Beiträge von Marian Humann

    Und beim Autofahren auch? Wo ist denn der Unterschied? Wenn man nebenbei etwas anderes macht, dann ist mein definitiv abgelenkt und kann nicht mehr in einer adäquaten Zeit reagieren oder bekommt es gar nicht mit.

    Wenn ich auf dem Parkplatz stehe und "idle" um meine Fahrzeitunterbrechung einzuhalten, warum nicht? Du kannst mir nicht erzählen dass du bei einem 10 stündigen Ärztekongress 3 Tage lang mit genau getaktetem zeitlichen Ablauf die ganze Zeit zuhörst. Da höre ich beim Vortragswechsel hin, ob die Stimme passt und die Präsentation läuft und bin in der Zwischenzeit geistig auf Standby, ansonsten würde ich Gaga werden.

    Bei einem einzelnen Comedian mit einem Mikrofon, ohne Szenenwechsel, ohne Einspieler mit einer gesicherten akustischen Umgebung (keine Überraschungen mit Rückkopplungen möglich) ist das doch ähnlich. Ich kann mich hinsetzen, 3 Stunden lang zuhören und dabei keinen Fader und auch sonst keinen Regler bewegen. Oder ich höre zu und lese nebenbei mit dem gleichen Effekt.


    Zitat

    Wenn man so eine Einstellung zu seinem Job hat und eine solche Arbeitseinstellung an den Tag legt, dann ist da doch irgendwas ganz schief gelaufen.

    Oder man hat etwas richtig gemacht, wenn man so entspannt ist und die Technik so im Griff hat, dass man weiß, dass nichts passieren kann und wenn doch etwas unvorhergesehenes passiert, man direkt eingreifen kann. Letzteres passiert bei uns eigentlich nur aufgrund der Gebäudetechnik. Und von der bekomme ich im Fehlerfall automatisch eine Nachricht auf's Handy und bin damit sogar schneller.
    Man kann sich alles passend und schön reden, wenn jemand etwas von mir will, an der Regietür klopft oder es auf den Pausenbeginn losgeht bin ich ansprechbar. Den Rest bekomme ich auch mit. Mehr als wenn ich stattdessen einschlafen würde ;-)

    Leute, die mich kennen, wissen das sie mich anrufen müssen, wenn es etwas wichtiges gibt. Denn da gehe ich teilweise rann, oder rufe zurück, wenn ich Zeit habe. Und Leute, die mich besser kennen, rufen auch nur an, wenn es wirklich wichtig ist. Wer mir Textnachrichten schick (geht nur per Mail und SMS) muss schon mal einen halben Tag auf eine Antwort warten, wenn ich auf einem Job bin.

    Ohne deinen genauen Umgang mit dem Telefon zu kennen: Ich werde immer fuchsig wenn Kollegen auf der Baustelle telefonieren oder von der Veranstaltung zum Telefonieren raus müssen. Da ist mir eine kurze Textnachricht im Messenger derer Wahl lieber.
    Ich schreibe oft auf meinem Handy (privat) während einer Veranstaltung. Zuhören kann ich ja dennoch beim Bühnengeschehen. Ich mache aber auch kaum noch Konzerte, eher Konferenzen und Comedy - da muss ich nicht unbedingt permanent intensiv zuhören. Telefonieren wäre dafür fehl am Platz.


    ETC hat in der Laufzeit der EOS Software vier Generationen Ion Pulte, zwei Generationen Gio, zwei Generationen EOS und eine Generation Gio @5 auf dem Markt gehabt, alle mit eigener Hardware, alle unter einer Software ...


    Naja, die Hardware ist ja nicht so eigen. Da ist schon mehr oder weniger Standard X86 Hardware drinne, zumindest in allen Varianten die mir so unter die Hände kamen. Und sie haben eben doch die Hardware mehrmals grundlegend ändern müssen (von XP auf Windows 7 Hardware bspw. - mit vollkommen unterschiedlicher Touchscreenkompatibilität)

    Hm, wenn man

    bedenkt und die aktuelle "Marktpräsenz" davon - müssen wir uns erst mal wohl keine Sorgen machen...

