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Quasikomplementär und Emitterwiderstände

  • Bassti
  • 9. August 2004 um 09:11
  • Bassti
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    • 9. August 2004 um 09:11
    • #1

    Frage zu:

    http://www.pssaudio.com/Technique/SCH%20Ampli%209-D.pdf

    Müssten die Emitterwiderstände bei ner Quasikomplementärendstufe nicht
    bei den "unteren" Endtransistoren auch am Emitter liegen zwecks Entkopplung beim Parallelschalten :?:

    Wie werden die üblicherweise dimensioniert :?:
    __________________________________________
    Möge der Bass bis in den Keller gehn! :mrgreen:

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • DJ Jerolm
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    • 9. August 2004 um 11:48
    • #2

    Ja, die gehören unbedingt in den Emitter :!: im Collector machen sie keinen Sinn. Bei unterschiedlich starker Erwährmung und herstellungsbedingten Toleranzen (z.B. Stromverstärkung) würden die sich den Strom nicht mehr gleichmäßig aufteilen.

    Habe das in einem anderen Thread wo dieser Schaltplan zitiert wurde auch schon gepostet, ist aber irgendwie von euch überlesen worden.

    Zur dimensionierung:

    0,22 Ohm ist immer OK

    oder
    0,1Ohm und zusätzlich für jeden Transi einen 1Ohm Basis-R

    mache ich immer so und läuft bestens!

    MFG

  • Bassti
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    • 9. August 2004 um 22:15
    • #3

    Was soll die Diode D14 im obigen Schaltplan :?:
    _____________________________
    May the bass be with you! :mrgreen:

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • DJ Jerolm
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    • 10. August 2004 um 10:26
    • #4

    T19 holt sich den Saft über den Widerstand R40 und D14 um damit die Basen der Endtransistoren zu speisen. Bei nur sehr geringer Aussteuerung fließt der ganze Strom durch den R40 und der Spannungsabfall reicht an dem R noch nicht aus, dass auch was durch die Diode fließt (ausser ein paar uA :mrgreen: wg. Schwellspannung). Da das alles im Emitterzweig von T19 liegt wirkt es jetzt so ein bisschen als Gegenkopplung. Erst wenn man stärker aussteuert fließt viel Strom in den Emitter von T19 und die Diode wird leitend, da der Spannungsabfall am R groß wird. Dann ist die Gegenkopplung weg, da die Diode nur einen sehr kleinen differentiellen Widerstand hat.

    Aber trotzdem Achtung:
    Du scheinst dich mit dem Ding genauer zu befassen, nachbauen würde ich den aber nicht :!:
    Der hat nicht mal eine Konstantstromquelle vorn bei T9 und T10 und man kann auch keinen Ruhestrom vernünftig einstellen, da ist ja nur diese Sparversion mit D9A, D6 und D11.
    Auch der „Balanced Input“ kann so nicht wirklich funktionieren (ich gehe mal davon aus, dass IC1 wirklich ein ganz normaler OP ist, steht ja leider nicht viel dran an den Teilen).
    Kein Kondensator zur DC Entkopplung in der Eingangsstufe und noch einige Macken mehr... :(

  • Bassti
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    • 10. August 2004 um 12:30
    • #5

    Neeee!
    Die bau ich nicht nach! :evil:
    Soll ne Partykiste geben zum verleihen...
    Ich will nur ne billige Schaltung bauen, die Brückbar ist und
    das ganze mit den Uralten 2N3055.... -hab da ne Schublade voll :wink:
    Da sollten dann halt 2 parallel arbeiten.
    Vorspannen tu ich se dann schon mit nem Vbe-Multiplyer-
    Ist eigentlich ne Stromquelle besser als ne Bootstrap :?:

    _______________________________
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  • DJ Jerolm
    Verifiziert
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    549
    • 10. August 2004 um 14:33
    • #6
    Zitat


    ...Uralten 2N3055...


