Beiträge von Marian Humann

    Könntest du näher ausführen, was du damit meinst?

    Ich hab zwei Installationen, bei denen ich regelmäßig damit zu kämpfen habe, dass die Nutzer, die teilweise seit Jahrzehnten Ton machen, die mehrlagigen Patchebenen nicht verstehen. Da kommt dann schonmal die Meldung, dass Dante ja nicht mehr funktioniert, auf Kanal 12 kommt nichts mehr an. Der Nutzer hat dann versucht im Dante Controller die 12 auf die 1 zu patchen (natürlich Transmitter 1 auf Receiver 12 anstatt umgekehrt) und zerschießt so nach und nach das Dante Routing. Dabei liegt der eigentliche Fehler im Pult, wo man "versehentlich" die Input Source geändert hatte und dann nicht mehr wusste, auf was es zurück muss. Nebenbei hat man ein Recall Safe eingeschalten für den Kanal, weil man ja wollte dass der Kanal wieder "safe" ist.
    Und ja, bei der Einweisung bin ich auf all die Dinge detailliert eingegangen :evil:
    O.g. Situation ist bei der einen Truppe 3(!) mal passiert, bei der anderen Installation einmal.
    In der Denkweise von Nicht-Technikaffinen Nerds scheint die Pachmatrix von Dante mit Transmitter zu Receiver ein unlogisches Mysterium zu sein.

    Maria Humann : Es ist doch nicht normal wenn man mit einem Produkte wirbt und dazu auch noch ausdrücklich im technischen Blatt hinweist das die Sensitivity Euro Standard +4 dbu ist , und im Endeffekt hinten nichts rauskommt. Das müsste doch ausdrücklich im Datenblatt vermerkt sein !!!!

    Ich bin jetzt neugierig ob ich mir nicht den AES Adapter kaufen soll, da bleiben wir ja auf Digitaler Ebene, da sollte der Pegel normalerweise identisch sein ?

    Bei 170 Euro für so ein Adapter finde ich das dann Dreist das dieses Pegelproblem nicht behoben wird.

    170€ sind ja vergleichsweise wenig. Die AVIOs sehen zwar nach nichts aus, da sind aber schon ein paar Bauteilchen drinnen. Aber natürlich will jeder Hersteller Geld verdienen und keiner ist die Wohlfahrt.
    Vielleicht kann ich nächste Woche etwas mehr Erfahrungen teilen, da sollte eine AES-AVIO kommen sowie ein Focusrite AM2 und ein X2P.


    Zitat

    Ich dachte DANTE wäre mittlerweile DAS Nonplus Ultra in der Audio Technik, quasi ein fester Standard.


    So trivial ist Dante leider nicht. Ich musste auch erst leidlich erleben, dass Laien bei dem System einiges "kaputt" machen können wenn man bspw. auf zweidimensionaler Patchebene denkt.
    Für Festinstallationen muss man da schon Ahnung haben, um das anständig und idiotensicher zum Laufen zu bekommen. Bei uns im Haus hat die Netzwerkinfrastruktur für Dante und Showcontrol schon alleine einen 5-stelligen Wert, und wir vernetzen nur 2 Wirelessempfänger, 2 Rechner (Recording und Playout), einen Ausspielpunkt (AVIO, zudem bald noch 3 weitere o.g.) sowie 2 dLives über Dante.

    Da isser wieder-der Mega Support von A&H und dem AT Vertrieb.

    Sorry-konnt ich mir nicht verkneifen...

    Vielleicht hat der Support versucht zu helfen und dann bemerkt, dass das Problem nicht an Ihnen liegen kann? Wir kennen alle das Gespräch nicht. Bisher musste ich dem Support nie nachweisen, dass ich Kunde bei Ihnen gibt. Im Gegenteil, als ich als Fremdtechniker vor Jahren das erste mal vor einer iLive stand haben sie mir Freitag abends erklärt, wie ich meine Szene in die Show einbinde.

