Beiträge von verstärkerberserker

    In der Rivage Familie sehe ich die PM7 aus heutiger Sicht auch etwas als Ausreißer. Um das abschließend bewerten zu können, muss man das aber zusammen mit den Kosten und der jeweiligen DSP betrachten.


    Ein interessanter Aspekt ist in der Tabelle mit den technischen Daten zu finden. Gerade da der Beitrag hier zu Beginn ja sehr "kristallkugellastig" war:

    Die PM7 hat da 144 Inputs, 60 Aux und 36 Matrixen.(Bisher 120/60/24)
    Von daher ist wohl mit einem Upgrade der bestehenden Version zu rechnen und zwar um 24In und 12 Matrix Kanäle.

    Nur Dante geht schon immer und ist preislich auf jeden Fall eine Überlegung wert.

    Gerade bei den kleineren Oberflächen finde ich es gut, dass die DSP ausgelagert ist. V.a bei Gewicht ist das schon von Vorteil.

    Es gibt genug Anwendungen neben "0815 RNR" wo das ein spielentscheidenender Vorteil sein kann.

    In enem Theater wird niemand eine PM7 mit 90kg für den Einrichtbetrieb in den Zuschauerraum schleppen. Ein "Einrichtpult" und ein "großes Surface" in der Regie gespiegelt oder im Verbund betreiben zu können sind da starke Argumente.

    Ich habe das nie probiert und werde das auch nie tun.


    Ein paar Ansätze zu Deinen Überlegungen:


    -Es ist vom Hersteller nicht vorgesehen.

    -Somit ist natürlich auch das Rigging nicht zertifiziert. Auch wenn das identisch ist, handelst Du auf eigenes Risiko, das Du selbst abwägen musst. Bei kleineren Anwendungen, die nicht in die Nähe der Systemgrenzen kommen, kann man das überdenken.

    -KIVA II mach schon etwas mehr Low, ist aber v.a. fast 6dB lauter!

    -Der KILO war im KIVA (1) schon nicht die Waffe als Bass Ergänzung, sonder mehr eine Lowmid Erweiterung

    -bei KIVA II bräuchtest Du also im Verhältnis noch mehr KILOs um da einen hörbaren Effekt zu erzielen.

    -Vergleich:

    -1SB15 mit 2xKIBUSB sind ca. 57kg

    -57kg entspricht ca. 3 KILO


    Bedingungen unter denen man vielleicht drüber nachdenken könnte:

    -sehr kurze Arrays um die Zeile einfach etwas länger zu machen, damit die Lowmids auch etwas weiter tragen

    -man hat sie rum stehen


    Wenn Du die Kisten nicht im Lager stehen hast, würde ich die nicht kaufen.

    Wenn Du die zwei Signale hast, die Du unterschiedlich bearbeiten musst, dann bist Du auf dem richtigen Weg.


    In einem ähnlichen Fall habe ich das mal genau so gemacht:

    In einem großen Festzelt musste die Beschallung limitiert werden.

    Der die Vorgabe für Musik war 6dB niedriger als für Sprache/Durchsagen. Also jedes Signal einzeln bearbeiten und dann wieder mischen und auf die PA.

    Grundsätzlich gibt es für die Abnahme eine Grand Pianos nicht die eine Lösung sondern sehr viele unterschidliche, die alle für bestimmte Anforderungen Vor- und Nachteile haben.

    Das hängt wie immer von den unterschiedlichen Anforderungen ab. Z.B:

    -wie viel "Raum" möchte ich vom Instrument haben?

    -oder besser Life PA oder Recording?

    -muss ich den natürlichen Klang stützen oder verstärken?

    -Bei Verstärkung: wie laut muss es denn werden?

    -FOH oder Monitor?

    -in welchem Umfeld? Solo oder z.B. mit Orchester?

    -singt vielleicht der Pianist (laut)?

    -Deckel auf oder zu? Oder vielleicht komplett weg?

    -Soundvorstellungen?

    -....


    Dafür habe ich über die Jahre verschieden Ansätze von Kollegen gesehen und natürlich auch selbst probiert, die alle unter den obigen Aspekten unterschiedlich gut oder schlecht funktionieren. Teilweise lassen sie sich auch miteinander Kombinieren. Vieles davon wurde schon genannt.

