Beiträge von Marian Humann

    danke schonmal. also ein budget von 10000€ für ein 100-Mann Open air halte ich trotz meines begrenzten PA wissens für etwas überzogen.

    Normalerweise kauft man nicht für ein Open Air auch nur irgendeine Anlage, sondern mietet sich die passende zu. Da kommt man dann für 1000€ sehr gut hin, je nach Dauer und Ansprüche auch gerne mit der Hälfte bis ein Viertel des Budgets.

    Wenn ich einmal nach New York und zurück muss kauf ich mir ja auch keinen eigenen Flieger ;-)

    Ich seh die Aktion als solche auch absolut positiv und gelungen. Nicht falsch verstehen. Aber wenn wir uns als high tec Branche und Profis verkaufen, geht sowas halt nicht.

    Seh ich genauso. Wir wollen ernst genommen werden in der Branche, nehmen uns aber scheinbar nichtmal selber ernst. Wenn Leute Mist bauen müssen wir sagen dürfen dass Leute Mist bauen. Der Stream war Mist.

    Die Aktion war super, die lokale Ausführung zum Teil fragwürdig und gefährlich. Dafür kann aber die Aktion nichts, sondern nur die Leute vorort.

    Witzig wird das ganze, wenn plötzlich APIs so nicht mehr funktionieren, weil sie nur für x86 existieren und teilweise aus Lizenzgründen garnicht auf ARM exportiert werden dürfen.
    Ich bilde mir ein, es gab da z.B. mal einen Streit zwischen Newtek und FFMPEG wegen NDI, der dazu führte dass auf einigen Prozessorarchitekturen die libndi nicht mehr kompilierbar war.
    Auf der anderen Seite, Audinate krebst ja schon seit Monaten mit Problemen mit dem aktuellen MacOS und Dante rum und haben es noch nicht auf die Reihe gebracht - und die sind jetzt kein so kleines Licht.

    Ich halte den Architekturwechsel für falsch. Es gibt in der ARM Welt in Sachen Grafikleistung nichts auch nur annähernd so potentes wie in der x86 Welt - in einer Zeit in der man sehr gut diverse Rechenleistungen an den Grafikprozessor abtreten kann eine interessante Entscheidung. Aber ich bin auch kein Apple Nutzer. Sicher werden sie sagen, die ARM Prozessoren laufen dann viel kühler als die Intel Versionen, nur weil sie selber die Kühlung der Intelversionen boykottieren

    Was bringt eigentlich die Corona App, sie setzt voraus, dass positiv Getestete sie auch nutzen...wenn ein positiv Getesteter so drauf ist, dass er draussen einfach so rumläuft, kann ich dann erwarten, dass er dies in der App kundtut ?


    Und wer traut sich wirklich, seinen positiven Befund im nachhinein zu veröffentlichen ?

    Genausowenig, wie alle Deutschen die App nutzen werden oder gar können (das geht nämlich nur mit offiziellen Google Android und iOS, mit keinem anderen mobilen Betriebssystem) wird jeder positiv Infizierter dran denken, sich da Infiziert zu melden.
    Aber keine Angst, man tut da nichts kund. Die Telefone kommunizieren untereinander mit einer zufällig generierten ID und speichern, mit welcher ID sie wie lange "in Kontakt" - also in Reichweite sind. Meldet man sich über die App mit Nachweis vom Test positiv, wird auf den Servern deine ID als Positiv gespeichert und verteilt, sodass die Geräte sagen können "du warst in der Nähe eines Infizierten".
    Deine eigene ID wird nicht zentral gespeichert sondern immer nur dezentral bei denen, mit denen du Kontakt hattest. Erst wenn man sich positiv meldet, wird deine ID an einen Server übertragen, ohne personenbezogenen Daten.
    Die App zieht übrigens auch nicht den Akku leer, Gestern über den ganzen Tag bei meinem Galaxy S9 1% Akkuverbrauch durch die App und 1% durch Bluetooth. Das basiert zwar auf Bluetooth, aber doch auf einer besonderen Variante davon.

    Aber ich sehe den Nutzen gering, solange die regionalen Gesundheitsämter zum Managen der Infizierten herangezogen werden. Dafür sind die - zumindest mancherorts - intellektuell wenig gesegnet:
    Meine Mutter ist Personalerin in einem größeren Wohlfahrtsunternehmen. Aufgrund eines Ausbruchs in einer Dialysestation des Krankenhauses wurden die Besucher der Dialysestation in Quarantäne gesteckt und getestet. Nachdem sich in einem Pflegeheim, dessen Personal eben meiner Mutter untersteht, auch Bewohner angesteckt haben, die nicht in der Dialysestation waren wurde die Abteilung des Pflegeheimes in Quarantäne gestellt inkl. der Pfleger - aber nur die Pfleger, die nach den Abstrichen noch Kontakt mit den Bewohnern hatten. Zwei Wochen später der Knaller: 15 weitere Bewohner eines anderen Abteils infiziert (wer hätte das kommen sehen...). Quarantäne für alle positiv getesteten und für alle Pfleger, aber NICHT für die Familien der Pfleger.
    Nun kam der Fall, eine der Pflegerinnen wohnt in einer 3-köpfigen Familie und hat daheim Quarantäne. Ihr Mann und ihr Sohn nicht. Der Mann ist ebenfalls bei meiner Mutter angestellt und beliefert Pflegeeinrichtungen im Landkreis mit Essen und Post. Nachdem sein Arbeitgeber mitbekommen hat, dass er ja nicht in Quarantäne gestellt wurde, wurde er zum Abstrich geschickt, der an einem Freitag erfolgte. Am Mittwoch darauf das Testergebnis: positiv. Er sollte alle Kontaktpersonen angeben, die er seit Samstag getroffen hat (obwohl er mindestens seit Freitag nachweislich infiziert war).