    Mir fällt auf, daß du immer einen Switch/Router dazwischen hast.

    Gehe zum testen direkt in den Rechner (Mixrack-Dante-PC) rein. Da kann meiner Meinung nach kein Pegel verloren gehen.

    Audiobo hat das schon geschrieben, das ist Unsinn.

    Um etwas konstruktives beizutragen: Auf Arbeit habe ich selbst eine AVIO im Dante Netzwerk im Einsatz. Da kommt 6dB weniger raus als aus der dLive. Aber das liegt nicht am Pult. Schicke ich die Axient Digital direkt auf die AVIOs, ist das Signal auch deutlich leiser. Schicke ich einen Kanal aus einer DVS auf die AVIOs habe ich genauso wenig Pegel.
    Ich hab einfach die Endstufe um 6dB angehoben, das passt ganz gut.
    Ich kann Montag mal schreiben, auf welcher Outputstellung die AVIO steht, aus dem Kopf weiß ich das nicht.

    So ganz stimmt das nicht: Atlona hatte das mal im Sortiment - Klick mich!

    Den hatte ich auch mal gefunden, aber wie geschrieben ist der leider nicht mehr erhältlich.
    Wir haben die Sachen zwar auch festinstalliert, den Transmitter wollen wir aber flexibel verlegen können. Ansich ist das System Klasse und super stabil. Bis auf diese Kabelverbindung.

    Da habe ich doch glatt eine Frage an den Experten: Gibt es einen Normativen Grund, warum kein Hersteller Ethercon-Verbinder als HDBase-T Anschluss verbaut?

    Und ist der RJ45 Anschluss genormt - sprich die physikalische Ausführung der Buchse. Hintergrund ist der: Wir haben 6 HDBaseT Geräte im Einsatz von Atlona und Christi und einen großen Haufen Netzwerkkabel ordentlicher Qualität (Made in Germany, Cat 7, vom IT-Zulieferer sowie Cordial Cat7 mit Ethercon) Mit den Kabeln vom IT-Zulieferer funktioniert PoE und Netzwerk-passthrough, aber keine Bildübertragung. Auch nicht mit 20cm kurzen Kabeln. Schuld sind die Stecker, drücke ich den Stecker mit Kraft in die Buchse ist Bild da, sonst nicht. Mit den Cordial Kabeln funktioniert es einwandfrei - also Cordial Adapterkabel RJ45 auf Ethercon, NE8FF, Ethercon-Kabel bis 70m, NE8FF, Ethercon auf RJ45. Tausche ich in dieser Konstellation das Ethercon-Kabel gegen die genannten IT-Zuliefererkabel funktioniert es auch tadellos. Es scheint die Buchse nicht physikalisch mit den Steckern kompatibel zu sein.
    Der Hersteller der Kabel kommt nächste Woche vorbei um sich das Problem anzuschauen. Ist das Problem womöglich bekannt? Verbauen andere Hersteller andere Buchsen an ihren HDBaseT Geräten?

    ich hatte gerade im letzten jahr eine profi-theatergruppe aus bayern zu beschallen. die kamen mit ihren eigenen kulissen und eigenen leuten, die das wirklich schnell und sehr geschickt aufgebaut haben.

    die tontechnik sollte von uns kommen. am körper getragene mikrofone wurden von vorne herein ausgeschlossen, weil es viele umkleidesituationen gab.

    Dann war das vermutlich die gleiche Gruppe, von der ich rede (Chiemgauer?)

    Wir haben einmal alle 2 Jahre eine Schauspielgruppe bei uns im Haus, bei denen Headsets oder Lavaliers aufgrund sehr kurzer Umkleidezeiten im Stück keine Option sind. Ich hänge dort über die Spielfläche verteilt 6x Sennheiser ME34 (weil die da sind) ab und nehm die Bühnenfront mit 4 Kleinmembranern ab (ca. 50cm über Bühnenkante, gezielt auf Kopfhöhe der hintersten Spielfläche. Das funktioniert ganz brauchbar, ich fahre dort auch nichts szenisch, sondern eine Einstellung und fertig.

