1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Hobby Forum
  4. Offenes Brett

Der schlechte Ruf des Forums und wo der herkommt.

  • KlangTerrorist
  • 25. Juli 2004 um 23:13
  • Henne
    Beiträge
    1.580
    • 6. August 2004 um 20:34
    • #121

    Das hat vielleicht damit zu tun, dass manche (ich auch) das aktuelle Thema interessanter - wahrscheinlich auch wichtiger - finden als das Ursprüngliche...

    BTW:

    Wo soll denn heutzutage der Anreiz für die Mühe einer vernünftigen Bildung liegen? Kennt einer von Euch die aktuellen Arbeitsmarktchancen? oder den langfristigen Trend auf dem Arbeitsmarkt??

    Wer kniet sich denn noch freiwillig in knochentrockenen Lehrstoff, wenn er später eh arbeitslos wird :(

    Das ganze Problem hat halt NOCH mehr Facetten...

    Grüße, Hendrik

    Henne's Sites

  • DJ-JAJA
    Reaktionen
    16
    Beiträge
    4.137
    • 6. August 2004 um 21:12
    • #122
    Zitat

    Aber das Thema ist IMHO zu ernst, um hier so oberflächlich abzuhandeln

    Schrieb ich und meinte das auch so!!! :?

    Ich will eben genau nicht alle über einen Kamm scheren!!!! :evil: Aber die Gründe in einer angeblichen Wischiwaschidemokratie zu sehen, halt ich für ebenso pauschalierend! Das kann ich unmöglich so stehen lassen. Ich bin stolz auf das Erreichte nach dem Krieg. Und stolz auf jeden der Demokratie wollte. Und ich bin enttäuscht, wenn diese Werte schlecht geredet werden. Ich habe doch nicht behauptet, dass jeder NPDler Rechts sei. Aber aus Sicht eines Wessis, dem Filme über die NPD -von einem DDR Beauftragten- gezeigt wurden, die man heute mit fast identischen Bildern im "Zweiten" zum Thema Hitlerjugend sehen kann, wundert es einen eben weniger, dass es im Osten immer noch solche Strömungen gibt.

    Ich schliderte meine Persönliche Erfahrung, die ich als Schüler von der DDR vermittelt bekommen habe. Das kannst Du doch nicht wegreden wollen. Waren da überall Kammeras am Alexanderplatz? Gab es nicht für alles eine Abgürzung? Gab es nicht sogar ein Buch in dem die Abkürzungen standen? Wurde Fernsehen nicht selektiert? Und ettliche bespitzelten den Nachbarn, in der Hoffnung einen Vorteil davon zu erzielen? Wie gut schmeckte denn die Grillette (DDR-Hamburger) wirklich? Geilten sich die Grenzer nicht dran auf, nem Wessi die Karre auseinander zu nehmen? Gensefleisch mal de Goffa aufmachen? Sorry, aber ich hatte als Kind regelmäßig Angst nicht durch die Zone zu kommen, wenn ich aus Berlin rauswollte...pinkeln? ...um Gottes willen, bloß nicht von der Straße abkommen, oder anhalten...denkst Du das bleibt ohne Folgen?

    Ihr seid nicht schlechter als wir, dass betone ich! Aber auch nicht ärmer dran oder sonst was. Wir sitzten nun mal gemeinsam im Boot. Ich habe das Gefühl dass es langsam aber sicher sinkt und einige reden davon wie toll der letzte Hafen war, anstatt dafür zusorgen in den nächsten Hafen zu gelangen.

    Ich mache auch kein Geheimnis draus, dass ich alles sehr stark überrissen schreibe! Das ist meine Art, die Dinge plastischer darzustellen. Einige hier im Forum wissen, dass ich regelmäßig satirische Publikationen leiste. Nur durch das beziehen extremer Positionen, kann man deutlichst machen, wo die Knackstellen sind.

