Beiträge von Marian Humann

    "muss dann nachberechnet werden, weil das so weder bestellt noch vorbereitet war. Klären sie das mit $Auftraggeber und wir bekommen das hin" - Diese zwei Sätze lösen viele Probleme. Selbst wenn $Auftraggeber das später nicht nachzahlen will oder man es garnicht in Rechnung stellt schafft das ein Grundverständnis dafür, dass manche Dinge entweder ordentlich abgesprochen gehören oder eben Geld kosten.

    Wenn es diese ganzen Videoextender jetzt noch mit ordentlichen Anschlüssen gäbe... SC oder LC Stecker möchte ich nicht regelmäßig stecken müssen, die sind auch nicht dafür konzipiert.

    Die ganzen CAT-Wandler haben keinen verriegelbaren Ethercon...
    Wir benutzen selber Atlona HDVS-200. Die Geräte selber sind sehr zuverlässig, allerdings muss man extrem mit den Kabeln aufpassen: Wir haben Netzwerkkabel (Markenqualität), mit denen funktioniert die POE Spannungsversorgung, aber nicht die Bildübertragung. Letztere geht nur, wenn man mit der Hand den Stecker weiter in Buchse drückt als ihn die Verriegelung hält.

    Mit unseren "Standardnetzwerkkabeln" läuft die Strecke zuverlässig, aber wehe jemand kommt mal zu sehr an den Netzwerkstecker am Sender.


    Mit SDI hatte ich bisher auch nicht nur gute Erfahrungen gesammelt. Die Wandlerkästchen (mehrere TV-Ones als auch mehrere Blackmagics) von SDI auf HDMI haben aus irgendeinen Grund regelmäßig den Kontakt zum Signal verloren (während die weitere durchgeschliffene Strecke noch ging) oder das HDMI Bild aussetzen lassen - was jedenfalls in einem Bildausfall auf einem Wiedergabegerät resultierte. Das lief manchmal 8 Stunden stabil und in der 9. Stunde gingen die Probleme los, manchmal kamen die Probleme nach einer halben Stunde und verschwanden nach 10 Minuten wieder ohne Eingriff, mal tauchten sie garnicht auf.


    So war bspw. die Anlagenprüfung gemäß DIN VDE 0100-600 vormals nicht Teil des Rahmenlehrplans.

    Ggf. haben zwar einzelne Berufsschulen auch vor der Neuordnung diese Inhalte vermittelt, bundeseinheitliche Mindestanforderungen an diesen IHK-Ausbildungsberuf war vieles davon aber nicht. (In welchem Bundesland warst du an der Berufsschule?)

    Ich war in München und Erfurt (zwischendurch Ausbildungsbetrieb gewechselt)

    An die 0100-600 habe ich bei der DGUV V3 aber auch garnicht gedacht, das wird bei uns seit jeher extern geprüft. VDE 0701 und 0702 prüfen wir selber, das habe ich auch in der Berufschule gelernt, inkl. Bewertung von Ergebnissen.

    Zitat

    Die "Elektrofachkraft" ist eine Funktion, welche du innerhalb eines Unternehmens einnehmen kannst (Auswahlverantwortung des Unternehmers, Arbeitsanweisung, etc. siehe oben) und keine Qualifikation.


    Das wiederrum steht in Konflikt mit dieser Aussage:

    Zitat

    Als Elektrofachkraft im Sinne dieser Unfallverhütungsvorschrift gilt, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrungen sowie Kenntnis der einschlägigen Bestimmungen die ihm übertragenen Arbeiten beurteilen und mögliche Gefahren erkennen kann.



    Im Sinne der DGUV würde ich mich damit sehr wohl als befähigt ansehen, 0701/0702 Prüfungen an Veranstaltungstechnik durchzuführen, ohne Weiterbildung. Ich habe die Inhalte, Durchführung und Bewertung in der Berufschule gelehrt bekommen.

    Außerdem sehe ich in der Aussage der DGUV sehrwohl die Beschreibung einer Qualifikation, nicht die Beschreibung einer Aufgabe.


    Ich habe das Zertifikat mal angehängt.

    Witzig, das sind auch die Inhalte der Ausbildung als Fachkraft Veranstaltungstechnik.

    Zu uns hieß es damals (Abschluss 2012) seitens der Berufschule sogar, dass wir mit Bestehen der Ausbildung Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten der Veranstaltungstechnik sind und der SQQ1 redundant ist. Deshalb sei Elektrotechnik Sperrfach geworden und Unterrichtsfach mit vielen hundert Stunden.