    Im automobilen Umfeld gibt es die auf ähnlichem Prinzip basierenden HIR2 Lampen schon länger. Auch da reflektiert eine Beschichtung im Glaskolben ein Teil der Wärmestrahlung, die Farbtemperatur steigt dadurch. Ich habe allerdings noch kein Auto damit gesehen, das eine auch nur annähernd adäquate Lichtverteilung auf der Straße hat. Und ein Ersatzleuchtmittel kostet ähnlich viel wie ein günstiger Xenonbrenner. Besessen habe ich zwei Wagen mit der Technik, beide waren einfach untauglich zum Fahren bei Nacht.

    Übrigens, auf Arbeit haben wir die LED Retrofitlampen jetzt alle wieder rausgeschmissen und gegen Glühlampen ersetzt. Diese Retrofitlampen (dimmbar) sterben in geschlossenen Leuchtengehäusen wie die Fliegen. Es gibt zum Glück genügend Händler mit Restbeständen an Glühlampen. Ein Verkaufsverbot gibt es ja nicht, nur ein Import- und Herstellungsverbot (und Vermarktungsverbot afaik)

    Aber bei so teuren Investitionen halte ich es für gewagt einfach alles einzustampfen.

    Ich meine, hier ist so viel Werbung und Marketing betrieben worden.

    Man erstellt doch nicht einfach an die Hundert Videos, krempelt mal eben einen ganzen "Stadtfest" Markt um und verkauft doppelt so viele Dot2 wie Grandma 2 um dann zu sagen.. nöö.. keine Lust mehr?

    Wenn man die Meldung liest bekommt man den Eindruck, die stellen das Produkt nicht freiwillig ein. Wenn ein wichtiger Teil der Lieferkette dauerhaft ausfällt hat man eben solche Probleme. Ich würde fast behaupten, es geht ebenso wie damals bei der Licon 2X um den SoC, ohne zu wissen ob in der DOT einer eingebaut ist. Wird der nichtmehr geliefert muss die komplette Platine redesignt werden und die Software (bzw. das Betriebssystem) neu geschrieben.

    Ein Stück weit muss ich dem guten Mann zustimmen. Bei gefährlicher Wetterlage (und gefährlich kann sie auch sein, wenn im Endeffekt an dem Tag alles trocken bleibt) muss man permanent mit dem Schlimmsten rechnen. Solche Unwetterlagen können dafür sorgen, dass es in einer Schneise von wenigen hundert Metern extrem wird, während es ein paar Meter weiter einfach nur nass wird und einen Kilometer weiter den ganzen Tag die Sonne scheint. Liegt in der Schneise das Veranstaltungsgelände, sind Unfälle wie in Essen schwer zu vermeiden.

    Nicht zuletzt wird in Deutschland bei fliegenden Bauten oft mit zweierlei Maß gemessen. Ich erinnere mich an die Umstellung auf EN13814 bei meinem damaligen Arbeitgeber. Wir mussten die Bühnen massiv umarbeiten um die geforderte Standsicherheit im Zustand "außer Betrieb" bis Windstärke 12 zu gewährleisten. Dazu musste sichergestellt werden, dass die Bühnen binnen einer Minute von nicht eingewiesenem Personal ohne zu klettern Planen-/Gazenfrei (und Werbebannerfrei) gemacht werden können ohne die Bühne betreten zu müssen - das forderte der TÜV. Ich finde das auch sinnvoll. Trotzdem sehe ich noch heute regelmäßig Open Air Bühnen mit 80m²+, bei denen das überhaupt nicht gehen kann, weil die Gazen bspw. an den Towern festgemacht werden ohne "Abwurfseil"
    Ebenfalls mussten wir ins Prüfbuch die Anschlagung der Ballastierung eintragen lassen, sodass bei der örtlichen Abnahme geprüft werden kann ob der Ballast korrekt eingebracht wurde und nicht nur mit Spanngurten irgendwo festgemacht wurde. Auch hier sieht die Realität bei anderen Bühnen heute noch haarsträubend aus...

    Nein, das ist nicht so. Es gibt ein Schlagwerk und ein Läutwerk. Beim Schlagen schlägt ein Hammer gegen die Glocke, es gibt einen Ton. 9 Hammerschläge - 9 Töne -> 9 Uhr.

    Okay, dann ist es bei uns nur ein Schlagwerk, weil sich die Glocken auch beim Angelus-Geschlage(?) nicht bewegen.

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    9 Hammerschläge - 9 Töne -> 9 Uhr.