    U.A:

    -2 Schöpse oder hochwertige Kleinmembranen:

    alleine über die Positionierung lässt sich unheimlich viel erreichen (weiter rein oder raus, flacher/steiler, Mikro nach außen drehen...)

    -2 DPA mit Halterung

    -Grenzfläche (Crown PZM) unter das Piano auf den "Balken"

    -SM57/58 mit viel Schaumstoff einpacken und in ein Loch im Gusseisen stopfen (auf das Resonanzholz)

    -Schertler rein...

    -Großmembranen

    -Kombination mit C-ducer

    -......


    Ich bin mir sicher, dass das nur einene kleinen Auszug der Variations- und Kombinationsmöglichkeiten darstellt. Wie so oft hängt das Ergebnis von sehr vielen Faktoren ab. Allerdins kann ein Grandpiano mit Abstand die größte Herausforderung sein, wenn man die jeweilige Anforderung bestmöglich erfüllen möchte. Vielleicht auch deshalb, weil man vorher nicht immer weiß, was man später wirklich braucht. Ich persönlich gehe gerne mit der Kombination aus 2 x Schöps und Grenzfläche an den Start. Dann kann ich später zwischen beiden wählen oder ergänzen und auch noch die Positionen ändern. Monitor kann evtl. auch nur die Grenzfläche werden oder umgekehrt.

    Der Ansatz mit einer Reihe von Center Lautsprechern zu Werke zu gehen ist bei den Abmessungen auf jeden Fall nicht falsch. Ich persönlich finde, dass Mono Beschallungen oder wie es lieber nenne "single Source Beschallungen", also Beschallungen, bei denen jedem Zuhörer möglichst nur eine Schallquelle zuzuordnen ist, oft für sehr Vorteilhaft sind.

    Auch, wenn ich das selbst immer wieder mache, würde ich das nicht so pauschal entscheiden. Das würde von weiteren Faktoren abhängig machen, z.B.:

    -was musst Du denn verstärken/übertragen

    -Art der VA bzw. welche Zuhörer

    -wie lässt sich das installieren

    -...


    Es gibt eine akustisch wirklich sehr schwierige bis grausam Hall, in denen ich alle 1-2 Jahre eine Beschallung mit Mono Center PA (+Delays) durchführe, weil u.a. die Raumgeometrie für L/R PA absolut ungeeignet ist. Jedes Mal gibt es die Rückmeldung, dass das ja so toll ist (toll ist das Ergebnis nicht, das lässt die Halle nicht zu) und alle, die sonst mit ihren Lautsprechern kommen, das nich annähernd so hin bekommen. Grund ist aus meiner Sicht, dass andere Produktionen entweder keine Wahl haben, das anders zu machen, weil sie nur das Material dabei haben oder viel mehr, weil alle denken, dass man für eine Beschallung immer L/R Lautsprecher positionieren muss.

    Schön, dass Du den Versuch startest und hoffentlich berichtest. Sobald sich die passende Gelegenheit ergibt, wollten wir das auch bestellen. Bin gespannt auf Deine Auswertung

    Danke AlphaC! Da stehen viele Aspekte, die einigen nicht bewusst sind. Gerade das Thema Wirkungsgrad ist da für mich ein guter Ansatz. Ein bekannter deutscher Entwickler hat mir mal vor vielen Jahren ein Beispiel genannt: für 6dB mehr brucht mann 10fache Leistung. Einfach mal für den Hinterkopf, was das bei nur 1000W heist.


    Zu den vorangegangenen Beiträgen:

    -Im LARACK II mit LA12X sind keine Sicherungsautomaten. Der Amp hat 32A Input. Der ist aber wirklich nur für 110V, weil man das Rack durch Umlegen eines Schalters (andere Eingangsbuchse) sofort so betreiben kann. Es gibt für den Amp einen Adapter auf Schuko, mit dem er ohne Performance Einbußen betrieben werden kann. Der Amp weiß nicht wie er abgesichert ist.

