Beiträge von Marian Humann

    Benutzt hier noch jemand Netzwerke mit Ring Topologie und damit ohne "single point of failure", oder legt sein IP Netzwerk so aus (z.B. Spanning Tree)?

    Jap, Spanning Tree. Die Switche sind jeweils mit einem Nachbarswitch per Stacking verbunden und jeder Switch ist mit dem "Zentralswitch" (10G pro Port) verbunden.
    Bildlich gesehen habe ich so mehrere Dreiecke. Fällt eine Leitung oder ein Gerät aus, kann der Umweg über den anderen Switch genommen werden.

    Fällt der 10G Switch aus, gibt es noch priorisierte 1G Stackingwege zwischen den Switches.

    An den wichtigen Stellen stehen 2 Switches, für Dante Primary und Secondary. Netzteile jeweils redundant.

    So gaaanz trivial ist das nicht, für Latenzsensitive Anwendungen kenne ich auch keine Lösungen.

    Wir haben für ein Latenzunkritisches ähnliches Problem uns gerade selber etwas gebastelt, mit IP basierten Ubiquiti Netzwerkkameras.
    Die streamen bei uns bequemerweise auf einen potenten Rechenserver, der das ganze auf eine nur hausintern erreichbare Webseite bereitstellt. Über einen Sack voll Rasperry PIs kann ich die Webseite öffnen, oder alternativ direkt den RTMP Stream im VLC öffnen. Das ganze ist aber auch viel Gebastel. Dafür von der Hardware bei bestehender IP Infrastruktur bezahlbar.

    Theoretisch ginge das auch mit einem weiteren Rasperry als Server, der die RTMP Streams weitergibt.

    Solange da nur Dante drüber läuft tut es nahezu jeder Switch, der keine exzessiven Stromsparmodi hat. Aktuell läuft das bei mir seit Monaten stabil täglich mit einem billigen 24-Port HP (1410 oder so) - die Ubiquiti EdgeSwitches zur Vernetzung des ganzen Hauses sind aber schon unterwegs

    Geht es jetzt drum, dass das Catkabel nur 4 adrig ausgelegt wurde oder worum? Mit Dante hat das ja scheinbar herzlich wenig zu tun. So ganz erschließt sich mir aber das Problem anhand der Beschreibung nicht?


    Wenn es um doppelt belegte Catleitungen (jeweils nur 2 päärchen pro Dose) geht, kann man prima mit Cat5 ohne e auf jeder Leitung 16x16 Kanäle übertragen. Als 32x32er Konfiguration kommt es zu sehr auf die Länge an.

    Mit Cat5e geht 32x32 auch doppelt über eine Catleitung

    ausserdem kommt mir da gerade eine idee: ich könnte mir effekte in funktionsgruppen unterteilen und nur die entsprechenden DCAs auf die fader legen... dann hab ich noch mehr fader für andere dinge frei. das probiere ich heute abend gleich mal aus.

    Das mache ich ähnlich, und mit DCA Mix kann man sich noch notfalls alle FX Kanäle aufs Surface holen

    Viel spannender bei Sport-Grossveranstaltungen ist das Frequenzmanagement. Würde mich spontan interessieren wie die Russen das so handhaben...

    Auch wenn Off-Topic: Hoffentlich nicht so wie es Sennheiser für den ESC beschrieben hat :/ (nur Messen und wenn wer unangemeldet mit nicht genehmigter Frequenz kommt den suchen und schimpfen... Aber klar, man hat nicht so ein Frequenzmanagementprodukt wie Shure im Angebot...)

    Wir haben auf Arbeit einen Azubi im 2. Lehrjahr, der schon nach dem neuen Rahmenlehrplan unterrichtet wird. Er hat uns von seiner letzten Berufschulwoche erzählt und wir sind im Team (1 Meister, 2 Elektriker, ich als Fachkraft VT) etwas darüber ins Gespräch gekommen:

    Gefühlt wird mittlerweile die Fachkraft VT eher als Elektriker mit Nebeninformationen zur VT gelehrt. Die verbringen in der Schule viel Zeit über mindestens 2 Lehrjahre damit, den Schülern Elektrotechnik beizubringen, sodass viele Fachthemen untergehen. Da werden stundenlang Schützschaltungen mit Selbsthaltung etc. aufgebaut, Schaltpläne dafür gezeichnet und rumprobiert. Das findet zwar keiner von uns falsch, geht aber am Namen "Veranstaltungstechniker" vorbei, und das in einer so schnelllebigen Branche, wo man jedes Jahr Unmengen neues lernen muss und kann.

    Klar, theoretische Kenntnisse gehören dazu um viele Sachen unseres Jobs zu verstehen (Bemessung Leitungsquerschnitt, Gleichzeitigkeitsfaktoren, Stromversorgung, Stromnetze, Sicherheitsbewertung, Geräteprüfung) und korrekt durchzuführen.

    Deren Jahresaufgabe in der Berufschule besteht aber darin, eigene Geräte zu bauen (früher eigene Lichtpulte, heute haben sie die Wahl zwischen mehreren Geräten), eigene Schaltungen aufzustellen und das alles zu dokumentieren - wie ein Elektriker. Da waren wir der einhelligen Meinung, das geht am Job vorbei. Dafür gibts andere Jobs.

    Währenddessen kommen die Punkte Gerätewartung, Prüfung (wie oft muss so ein Traversenlift oder ein Anschlagmittel bspw. zur Prüfung) und Pflege (wie pflege ich ein Movinglight, wo muss ich aufpassen mit was für Reinigungsmitteln ich ran gehe) garnicht dran, was im späteren Job garantiert wichtiger ist sollte man sich nicht als Elektriker spezialisieren wollen...