    Bei uns dann 13 Hammerschläge = 9Uhr ;-) 4 zum Anzeigen der vollen Stunde

    Ist jetzt nicht böse gemeint, aber das was du beschreibst ist genau dass was aller immer bemängelt haben: Neue ziehen zu, informieren sich nicht ausreichend und dann ist das Geschrei groß.

    (Kirche, Saufgelage, Kneipen, Veranstaltungsplätze usw.)

    Man muss sich halt sorgfältiger Informieren!

    Dan hätten wir keine Wohnung bekommn. Wir zahlen schon ein Drittel unseres gemeinsamen Nettoeinkommens jeden Monat für die Warmmiete für unsere 86m² Dreizimmerwohnung und waren froh, überhaupt eine Wohnung in dem Preisbereich um die 1000€ warm zu bekommen. Die Wohnungsvergabe hier läuft nach dem Motto "Wer zuerst kommt malt zuerst".
    "Sie wollen sich die Gegend in Ruhe anschauen? Gerne, ich vermiete dann in der Zwischenzeit an einen der 10 anderen Interessenten." Vom Makler bekommt man vorher auch nicht gesagt wo die Wohnung genau ist, dass man sich die Gegend anschauen kann.

    Ja, wir hätten uns vorher informieren können. Manches Ausmaß ist man sich aber vorher nicht ganz bewusst. Ein Bäcker unter der Wohnung? Ach wie praktisch, da kann man jeden morgen seine Brötchen frisch holen. Aber ein Bäcker will beliefert werden, der Lieferwagen piept beim Rückwärtsfahren wie ein Feuermelder...
    Ein Park vor der Tür? Ein Supermarkt auf der anderen Straßenseite? Klasse, kann man sich mal in Ruhe raussetzen, wenn man den Einkauf vergessen hat kann man einfach über die Straße gehen und was nachholen. Dass die Kombination täglich Alkoholleichen vor die Tür spült war mir dabei nicht bewusst.
    Die Kirche 300m weg? War bei meiner alten Wohnung ähnlich, hat mich nie gestört. Dort hat die Kirche aber auch kein (Viertel-)Stundengeläut sondern läutet nur einmal am Tag das Angelusgeläut sowie zum Gottesdienst. Hier gibt's viermal täglich das Angelusgeläut, Gottesdienstgeläute und viertelstündliches Stundengeläut. Ich wüsste auch nicht wie ich mich vorher darüber hätte informieren sollen


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    Was so ein Rechtsstreit in einer 400Leute Gemeinde den Bürgermeister unter Stress setzt, weil irgendwelche Großstädter meinen sie wären die Größten...


    Erst zu faul und dann klagen! Trifft nicht immer zu einige Probleme entstehen auch erst mit der Zeit...

    Auch wenn das weiter Off Topic bleibt: Mein Schwager baut momentan sein Einfamiienhaus im Wohngebiet neben einem Schloss. Der Schlossbesitzer hat mehrfach versucht zu Klagen, hat den Bauantrag vor's Innenministerium bringen lassen (was auch immer die damit zu tun haben sollen). Das hat den Baubeginn um über ein Jahr verzögert - weil das Landratsamt so lange mit Genehmigung warten musste bis die Ministerien das OK gegeben haben. Prompt als der Bau los ging hat er im Eilverfahren gegen den Freistaat geklagt und damit den Bau wieder zum Stop gebracht, bis das Gericht seine Klage abgewiesen hat. Damit aber nicht genug, er klagt nochmal, gegen das Landratsamt.
    Es gibt eben Leute, die interessieren sich nicht für andere und sind nur auf ihre eigenen Interessen aus.
    Das gibt's auch eine Nummer größer: In nächster Nähe meiner Dienststelle gibt es einen gültigen Bebauungsplan für ein Hotelkomplex, 7 Stockwerke hoch. Der ist afaik seit 8 Jahren gültig. Jetzt hat sich ein Investor gefunden, in nichtöffentlicher Sitzung dem Stadtrat seine groben Pläne vorgestellt und eine Kaufvoranfrage gestellt. Stadtrat stimmt dem zu, Verhandlungen zum Grundstücksverkauf sollen baldmöglichst beginnen.
    Ein paar Skizzen aus der Sitzung gelangen an die Zeitung, der örtliche Automobilzuliefer-Großunternehmer mit eigenem Basketball-Bundesligateam mischt sich ein, das Hotel könne dort nicht stehen, ist viel zu groß und der Stadt nicht würdig. Plötzlich sind sich alle einig, die Verkaufsverhandlungen werden erstmal auf's Eis gelegt bis Herr Großunternehmer eigene Pläne vorstellt - so lief es auch schon bei der geplanten Ersatzspielstätte für das örtliche Theater. Investor ist sauer, es steht in den Sternen ob er überhaupt noch hier investieren will.
    Unser Baurecht ist grausam...

