Beiträge von Marian Humann

    Sein mir nicht böse, aber Endstromkreise im Veranstaltungsbereich ohne RCD geht gar nicht, egal wie man die Vorschriften 'auslegt'.

    Festinstallation: Bestandschutz. Bin auch kein Fan davon, ist aber in etlichen Häusern noch "normal" Das wären alleine bei mir auf Arbeit Umbaukosten im hohen 6-stelligen, würde man alles notwendige mit RCD nachrüsten wollen.

    In meiner Ausbildungszeit haben wir mal "gerade rechtzeitig" gemerkt, dass wir im falschen Jahr aufbauen wollten. Trucks alle vollgeladen, Navis programmiert. Aus Routine nochmal beim Kunden angerufen und nachgefragt, ob die Aufbauuhrzeit für morgen passt. Kunde so "Wie für morgen, die Veranstaltung ist doch erst in einem Jahr".

    Fehler war bei beiden, mein Ausbildungsbetrieb hat sich im Jahr vertippt, Kunde bestätigt das Angebot mit dem falschen Jahr, antwortet auch routiniert auf jede Nachfrage per Mail, immer mit der falschen Jahreszahl vermerkt.

    Auch beliebt: Der Urschleim wird bis zur Vergasung beschrieben, die wirklich tiefgehenden, interessanten Details und Anleitungen werden in wenigen Sekunden abgehandelt, sodass sie kaum nachvollziehbar sind.

    Aber, das ist kein reines Videoproblem. Ich habe auch schon mehrere Schulungen und Produktvorführungen nach dem selben Schema miterlebt. Krönung war ein Ein-Tages Seminar zum Thema Linearray Anwendung und Systemdesign eines großen Versandhauses in Kooperation mit einem Lautsprecherhersteller aus Hannover - 6 Stunden lang Urschleim, 2 Minuten tatsächlich praxisrelevante Informationen. Ich hatte zu der Zeit zweimal ein Linearray aufgehängt und alle Informationen, die dort präsentiert wurden, waren mir durch diese umfangreiche Praxis schon bekannt. Am Ende des Tages gingen 25 Seminarteilnehmer mit langen Gesichtern über diese Zeitverschwendung. Dort konnte man nämlich - anders als im Video - nicht vorspulen :D

    Die Reise fand unter Einhaltung von Hygienebestimmungen mit nur wenigen Stops mit dem Auto und am Stück statt. Die Franzosen haben halt auch ihre Regeln, an die wir uns gern gehalten haben. Vor Ort haben wir uns eher im ländlichen Raum aufgehalten und keine großen Touristenfallen heimgesucht.

    So bei mir, nur dass wir in Nordfrankreich waren. Mussten am Tag vor unserer Abfahrt, die eigentlich nach Nordspanien gehen sollte in das einzige spanische Bundesland, das auch heute noch unter den 50 Infizierten pro 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen liegt.

    Abgesehen vom Mont Saint Michel haben die Franzosen sehr gute Hygienekonzepte, an jeder Ecke Desinfektionsmttelspender, Maskenpflicht überall dort, wo es eng werden könnte. Am genannten Kloster gab es zwar Maskenpflicht, dafür wurde in den engen Gassen Eis "to-go" verkauft und auf Abstände gepfiffen... Probiert mal Eis mit einer Maske auf zu verzehren :-O

    Ich bin kein Impfgegner aber ein Gegner der Impfpflicht, es kommen jedes Jahr neue Viren in den Umlauf, daher wiederhole ich meine Frage: wer entscheidet, gegen welches Virus das Mittel welchen Herstellers verwendet wird ?


    Persönlich fänd ich es viel sinnvoller, sich statt einer Impfung auf Schnelltests und Heilung zu konzentrieren.

