Beiträge von robert müller

    Auf die Gefahr hin, hier jetzt völlig OT zu sein (im d-live-Forum war ich es wohl mit dieser Frage);(Pult steht auf Tisch in Arbeitshöhe, bequemer Stuhl zum Sitzen ist schon vorhanden! ): Die SQ-Pulte haben doch, genauso wie die QU oder GLD rückseitig einen USB-B-Anschluss für mehrkanalige Nutzungen: Besteht die Möglichkeit, zwei oder mehr PC an diesen Port zu bringen und gleichzeitig zu betreiben? Hintergrund ist: Kunde will von (derzeit zwei) PC einspielen können, ohne die digitale Ebene zu verlassen. Geht das? Über einen HUB?

    Da diese Frage bisher nicht in einen eigenen Thread abgetrennt wurde, hier meine Idee dazu im SQ-Thread:

    Wenn es unbedingt digital sein muss und nicht viel kosten soll, käme noch Dante VIA infrage. Ein Rechner wird dann per USB ans Pult angeschlossen und übernimmt das Routing der von Rechner 2 per Dante angelieferten Audioströme zum USB-Interface.

    Persönlich würde ich allerdings einfach zwei ordentliche Audio-Interfaces an die Rechner hängen und analog zuspielen. Ich halte das für betriebssicherer als alle Audionetzwerklösungen.

    Na ja, zuteilen lassen kann man sogar bis 823 MHz. Aber da ist überall LTE-Downlink, außer von 788-791. Das sind grad mal 3 MHz. Schutzabstand zu den Downlinks sollte man auch einhalten. Ne Frequenzurkunde braucht man auch noch. Die kostet erst Mal 130€, plus (geringe) laufende Gebühren.

    Ich würde da eher zu Sennheiser G3 im E-Band tendieren. Das wird zwar gebraucht wohl teurer, aber ist m. E. für den Anwendungsfall besser geeignet. Und man spart die Kosten für die Zuteilung.

    Finger weg! Nicht wegen G2 oder G3 (wobei Letzteres wohl deutlich weniger rauschen soll). Sondern einfach, weil der Frequenzbereich nicht mehr zulässig ist. Und selbst wenn dir das egal wäre: störungsfrei funken kannst du dort nicht mehr.


    Allgemein gesprochen: Wenn euch die Strecke klanglich zusagt, spricht nichts gegen Gebraucht. Aber dann muss der Frequenzbereich passen. Bei Ew wäre das tatsächlich eher G3, da hier die Schaltbandbreite etwas höher ist. Beim E- und C-Band macht das gerade einen nicht unerheblichen Teil der jeweiligen Mittenlücke aus.

    Ich weiss ja Grad nicht, ob du da mit Windows 7, 8 oder 10 arbeitest. Aber eine Suche im Startmenü nach "Dienste" fördert normalerweise das gleichnamige Interface zutage. Dort drin gibt's ne Liste sämtlicher Dienste samt Beschreibung, Startmodus und Status. Außerdem kann man hier so ziemlich jeden Dienst starten, stoppen oder resetten. Ist eigentlich selbsterklärend für jeden, der grundsätzlich nen Computer bedienen kann.

    "WARNING

    The Dante Via Manager service is not running. Please check the Dante Via Manager service (dantevia.manager) in your running services, and restart if required"

    [...]

    hat von euch jemand eine plausible erklärung?

    Hast du denn mal gemacht, was die Meldung gesagt hat?

    Ich hab das unter Windows auch schon erlebt, dass ein Dienst Mal nicht richtig startet (genau genommen unter allen Betriebssystemen schon, die sowas haben).

    Oft reicht es dann, den Dienst neu zu starten. Beim Systemneustart gilt das Gleiche.

    Wenn der Dienst sich nicht starten lässt bzw. beim Systemneustart nicht mehr richtig mitstartet, hilft es oft, Mal die Logos durchzusehen. (Geht bei Windows in der "Ereignisanzeige".)

    Unabhängig davon: Was mach man mit Post-Fader Metern?

