Beiträge von thieloliver

    Hat eigentlich schon jemand das Lake Processing für die Ausgänge erwähnt? ;-)

    Das "das all in the Console"Konzept is ziemlich klasse - benötigt dann aber auch zwingend eine ausgeklügelte Rechtevergabe für verschiedene Userlevel.

    Die Processing Order lässt sich auch einstellen.

    Das find ich ziemlich klasse.

    Ich bin sehr gespannt, ob's irgendwelche Stageboxsharing-Ansätze gibt und natürlich, was das Mopped am Ende kostet.

    Von den Features her könnte es locker über 50.000€ kosten. vgl PM10 etc.

    Je nach Preis müssen sich die Mitbewerber da ganz schön was einfallen lassen.

    Wenn das Ding ordentlich klingt und stabil läuft, greift das "Behringerpult" Argument nicht mehr lange...

    Die Lösung wäre L-Isa, Soundscape oder, wenn's 3 Dimensional sein soll (Also auch die Z Achse interessant ist) Fraunhofer SSW und dann nimmt man kleine Dronen mit Tracker-Tags à 100gramm und kleinen AkkuLEDs und lässt den Schall da schön folgen.

    Geht Realtime mit 40 Positionen pro Sekunde.

    Bei ca 800 Leuten Lautsprecher im ca 3-5m Raster auf verschiedenen Höhen (wenn Z Achse gefordert)

    Ich könnte Dir sowas realisieren. Schick mir am Besten ne PM.

    Oder geht's halt wie früher ohne Budget:

    Rednerpultmikrofon für Chef/Landrat/Bürgermeister

    Publikum ist leise und hört dem unverstärkten Klang der Naturinstrumente zu.

    Keyboards und elektrische Gitarren haben Kofferverstärker.


    Wenn es mit Kabeln gehen muss, muss ein zweiter Bühnenmann her. Das gibt sich aber preislich auch wieder nix zu den Funkstrecken...

    15 Funkstrecken. Wird das bezahlt? Oder läuft das unter Mengenrabatt?

    Wenn nicht muss sich halt ne andere Firma mit verkabelten Mikros rumärgern.

    Bei solchen Jobs sind Kabel immer im Weg.

    Je nach Größe der Ensembles kann man sicher auch noch ein paar von den Strecken einsparen, aber unter 10 Strecken wird's dann wieder stressig für die Bühnenmannschaft.

    6 Handsender

    4 Aufstecksender mit Condenser

    4 Taschensender mit Kugellavalier

    4-6 verkabelte Condenser auf festen Positionen

    Wenns nen Flügel gibt dpa Pianoset.

    Rednerpultmikrofon für Chef und Landrat/Bürgermeister

    Headset für Moderator

    4 DI Boxen an langen Kabeln

    Allenfalls rudimentäres Monitoring

    Guter Bühnenmann

    Damit kann man von Percussiongruppe über Mandolinen und Akkordeonorchester bis zum kleinen Sinfonieorchester alles schnell erschlagen.

    Bisschen Hall drauf und die Eltern freuen sich.

    Wenn es denn "stereo" sein soll:

    je Seite ein Danley Soundlabs Jericho Horn J1 und ein Danley Soundlabs TH 812.

    Das ganze ordentlich auf Höhe bringen und ordentlich ausrichten.

    Dazu noch ein paar Nearfills und fertig ist die Laube.

    Dann darf auch jeder von den 5000 Leuten noch 1-2 Freunde mitbringen.

    Wenns noch größer sein muss Danley Soundlabs Caleb als Top und ein paar mehr TH 812 oder BC 218

    Die Jungs machen bei den Amis grade haufenweise Neuinstallationen in den dicken Stadien.

    Ich hab das Zeug vor ein paar Jahren in Frankfurt gehört und bin ein wenig vom Glauben (an Vertikalarrays) abgefallen.

    Skalierbarkeit ist allerdings nicht gegeben.

    Das ist doch viel besser!

    Du verdienst das Selbe, bist früher am Getränkestand und genießt die Band, wenn's gut ist und hast nichts damit zu tun, wenns doof ist.

