Beiträge von falcocgn

    Es wird nicht ausgeschlossen, beides gleichzeitig durchzuführen. Je größer allerdings der Gig und die Halle ist, desto weniger funktioniert das in der Praxis. Als VfV musst Du nicht nur die Bühnen- und Beleuchtungstechnik prüfen und auf dem Schirm haben sowie die Proben mit Bühnenfreigabe, sondern auch die sonstigen technischen Einrichtungen und den Brandschutz des Hauses. Da wirst Du schnell in Aufgaben- und Pflichtenkonkurrenz kommen.


    Bitte auch nicht vergessen, dass der VL der direkte Vertreter des Betreibers ist. Derjenige MUSS mit den Einrichtungen des Hauses vertraut sein UND ist generell für die Sicherheit der gesamten Veranstaltung verantwortlich. Das ist eine Aufgabe, deren Übertragung an nicht direkt dem Haus angehörende Personen zurecht in den Fachkommentaren als sehr problematishc angesehen wird.

    ich dachte, das wäre selbstverständlich ...

    Wenn ich mir so manche Fotos oder Textbeiträge der letzten Zeit ansehe, bezweifele ich das stark. Wenn im normalen Leben schon Gefährdungsbeurteilungen komplett vernachlässigt werden, wieso sollte dann auf einmal jetzt eine GBU unter (kostenpflichtiger) Einbeziehung eines Klimafachmanns engeplant werden...?

    Allen, die mit UVC/Luftreinigung planen, empfehle ich dringend, die Lüftungsfachfirma ins Boot zu holen, so wie der Kollege Marian. Mit RLT versorgte Räume haben Strömungsrichtungen. Wenn da jetzt jemand irgendwas hinstellt, was diese Strömungen verändert, kann die gesamte Anlage wirkungslos werden. Im besten Fall wurde viel Geld für nix ausgegeben. Übrigens gehört eine Gefährdungsbeurteilung zwingend zum Beschaffungsprozes dazu

    Alle außerhalb unserer Branche benötigen Zahlen. Die Politik, wenn Forderungen erhoben werden. Das unabhängig daon, ob es um Geld akut geht oder die Fordderung nach z.B. passgenauen Fördermaßnahmen in Normalzeiten oder Erleichterungen bei Vorschriften. Die Banken, wenn es um Kredite, Leasings usw. geht. Andere Verbände in der Wirtschaft, wenn es um Vergleiche geht. Alle anderen Branche erheben genau diese Zahlen, wenn sie aufgrund von Kennziffern (WKZ) nicht schon aus der Statistik ablesbar sind. Auch unsere Branche selber braucht die Zahlen, um z.B. Kampagnen zu rechtfertigen oder erkennbaren Fehlentwicklungen entgegensteuern zu können.

    Na, eigentlich lassen sich die Zahlen im Netz recht gut recherchieren. Alarmstuferot, Mann-Sieber, BDKV und viele Bundesverböände haben da schon gute Vorarbeit geleistet.


    Aber die Crowdfunding Idee ist ja erst mal nicht schlecht um Geld zu generieren.

    Die Zahlen, besonders die der RIFEL-Studie, sind Zahlen aus einer Meta-Studie. Dazu wurden bestehende Zahlen, vor allem aus UK, genommen und geschätzt, bzw. hochgerechnet. Es gibt keine echten und belastbaren Zahlen aus Deutschland. Das zu ändern ist der Sinn der Kampagne. Dazu braucht es Geld

    Meinetwegen als drittes Element hinter BH und RS. Ohne Nachweis des Haftpflichtschutzes wirst du in vielen Fällen aber gar nicht erst gebucht, und der in vielen Versicherungsfällen unvermeidbare Rechtsstreit kostet dich selbst bei offenbar klarer Faktenlage ohne RS erst mal ordentlich Anwaltsvorschuss...

    Das Risiko einen Unfall zu erleiden ist mit Sicherheit höher, als einen Schaden zu verursachen. Die ca. 380€ im Jahr bei der VBG (Beitragszahlung im folgenden Jahr) sollte jeder haben und ausgeben. Bei RS bin ich anderer Meinung. Da wäre es besser, saubere Vereinbarungen mit den Kunden zu treffen. Dann erübrigt sich der RS in der Regel.