    Ich weiß auch nicht was so kompliziert an der Elektroprüfung sein soll. Hat man ein Automatikmesser wie einen Benning ST750 kann das im Prinzip ein dressierter Affe. Das Komplizierte ist das Anlegen und Beschriften der Prüflinge. Einmal angelegte Prüflinge sind eine Sache von wenigen Sekunden.
    Wie spezielle Sonderfälle zu messen sind kann einen auch niemand in der Weiterbildung sagen, den Rest erklärt mir das Gerät und mein Tabellenbuch.

    kommt drauf an. Auf einer Beerdigung 400-2000, je nach gewünschter Lautstärke. Für irgendwelche besondere Technonummern 10-50. Für Top40 Band mit Rocklautstärke vielleicht 100. Für Schlager-DJ vielleicht 300.

    da ich jedoch in den gesangskanälen so gut wie immer mit dem Opto arbeite, gibt es hier keine drehgeber für attack, weil dieser in diesem kompressormodell einfach nur in drei stufen schaltbar ist.

    Bisher habe ich in unserer Installation noch keinen Einsatz für den Opto gefunden, für Gesang und Sprache nehme ich lieber den 16T, der funktioniert bei uns tadellos. Da ist aber auch die einzige Variable das Programm auf der Bühne, Raumakustik und PA bleibt im Rahmen der Toleranz immer gleich.

    Ein weit verbreiteter Irrglaube in unserer Branche ist, dass Veranstaltungen stattfinden *müssen*.

    Zumindest müssen sie nicht abgesagt werden wenn nicht alles nach Vorschrift läuft. Darauf wollte ich hinaus.
    Auch ein Beispiel aus meiner Praxis: §17 Abs.2 VStättVO spricht davon, dass ab 200m² Lüftungsanlagen vorhanden sein müssen. Da steht nicht, dass die angeschaltet sein müssen oder einen bestimmten Luftdurchsatz erreichen müssen. Sag ich eine Veranstaltung ab, wenn die Lüftungsanlage defekt ist? Hätte wohl kaum ein Gast Verständnis für. Vielleicht kann man die Veranstaltung ja trotzdem durchführen, indem mehr geheizt wird und alle paar Minuten quer durch den Saal gelüftet wird und RWAs geöffnet werden. CO und CO2 Sensoren verraten, ob die Luftqualität passt. Klar, absagen wäre einfacher gewesen.

    Zitat

    Laut welcher Vorschrift soll das verboten sein?

    VStättVO §35 Abs.2 Satz 1. "In Versammlungsräumen(...) ist das Verwenden von offenem Feuer(...) verboten"

    Das wird aufgeweicht in Satz 2 und 3, aber erstmal ist es verboten. Nur nicht alles verbotene ist auf jeden Fall verboten, in dem Fall findet sich die Verbotsaufhebung ein Satz weiter, in anderen Fällen eben in anderen Vorschriften, im gesunden Menschenverstand oder in einer Gefährdungsanalyse.

    Wie immer in unserer Branche kann man Vorschriften durch Gegenmaßnahmen und Gefährdungsbeurteilungen umgehen.
    Ich habe auch schon Getränkebars vor Fluchtwegen gesehen als Gast. Wenn alerdings bei einem Saal für 2000 Leuten bei 300 geladenen Gästen ein Notausgang versperrt ist während der Notausgang direkt daneben frei ist und noch genügend andere Ausgänge frei sind sehe ich wenige Probleme. Ich würde sowas eben kommunizieren und nach dem Vieraugenprinzip mit einem ebenso ausreichend zur Gefährdungsbeurteilung befähigten Kollegen die Situation und meine Gedanken besprechen.
    Genauso verhält es sich mit Notausgangsbeleuchtung im nur für eingewiesenes Personal zugänglichen Bereich. Da wird eben das Notausgangsschild abgehängt, dafür auf den Boden mittels Leuchtklebeband sämtliche Stolperfallen sowie der Weg markiert und alle Personen auf der Bühne eingewiesen. Allenfalls besser als eine Veranstaltung abzusagen.

    Oder im Haus Auensee haben wir auf Tour die Stufenbeleuchtung der Empore abgeklebt, weil die für eine Schwarzlichtnummer viel zu hell war. Da die Empore nicht verkauft und entsprechend gesperrt war sehe ich da kein Problem.