    Nimm bitte zur Kenntniss, dass wir Wessis nicht alles nachvollziehen können, was Ihr Ossis toll fandet. Und die vielen Fliehenden, die wegen anderen Wertvorstellungen und Bedürfnissen, an der Grenze erschossen wurden, hatten da wohl auch anderst abgewogen als Du, der gerne seine Lumatra und KASPU aufgeblasen hat.
    Das Schönreden (nebst entsprechenden DD>R Nostalgikshows) halte ich für eine Verhöhnung der Betroffenen, die jemanden an der Mauer verloren haben! Ich meine das ganz ehrlich (und auch als Betroffener) und lege großen Wert drauf, nicht den Ossi als Solchen anzugreifen, aber das System und die Auswüchse muss man angreifen (dürfen und müssen). Schau dich mal um, wie vergammelt alles ist und welcher Raubbau betrieben wurde. Das kann doch auch nicht der richtigr Weg gewesen sein.
    Ja, im Westen läuft nicht alles sauber. Und "ja" wir sind eine Bananenrepublik. Drum wollen ja einige auch was verändern.
    Aber verherrliche doch nicht in allen Punkten was da gelaufen ist! Besser wäre es doch abzuwägen, was Gut und was Schlecht war und dann gemeinsam versuchen, daraus was zu tun, wovon beide Seiten profitieren!

    Mir geht es einzig darum die saubere Lösung zu finden. Der Westliche-Walldorfschulenweg wirds wohl ebensowenig sein, wie eine Entfremdung der Kinder von Ihren Eltern durch Weggabe in Erziehungsanstalten.

    Selbst ich lerne hier einige Aspekte kennen, die ich noch nicht gesehen und bedacht hatte. Drum bin ich froh, dass sich der Thread eben nicht mehr nur mit dem Forum beschäftigt. Ich hoffe es wird nachgesehen, von denjenigen, die das alles erst noch durchlesen.

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • medimax
    Beiträge
    364
    • 6. August 2004 um 22:29
    • #123

    Ich glaube, wir müssen uns hier nicht den Kopf abreisen. Ich glaube wir sind alle froh, dass die Wende gekommen ist und ich habe ja persönlich auch nicht mehr soviel davon mitbekommen - das meiste kenne ich eh' nur noch aus den Erzählungen meiner Eltern. Ich finde es allerdings anmaßend alles was es in der ehemaligen DDR gegeben hat als schlecht hinzustellen - es gab ebenso gute und schöne Seiten wie es genauso viele schlechte Seiten gab.
    Was mich nur immer wieder wundert ist, dass dem Osten solche Rechtstendenzen zugeordnet werden? Du tust so, als würde es sowas im Westen nicht geben?

    Zitat


    Ich schliderte meine Persönliche Erfahrung, die ich als Schüler von der DDR vermittelt bekommen habe. Das kannst Du doch nicht wegreden wollen.


    Nur gut, dass Du das alles in der Schule gelernt hast und Dir auf Basis dieses Wissens ein Bild über die Ex-DDR machst - das kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

    Ja, es gab Kameras am Alexanderplatz - was gibt es denn heute inzwischen wieder?
    Ja, es gab auch ein Abkürzungenbuch - und?
    Ja, es war ein reines Staatsfernsehen - nicht umsonst waren die meisten ehemaligen DDR-Staatsbürger darauf erpicht ARD und ZDF zu empfangen, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
    Ja, es wurde gespitzelt und sogar in der eigenen Familie.
    ...
    Allerdings scheinst Du wirklich sehr schlechte Erfahrungen mit der DDR gemacht zu haben ... das System war wirklich schlecht - die Menschen nicht.

    Zu meinem Bedauern konnte ich nicht abhauen - ich war ja erst 7 als die Mauer fiel - aber es hätten viel mehr abhauen können - nur den meisten war ihre Familie lieber.
    Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum die DDR-Nostalgikshows eine Verhöhnung sind - die Menschen erinnern sich einfach gerne an die schönen Seiten der DDR - muss den gleich alles schlecht sein, weil Teile schlecht sind?

    Das Raubbau betrieben wurde, da kann ich Dir nur zustimmen - allerdings hat das mit der Wende leider nicht aufgehört - da haben dann andere erstmal den Raubbau betrieben - sonst würden wir heute vielleicht nicht so in der Klemme stecken ...