    Alle Normen in USA finden sich hier:


    ANSI E1.6-1 - 2019 : Entertainment Technology - Powered Hoist Systems


    Die ESTA Normen können kostenlos eingesehen und runtergeladen werden: https://tsp.esta.org/tsp/documents/published_docs.php Dort anmelden und schon geht es los. Dass die Normen dort kostenlos sind, liegt übrigens an einem Sponsorship der Versicherungsindustrie...


    Wertvolle Infos auch bei der https://www.eventsafetyallianc…ty-guidance-and-resources



    Diese Vorschrift gibt es immer schon. Kennen halt nur wenige. Dabei geht es um die Aspekte der Arbeitssciherheit bei den Fahrzeugen. Die Prüfumfänge richten sich nach den Fahrzeugtypen und sind in DGUV-Grundsätzen festgelegt.

    Kannst Du das bitte näher erklären? Will ja nicht dumm sterben ?


    Das die BGV C1 von der DGUV Abglöst wurde ist klar.

    Die DGUV Vorschrift 17/18 ist keine Zertifizierungsgrundlage! Wenn man sich selber mal die Mühe macht, nach der Grundlage für die "C1-Behauptung" IN DER VORSCHRIFT zu suchen, stösst der Leser auf den § 8 - Sicherung gegen unbeabsichtigte Bewegungen. Dort in Absatz 3 dann:

    "Es müssen Einrichtungen vorhanden sein, die bei Auftreten eines Fehlers die bewegten Lasten zum Stillstand bringen können." Mehr steht da nicht. In der die Vorschrift aktualisierenden und konkretisierenden DGUV Regel 115-002 gibt es dann entsprechend ausführlichere Hinweise auch auf die Normen.


    In dem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass der gesamt Abschnitt der Prüfungen mittlerweile in die Betriebssicherheitsverordnung gewandert ist. Dort Anhang 3, Abschnitt 3 - Maschinentechnische Arbeitsmittel der Veranstaltungstechik. Damit sind die Prüfungen im staatlichen Recht verankert.


    Ich kann immer nur wieder sagen: "Lest die Regelwerke"!

    Rebecca: die von Dir genannten Stative sind genau die, über die ich in dem anderen Stativ-Faden (Beitrag #9) schon geschrieben habe:

    "Das von mir bemängelte Produkt ist das "Varytech Wind Up 85kg TÜV", https://www.thomann.de/de/varytec_wind_up_85_kg.htm das von mehreren Großhändlern angeboten wird. Das tolle TÜV-Zertifikat bescheinigt die afps-gs-2014-01-pak, wobei es sich um die

    "Prüfung und Bewertung von Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) bei der Zuerkennung des GS-Zeichens" des Ausschusses für Produktsicherheit (AfPS) handelt und um die "ppp 53303c:2014" die nicht recherchierbar ist."


    Also alles Schmu von den Herstellern. Bei Thomann ist das sogenannte Zertifikat donwloadbar. Unten auf der Seite...

    Hallo Rebecca, mir liegt nicht daran, Dich zu dissen, doch Dein Anfangspost war ein etwas sehr fließender Fließtext... Fast schon Prosa... Zur Sache kann ich mich nur wiederholen. Ein Produkt, zu dem Dir der Händler nicht die Konformitätserklärung zur CE-Kennzeichnung und auch keine vernünftige Bedienungsanleitung liefern kann, solltest Du nicht anschaffen.

    Das von mir bemängelte Produkt ist das "Varytech Wind Up 85kg TÜV", https://www.thomann.de/de/varytec_wind_up_85_kg.htm das von mehreren Großhändlern angeboten wird. Das tolle TÜV-Zertifikat bescheinigt die afps-gs-2014-01-pak, wobei es sich um die

    "Prüfung und Bewertung von Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) bei der Zuerkennung des GS-Zeichens" des Ausschusses für Produktsicherheit (AfPS) handelt und um die "ppp 53303c:2014" die nicht recherchierbar ist. Ich werd die Tage mal bei Thomann nachhaken...

    Schönes Thema, mit dem ich mich auch grade beschäftige. Da gibt es z.b. das Windup 85 KG TÜV bei den üblichen Verdächtigen zu erwerben. Da ich neugierig bin, lud ich mir die TÜV-Bescheinigung runter und recherchierte die dort angegebenen zwei Normen nach. Davon war keine die DIN 56950... Eine beschäftigte sich mit Lacken und die andere Zahlenfolge war nicht recherchierbar. Der von mir angeschriebene, nicht kleine Verkäufer hat das in die Technikabteilung gegeben und bisher bekam ich keine Reaktion darauf...