    Und keiner kann ggf schlechte Ergebnisse auf Dein Material schieben.

    Absolute Win-Win Situation.

    Es gibt jetzt eine neue DMI Karte, mit der man die günstigeren Stageboxen der 4rea-4 Serie benutzen kann. Das könnte für S21/31 durchaus interessant sein.


    Zu der Madi TP Idee: Digico und Soundcraft haben da wohl unterschiedliche Spezifikationen in der Signalübertragung. Bei der ML Mio kann man das soweit ich weiß übersetzen.

    Allerdings aktuell lediglich die Audiosignale. Nicht die Steuerdaten.

    Dreidimensional Mischen geht am Besten mit ... dreidimensional Beschallen!

    Das!

    Mit einer Rechts-Links Aufstellung wird das nix.

    Alles, was man vom Kopfhörer oder von ner Studioabhöre kennt, funktioniert auf einer Beschallungsanlage nicht, bzw. für so wenige Zuhörer, dass man es besser lässt.

    Ortung funktioniert mit einer "stereo" PA nicht. Das Zauberwort heißt Sweetspot.

    Macht mal einen Test:

    Stereomix erstellen, Gesang in die Mitte legen. Zuhören.

    Genau in der Mitte zwischen den beiden Lautsprechern/Arrays steht der Gesang tatsächlich in der Mitte.

    Wenn man jetzt nur EINEN einzigen Schritt (40!cm) nach rechts oder links macht, kippt der Gesang zur entsprechenden Seite.

    Bei vorhandenem Mittelgang hat also genau keiner stereo.

    Wenn man Quellen hart panned, sind sie auf der anderen Seite einfach weg.

    Alle Versuche, den Sweetspot durch Delays, oder Klangregelungspanning zu verbreitern gehen spätestens bei einem Signal, das in der Mitte abgebildet werden soll in die Buxe.

    Ich hab in der Richtung so ziemlich alles probiert.

    Wenn's dann noch Richtung Surround geht - so mit 5.1,7.1 etc wird der Sweetspot noch enger. Dann begrenzt er sich nämlich auf einen einzigen Sitzplatz - und das auch nur, wenn die Lautsprecher exakt im gleichen Winkel zueinander hängen, wie in dem Studio, in dem das gemischt wurde.

    An allen anderen Punkten hört man im Bezug auf die Ortung irgendwas, aber nichts, was etwas mit dem zu tun hätte, was der Techniker sich gedacht hat.


    Die funktionierenden Lösungen heißen oft 3D Audio, Immersive Audio oder object based Audio.

    Da werden entsprechend mehr Lautsprecher aufgestellt und die Signale über verschiedene Verfahren live auf die Lautsprecher gerendert.

    Bei den Einen vor allem über Lautstärkeinterpolierung mit einem zusätzlichen Algorithmus, der Kammfilter minimiert, bei den Anderen vor Allem über Delays und bei wieder Anderen über einen mehr oder weniger optimierten Wellenfeldsynthesealgorithmus.


    Die fertigen Rendererlösungen kosten alle einen mittelgroßen 5 stelligen Betrag.


    Neuerdings gibt's auch günstigere Renderer Softwarelösungen:

    - den mountain renderer (gerade gesehen, dass es da jetzt auch ne Turnkey-Lösung gibt)

    - den SPAT - Revolution

    Damit kann man jeweils für ca 1500,-€ einsteigen und sich dann mit nem Rechner und entsprechender Soundkarte ein System zum Probieren basteln.

    Ob ich einem solchen System dann ne wichtige Beschallung überlassen würde, weiß ich nicht.

    Außerdem weiß ich auch nicht, wie gut bei denen die Ortung unter Realbedingungen funktioniert. Ich hab die selbst noch nicht ausprobiert oder gehört.


    Die Lösungen von L'acoustic, d&b und Astro/Fraunhofer kenne ich.

    Die funktionieren.