    Du hast auch Recht damit, dass die Schule in der DDR nicht das Non-Plus-Ultra war - aber was heute geht, kann auch nicht der wahre Weg sein. Und ich behaupte jetzt mal ganz frech, dass sich die Eltern in DDR-Zeiten mehr um ihre Kinder gekümmert haben, als sie es heutzutage tun. Auch wenn es Volltages-KiTa's gab.

    Schönen Abend noch wünscht der Sebastian

  • Anonymous
    Gast
    • 6. August 2004 um 22:45
    • #124

    Und ich bin äußerst erbaut, hier und heute eine solche Diskussion zu erleben. Gerade in diesem geBILDeten Land war dies in den letzten Jahren nicht so oft der Fall.

    DJ JAJA: Ich stimme Deiner Meinung in nahezu allen Punkten zu. Sie entspricht nicht meiner, dafür bin ich zu lange im anderen Teil Deutschlands aufgewachsen, aber ich glaube sie zu verstehen. Nur eines solltest Du Dir vor Augen führen. Das was in der DDR geschaffen wurde, berechtigte diejenigen, die es geschaffen hatten mindestens ebendso wie Dich, zum Stolz auf ihre Leistung! Das was in der DDR passierte, geschah nicht in einem "Reinstraum". Das Entstehen zweier souveräner deutscher Staaten (die DDR war weltweit diplomatisch anerkannt!!!) war ja nicht der Wille des deutschen Volkes, sondern Ergebnis einer vermeintlichen Sicherheitspolitik zweier Weltmächte, mithin ein Kind des kalten Krieges und es geschah zudem unter denkbar unterschiedlichsten Ausgangssituationen. Halte Dir bitte vor Augen, das die von den Siegermächten festgelegten Reparationen Deutschlands an Russland nahzu allein von der DDR getragen wurden. Zu der Zeit hatte der Westteil bereits den Marshallplan, während in der SBZ Betriebe bis zur letzten Unterlegscheibe demontiert und nach Russland verbracht wurden! Es gelang dennoch eine halbwegs funktionierende Wirtschaft aufzubauen.
    Bleibt zu klären warum ich das mit den 170 Ländern so betone? Weil das Politiker der alten Bundesrepublik vollkommen ignorierten, Stichwort Hallstein-Doktrin!!! Die DDR-Bürger waren doch immer die Brüder und Schwestern, die Pankow-Regierung, so wurde sie damals im Westen genannt, war doch für Adenauer, Erhard, Kiesinger etc. eine Verbrecherbande! Politiker aller coleur der alten Bundesrepublik fühlten sich doch für die Deutschen jenseits von Stacheldraht und Mauer verantwortlich. Die innerdeutsche Grenze wurde doch seitens der alten Bundesrepublik völkerrechtlich nie richtig anerkannt.
    Westberlin, weil Du diese "Frontstadt" selber nanntest, war gemäß vierseitigem Abkommen (Originaltext)"nicht Bestandteil der Bundesrepublik und darf nicht von ihr regiert werden" Die Kanzler dieser Republik scherte das einen Scheißdreck, von solchen Glücksrittern wie Kei-Uwe voon Hassel (Bundesverteidigungsminister a.D.) ganz zu schweigen. In dieser Zeit waren wir dichter am Krieg, als man sich das vorstellen möchte. Glaube ja nicht, dass die Generation, der beispielsweise mein Vater angehörte sich darüber keine Gedanken machte. All dies bedingten doch entsprechende Handlungen in der DDR. Ein gewachsenes Sicherheitsbedürfnis erfand sich doch nicht zum Selbstzweck.