    Das ist jetzt kein Plädoyer dafür, alle Vorschriften außer acht zu lassen. Aber regelmäßig geht nicht alles nach Vorschrift, dann macht man sich eben Gedanken wie man das Ziel der Vorschrift dennoch erreicht. Im Theater hat man das Problem regelmäßig. Nur ein Beispiel aus unsrer Prüfungsvorbereitungsschulung vor ein paar Jahren: Regisseur möchte einen brennenden Stuhl auf der Bühne, der mittels Zugstange nach oben fährt im Stück. Nach gängigen Vorschriften so nicht machbar. Trotzdem von der Gefahr händelbar, es gibt unzählige Varianten diese Vorgabe absolut sicher durchzuführen

    Aber mit der Diskussion sind wir meilenweit vom traurigen Ursprungsthema entfernt

    Wenn ich mich recht entsinne, sollte das KS Remote Programm auch mit den Firmod1 umgehen können. Ich selber war aber nie in Kontakt mit den 1ern.

    http://www.ks-audio.de/index.p…loads/category/17-remotes


    "KS Remote Control"


    edit: Firmod1 ist nicht IP fähig, also funktioniert die Remote Software nicht. Was willst du denn mit einer Software erreichen?

    Das gut ist, dass man auch die alten Endstufen mit den neuen Controllern nachrüsten kann. FMod und DMod2 ermöglichen einen doch nochmal deutlich besseren Klang.

    wenn es nur um die höhe der mikrofone geht:


    umlenkrollen

    Das ist in der Tat die einfachste und sinnvollste Variante, darauf bin ich garnicht gekommen... Muss ich nurnoch unauffällig Gewichte an die XLR weibchen bekommen, um die Kabel auch ohne Mikrofon dran nach unten zu bekommen.

    Die anderen Varianten scheitern leider am nicht vorhandenen Bühnenhaus, jeder Teil unserer Zugstangen ist für das Publikum sichtbar

    Servus,

    Wir haben öfters mal Chöre und Theatergruppen im Haus, bei denen Mikrofone auf Stativen stören würden. Aktuell hänge ich dafür Sennheiser Schwanenhalse von der Decke ab an einfachen Mikrofonkabeln, einfach weil das Material da ist. Das ist aber ziemlich unflexibel und dauert sehr lang, bis ich alles verkabelt habe (ablängen, Zugstange fahren, dann doch wieder 10cm zu hoch oder zu tief, Chor hat auf einmal große Hüte auf, Chor steht plötzlich auf der anderen Seite der Bühne anders als bei der Vorbesprechung ausgemacht - also das übliche)

    Meine Idee wäre, eine Art Winde an der Decke zu installieren. Idealerweise so etwas wie eine Staubsaugerkabelwinde, dass ich mit der Arristange mir das Kabel von der Decke holen kann und mein Mikrofon dranhänge, dann das ganze auf Position einraste, eben wie ein Staubsaugerkabel.


    Hat jemand eine spezielle Idee, wie man das lösen kann ohne Bastelei, gibt es da was "von der Stange"?


    Uuund, welche Mikrofone würdet ihr dafür verwenden?

    Wir hatten bis letztes Jahr ein M400, das jahrelang problemlos lief. Ein Bedienlogikwunder ist das nicht, für das Alter konnte das Teil aber erstaunlich viel. Mit den Effekten bin ich nur so garnicht warm geworden.

    Die M5000 hatten wir uns letztes Jahr angesehen, ich finde das Konzept interessant, aber irgendwie war doch im Vergleich vieles altbacken und nicht richtig nutzerfreundlich.

    Was viele nicht wissen ist dass Roland mit die ersten Digitalpulte mit abgesetzter Stagebox im Regal hatte

    das Problem ist halt eher, das der Sound bei den Chilli Peppers, den Herr Rat gemischt hat, leider immer ziemlich bescheiden war

    Ich war auf zwei Konzerten in meiner Zeit bevor ich mich für Mischpulte interessiert habe und fand beide klanglich grauenhaft. Da hats scheinbar nur am FOH gut geklungen.

    Seinen Blog habe ich ganz gerne gelesen, aber spätestens seit einem Beitrag, dass er aus Lärmschutzgründen eine Seite der PA, vor der das Messmikrofon stand, komplett stumm lies um auf der anderen Seite mehr Pegel fahren zu können ist der Mann für mich durch. Er scheint sich nicht drum zu kümmern wie es im Publikum klingt sondern nur um seinen FOH-Sound