    Ich benutze sowas ganz gerne, wenn ich ne größere Menge Sänger (einzelmikrofoniert) homogen zusammenmischen will. Man könnte natürlich sagen, ich mache beim Soundcheck einmal den Gain für die Mikros und dann muss das passen - oder noch stringenter, ich setze beim Soundcheck den gleichen Gain für alle beteiligten Kanäle und setze alle Fader auf den gleichen Wert. Aber wir machen ja nicht immer nur Klassik...


    Jedenfalls kann Post-Fader-Metering dabei durchaus ne Hilfe sein.

    PS

    das hat jetzt aber echt gar nicht mehr viel mit der ausgangsfrage zu tun... obwohl ich es natürlich interessant finde :-)

    Kommt drauf an. "Überwiegend künstlerisch tätiger Datenschutzbeauftragter" klingt doch nach einem spannenden Aufgabenfeld, wäre für den AG wieder günstig abzurechnen und dem Wortsinne nach wieder voll im Fokus des Threads. ;-)

    Hast Du Dich auch mit dem Thema der Haftung für den DSB auseinander gesetzt? Ein Bekannter von mir, der in einem anderen Bundesland im ÖD arbeitet, hat von seinem Landesdatenschutzbeauftragten 50 Seiten Informationen zur DSGVO bekommen mit einem schönen Satz irgendwo mittendrin: "Eine persönliche Haftung für DSB kann künftig nicht ausgeschlossen werden."


    Hi,

    ich hatte gerade letzte Woche eine Schulung zum Thema, was sich vom alten BDSG zur neuen EU-DSGVO und zum neuen BDSG so ändert.

    Haften muss man als DSB *normalerweise* nicht, da die Haftung für Verstöße gegen den Datenschutz beim "Verantwortlichen" liegt - beim internen DSB ist dies der Arbeitgeber.

    Allerdings - und das ist jetzt neu - regelt Artikel 39 der EU-DSGVO , dass dem DSB die Überwachung der Einhaltung der DSGVO und der anderen Datenschutzvorschriften obliegt. Hier kann man sich durch Unterlassung in Deutschland tatsächlich strafbar machen - nach deutschem Recht ist nämlich eine Garantenstellung des DSB anzunehmen.

    Allerdings hat sich hierzu noch keine nationale Rechtssprechung herausgebildet. Es ist derzeit davon auszugehen, dass man durch "tätig werden" seiner Pflicht Genüge tut.

    Sprich: Wenn der Verantwortliche gegen Datenschutzvorschriften verstößt, so wird man dem DSB dann an die Karre fahren, wenn er in seiner Funktion überhaupt nichts bzw. zu wenig gemacht hat. (Also nicht den Chef informiert, sondern nur den nächsten Vorgesetzten, und dann nicht weiter eskaliert.)


    Ich würde mir allerdings auch genau überlegen, ob ich als DSB für meinen AG tätig sein wollte. Wenn der die Stelle nämlich nur schafft, damit ein DSB "da ist", aber diesem dann keine Zeit einräumt, seinem Amt nachzugehen, dann wär mir das persönlich auch zu heiß. Das kann nämlich durchaus auch in Richtung Freiheitsstrafe gehen.


    wora : Wohin gehts denn zum Kurs?

    Aber er sagt doch, dass das Rauschen auch bei geschlossenem Master Auftritt. Da sollte man normalerweise kein Inputrauschen hören. (Außer natürlich man macht komische Sachen mit der Matrix, was ich Mal ausschließen möchte.)


    Spielt das Setup denn, wenn es in anderen Locations betrieben wird? Oder ist die PA fest installiert? Notfalls halt Mal nur die Amps mitnehmen und an irgendjemand Lautsprecher in Lager testen.

    Ja, richtig.

    Der Bereich unter der Überdachung, bzw. reichen die Musikhörner doch eher auf den Sportplatz bzw. die gegenüberliegende Seite des Platzes.