    Aber, es kann sein dass das nur aufgrund unserer Raumakustik gut funktioniert, ich kann dafür keine allgemeingültige Empfehlung abgeben.

    Insgesamt stützt das auch nur die ohnehin vorhandene Akustik um die hinteren Reihen besser zu versorgen.

    Ab 4,5m Baubuch ist totaler Quatsch. Eine Holzplatte liegt immer unter jeder Layher Spindel und die Höhe ist so geplant das man 20-30cm Spiel unterhalb 5m hat.

    OK, wenn das Ding nicht auf 4,99 geplant ist dann OK. Ich kenne aber auch solche Konstruktionen aus dem mobilen Bühnenbau die auf absolut waagerechter Ebene nicht unter 4,95m aufzubauen waren (Spindeln auf Minimum). Jede kleine Unebenheit (5cm Höhendifferenz auf 8m Bühnenbreite ist ja nicht wahnsinnig viel) führt zur Notwendigkeit eines Prüfbuches. Der Hersteller verkauft die Bühne als "braucht kein Prüfbuch, braucht keine Ballastierung". Die Erstellung eines Prüfbuches hat dann deutliche Mängel an der Konstruktion ergeben und die Notwendigkeit von 2t Ballast herausgestellt, wofür natürlich noch eine passende Aufnahmeeinrichtung kosntruiert werden musste.



    Zitat


    Wie viele Baubücher hast du denn rechnen lassen für so kleine Konstruktionen?

    Selber 0, aber bei 5 mitgewirkt, diese umzusetzen (z.B. o.g. Umbauten für Ballastierungsaufnahmen für mehrere Konstruktionen)

    Ein Musikschulleiter muß das Publikum bitten, beim großen Musikschulkonzert die Mobiltelefone auszuschalten, damit die (neu installierte) Technik der Halle (2,4GHz) funktioniert.

    Hält sich das Publikum dran? Ich würde mich da nichtmal selber dran halten. Technik, die nur funktioniert wenn das Publikum das richtige tut ist für mich alles, nur nicht professionell.

    Der PAFL Bus ist doch eh schon da ;-) Ob ich da jetzt PFL und AFL mehrere Signale draufschicke, oder im Hintergrund mehrere AFL Signale durch einen Knopfdruck draufgeschickt werden ist für meine bescheidenen Programmierkenntnisse nur eine Fleißfrage.

    Edit: das geht natürlich nur für DCA PFL. Für eine summierte Pegelanzeige müsste der Bus dauerhaft beschickt werden, dann braucht man in der Tat extra Bus-Kapazitäten. Der AFL-Peak des lautesten Kanals erscheint mir aber am logischsten für die Funktion.

    Musste da letztens einen Lichtler von einer Tourproduktion zusammenscheißen. Niedriger Raum, automatische Rauchmelder und er dampft beim Lichtcheck (keine Nebelmaschine bei der Produktion). Da fragt man sich, ob die Leute ihren Job zum ersten mal machen...

    Alphabet, der Mutterkonzern von Google & Youtube, hat seine Gewinne 2018 auf über 30 Milliarden Euro gesteigert ... ich habe wenig Sorgen, die die armen Schweine von den Serverkosten aufgefressen werden ...

    Alphabet ist nicht Youtube und YouTube ist nicht Alphabet. Stimmt dsa Kosten-Nutzen Verhältnis nicht mehr wird im Zweifelsfall einfach dicht gemacht, siehe Google+. Dann haben wir in der EU viel erreicht, Juhu, davon haben die Künstler am meisten.

