaybacks.

    .

    .

    .

    Ach, wenn wir schon dabei sind: Lasst uns Vollplaybacks nehmen. Dann ist auch die Autotune-Problematik aus dem anderen Thread gleich mit erschlagen. Die großen komplizierten Mischpulte brauchts dann auch nicht mehr, es reicht ein Stereo-Lautstärkeregler... ;-)

    z.B. Roland TD-12 gebraucht. Aus heutiger Sicht klanglich nicht der Weisheit letzter Schluss, dafür bezahlbar. Gerade für die poppingen Sounds bei Musicals absolut tauglich. Mein Bruder spielt damit in einer Party / Top40 Band.

    Ja, oder auch TD-10 oder TD-20.

    Ich hab mal mit ner Hochzeitsband gespielt, da hatten wir ein TD-20, damits nicht zu laut wird. Schön ist anders, wenn man einfach nur ein Preset nimmt und den Stereo-Out benutzt. Einfach zu prozessiert, zu plastikmäßig.

    Man kann das aber deutlich aufwerten, wenn man die Einzelouts benutzt und vor allem den internen Hall abschaltet und dann stattdessen ganz klassisch Drumhall auf dem Pult macht.

    Ich glaube auch, mich erinnern zu können, dass man an den Sounds selbst arbeiten kann und ihnen einiges vom prozessierten Charakter wieder nehmen kann.

    Am Ende hatten wir eine Lösung, die zwar etwas anders klang als ein echtes Naturset, aber gerade im Kontext gut funktioniert hat. Dem Gesamtklang war damit wesentlich mehr gedient als mit einem zu lauten Naturset.

    Ich bin nun alles andere als ein Musical-Experte. Aber ich nutze ein E-Drumset als Midi-Controller via USB für Slate Drums als Plugin in Ableton. Dazu ein simples 8-kanaliges Interface und schwupps hast du 8 Drum-Outs mit unterschiedlichsten Sounds für bezahlbares Geld.

    Wie sieht's denn da mit der Latenz aus? Hab da wenig Erfahrung, ab wann die als störend empfunden wird.

    Entgegen meiner obigen Aussage erinnere ich mich gerade wieder an eine lang laufende Kategorie-III-Produktion (Amateurtheater mit fester Spielstätte), in die ich erst nach der Premiere reinkam. Da gabs schon ein E-Drum (Yamaha DTExpress).

    Da mit das nicht gefallen hat, habe ich damals einen alten AKAI-S1000 besorgt und mir da entsprechende Samplesets zusammengestellt, die ich dann über die Einzelausgänge ins Pult geschickt habe. Das DTExpress war dann nur noch MIDI-Controller für den AKAI.

    Da habe selbst ich einen Unterschied in der Ansprechgeschwindigkeit gemerkt, obwohl das ja alles in Hardware war.

    Ich bin ja nun auch kein Drummer, bin daher zum ganzen Thema Spielgefühl und Drum korrekt stimmen etc. nur bedingt bis nicht aussagefähig.

    Ansonsten bin ich auch der eher harmoniebedürftige Typ und mache gerne Kompromisse, wenn das dann für alle Beteiligten passt. Bei "meinen" Shows, die sich alle in Kategorie III, manchmal an II kratzend, abspielen, bin ich bei einer Produktion mittlerweile als MD unterwegs (das ist dann die, die an II kratzt). Das andere sind dann Sachen, die sich so ergeben, da bin ich meist als Tonmädel für alles gebucht, während der Show dann FOH. Irgendwas schätzt man an meiner Art zu mischen - ich weiß ehrlich gesagt selbst nicht was. Meist gefällt mir das, was andere Kollegen machen, besser. ;-)

    Bei keiner dieser Produktionen konnte ich bisher ein E-Drum durchsetzen. Speziell bei meiner eigenen, wo ich ja MD bin, hätte ich sicher die Position, das zu verlangen - aber so lange es nicht sein muss, tue ich das nicht. Ich verlange dann aber auch im Gegenzug Lautstärkedisziplin vom Drummer. Das klappt meistens dann ganz gut. Im Notfall gibt's ne kurze Ansage aufs InEar.

    Drumcomputer mit mehreren Ausgängen.

    Das würde ich auch vorschlagen. Gerade bei einem Verein, der sich 24 Strecken Funk leistet (ob jetzt t-bone oder nicht) sollte doch auch das Geld für ein gebrauchtes V-Drum mit Multi-Outs drin sein. So ein TD10 ist zwar nicht der neueste Schrei, aber wenn man das richtig einstellt und sich dann Kick/SN/HH als Mono und die Toms und das restliche Blech als zwei Stereosummen rauszieht, kann man da schon ganz gut im Mix mit arbeiten.


    Nicht jeder Drummer sieht das ein, manche erzählen mir auch, dass das Set klingt erst bei entsprechender Anschlagstärke so klingt, wie sie abliefern wollen. Ich sage dann immer, dass mir der geilste Sound vom Set nichts nützt, wenn er

    a) in der Halle sowieso komplett vermatscht und darüber hinaus

    b) noch den kompletten Sound der restlichen Produktion versaut.

    Lieber nur 80% geiler Schlagzeugsound, aber dafür ein insgesamt stimmiges Ergebnis, als 100% Schlagzeug und niemand hat was davon.

    Ich hab die HSE-150/SK. War gerade tatsächlich verwundert, dass die auch nur bissi über 50 € kosten, hatte wohl irrtümlich was um 70-80 im Hinterkopf. However, Sachlage wie bei Euch...

    Ich hab hier die HSE-150A/SK. Das ist wohl das selbe Headset, nur mit wechselbarem Kabel. Da passen dann auch deine 70-80€ wieder.

    Dazu noch ein paar HSE-152A/SK - das ist die Niere.


    Abgesehen davon, dass die 150er schon vernehmlich rauschen (zumindest deutlich auf Kopfhörer - die 152er dank ~10dB niedrigerer Empfindlichkeit noch deutlich mehr), finde ich die Kugeln bei leiseren Sprechern schon etwas feedbackanfällig. Da kann man mit der Niere - wenn sie denn nicht verrutscht - manchmal schon glücklicher werden.


    Für Büttenreden zu Fasching find ich sie um den aufgerufenen Kurz ganz brauchbar. Da stört auch das Rauschen nicht, so ruhig ist das Publikum da eh nicht. ;-)

    Musicals damit zu machen hab ich mich bisher noch nicht getraut - hatte aber seit dem Kauf Anfang letzten Jahres sowieso noch keine Gelegenheit dazu.


    Ende letzten Jahres haben wir bei meinem Arbeitgeber eine firmeninterne Informationsveranstaltung wegen Corona als Stream umgesetzt. Da hatte ich die dann dabei, und mich persönlich hat das Rauschen da schon gestört. Hatte aber auch die ganze Zeit den Kopfhörer auf - auf den Endgeräten war das eigentlich kein Problem, wie ich später in der Aufzeichnung feststellen durfte.


    Man muss das alles natürlich im Kontext des aufgerufenen Kurses sehen, und da schlagen sich die Dinger schon ganz ordentlich. Viel falsch machen kann man bei dem Betrag ja nicht, man kann also einfach mal testen.