    Wie friedliebend beide deutsche Staaten waren erkennst Du auch, wenn Du Dich mit der frühen Geschichte der selbigen unter Stichworten wie Amt Blank oder Reinhard Gehlen auf der einen und HVA und KVP auf der anderen Seite befasst. Achte vor allem darauf wer was und vor allem wann veranlasst hat!
    Warum dieses verdammte Grenzregime so repressiv gefahren wurde hat vielfältige Ursachen zu denen ich mir auch nach 15 Jahren Gesamtdeutschland noch keine abschließende Meinung gebildet habe. Hierzu diskutiere ich auch in anderen Foren.
    Das ab 1973, Stichwort KSZE, in der DDR-Führung zunehmend konservative Betonköpfe die Macht an sich rissen, welche das einstmals durchaus gerechtfertigte Sicherheitsregime unverändert fortführten, ja sogar verschärften lässt sich auch in einzelnen Ursachen analysieren, würde aber hier den Rahmen sprengen. Die Schlussakte von Helsinki wurde zwar von der DDR ratifiziert aber niemals wirklich umgesetzt.
    Dieses übertriebenes Sicherheitsbedürfnis kostete ein Schweinegeld, Geld welches besser in Wirtschaft, Kindergärten, Schulen und vor allem Wohnungen aufgehoben wäre. Letztlich, um das hier nicht weiter breitzutreten, war die Teilung Deutschland notwendiges Zweckkonstrukt des kalten Krieges, mit dessen Wegfall waren auch die Gründe zur Teilung Deutschlands weggefallen.
    Nur noch eine Bemerkung zum zweifelsfrei vorhandenen Rechtsradikalismus in "Neufünfland". Die Generation, welche die Grundzüge der Gesellschaft in der DDR in ihrer Entstehung prägte, bestand zum großen Teil aus kommunistischen, sozialdemokratischen zumindest nach humanistischen Idealen strebenden Menschen. Der Schwur "Nie wieder Krieg" hatte in der DDR wesentlich festeren Bestand als im anderen Teil Deutschlands (siehe obigen Hinweis zu Amt Blank oder Reinhard Gehlen). Ein von staatswegen diktierter Antifaschismus war Grundlage in allen gesellschaftlichen Bereichen, mit dem fatalen Effekt, dass alles was sich scheinbar gegen die DDR richtete in eine faschistoide Ecke gestellt wurde. Schillerndstes Beispiel war hier wohl die innerdeutsche Grenze, welche im Osten als "Antifaschistischer Schutzwall" proglamiert wurde. Ein "in Frage stellen" der Gesellschaft wurde nie geduldet. Pluralistische Strömungen in der Gesellschaft wurden als Opportunismus (Todfeind des Kommunismus) im Keime erstickt. Parteien wie die LDPD etc. waren "Blockflöten" und nicht der Rede wert.
    Stark vereinfacht gesagt, jenseits von Links ist nunmal Rechts, weil dazwischen gab es keine attraktive gesellschaftliche Alternative.
    Verstärkt wurden diese Entwicklungen durch die Tatsache, dass die täglich ausgegebenen Maximen immer weniger der Realität entsprachen, mithin immer mehr Jugendliche keine Perspektive in dieser zunehmend totalitären Gesellschaft fanden.