    Eine Woche später trifft es die Klasse des Sohnes. Nachdem der Sohn positiv getestet wurde wurden dann alle Lehrer der Schule, so wie seine Schulklasse (keine anderen Schulklassen) zum Abstrich geschickt. In Quarantäne wurde indes keiner von denen geschickt....
    Das hätte alles vermieden werden können, hätte man nach dem ursprünglichen Ausbuch im Pflegeheim das ganze Heim, die Pfleger und die Familien der Pfleger in Quarantäne geschickt ab dem Zeitpunkt des Ausbruchs in der Dialysestation. Aber das Gesundheitsamt hat sich einfach als unfähig herausgestellt.

    Sozialismus hat seine Nichtfunktion ja auch eindrucksvoll bewiesen ...

    Als Ossi muss ich da fragen: Ja? Wo? Die DDR nannte sich ja auch Demokratisch. Wie weit entfernt sie davon war wissen wir ja alle. Dem Sozialismus war sie etwas näher, aber immernoch meilenweit entfernt. So wie in allen Ostblockländern und sonstigen Ländern, die sich Sozialistisch oder Kommunistisch nannten und nennen.
    Oder, verständlicher ausgedrückt: Eine Bose-Blutooth-Akkubox hat mit einer PA soviel zu tun wie das bisher sozialistischste Land mt Sozialismus :-D

    https://www.fuldaerzeitung.de/…insky-stolz-90001759.html

    Das bestätigt meiner Meinung nach nur noch mehr, dass Gesang aktuell aus Infektionsschutzsicht garnicht geht...
    Kurz zusammengefasst:
    rund 180 Teilnehmer in einer Kirche
    Abstandsregeln angeblich eingehalten (Blockweise pro Familie)
    Keiner hatte Mundschutz auf (ist auch keine Vorschrift)
    Es wurde mit der Gemeinde gesungen
    Mindestens 112 bestätigte Infektionsfälle durch den Gottesdienst


    Zusammen mit der aufkeimenden wissenschaftlichen Erkenntnis, dass nicht nur Aerosole sondern auch reine Luft als Übertragungsmedium taugt stellt sich mir überhaupt nicht erst die Frage, wann Kultur wieder stattfinden wird.

    Danke für den Hinweis. Ich bin also nicht der einzige Depp mit "wackelnden" HDBaseT-Strecken.

    Aufgefallen ist das eigentlich erst, nachdem ich einen HDBT Transmitter mit einem kurzen Netzwerkpatchkabel direkt an die Matrix angeschlossen habe. Da kam kein Bild raus. Erst wenn ich den Stecker mit Kraft in den Transmitter gedrückt und gehalten habe, kam Bild.
    Das erklärte dann auch unregelmäßige Probleme bei der Bildübertragung von der Matrix zum Beamer, unregelmäßige Probleme bei den Dante Geräten usw. Es ist nicht das Kabel das Problem, sondern die Kombination Stecker-Buchse. Steckt ein RJ45-Verbinder mit einem ordentlichen Patchkabel hinter dem eben noch funktionsuntüchtigen Kabel funktioniert es auf einmal...
    Habe dann eben genannte UC900 mit TM21 Stecker gekauft und seitdem funktioniert alles.

    Kabelscheune oder EFB, von letzteren kommt sowieso fast alles über Umwege. Kabel UC900 mit TM21/TM31 Stecker.
    Achtung bei allen Steckverbindungen wie beim "RJ45 Patchkabel S/FTP, Cat.6, LSZH, grau", der macht reproduzierbar Probleme sowohl an HDBaseT Geräten als auch an der dLive.

    btw: 1,5 Meter kann man auch im Zickzack über die Reihen hinaus einhalten - dann muß man keine ganzen Reihen am Stück sperren.

    Wie kommt man dann an seinen Platz, bzw. von dem Platz wieder weg? Dann bin ich anderen Menschen ja wieder sehr nah. Deshalb wohl die Lösung.
    Und Ticketverkauf machen wir nicht selbst, bzw. für die kommenden Veranstaltungen gibt es gar keine Tickets.