Um dem Admin Arbeit zu ersparen hab ich alles nochmal zusammengetragen:
Zitat von "inselgert"Wahrscheinlich hätte eine Investition in Geschmack auch mehr geschafft!!!!
So ein Quatsch habe ich lange nicht mehr gehört. Von soviel PA wird die Musik auch nicht besser
Techno ist doch die Musik die ohne harmonielehre und Musiker auskommt oder?
Zitat von "Der Olli"So einen Quatsch habe ICH lange nicht mehr gehört!
Zitat von "AlphaC"Der Olli: *zustimmend-nick* ich dachte auch, das wir hier in einem Technikerforum, und somit unabhängig von musikalischen Vorlieben sind. Derart geringschätzige (und zudem falsche) Aussagen über elektronische Musik haben hier ebensowenig etwas verloren, wie Pöbeleien gegenüber Rockern, Hip-Hoppern, Punkern, "Klassikern", Rock'n'Rollern, Hippies, Goaheadz, oder sonst wie auch immer genannten Gruppierungen...
Zitat von "subkontrabob"Ich sag nur jedem das Seine, aber mit der Aussage
hat er schon recht, was die Grosse Masse der Techno- erzeuger angeht. Klar, es gibt Ausnahmen, aber was das Genre von Sven Väth und ähnlichem angeht, trifft die Aussage voll und ganz zu.Wems gefällt, der hört sichs halt an...........
Zitat von "AlphaC"subkontrabob: Ähm... Diese Aussage stimmt nun aber leider nicht... Die erfolgreichen Technoproduzenten sind überwiegend Musiker (oder zumindest musikalisch begabt) und wissen sehr wohl was Harmonielehre und Arragement sind. Das dies für Außenstehende nicht sofort ersichtlich ist, das kann sein... Der Unterschied besteht darin, dass bei elektronischer Musik der KLANGCHARAKTER der Geräusche und Klänge und die RHYTMIK Ausdruckselemente sind. Damit ist sie wesentlich subtiler als die "plakativen" Texte der herkömmlichen Popularmusik. Man muss sich also deutlich mehr hineinversetzen, um die Aussage, das Gefühl oder die Stimmung wahrzunehmen... Daher ist - auch wenn das für viele bestimmt grotesk klingt - Techno viel näher an klassisch symphonischer Musik als die meisten glauben. Und der DJ ist quasi der Dirigent, der fertige "Werke" nach seinen Vorstellungen interpretiert...
Aber selbstverständlich gibt es auch hier wie überall Negativbeispiele... und so muss ich leider vielen Hinterhofbands - egal ob Rocker oder Hopper - auch jegliches Harmonieverständniss absprechen... und nur weil da manche 'ne Klampfe oder ein Paar Sticks in den Händen halten werden daraus nicht gleich Musiker... ok?
... aber das ist jetzt alles wieder mächtig offtopic, wofür ich mich hiermit auch sofort entschuldige...
Zitat von "subkontrabob"Alles anzeigenNaja, zugegeben, die Formulierung
kann man so nicht stehen lassen1. Problem: Der Begriff Techno ist viel zu allgemein. Allein dadurch redet man gewaltig aneinander vorbei.
2. Problem: Auch Techno kommt insofern nicht ohne Harmonielehre aus, weil sie durch die Dur/Moll tonalen Hörgewohnheiten und -tradition
unserer Kultur automatisch einfliesst.3. Problem: Alle möglichen Leute, vom pickligen 15jährigen bis zum 30- jährigen Studiomusiker machen Musik die man als "TEchno" (siehe Problem 1 ) bezeichnen kann. Da kann schon mal ein studierter Musiker am Werk sein, genauso aber auch ein absoluter Laie.
4. Problem: Die Aussage ist generell viel zu verallgemeinernd
absolut richtige Aussage. Das ist gleichzeitig die Stärke und Schwäche dieser Musik, ich hör ja einige genres der Elektronischen Musik ganz gerne, aber das Grosse Problem ist halt, das sich vieles sehr oft wiederholt.
Ich versuche mal, das mit harmonielehre und Musikern so umzuformulieren wie ichs verstanden hab:
Im Gegensatz zu Werken aus den Epochen der Klassik, Romantik usw. mit ausgefeilter Polyphonie und kontrapunktischer Kompositionstechnik weist der grösste TEil der elektronischen Musik (v.a. solche mit gleichbleibendem Rhytmus) meistens nur eine monophone Melodik vor, seltener eine rudimentäre Harmonik. SIe ist in den überwiegenden Fällen ausschliesslich auf die Hauptfunktionen Tonika / Subdominante / Dominante beschränkt, Gegen-, oder Parallelklänge kommen nur in ausnahmefällen vor.
Der grösste TEil dieser Musik basiert auf vorprogrammierten Sequenzen und Samples, wobei das Einspielen von Melodien durch MIDI- Instrumente
sowie die Manipulation der Klänge durch Anwendung von Filtern und Effekten ein TEil des Enstehungsprozesses sein kann.
eigentlich hätte ich noch mehr zum Thema zu sagen.............
Hach, was für eine schöne, sachliche Diskussion, leider so off-topic........
dazu könnte man doch einen neuen thread im "SOnstiges" forum aufmachen, oder?
Zitat von "AlphaC"subkontrabob: Fast alles korrekt. Die "Wiederholungen" hast Du in einem klassischen Rondo oder einem Tanz (gleich ob Walzer oder Polka) auch. Dass sich alles in so kleinen Schleifen bewegt, hat einen hypnotischen Effekt. Indianische Tänze sind da ähnlich "gestrickt". Und nochwas:
Zitat:
Der grösste TEil dieser Musik basiert auf vorprogrammierten Sequenzen und Samples...stimmt so nicht! Jeder Musiker / Komponist aus dem Bereich, der etwas auf sich hält, programiert sich die Sequenzen und Sound selbst. Das diesen Sounds zum Teil "fremde" Samples zugrunde liegen, ist eine andere Sache...