    Die taugen nix, jedenfalls nicht für viel Leistung. Nach einer meiner Tabellen: Um die 70V Uce, von denen man natürlich auch noch weit weg bleiben sollte und bloß 90W Pmax :( ...
    SOA auch klein: Bei 50V Versorgungsspannung bist du an 4Ohm mit zwei Transis parallel schon außerhalb der SOA. :(

    Zitat


    Ist eigentlich ne Stromquelle besser als ne Bootstrap

    Ich würde Bootstrap vorziehen, ist einfacher. Das beste ist natürlich oben und unten Transi-Treiber mit Stromspiegel und allem drum und dran. Etwas mehr Aufwand, aber deutlich besseres Ergebnis :) .


    Guck mal hier :shock: , das sind schöne Teile und auch ganz simpel aufzubauen und gut Dokumentiert:

    http://www.aussieamplifiers.com/downloads/Updated%20AV400.pdf


    Hier noch besser, weil extra Treiber für die Gates (Umladen kann eine Menge Strom fressen):

    http://www.aussieamplifiers.com/downloads/AV80…%2003022004.pdf

    Ich würd dir den 800W-Amp empfehlen, der sieht gut aus. Wenn du nicht so viel Leistung brauchst kannste auch (viel) weniger Mosfets bei kleinerem Ub nehmen. Fairchild FQAxxx-Fetties gehen alternativ auch.

    Hier kannste dich auch mal umsehen:

    http://www.sound.westhost.com/projects-1.htm
    (insbesondere den MOSFET-Power-Amp Prj. Nr. 101)

    Ich habe von den hieraufgeführten Teilen aber noch keins selbst gabaut, ich koche da immer meine eigene Suppe... Die sehen aber ganz "seriös" aus

    Und bitte keine Reichelt-Teile nehmen dann ist das von vorn herein zum Scheitern verurteilt außer dir reichen 40-50Watt :? . Warum kein Reichelt steht hier in einigen Threads. Auf der sound.westhost-Seite steht glaubeich auch ein Artikel zu der „Fake-Problematik“
    MFG

  • Bassti
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    • 10. August 2004 um 17:25
    • #7

    Ein Mosfet-Fan? :lol:
    Da du duch ja auszukennen scheinst, ein paar Fragen
    (darf natürlichst jeder beantworten) 8)

    Was ist SOA?
    Was ist second Breakdown? -und was passiert da halbleitertechnisch?
    Was ist Hex bei den Hexfets?

    Anbei Der 2N3055 hat 115W Verlustleistung und 60V Uce :oops:

    Hast Du auch mal nen D-Amp gebaut?
    Tu ich grad auch rum dran -is aber alles noch im Versuchsstadium
    auf Steckplatine mit Netzgerät und so :P
    Bin aber mittlerweile soweit, dass die Endtransistoren(H-Brücke) kalt 8) sind (ohne jegliche Kühlkörper) :D
    _______________________________________
    Möge der Bass mit Euch sein! :mrgreen:

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  • DJ Jerolm
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    • 10. August 2004 um 18:50
    • #8
    Zitat


    Ein Mosfet-Fan?


    Ja, aber nicht wie in den ganzen Schaltplänen zu den Websites dich ich dir da zitiert habe. Meine Amps sehen ziemlich anders aus.

    Zitat


    Was ist SOA?


    =Safe-Operating-Area
    x-Achse: Spannung zwischen Kollektor und Emitter
    y-Achse: Strom
    Dann sind da mehrere Kurven eingezeichnet. Die Diagrammfläche zwischen x-Achse, y-Achse und Kurve enthält dann all jene Arbeitspunkte in denen der Transistor dauernd oder für eine gewisse kurze Zeitspanne betrieben werden darf.

    Zitat


    Was ist second Breakdown?


    Nach oben ist die SOA durch den maximalen Strom begrenzt und nach rechts durch die maximal erlaubte Kollektor-Emitter-Spannung. Rechts oben dann durch die maximal erlaubte Verlustleistung. Bei Bipolar-Transis wird dies dann rechts-mitte durch einen weiteren Bereich begrenzt, wo es zum sogenannten zweiten Durchbruch kommen kann. Bei sehr hohen Spannungen ist also nicht mehr die max. Verlustleistung die Grenze.

    Zitat


    was passiert da halbleitertechnisch?