    Zur Mischpraxis bzgl Astro bzw. SpatialSound Wave:

    Wenn das System fertig eingerichtet ist, schickt man die Audioquellen als direct Out oder aus nem Bus in das System und positioniert es mit der grafischen Oberfläche dort, wo man es gerne haben möchte.

    In nem kleinen Club sinnvollerweise dorthin, wo das Originalinstrument sich befindet, weil sonst der Originalschall die Ortung verwischt .

    Das ist quasi ein sehr komfortabler Panregler.

    Die zugehörige Raumsimulation setzt die Quelle dann im ausgesuchten Hall auch noch an die richtige Stelle.


    Für so nen Club braucht man ca 16 - 20 Lautsprecherpositionen.

    Die können auch kleiner sein, weil sie sich gegenseitig helfen.


    Ob sich das so ein Club jetzt schon leisten kann, weiß ich nicht, aber es gab auch mal Zeiten, in denen in solchen Clubs Frontplätze standen, die ca 50.000€ gekostet haben...

    Die Remote hatte ich auf jedem Job im Einsatz. Zum Beschriften der Kanäle, entzerren der Monitore, abgleichen von Near,Outfills und Delays und für den Monitormix. Alles Andere sehe ich ohnehin nicht als Aufgabe von Remoteapps. Gemischt wird im Pult.

    Ausfälle bei vorhandenem WLAN 0. Ich hab grundsätzlich DHCP benutzt, so wie es von Soundcraft empfohlen wird.


    Bei den Effekten hab ich benutzt:

    - Vocal Plate - editiert Hallzeit und Predelay

    - Delay getapped Feedback auf ca 40% Ich fahre Delays schon immer mit den Returns.

    - Drum Plate/Snare Plate - editiert Hallzeit

    - Gatereverb

    Außerdem noch einen Auxweg mit ca 150ms Delay zum Master (geht nur über raus/rein Umweg) als Slap Back und zum Anfetten von Gesängen.

    Das ist ein Toolset, mit dem ich 99% aller Jobs von Tango über Bigband Jazz und Oldies bis Covergedudel abfrühstücken kann. Natürlich nicht überall alles, aber selten mehr.


    Bei der Bedienung meinte ich die Encoderreihe über den Fadern. Die auf gain eingestellt und dann ggf im Kanalzug noch bisschen HPF machen einen Soundcheck superschnell: Fader auf 0db gain hoch HPF, nächster Kanal.

    Gesänge checke ich immer im Vorfeld mit meiner eigenen Stimme und lege jeden auch schon auf seinen Mix.

    Restmonitor im Anschluss ans Signale einsammeln mit dem iPad auf der Bühne.


    Für diese Hau Ruck Arbeitsweise ist der Performer für mich ein tolles Werkzeug, wenn einem die Kanäle und Busse reichen und man keine durchgespeicherte Show mit x Recallsafes braucht.


    Von den Problemen, die es mit defekten oder nicht richtig sitzenden SD Cards gab oder gibt, hab ich gehört. Ich hab da selbst aber nie was erlebt.

    Ich muss mich hier als zufriedener Si Performer Nutzer outen.

    Für das, was ich als typischen LS9 Coverkapellen Dorffestjob bezeichnen würde, ist das Ding perfekt.

    Ordentliche, sofort nutzbare Effekte, mit der Encoder Reihe sauschnell in der Bedienung, hervorragend klingende Kompressoren und EQs und ich gestehe bei meinen Comedy 1Kanal Jobs sogar gelegentlich den DMX Teil benutzt zu haben.

    Expression hätte ich wegen der EQ Sektion und der fehlenden Scribble Strips nicht gekauft und die fehlenden Encoder bei der Impact machen das gute Bedienkonzept zunichte.

    Bugs bei meinen Anwendungen 0,0. Allerdings hab ich auch niemals mehr als eine Szene pro Show benutzt.

    Wenn ich nicht wegen des für mich sinnvolleren Featuresets beim großen Pult auf einen anderen Hersteller umgestiegen wäre, hätte ich das Pult auch nicht verkauft.

    Der Effektsektion bei den Soundcrafts trauere ich tatsächlich etwas nach...