    Die Verständlichkeit auf der Seite der Überdachung ist durch die Musikhöner eher eingeschränkt und genau in diesem Bereich stehen die meisten Zuschauer.

    Dann würd ich sagen, probierts einfach aus. PA so pegeln und ausrichten, dass sie nicht auch aufs Feld strahlt. Ist nur unnötig verballerte Energie (du hast da ja schon die Abdeckung durch die Hörner) und macht schlechtenfalls Probleme wegen der unterschiedlichen Schalllaufzeiten.

    So in etwa hab ich mir das schon gedacht. Klar ist es elektronisch sauberer, erst hinter dem Preamp abzugreifen. Ich hab halt trotzdem sowas nie gemacht, ich hatte immer genug Y-Splits im Toolcase. Irgendwie braucht mans ja meistens dann, wenn kein separater Monitormix steht - und der wird ja auch meist passiv gesplittet...


    Aber egal, soll jetzt nicht zu sehr abdriften hier.

    genau so habe ich das auch gelöst, wenn das pult die sache mit der "klinken-brücke" nicht unterstützte.

    Ich dachte immer Y-Split ist erst mal die Standardlösung? Warum sollte man mit den Inserts und DirectOuts rumhampeln, wo man erst mal klären muss, wo der jeweilige Abgriff jetzt beim verwendeten Pult grad liegt?

    Ehrlich, die Frage ist ernst gemeint. Wo liegt der Vorteil, das so zu machen? (Außer natürlich, der zweite Eingang kann nur Line...)

    Jetzt mal ne ganz blöde Idee: Warum besorgst du dir nicht 10m ganz normales Multicore, mit 2 geschirmten Paaren. Bei deiner gewünschten Länge kommst du da ja nicht wirklich auf Unsummen, die da zu investieren wären. Dazu an beiden Seiten Schrumpfschlauch drum und dann je nach Geschmack den 5pol-XLR oder 2x3pol-XLR drauf. Halt ne ganz normale Peitsche. Damit hättest du dein zweites Kabel gespart und brauchst keine Sonderkonstruktion, um das Kabel aufzusplissen.

    Wenn du an einer Seite nen 5pol-XLR auflegst, klemmst du die Schirme dadrin zusammen (wird dann ein Multicore mit Gesamtmasse).


    Abgesehen davon: Ich optimiere ja auch gerne Dinge, und mag daher auch Multipin-Steckverbindungen. Aber für 2 Kanäle? Auf der Mischpultseite hast du ja eh noch 2 Stecker. Am Patchfeld könntest du einen einsparen. Das ist dann 3 Stecker stecken vs. 4 Stecker stecken. Ganz ehrlich - die Sekunde, die es dauert, den 4. Stecker noch zu stecken, macht den Kohl irgendwie nicht wirklich fett. Dafür hast du ne höhere Fehlerwahrscheinlichkeit wegen Verwechslungsgefahr mit DMX und noch nicht mal ne Austauschbarkeit, wenn dein Spezialkabel kaputt ist.


    Aber das ist nur meine Meinung. Letzten Endes musst du selbst wissen, was du brauchst und willst. So lange das nur deine Baustelle ist - fein. Für Fremdtechniker würd ich aber definitiv beim Standard bleiben.

    Wie sieht es bei den System mit "Livezugriff" aus? Bekomme oftmals die CDs erst kurz vor den Auftritten der Gruppen, lassen die Systeme eine Änderung der Dateien und Belgung zu, während noch andere Dateien abgespielt werden?

    Zumindest für Show Cue System kann ich dir bestätigen, dass du die laufende Show auch editieren kannst. Mach ich an Fasching auch immer so, wenn Beiträge erst kurzfristig ihre Musik abliefern können.

    Ändert nix daran, dass ich das eigentlich nicht mag.