    Zwischen Kollektor und Emitter sitzt die Basis-Schicht, die ist sehr großflächig und in einem Punkt kontaktiert und hat auch einen Widerstand. Fließt jetzt ein hoher Basis-Strom, dann kommt es zu einem Spannungsabfall, je weiter man sich von der Kontaktierung entfernt. Das führt dazu, dass in der Nähe der Kontaktierung eine höhere Basis-Emitter-Spannung herrscht als weit entfernt von der Kontakierung. Damit fließt in der Nähe der Kontaktierung auch ein deutlich höherer Kollektorstrom
    -> Hier wird mehr Hitze produziert als an anderen Stellen
    -> B-E-Spannung sinkt lokal in diesem Bereich
    -> noch mehr Hitze, die nicht schnell genug abgefährt werden kann
    -> Bumms

    Zitat


    Was ist Hex bei den Hexfets?


    Das ist ein Hinweis auf die Bauart, es gibt z.B. VFET’s und Säulen-MOSFETS (Coolmos)

    Zitat


    Anbei Der 2N3055 hat 115W Verlustleistung und 60V Uce


    OK, die Tabelle war von einem TIP3055... :oops:

    Zitat


    Hast Du auch mal nen D-Amp gebaut?


    nein, davon halte ich nicht so viel, da so was konventionellen Designs bei Mitten und Höhen meistens unterlegen ist.

  • Bassti
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    • 10. August 2004 um 21:20
    • #9

    Also ist der second Breakdown sowas wie bei parallelgeschalteten Transistoren passiert
    (|:einer mehr Strom ->wärmer->ube kleiner ->noch mehr Strom:|), nur intern, zwischen den Fingern (Fingerstrukturen haben glaub die meisten, mal abgesehen vom AD133... :mrgreen: )
    Heisst dan CurrentHogging oder so.

    Wie sieht dann jetzt son Hexfet genau aus? :roll:

    Also mal zu meinem Vorhaben:
    Hab zwei alte Verstärker ausm Schrott gezogen:
    Tolle Gehäuse 5mm Alu-Frontplatte solide wie mans halt vor 25 Jahren
    gebaut hat mit schicken VU-Meter......ich schweife ab :mrgreen:
    Da war ne bestimmt tolle Schaltung drinne, an der so ziemlich alles abgeraucht ist, was überhaupt abrauchen kann...
    Da die Platine unüberschaubar ist, hab ich mich dazu entschlossen
    neue Verstärkerschaltungen reinzubauen (der rest tut ja noch
    Klanreglung etc.)

    Wollte eigentlich sowas
    http://www.sound.westhost.com/project3a.htm
    reinbauen, aber mit der
    http://www.sound.westhost.com/project12.htm
    Endstufe, also nur die Endtr. -nicht die Diodenvorspannung
    Und hab dann halt gedacht, dass es doch guter täte,
    da jeweils 2 parallel zu nehmen :twisted:
    Mir ist dann nur nicht klar, warum das mit der Verlustleistung nicht
    hinhauen soll :|

    Den D-Amp hätt ich eh nur als Bassendstufe gedacht...
    Hab mich jetzt noch nicht wirklich mit dem Klang befasst
    (meine jetzige Version ist noch nicht mal gegengekoppelt,
    klingt dafür aber schon ganz passabel)
    sondern eher, dass ich die Endtransistoren Clever ansteuere
    mit verschachtelten Pulsen....KALT 8)
    (Vielleicht bau ich dann wenns denn mal vernünftig tut
    in einen sowas rein)


    _________________________________
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  • DJ Jerolm
    Verifiziert
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    • 11. August 2004 um 08:25
    • #10
    Zitat

    Also ist der second Breakdown sowas wie bei parallelgeschalteten Transistoren passiert
    (|:einer mehr Strom ->wärmer->ube kleiner ->noch mehr Strom:|), nur intern, zwischen den Fingern


    Genau. Das mit dem Spannungsabfall in der Basis-Schicht passiert immer. Nur ab einer bestimmten Leistung wird’s kritisch weil die Wärme nicht mehr abgeführt werden kann.

    Zitat

    Tolle Gehäuse 5mm Alu-Frontplatte solide wie mans halt vor 25 Jahren...


    Im Profi-Conrad gibt’s jetzt übrigens auch neue 19“ Gehäuse. Gute Qualität, nicht mehr diese alten Stahlblech-Billig-Schrottkisten wo die Schraublöcher so versetzt waren dass man selbst nachbohren musste...