    -wie beim Vorgänger können 2 RACKs an einem CEE32A betrieben werden also 16A pro Amp

    -all dies Amps ziehen in kurzen Spitzen mehr als 16A (LA8: 22A) Das ist was den Strom an geht im Netz kein problem. Allerdings darf man nie die Spannung vernachlässigen, die bei zu dünnen/zu langen Kabeln gern mal für ein paar ms in den Keller gehen kann. Auch für Agregate sollte man das berücksichtigen.

    -

    Die BBM geht mit seinen Ampwagen mit je 30 LAX12 bzw. 120 Kanälen da etwas andere Wege.

    Da ist ein 125er Input dran.

    Das ist nichts besonderes, sondern jeder, der seinen Kram ordentlich verkabelt passt in dieses Schema. 30 Amps sind 10 LARACK. 2 LARACK pro CEE32A sind dann 5St. CEE32A. Das wäre dann genau genommen einer zu viel für den 125er! Wenn man noch einen Faktor für Gleichzeitigkeit berücksichtig passt das aber.


    Grundsätzlich:

    auch ich kenne die Unterschiede zwischen ausgelasteten 4CH Amps und 2CH (streng genommen sogar 1CH) Amps. Für mich waren die Einbußen immer dann besonder deutlich, wenn die Leistung in Richtung eines vielfachen vom Schuko ging, was in der Regel gleichzeitig den 2 Ohm Betrieb beinhaltete.

    Wenn man nicht unter 4Ohm geh, ist der Kompromiss definitiv kleiner.


    Die LA8 ist definitiv auch schon ein paar Jahre am Markt. Ein langer Produktzyklus spricht auf jeden Fall nicht gegen ein Produkt. Es gibt ja auch schon ein paar Jahre die LA12X, die im Bass definitiv (auch hörbar) besser performt. Ohne jetzt genau nach zu lesen, wurde die im ProduktionPartner Test sogar mit alten "Kupferbomben" verglichen. Im neuen doppel18" von L-Acoustics sind dann wohl auch noch leistungsfähigere Speaker, weshalb der auch nur mit der LA12X betrieben werden kann.


    Übergreifend:

    Ich bin mir sicher, dass die großen Hersteller, die ein in sich schlüssiges System anbeiten, genau deshalb so erfolgreich sind, weil die Komponetnen auf einander abgestimmt sind. Dass da auch Kompromisse eingeganen werden, ist mir klar. Nur finde ich es besser, wenn diese Kompromisse von den Entwicklern abgewägt werden können, als wenn jeder einzelne Nutzer das für sich tut. Das ist nicht gut für ein vergleichbares Ergebnis.


    Und am Ende:

    Ja, man hört den Unterschied bestimmt.

    Nein, auf den Festival mit den Bands, die wohl für das größte Bass Massaker (sowohl aus D als auch als GB) bekannt sind, hat sich bisher keiner über zu wenig Low End beschwert. Ich bin mir sicher, dass das bei beiden Herstellern, die sich aktuelle diesen Markt teilen so ist, so lange man sich an die Empfehlungen zu Stückzahlen und den System Standard hält.

    Soweit ich mich erinnere ist der Netzwerk-Tunnel im Rocknet nur P2P, daher für solch eine Anwendung nicht geeignet.

    Das stimmt nicht. Ein großes Rocknet System fungiert wie ein großer Switch. Nur kann man die Netzwerk Buchsen einzeln sperren bzw. muss man sie frei geben. Einzige Einschränkung: Die Bandbreite ist begrenzt, was bei ein paar Funkstrecken aber nicht auffallen sollte.


    Sowohl mit Rocknet, als auch mit Dante sollte das sicher realisierbar sein. Jedes System hat in bestimmten Bereichen kleine Vor- oder Nachteile.

    Bei beiden Systemen sollte man so was schon mal gemacht haben und eine komplette Vorbereitung/Test im Lager vorangehen lassen.

    Von einer reinen Lösung mit Funkstrecken würde ich trotzem abraten:

    -der Aufwand für 48 Strecken ist nicht wirklich geringer

    -das RF Venue System für RF Fiber funktioniert nur mit single mode fasern, die bei uns nicht üblich sind

    -für eine Abdeckung müsste man diverse AntennenPAARE zusamenn fassen dazu müssste man auch mehrere Fasern ziehen.