    Meine anderen Argumente scheinen ja nicht zu interessieren, großes böses Google, gute Verwertungsgesellschaft

    Dieses Argument der großen bösen Internetkonzerne, die Milliarden mit dem Urheberrecht anderer verdienen hat man im Parlament gestern auch hundertmal gehört, aber macht es es das richtiger?
    Googles Youtube ist die größte Plattform. Dort lädt man selbstgemachte Videos hoch, kann Werbung schalten lassen und bekommt einen großen Teil der Werbeeinnahmen. Youtube selber läuft seit jeher knapp über der Grenze zur Liebhaberei, die haben enorme Serverkosten, die nur von ihren Teil der Werbeeinnahmen gedeckt werden können.

    Es gibt dort das sogenannte Content-ID System, eine Art Uploadfilter, der jetzt schon das Urheberrecht zuordnen kann. Funktioniert eher schlecht als recht und erzeugt viele Fehler. Entdeckt er einen Upload, für den jemand anderes das Copyright hat, bekommt der Copyrightinhaber die Werbeeinnahmen anstatt des Hochladenden. Zudem gibt es das Strike- und Claim-System. Urheberrechtsinhaber können ohne Nachweis Videos melden und diese offline nehmen lassen. Oder sie "claimen" das Video für sich, was in der Musikindustrie sehr oft passiert. Dann bekommt das Label wiederrum die Werbeeinnahmen und kann selbst Werbung schalten, wenn der eigentliche Uploader das nicht wollte.

    Mit einem neuen Uploadfilter bekommt der Künstler eben weniger, weil weniger Videos hochgeladen werden und damit weniger Werbeeinnahmen erzeugen. Zudem muss er dank Artikel 12 wieder Geld seiner EInnahmen an die Verwertungsgesellschaft abführen, was bisher nach einem Urteil vom BGH untersagt war.


    Weiterhin möchte ich zu Bedenken geben, dass gerade Google am meisten von der Reform profitiert: Die können sich die Lizensierungsverhandlungen und Uploadfilter leisten, sie sind groß genug. Für Mittelgroße Plattformen lizensieren sie selber ihren Uploadfilter (jetzt schon) und verdienen damit mehr Geld. Zudem wird der Aufbau kleiner Plattformen im Keim erstickt, sodass Youtube nicht Gefahr läuft, irgendwann von einem Startup berholt zu werden und Nutzer zu verlieren.


    Übrigens, aktiv Lobbyarbeit betrieben haben vor allem die Verwertungsgesellschaften. Die VG Wort hat selbst Abgeordneten mit schlechter Berichterstattung gedroht, sollten diese mit Nein abstimmen. Das hat ein Herr Voss selber im Interview zugegeben und es als normal bezeichnet... Generell war gerade die VG Wort sehr am Gesetzesentwurf beteiligt und profitiert von allen am meisten: Dank Artikel 12 bekommen sie wieder deutlich mehr Geld von Journalisten: https://www.freischreiber.de/a…rheber-profitieren-nicht/ , dank Artikel 11 bekomen sie ihr Leistungsschutzrecht auf europäischer Ebene, was national schon nicht geklappt hat, dank Artikel 17 (früher 13) bekommen sie weniger Konkurrenz von neuen Medien.

    Bei uns funktioniert das überhaupt nicht. Wir haben jedes Jahr eine Karnevalsveranstaltung, bei denen der Veranstalter den Gruppen schon sagt, sie sollen am Vortag bis 12:00 ihre Titel abgegeben haben, sonst brauchen sie nicht auftreten. Die Veranstaltung wäre dann aber doch zu langweilig, wenn nur eine oder maximal 2 von 15 Gruppen auftreten.

    Um zum Thema zurück zu kommen: Ich nutze gerne TJingle.

    Aktuell programmiert unser Azubi in seinen freien Spitzen einen eigenen Jingleplayer, vielleicht kann ich den dann nächste Saison nutzen :-)