    In Bezug auf Perspektive und alternative Lebensentwürfe sehe ich übrigens bedenkliche Gleichnisse zur heutigen Situation.

    best regards
    Uwe

  • DJ-JAJA
    Reaktionen
    16
    Beiträge
    4.137
    • 7. August 2004 um 12:30
    • #125

    ich danke Dir herzlich für die Literaturhinweise!
    Weiß man doch eigentlich viel zu wenig von den "anderen" Deutschen.

    Jetzt geh ich aber erst mal nach Zürich!

    Ich wünsch Euch was SCHÖNES!!!

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • songe creux
    Profi
    Beiträge
    626
    • 7. August 2004 um 16:32
    • #126

    Also Ost und West, naja ein leidiges Thema. Gut, wir haben jetzt Bananen. Und, wer frisst die faulen Dinger? Reisen, auch gut, wer es bezahlen kann. Frisches Obst und Gemüse - aus Holland. Diese wassergeschwängerten Langzeitversuche würde ich nur zum Werfen auf Politiker einsetzen lassen. Das bunte Massenangebot im Supermarkt, doll. Wer ernsthaft noch im Besitz von Geschmacksknospen ist, wird wohl weder Fleisch noch Wurstwaren aus diesen neuzeitlichen Konsumtempeln verzehren.
    Da lobe ich mir meinen Eigenanbau, da weiß ich wenigstens, was ich esse.
    Gut es gab ein Abkürzungsbuch. Aber es war nur eins. Heute braucht man ja Bände in der Art eines Brockhaus´, um diese westliche als modern propagierte Bürokratie zu verstehen. Oder wer behauptet ernsthaft von sich, schon jemals ein wahrhaftes Behördenformular verstanden zu haben.
    Stichwort: Reinhard Mey > Antrag auf Erteilung eines Antragformulars.
    Mit welchem Recht verdienen Manager Millionen, wenn sie einen Konzern in den Dreck geritten haben und andere speist man mit 350 EUR / Monat ab? Wo ist da die soziale Gerechtigkeit bzw. das Verantwortungsbewußtsein. Der westliche Teil der Republik wäre wohl auch ohne Hinzukommen der neuen Länder in diese wirtschaftliche Lage geraten. Es sollten Beamte nach Neufünfland gesandt werden mit Geld gelockt um diesen sozialen Abstieg zu kompensieren. Ein Wahnsinn. Sind die im Osten alle zu doof, oder wie soll ich das verstehen?
    Von der staatlich eingesetzten Treuhand wurden Betriebe für 1 Mark an westliche Unternehmen verhökert, die sich dann "Förder-Gelder" von der EU einstrichen, den Betrieb krachen ließen und ihr Werk im Westen sanierten.
    Gut, die ehemaligen DDR-Politiker wohnten abseits der normalen Bevölkerung und hatten Privilegien, von denen man nur träumte. Und was ist heute?
    Es ist doch keinen Scheißdreck anders. Sorry Leute, aber das musste mal sein. Gerade in unserer Branche muß man das doch wissen. Hat man keinen Gönner, hat man keine Aufträge. Bestechungen in welcher Form auch immer sind doch an der Tagesordnung.
    Ich freue mich sehr, dass ich als alter doofer Ossi nun ins geheiligte Ausland fahren kann, wo ich dann mit Schnitzel, Pommes, Kohlrouladen und deutschsprachigem Animationsteam selbst für 3.000 EUR auf den Malediven, wo die islamischen Einwohner zu Gunsten der geheiligten Touristen ihre Religion verleugnen, "verwöhnt" werde. Oder hängt eine Pension in Bayersoien ihr Jesuskreuz ab, nur weil Besucher aus Burma kommen. Was ist das für eine deutsche Gesellschaft? Unsere geliebten Volksvertreter - jaja, genau dasselbe wie die Vorwerk-Vetreter, die vetreten VORWERK und der Volksvertreter ...
    Wen soll ich wählen, damit´s besser wird. Wer gründet diese Partei? Ich werde mich einfach damit abfinden. Ob nun DDR oder BRD - da kann ich mich zwischen einem Karzinom und Cholera entscheiden.

  • Anonymous
    Gast
    • 7. August 2004 um 18:10
    • #127
    Zitat

    Ich freue mich sehr, dass ich als alter doofer Ossi nun ins geheiligte Ausland fahren kann, wo ich dann mit Schnitzel, Pommes, Kohlrouladen und deutschsprachigem Animationsteam selbst für 3.000 EUR auf den Malediven, wo die islamischen Einwohner zu Gunsten der geheiligten Touristen ihre Religion verleugnen, "verwöhnt" werde. Oder hängt eine Pension in Bayersoien ihr Jesuskreuz ab, nur weil Besucher aus Burma kommen.

    Nun, ich bin Wessi, Gelbfüssler genauer gesagt.

    Ich war schon auf den Malediven und habe zum großen Teil einheimisch gegessen, ja, die Tauchlehrer waren Österreicher, Einheimische und Australier, und jeder hat auf den anderen Rücksicht genommen.