    -das ginge prinzipell auch mit einem sehr schönen Gerät von RF Venue: Multi Zone Antennen Combiner

    -wenn man das macht holt man sich aber auch alle Störeinflüsse von den Antennen


    Warum ich es mit Rocknet machen würde:

    -weil ich ähnliche Aufgaben auch schon genau so gelöst habe und es auf Anhieb so funktioniert hat

    (-weil wir es wahrscheinlich zu 99% aus dem Lagerbestan abfrühstücken könnten)

    -Rocknet gerade oder fast nur bei dezentralen Lösungen seine Vorteile ausspielen kann.

    -Die Ringleitung für die Redundanz, bei der ich wenn vorher alles OK war schon im laufenden Betrieb ein Gerät ergänzt habe

    - die Überwachung der Geräte (Spannung, Temperatur) und der Leitungen (Anzeige von "Bad Cable" mit genauer Position

    -Mit Glas und Repeatern ergeben sich für alle Strecken reicht einfache Lösungsansätze


    Sehr einfache Einbundung in Soundcraft VI; ob bei Yamaha CL die Headamp remote spielt, weiß ich nicht - PM5 kein Problem

    Ginge aber auch komplett ohne Pult über die Software. Signalausgabe über MADI an welches Endgerät auch immer.

    -Line Signal über mehrere km Mikrofonleitung ist kein Problem mit MIC würde ich das nicht ohne weitere Tests empfehlen

    -Für die Kombination aus langen Distanzen und dezentralen Abgriffen/Einspeisepunkten finde ich persönlich auf Rocknet unschlagbar. U.a. weil es eine aussagekräftiges Monitoring der Leitungen bzw. detaillierte Fehlermeldungen gibt. (Angeschlossenen Funkempfänger lassen sich auch über den Netzwerk Tunnel bedienen)

    Ich habe so was schon mit QLab gemacht. Natürlich muss man sich da kurz einarbeiten. Ich empfand das aber als sehr einfach.

    Direkter Eingriff ist jeder Zeit möglich.

    Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die komplette Funktionalität für die Anwendung in der Freeware enthalten ist. Einfach mal ausprobieren.


    Ich hatte damals drei Wochen lang jeden Abend Zeitgesteuert:

    -Beginn Einlassmusik

    -diverse Gongs

    -Sicherheitsdurchsage

    (per Hand bei bedarf noch ein Gong über Streamdeck)


    Die Playlist dafür jeweils immer schön vor die Zuspielungen der eigentlichen Show kopiert.

    Eine Verlässliche Aussage kann ich Dir zu den "alten Systeme" leider auch nicht geben. Eine Abschätzung ginge aber in die gleiche Richtung, wie die von UweLam.

    Mit Analogen Sendern konnte ich auch Sennheiser Mikros mit Shure Empfängern emfangen (und anders rum). Da kam auch Audio, nur nicht in einer annähernd akzeptablen Qualität.


    Ein Unterschied, den ich auf die schnelle in den Datemblättern gefunden habe:

    Bei 600er ist die Empfangsempfindlichkeit doppelt so hoch. Ob es daran liegen kann, werden Dir sicher die Funk spezialisten mit dem fundierteren Basiswissen bald erklären können.


    Gehört nicht direkt dazu: PSM900 kann man verlässlich durch die PSM1000 Empfänger aufwerten ->Vorteil: Diversity

    Danke für das Detail. Genau diese Traversenaufnahmen sollte man wie e-on schreibt, NICHT hehmen.

    Nachdem das kommplette System keine horizontalen Kräfte aufnehmen kann und auch keine Momente, gilt eigentlich - auch wenn sich das blöd anhört:

    Die relevanten Verbindungen lieber "nicht so fest", bzw. gelenkig gelagert. Es ist besser, wenn sich alles etwas bewegen kann (so lange ist bei etwas bleibt.

    Wenn man z.B. das Trussing zwische Front und Back mit etwas Luft drunter hängt, schließt man einige kritische Punkte weitestgehend aus.