    Die Pocken sind das beste Beispiel, dass man mit einer ordentlichen Impfdurchsetzung eine Krankheit besiegen kann. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie ein Pockenausbruch in der heutigen Zeit ohne die bereits erfolgte Impfstoffentwicklung aussehen würde...
    Die erstzitierte Frage verstehe ich nicht. Es wird natürlich gegen das Virus geimpft, das gerade besonders gefährlich ist. Bei Corona wäre das eben SARS-COV2. Bei der Grippeimpfung gibt es da eine Ausnahme, dort entscheidet afaik die WHO auf Basis von Risikoabwägungen gegen welchen Virenstamm geimpft wird, weil nicht gegen alle gleichzeitig geimpft werden kann.


    Ich bin übrigens Impfmuffel, kein Impfgegner oder Impfbefürworter.

    Bei uns im Haus läuft momentan keine "Unterhaltung" sondern eigentlich nur "Information" und "Debatte", also von den Hauptversammlungen der größeren Vereine über Stadtrat, Senate, Schulungen der großen Firmen und des Klinikverbundes, im März waren wir noch kurzfristig Briefwahllogistikzentrum.

    Insgesamt dürften wir rund 15 nennenswerte Veranstaltungen mit über 40 Gästen gehabt haben seit 11.03.


    Was so das relevante für hier ist:

    • Mund-Nase-Bedeckung in allen öffentlichen Bereichen für alle, auch mit Attest. Am Platz bei ausreichend Abstand darf er weg
    • Türen bleiben weitesgehend unverschlossen bzw. aufgestellt, sodass weniger Leute die Türgriffe benutzen müssen
    • Aushänge zu Hygiene-, Umgangs- und Handwaschregeln an den Eingängen, in den Toiletten
    • Besucherführung mit Tensatoren und Einbahnstraßenregelung vorbei an einem Desinfektionsmittelspender
    • Stuhlreihen mit zwei freien Plätzen zwischen jeden Platz und jede zweite Reihe weg
    • Betischung mit 1,60m Abstand von Tischmitte zu Tischmitte (geht mit unseren Tischmaßen von 160x70cm ganz gut)
    • In der Regie nur ein Arbeiter, zweiter Arbeiter im Saal
    • Mikrofone werden mit Poppschutz versehen und nur auf Stative gestellt, sodass sie nur selten angefasst werden
    • Nach jedem Sprecher am Mikro, der ohne MNS spricht wird der Schaft und der obere Teil des Statives mit Desinfektionstüchern abgewischt sowie der Poppschutz mit einer Plastiktüte abgenommen, weil zweiter Mitarbeiter zieht einen neuen Poppschutz auf. Beide natürlich in dem Vorgang mit Gummihandschuhen und MNS
    • Nach der Veranstaltung werden die Poppschutze in Seifenwasser ordentlich ausgespült, anschließend in klarem Wasser ausgewaschen und mehrere Tage zum Trocknen in einem nicht-zugänglichen Raum in die Sonne gestellt
    • Tische werden nach der Veranstaltung mit Flächendesinfektion behandelt, Kontaktflächen an Stühlen ebenso
    • Desinfektionsmittelspender am Eingang, in den Toiletten, vor Seminarräumlichkeiten sowie für Mitarbeiter in Aufenthaltsräumen


    Man sieht vielleicht, mehr Personal- und Materialeinsatz, weniger Umsatz. Aber immernoch besser als Kurzarbeit oder Hartz 4

    Und, ich wiederhole mich, so eine Tüte spritzt beim Wechsel munter alle abgefangenen Tröpfchen durch die Gegend. Auch der Wechsel der Tüten will hygienisch bedacht sein.

    Ich bleibe beim Schaumstoffüberzieher/Poppschutz. Habe jetzt rund 15 Veranstaltungen gute Erfahrungen damit gesammelt.


    Ich würde die Dinger nach Norm einbauen lassen, sonst hat im Brandfall die Versicherung einen großen Hebel um nicht zahlen zu müssen.