    Nur als Beispiel, von anderen Jobs:

    - Fachkraft für Lagerlogistik lernt nicht, wie man ein IT Netz aufbaut, obwohl er jeden Tag mit Rechner, Drahtlosscannern o.ä. zu tun hat sondern wie man mit den Geräten umgeht

    - Fachkraft für Abwassertechnik lernt nicht, wie man Abwasserrohre herstellt, sondern wie man mit diesen arbeitet

    - Forsttechniker oder Schreiner lernen nicht, wie sie eigene elektrische Hobel, Motorsägen u.ä. bauen



    Wie seht ihr das?

    Auch mit richtigem Dach (also so eins, was man normalerweise auf Betonbauten, die jahrzehntelang stehen bleiben sollen baut) ist man vor dem blöden Wasser nicht gefeit...

    Wir hatten auf Arbeit die letzten 2 Monate 7 leckende Heizkörper. Solche, die mit 7 bar Druck ohne Wärmetauscher direkt aus dem Fernwärmenetz gespeist werden. Da kommt Freude auf bei den Wassermassen, die selbst das kleinste Leck binnen weniger Stunden verlassen... Gott sei Dank hat es nie Technik mitgerissen, nur Trockenbauwände und Teppiche. Ich warte noch drauf dass es irgendwann aus der Lüftungsanlage regnet, dort sind die Heizkreise auch ohne Druckminderung verbaut und gleichalt - und quasi nicht tauschbar.

    vorne den Data Port kann man an der C3500 nutzen. Habe damit testweise die vorhandenen Touchbildschirme angeschlossen. Leider mit den bekannten Touchproblemen, aber der USB ging dafür

    Sicher dass Shure Sender (ULXD, AD) einen eigenen Gain haben? Unsere neuen sind noch auf dem Weg, und der letzte Kontakt damit ist schon eine Weile her, aber ich meine mich erinnern zu können dass diese eine Art Autogain haben und der Empfänger dieses wieder geraderechnet. In der Anleitung von AD gibts dazu auch keine Infos. Der Pegeloffset ist nur zur Angleichung einer Sendediversity.


    Für mein Verständnis ist der "Gain" der am Empfänger eingestellt wird nur eine Pegelanpassung für den Ausgang.

    Zitat

    Automatische Eingangsabbildung sorgt für optimierte Gain-Einstellung

    Ich musste mir jedenfalls nie Gedanken über den Sendergain machen als ich noch ULXD intensiv nutzte, ebensowenig als wir Axient Digital zum testen da hatten. In ein paar Monaten kann ich aber genaueres berichten

    Hmm, bei mir geht meiner nicht. Hab lange rumprobiert, dann habe ich mir schlussendlich den besagten Funktionierenden bestellt auf Empfehlung.

    Also gibt es da eine positivliste oder gesichertes wissen was geht und was nicht?

    geht:

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    geht nicht:

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    Werbegeschenk Stick von ETC im Source4 Look

    alle billig-Werbegeschenksticks



    Sorry für die Amazon-Links, so kann ich aber meine Bestellungen besser selber durchschauen und genau das richtige verlinken.


    Ich versuch später mal zu schauen, wie die anderen Nicht funktionierenden auf Arbeit heißen...


    die haben sicher auch diese obengenannten, supermodernen wassergebläsearmaturteile ;(

    Im Gegenteil. Die Toiletten waren eher Stand DDR...
    Bei uns im Ort steht auch eine Renovierung des Landestheaters an, inklusive Übergangsbau für die 4-8 jährige Renovierungszeit. Der Übergangsbau fasst dann mal so locker 50% des Zuschauervolumens des eigentlichen Theaters aber hey, braucht man ja unbedingt

    IDN: als Gast in einem vor 6 Jahren generalsanierten Staatstheater den Pfusch dort zu beobachten. Da wurden Millionen investiert, mit mehreren Stagetec Pulten, sinnvoll angelegten Beleuchtungsmöglichkeiten und offensichtlich moderner Bühne, aber an essentiellen Punkten wurde gespart:
    - Die Beschallung sehr inhomogen, ich habe kaum ein Wort verstanden, mein Schwager 2 Plätze mittiger wiederrum hat gut gehört

    - Das große Foyer wurde aus zwei kleinen Ecken beschallt mit Mini-Säulen. Die Durchsage vor Einlass hat niemand verstanden.

    - Die Pausenversorgung findet in einem Mini Nebenraum des Foyers statt, darin etwa Platz für 20 Leute. In 20 Minuten Pause kaum Zeit um alle Gäste zu bedienen, dabei war der Saal nur gut 2/3 gefüllt.
    - Toilettenkapazitäten winzig, riesen Schlangen in der Pause
    - Keine Einlasskontrolle oder Platzdienst, dabei gab es mehrmals die Reihe 1 auf Saalebene, entsprechend Verwirrung bei den Gästen



    Das kannte ich bisher von anderen Theatern ganz anders...

    Der Rider löst ja das Problem nicht. Kein Haus der Welt baut für eine Produktion, die nur ein kleines Digitalpult mit integriertem Lichtpult mitführt, das Hauslichtpult um. So wie auch kein Haus das DMX im Haus umpatcht. Würde ich auch beides nicht machen.

    Also wird es Sache des Veranstalters den Rider zu erfüllen, der im Zweifelsfall, bevor er ein Lichtpult mit DMX In zumieten muss, ein einfaches Pult fürs Licht mit an den FOH stellen wird.