    Zitat

    ...der rest tut ja noch Klanreglung...


    Wenns wirklich 20Jahre alt ist: Elkos trocknen z.B. aus... uvm...
    Das Hifi-Zeug von damals ist zwar fast jeder heutigen „Alles-in-einer-Kiste-Hüttenanlage“ :twisted: aus Fernost meilenweit überlegen, aber wenn’s was halbwegs professionelles werden soll: Raus damit :|

    Projekt3a ist OK dafür und die Endtransi-Schaltung aus Projekt12 kannste dafür nehmen. Nur halt den einstellbaren Ruhestrom mitnehmen...

    Ob das Funzt:
    Bei nur 60V Uce solltest du mit deinen beiden Betriebsspannungen +/-25V nicht überschreiten... Dann kriegst du vielleicht 20Vs-21Vs in 4 Ohm, also ca. 50W RMS, dass ist NIX :cry: . Da brauchste wohl auch keine Parallelschaltung.
    Gibt halt heut viel bessere Transis. Ich würd die Dinger nicht verbauen...

  • Bassti
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    • 11. August 2004 um 08:49
    • #11

    Was nimmt man da heute dann so an Transistoren?
    Für Endstufe und Kleinsignalverstärkung, Ansteuerung und Vorspannung?
    Soll halt billig sein! :wink:
    Hab noch BC 546 rumliegen cie haben 80V Uce...
    Der restliche schrott hält grad mal 40V aus ->unbrauchbar :evil:
    (Die sind höchstens für Blinkschaltungen geeignet :lol: )
    ____________________________________________
    Eine Endstufe, mit der man nicht schweissen kann,
    ist unterdimensioniert! :mrgreen:

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • DJ Jerolm
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    • 11. August 2004 um 12:19
    • #12

    Hier ein paar Beispiele was ich gern nehme und was man sonst auch recht häufig antrifft...

    Kleinsignaltransis: BC547+BC557
    Rauscharme Kleinsignaltransis: BC550+BC560

    Kleinsignaltransis für hohe Spannungen: MPSA42+MPSA92; 2N5551+2N5401

    Treiber: MJE340+MJE350; MJE15032+MJE15033

    Leistung: MJ15015+MJ15016; MJ15024+MJ15025

    Ist natürlich nur ne kleine Universal-Auswahl und darf gern erweitert werden!

    Datenblätter solltest du problemlos bei google kriegen, aber mit den Teilen hier kommst du schon mal etwas weiter

  • Bassti
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    • 11. August 2004 um 17:06
    • #13

    Naja muss dann halt mal messen, was aus dem Trafo so an Spannung
    rausfällt... :shock:
    Schatze, dass ich da mit den BC546 schon hinkomme-
    Vielleicht tu ich dann doch andere Endransistoren her :?
    Was nimmt man zum Vorspannen -dürfte ja nicht viel Leistung verbraten...
    Muss man den dann auch in Wärmekontakt mit der Endstufe bringen?

    Wenn du sonst noch Tip(p)s :mrgreen: hast -feel free :!:

    _________________________________________
    Eine Endstufe, mit der man nicht schweissen kann,
    ist unterdimensioniert! :mrgreen:

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

  • DJ Jerolm
    Verifiziert
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    • 11. August 2004 um 20:33
    • #14
    Zitat


    Was nimmt man zum Vorspannen -dürfte ja nicht viel Leistung verbraten...


    Kaum Leistung, was man da nimmt... Ein normalen NPN kannst ja auch mal auf http://www.sound.westhost.com ein bisschen gucken, da stehen auch viele Grundlagen. Ich nehm immer ein BDxxx (Genaue Nummer grad nicht zur Hand) ist jedenfalls so einer in einem (ähnlichen) Gehäuse wie ein MJE340. Den kann man dann ganz einfach zu den Leistungstransis auf den Kühlkörper schrauben, wo er auch hingehört...

  • Bassti
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    • 11. August 2004 um 22:24
    • #15

    Danke mal für die Tip(p)s :):):)
    __________________________________________________
    Warum Spannung überhaupt runtertransformieren? :mrgreen:

    Möge der Bass mit Euch sein! :D

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