    Versicherung ist kein Problem, die sagt sinngemäß "solange alles nach Baurecht ausgeführt ist ist alles OK". AFDDs sind kein Bestandteil der Bauordnung sondern der VDE und insofern Versicherungsrechtlich nicht relevant.
    Ich weiß, dass man drumherum kommt. Man muss nur einen Elektriker finden, der das Haus auch ohne AFDDs abnimmt. Auch den habe ich gott sei Dank gefunden, allerdings wird der Bau wohl erst in 1-2 Jahren losgehen können, weil das Wohngebiet noch nicht erschlossen ist und sich Coronabedingt nur wenige Firmen zur Erschließung finden lassen und weil die Baubranche nach wie vor boomt und die Firmen kaum hinterher kommen...
    Das soll hier aber nur eine Randnotiz sein.
    Die Elektriker, die bei mir auf Arbeit zur Zeit die Küche umbauen sagen übrigens, sie prüfen bei RCDs nur eine Phase mit der gleichen Begründung wie TomyN in Beitrag #2

    Hab noch keinen dreiphasigen AFDD gefunden. Hast du nen Link?

    Tatsächlich habe ich mich jetzt auch todgesucht :/ Laut Elektriker, mit dem das Vorgespräch stattgefunden hat könnte ich mit 4-poligen AFDDs Geld sparen. Da muss ich nochmal nachhaken, oder den Elektriker wechseln:cursing: Jedenfalls eine große Abzocke... Von 32 geplanten Stromkreisen im Haus brauche ich 26 mit AFDD, was mal minimum 3200€ Zusatzkosten verursacht. (zzgl. permanenten Mehrverbrauch durch die aktive Elektronik in den Bauteilen)

    Die gibt's bisher aber nur Einphasig,


    Nö, gibt's auch dreiphasig. Die haben aber erstmal nicht viel mit RCD zu tun, eher mit LS-Schalter. Es gibt aber auch Kombigeräte, die die RCD Funktion erfüllen.
    Bin gerade dabei das eigene neu zu bauende Einfamilienhaus zu planen. AFDD ist dabei wie eine Seuche, die man nur über Umwege los wird. Sie sind nicht im Baurecht verankert, aber in der VDE. Ein Häuslebauer kann drauf verzichten wenn er eine Verzichtserklärung unterzeichnet und einen der wenigen Elektriker findet, die das ohne AFDD abnehmen. Gerätekosten pro Stromkreis 80-200€. In einem Einfamilienhaus muss das quasi in jeden einzelnen Stromkreis (einige wenige Ausnahmen wie Technikräume und räumlich geschlossene Hausflure gibt es) und ersetzt dabei die LS Schalter.

    alte Fotos von dem 10x Bose 802 Stack was ich mal bauen „durfte“ 🤪😇

    So etwas in der Art?

    https://www.np-coburg.de/fotos…rktfest;cme674104,6192997
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    Es gibt übrigens hier eine Firma, die baut das immernoch jedes Jahr zur Beschallung eines Marktplatzes. Habe leider kein besseres Bild gefunden. Von diesen Türmen stehen da jedes Jahr ein paar, inkl. einer direkt hinter der 5m hohen Bühne.

    Ich wüsste jetzt nicht wann ich das letzte mal während einer Show +48V schalten musste.

    Ich mache zur Zeit öfters kleine Konferenz, Infoveranstaltungen und dergleichen und habe dabei quasi immer einfache Sennheiser Tischsprechstellen. Die kann ich über die Phantomspeisung wunderbar wieder ausschalten, wenn der Trottel an der Sprechstelle mal wieder sein Mikro angelassen hat :/
    Ich schalte den Kanal allerdings aus Gewohnheit immer auf Mute, keine Ahnung ob die dLive das auch automatisch machen würde.

    danke schonmal. also ein budget von 10000€ für ein 100-Mann Open air halte ich trotz meines begrenzten PA wissens für etwas überzogen.

    Normalerweise kauft man nicht für ein Open Air auch nur irgendeine Anlage, sondern mietet sich die passende zu. Da kommt man dann für 1000€ sehr gut hin, je nach Dauer und Ansprüche auch gerne mit der Hälfte bis ein Viertel des Budgets.

    Wenn ich einmal nach New York und zurück muss kauf ich mir ja auch keinen eigenen Flieger ;-)