    Ich bin beruflich ab und zu unterwegs, und finde mich im diners an der US-Golfküste genauso wie im banana-leaf-Restaurant in Malaysia und der chinesischen Garküche in Shanghai zurecht ohne die Einheimischen vor den Kopf zu stoßen.

    Und wenn ich einen Tempel in Thailand besuche, dann befolge ich die Hinweise des einheimischen Führers und zeige den für mich selbstverständlichen Respekt vor anderen Kulturen.

    Und wenn eine chinesische Delegation in Deutschland zu begrüßen ist, dann besuche ich eben vorher mit meinen Kollegen ein Seminar zur interkulturellen Zusammenarbeit und gestalte den Aufenthalt unserer Gäste trotz einem Harten Training so angenehm wie möglich.

    Und ja, ich hatte das Glück, Berlin vor der Wende und danach zu besuchen, einschließlich Leipzig, Jena und Eisenach. Und ich habe den Unterschied vorher/nachher gesehen.

    Schaut nicht nach Innen, schaut in die Welt.

    Versucht einfach mal den Tellerrand des deutschen (west oder ost) Spießbürgers meilenweit hinter Euch zu lassen und werdet das, was heute geboten ist : Weltbürger !

    Gruß SRAM

  • Uwe 1
    Beiträge
    1.692
    • 8. August 2004 um 13:18
    • #128

    "Weltbürger" :roll:

    "Bürger" kommt immer noch von "Bürgertum"! Und dies hat was mit aufstrebenden Mittelstand zu tun.

    "Weltbürger" ... mir bricht fast das Herz! Es weis nur nicht, wo es hinkotzen soll!
    SRAM nimm es mir nicht übel, dass was Du da von Dir gibst klingt genau so wie die hohlen Phrasen, die es jeden Tag in diesem geBILDeten Land zu hören gibt. Es ist ja schön für Dich, dass Du in aller Welt zu Hause bist, da bekommt man vielleicht von den täglichen kleinen, nervenden Dingen daheim nichts mit.

    Beste Grüsse aus Oberfranken

    Uwe

    Party-DJ im Ruhestand

  • Anonymous
    Gast
    • 8. August 2004 um 14:41
    • #129

    .....oh nein, leider bekomme ich davon viel zu viel mit :(

    ....und wenn ich Vergleiche ziehe, dann schneidet Deutschland und seine Bürger international nicht gerade gut ab....... in fast jeder Beziehung :cry: (die bushies mal ausgenommen :mrgreen: )

    Das Volk der Dichter und Denker ? Das war mal ! Die Musik spielt heute anderswo.


    Gruß SRAM

  • DJ-JAJA
    Reaktionen
    16
    Beiträge
    4.137
    • 10. August 2004 um 10:17
    • #130

    Ein Hinweis, der die Problematik vielleicht etwas verdeutlicht und auch darlegt, dass sich meine Erfahrungen mit der Realität decken (können)

    Heute Abend(10.August ) im ZDF um 22:15 Uhr

    37°
    Jetzt oder nie
    Die Grenzgänger von Sopron


    Zum 15. Jahrestag der Grenzöffnung hat "37º" Grenzgänger von damals gefunden. Spurensuche an Originalschauplätzen in Ungarn und die berührenden Begegnungen mit Menschen holen diesen 19. August 1989 so nah heran, als sei er gestern gewesen. Ein Tag, von dem Walter Sobel sagt, dass er, nach der Geburt seiner Kinder, der Emotionalste in seinem Leben war.

    Länge: 30 min

    Buch/Autor: Konrad Herrmann und Hans-Peter Gaul

    Zitat

    Ja, es gab auch ein Abkürzungenbuch - und?

    Zum Thema, warum ich den Abkürzungswahn nicht für so unbedenklich halte, werd ich mich nochmals extra äußern.