    Freilich entschuldigt das nicht alles und man muss sich auch nicht alles gefallen lassen, aber teilweise kommt es mir halt so vor, als ob die Leute erst umziehen und dann darüber nachdenken, wohin sie gerade gezogen sind.

    Der Autovergleich betraf eigentlich die Gastronomie, die Aufgrund von Auflagen scheinbar schließen musste.

    Zum Thema Wohnung: In Städten ist es heute schon schwer überhaupt eine Wohnung zu finden, die einen nicht finanziell ruiniert. Wir haben fat ein halbes Jahr gesucht, bis wir unsere jetzige gefunden haben. Mir war es dann aber neu, dass das Stundengeläut auch nachts ganz normal läuft (inkl. 16 Glockenschlägen um 24 Uhr) - das kannte ich aus meinem alten Wohnort nicht so. Außerdem war mir nicht bewusst, wie weit man die Glocken selbst mit geschlossenem Fenster deutlich hören kann. Ich wohne wie gesagt rund 300m Luftlinie von der Kirche weg, ich sehe den Kirchturm nichtmal weil da andere Häuser dazwischen sind. Trotzdem muss ich bei nördlichen Windrichtungen zum Angelusgeläut die Fenster schließen, weil eine normale Unterhaltung dann in der Wohnung unmöglich ist.

    Fairerweise muss ich anfügen, dass mir auch nicht bewusst war dass ein kleiner Park mit Kastanienbäumen und ein paar Büschen und Sitzgelegenheiten die Asozialen dermaßen anzieht. Was wir hier in den letzten Jahren für Saufgelage miterlebt haben. Dafür muss man nichtmal in der Innenstadt wohnen.

    Wir haben auf Arbeit letztes Jahr knapp 4km Netzwerkkabel verlegt und nutzen die für alles mögliche, HD-BaseT, Ethernet, GigaACE, Analog Audio (mittels der Thomann 4x Peitschen), Fernbedienungsverlängerung für die Beamer (mit selbstgelöteten Klinke auf RJ45 Adaptern) usw.
    Alles ist auf Standard Cat-Patchpanels aufgelegt. Hatten damit noch nie Probleme, auch nicht mit Brummen.
    Insgesamt haben wir in der Regie 2x24er CAT Patchpanels voll belegt mit Catleitungen im Saal und im Medienschrank im Konferenzbereich ebenfalls 2x24er CAT Patchpanels. Die gehen jeweils auf 8er Patchpanels in den Räumen bzw. zu 8er Panels an neuralgischen Punkten im Saal.

    Ich bin in der Nähe von einer Kirche aufgewachsen und komischerweise kann ich mich nicht daran erinnern das es mir den Schlaf geraubt hat. Das unterbewusstsein lernt irgendwann, das es keine Bedrohung ist...

    Erzähl das mal einem Neugeborenen: "Du brauchst nicht schreien, das ist Teil unseres kulturellen Erbe"
    Was Glockengeläut nachts um 12 mit kulturellem Erbe zu tun haben soll kannst du mir ja gerne noch erklären. Das Angelusgeläut lasse ich mir ja noch einreden, das Stundengeläut (oder bei uns sogar Viertelstündlich) ist in Zeiten, in der eigentlich jeder mit mindestens einer Uhr oder Uhr mit Zusatzfunktionen unterwegs ist, in meinen Augen total überflüssig.



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    Schlimm finde ich wenn diese zugezogenen vor Gericht gehen, ihnen entsprochen wird und es richterliche Auflagen gibt die kein Mensch oder Betrieb normal wuppen könnte.

    Geniale Gastronomie wird so in die Insolvenz getrieben wie z. B. Der "Baumgarten ":ca. 3-4Kelner, 1-2 Köche, 3-5Tresenbedienungen, 2DJ, 3-4security und wahrscheinlich noch andere haben ihren Job verloren...

    Warum? Irgendwo zwischen 3 Städten gab es den Laden und 2 Blocks mit je 4 Wohnungen, SONST NICHTS!!!