    Ansonsten kann das System alles außer CDs vom Laufwerk abspielen. Für diese Kandidaten könnte man sich aber auch noch nec CD/USB/SD-Spieler ins Rack schrauben. Aber eigentlich versuche ich meine Pappenheimer ja dahingehend zu erziehen, dass die Musik deutlich vor VA-Beginn bei mir abgeliefert wird. Da wäre es manchmal besser, erst mal gar kein Abspielgerät offensichtlich da stehen zu haben, sonst hält sich doch keiner dran. ;-)

    Ich bin quasi Leitung im Bereich Ton und fahre den Saal-Ton. Ein kommiliton mit weniger Erfahrung mach den Streaming ton. Ich benutze ein qu16 und er ein X32 rack. Wir splitten die Signale passiv.


    Hey, auch wenns nicht der Urpsrungsfrage entspricht: Wie bedient Ihr das X32 Rack? Ich möchte empfehlen, eine Lösung mit echter Bedienhardware (also Fader, Regler und Taster) zu verwenden. Meiner Erfahrung nach blickt man an den entscheidenden Stellen (Cues) meist zur Bühne und/oder ins Textbuch und hat nur schon die Finger auf den Mute- oder Cue-Tastern liegen, um dann im richtigen Moment diese zu betätigen. Das stell ich mir auf nem Tablet oder im Editor etwas unhandlich vor, gerade wenn man weniger Erfahrung hat.

    ich habe jetzt keine ahnung, wo das B band von Sennheiser liegt. aber grundsätzlich lassen sich interferenzfreie funkfrequenzen natürlich berechnen.

    Das B-Band liegt irgendwo bei 620-660MHz (so aus dem Kopf raus, bei G2 glaub ich 36MHz, genaue Lage müsste ich jetzt nachlesen).

    Frequenzen berechnen kann man grundsätzlich mit Sennheiser SIFM, Sennheiser WSM oder auch der Shure WWB.

    Der Bereich ist zuteilungspflichtig, es müsste also eine oder mehrere Frequenzurkunden für die Sendeanlagen vorhanden sein. Da die Anlagen (G2) ja schon etwas älter sind, gehe ich davon aus, dass die Lizenzen ebenfalls schon älter sind. In dem Fall unbedingt prüfen, ob das noch die alten Lizenzen sind, bei denen die Anlagen nur ortsfest genutzt werden dürfen. Ebenfalls beinhalten die alten Lizenzen genau benannte Frequenzen, die zu verwenden sind.

    "yamaha4711" schrieb:

    Meines Wissens nach steckt in allen Variationen ein- und dieselbe HF und Audiotechnik drin. Unterscheiden tun sich die Kisten nur bei den Empfängern und da eben vor allem in der Ausstattung was Fernüberwachung angeht.


    Die Info über die Unterschiede hab ich vom Sennheiser-Vertrieb. Kann aber keine Quelle im Web dazu benennen.

    Klangliche Nachteile wären mir bisher keine aufgefallen - hab das aber noch nie gemessen. Wenns welche gibt, sind die live unerheblich. Es kommt bei allen evolution-Serien und -Generationen das gleiche Kompandersystem zum Einsatz, von daher sollte es Unterschiede überhaupt nur aufgrund höherwertiger Bauteile bei den höheren Serien geben.
    300/500 sind laut Sennheiser die gleiche Plattform und haben die gleiche (bessere) HF-Technik um Vergleich zur 100er-Serie. Der Unterschied zwischen 300 und 500 ist eigentlich die Ausstattung (größere Frequenzbänke, Gitarrenkabelemulation, Mute-Schalter, ...), die Performance unterscheidet sich hier nicht.
    Die 100er ist als günstigste Serie nicht nur magerer ausgestattet, sondern enthält auch andere Technik. Der Unterschied dürfte also (abgesehen von der Netzwerksteuerbarkeit, die beim Handsender alleine ja keine Rolle spielt) hauptsächlich bei größeren Setups zum Tragen kommen, da hier bessere HF-Technik höhere Selektivität und somit mehr Strecken im Spektrum bedeutet.


    Anders gesagt: So lange es nur um ein paar Strecken geht, ist es vollkommen latte, ob du da nen 100er, 300er oder 500er Sender im Einsatz hast.