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

  • Online
    test
    Profi
    Reaktionen
    990
    Beiträge
    10.220
    Marktplatz Einträge
    4
    • 10. August 2004 um 19:11
    • #131

    ist ja schwer abgefahren die diskussion hier. hat ja nicht mehr so richtig was mit dem eingangstopic zu tun.
    wir in unsere gesellschaftsform müssen uns mal eins vor augen halten: WIR HABEN VERLOREN!!
    unsere gesllschaft stirbt über kurz oder lang aus. man muß sich ja nur die geburtenzahlen ansehen. ich will und es macht auch keinen sinn nach dem warum zu fragen. wir haben ein system geschaffen und stellen fest das es zwar dem individuum gut geht (kein hunger, niemand bringt mich um, aus welchem grund auch immer), nur unsere gesellschaft wird es so in 200 jahren nicht mehr geben.
    insofern bin ich glücklich in dieser zeit der sorglosigkeit zu leben und genieße die faszination die das internet biete. es ist sehr erfrischend immer wieder zu erleben, wie wenige leute es gibt die texte nicht nur lesen sondern auch verstehen :wink:
    so long

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • Anonymous
    Gast
    • 10. August 2004 um 23:54
    • #132

    Was die geBILDete Nation angeht empfiehlt sich übrigens der regelmäßige Besuch bei http://www.bildblog.de

    Vier Journalisten aus der ersten Liga berichten hier täglich über Fehler und verdrehte Tatsachen in der BILD.
    Selbstbeschreibung:
    "Was heute in der "Bild"-Zeitung steht, steht morgen überall. Vielleicht sollte man sich also mal genauer anschauen, was sie schreibt. Die kleinen Merkwürdigkeiten und das große Schlimme."

    Eine sehr aufschlussreiche Lektüre..

  • Uwe 1
    Beiträge
    1.692
    • 11. August 2004 um 07:21
    • #133

    Mh... Klasse, kannte ich bisher nicht. Danke für den Link 8)

    Uwe

    Party-DJ im Ruhestand

  • MonoTon
    Beiträge
    231
    • 11. August 2004 um 09:58
    • #134

    (Huch, stimmt ja, hier musste man sich ja "extra" einloggen, um nicht als "Gast" zu enden...)
    Gern geschehen :D

    Elvis ist auch nicht an einem Tag gestorben worden.

  • Uwe 1
    Beiträge
    1.692
    • 11. August 2004 um 13:53
    • #135

    @ DJ JAJA.

    Habe mir diesen Bericht Gestern angeschaut (leider den Anfang verpasst, da plus&minus auch interessant war).
    Er passt genau in die Reihe vieler Erzählungen aus dieser Zeit. Eine Frage, eigentlich die wesentlichste, ließ er aber ziemlich im Dunkeln. Wie kamen 700 Bürger der DDR ausgerechnet an diesem Tag zur rechten Zeit zum rechten Ort, wo es doch lt. Aussage eines der Organisatoren nur ein regional begrenztes Grenzfest sein sollte?


    best regards

    Uwe

    Party-DJ im Ruhestand

  • DJ-JAJA
    Reaktionen
    16
    Beiträge
    4.137
    • 12. August 2004 um 15:03
    • #136

    Vielleicht war ja das eine der viel beredeten MItwirkung der Kirche ;)

    Frauen denken analog; Männer digital!
    (Loriot)
    _____________________________________
    http://www.youtube.com/watch?v=uVMcMW2Jovs
    OHNE BÜROKRATENABBAU -
    KEIN BÜROKRATIEABBAU!!!

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Donnerstag, 8. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

Letzte Themen

  1. Kleine PA und nur Fragen!!!

    Alex Bundschuh
    1. Oktober 2026 um 18:47
  2. Welche DI-Box für Laptop/Kopfhörerausgang?

    wusel123
    30. September 2026 um 12:29
  3. Ersatzteilversorgung Lautsprecher (speziell Seeburg A3 MKII)

    Hanseat
    29. September 2026 um 18:25
  4. Neues Online-Simulationstool für Treiber / Gehäuse / Leistung / Filter

    Blancblue
    29. September 2026 um 13:16
  5. Subwoofer 80cm x 40cm x 80cm

    zegi
    28. September 2026 um 17:06
  6. Frontschaum in "Würfeloptik"

    Blancblue
    28. September 2026 um 15:41
  7. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  8. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  9. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  10. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™