    DA ZOG EINER HIN, KLAGTE UND...? siehe oben... Macht mich richtig sauer...

    Nur weil es keine Auflagen gab heißt das nicht, dass man als Betreiber machen darf was man will. Gesetze, Regeln und Vorschriften gelten auch, wenn es keiner kontrolliert.

    Mit meinem Auto muss ich auch alle 2 Jahre zum TÜV, auch wenn ich nicht schriftlich dazu aufgefordert werde.


    Hier in der Gegend sind das fast immer "Zugezogene" die auf dem Dorf Stress machen. Ziehen in die direkte Nachbarschaft einer Kirche und gehen vor Gericht da der nächtlichen Stundenschlag der Kirchturmuhr Ihre Nachtruhe stört.

    Ich geh zwar nicht vor Gericht - würde ich nie tun wegen so Kleinigkeiten - aber stören tut mich das auch. Ich wohne 300m Luftlinie von der Kirche weg, wenn der Wind aus der richtigen Richtung kommt kann ich kaum schlafen. Welche Daseinsberechtigung diese Nervtöne im 21. Jahrhundert haben erschließt sich mir nicht

    Ein Fotohändler bei uns berechnet inzwischen 49 Euro für ein Beratungsgespräch für Digitalkameras, die bei Kauf wieder gutgeschrieben werden. Anders ist es wohl nicht mehr möglich der Kundschaft verständlich zu machen dass persönlichen Beratung eine Leistung ist, die einen Mehrwert besitzt.

    Ansich eine nette Idee, die ich so begrüße.
    Auch wenn das schon weit in's Off-Topic geht habe ich das mit der persönlichen Beratung schon anders erlebt: Als wir in unsere neue Wohnung gezogen sind haben wir neu streichen müssen. Also vorher Farben rausgesucht, in den Baumarkt mit dem Nagetier gefahren und die Farbe kaufen wollen, die wir uns vorher online ausgesucht hatten. Im Laden sollten sie dann 20% mehr kosten als Online, eine der vielen "ausgebildeten Fachleuten" gefragt ob man die Ware auch zum Onlinepreis bekommen kann. Antwort sinngemäß: "Nein, bei uns ist das teurer weil sie ja die Beratung auch mit bezahlen" - eine Beratung, die ich weder wollte, noch bekommen habe.
    Habe dann die Farbe online gekauft mit Abholung in der Filiale, in der ich mich noch befand und hab die gleiche Farbe aus dem Regal des Ladens zum Preis des Onlineshops bekommen und so insgesamt knapp 50€ gespart. Als netten Nebeneffekt wurde mir dort die Farbe bis zum Infopunkt gebracht und ich musste sie nichtmal selber aus dem Regal holen.
    Warum man so einen Service anbietet, wenn man dann nicht die eigenen Onlinepreise im Laden anbietet verstehe ich nicht...
    Ich hätte auch ein paar Euros im Laden mehr gelassen, aber bei fast 10€ pro Farbe Mehrkosten war mir das zu blöd.

    Meine Dienststelle hat sicherlich schon einen mittleren 6-stelligen Betrag in Treppendorf gelassen, Garantieleistungen wurden auch knapp vor Ablauf der Garantiezeit immer Zufriedenstellend durchgeführt.
    Das Lohngefüge dort ist zwar im Maßstab der Region mit vielen Tarifbeschäftigten nach IG Metall ziemlich niedrig, aber immernoch deutlich besser als NV-Bühnen geplagte öffentlich rechtliche.
    Verglichen mit anderen Arbeitgeber für Fachkräfte Veranstaltungstechnik in der Region zahlt der Hans sogar ganz OK.

    Oo

    Marian , ich glaube danach bist du Urlaubsreif...

    Quatsch nein, das ist normaler Alltag. Im ersten Jahr war ich dann Urlaubsreif, mittlerweile weiß ich wie der Hase bei den Veranstaltungen läuft. Wozu auch unnötig stressen wenn das nichts besser macht?
    Das Sätzchen "Nein, geht nicht" verstehen auch Lehrer, ganz selten muss ich eine kurze Erklärung abgeben warum das nicht geht und die Lehrer sind glücklich. Für die ist das doch auch nur zusätzliche Arbeit, wofür sie möglichst wenig denken möchten.
    Urlaub gibts erst in 3 Wochen...


    Um zum Thema zurück zu kommen: IDN vorgeschriebene Wartungen, nach denen IMMER ein gerade gewartetes Trum am Tag drauf kaputt geht.
    Nach den letzten 4 (!) Aufzugswartungen im Haus ging immer jeweils am nächsten Tag einer der Aufzüge nicht. Und immer genau der, den man an dem Tag dringend braucht. Passiert auch gerne mal bei komplexen Lüftungsanlagen...

    Ich investiere Zeit und telefoniere ausgiebig mit dem Verantwortlichen, unter Umständen treffe ich mich sogar mit dem. Es gibt klare Ansagen was ich brauche, und erkläre was es braucht damit der häufige Umbau schnell geht... Das Positionspläne bindend sind... Jegliche Abweichungen kosten Zeit, die dann am Ende fehlen.

    Das funktioniert bei uns garnicht. Als einzige Versammlungsstätte mit Platz für mehr als 400 Leute in der Stadt sind zwangsweise quasi alle Schulen bei uns (4 Gymnasien, 4 Mittelschulen, 2 Mittelschulen aus dem Landkreis, ein Gymnasium aus dem Nachbarlandkreis, zwei Oberschulen) mit mehreren Veranstaltungen pro Schule und Jahr - dieses Jahr waren es bisher knapp 30.
    Stellpläne funktionieren nie, Technikanforderungen vorher abfragen funktioniert nie (da wird dann schonmal die Veranstaltung verwechselt und für die falsche Veranstaltung die Technik bestellt) und kurzfristig entschieden, dass da ja doch noch ein Programmpunkt dazu kommt. Umbaupausen sind viel zu lang - man muss ja das Programm so gestalten dass möglichst nichts stehen bleiben kann und so kommt nach dem Streichorchester der Kammerchor, vor dem die 50 Stühle von der Bühne müssen, danach das Blasorchester, wofür 50 Stühle wieder auf die Bühne müssen, gefolgt vom Gitarrenensemble, die natürlich nur 10 Stühle brauchen aber dafür Mikrofone, die bei den Nummern vorher aber stören würden. Dann kommt plötzlich ein USB Stick an mit einer Powerpoint, die jetzt unbedingt gezeigt werden muss, während unter der Motorleinwand aber noch Instrumente aufgebaut sind. Bei manchen Schulen klappt das mal 1-2 Jahre, dann ist der Schüler weg, der sich für einen ordentlichen Ablauf interessiert.
    Würde ich für jede der Veranstaltungen im Vorfeld nachhaken wüsste ich garnicht mehr was ich aufbauen muss.
    So weiß ich, ich stell 8 Handfunken hin für den Fall der Fälle, stell Chormikrofone mit 10m Kabel parat, hab links und rechts der Bühne eine Substagebox und lass das alles während der Stellproben/Proben auf mich einprasseln.

    Meine bescheidene Erfahrung als Bandtech auf Stadtfesten ist, dass bei zu kurzen Arrays (und da kann auch ein amtlicher Name drauf stehen) auf den ersten Metern noch alles ankommt und dann die Tiefmitten aber stärker im Pegel abfallen als Hoch- und Mittelton.

    Typisches Problem zu kurzer Arrays. MMn macht es erst ab einer Zeilenlänge von ~2m überhaupt Sinn von Linearrays zu reden. Kürzer werden es einfach nur Vertikal verbundene Lautsprecher mit schmalem vertikalen Abstrahlwinkel - mit all den Vor- und Nachteilen herkömmlicher direktabstrahlender Topteile mit der gleichen Anzahl an Treibern.

    Aber, das hat alles nichts mit dem Thema zu tun, erstrecht nicht die "ultimative" Anlage.

    (...)und auch die Aderendhülsen fehlen.

    Das finde ich ein kontroverses Thema. Beim Konfektionieren halte ich mich an die Herstellervorgaben: https://www.neutrik.de/media/8…oad/powercon-32-a.pdf?v=1
    https://www.neutrik.de/media/1…A%20%2B%20NAC3FCB.pdf?v=4

    Bei der 20A Variante steht nichts von Aderendhülsen. Rein technisch sehe ich das mit den Federzuglaschen auch kritisch. Meiner Meinung nach entweder Aderendhülsen und Federlasche entfernen oder Aderendhülse weglassen und nach Herstellervorgaben konfektionieren. Ich mache letzteres.