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"Weichenquerschnitt"

  • dani
  • 7. September 2004 um 13:54
  • dani
    Beiträge
    435
    • 7. September 2004 um 13:54
    • #1

    Hi!
    was für drahtdurchmesser nehmt ihr zum weichenbau?geht eigentlich nur um topteile(M-H)!(bass sowieso aktiv...)bis zu welcher leistung nehmt ihr 0,75mm² bzw 1,5mm² usw....

    aber eigentlich ist doch das schwächste teil diese kleinen "anlötstumpen" vor und hinter einem bauteil....

    geht mir eigentlich nur darum, dass ich meinem top die komplette 650rms an 8 ohm geben will.... ein bekannter sagt jedoch dass mir da die drähte anfangen zu glühen könnten.....

    mfg dani

  • DSH-Audio
    Beiträge
    1.176
    • 7. September 2004 um 14:27
    • #2

    Hi DAni
    Kannst Du das etwas präzisieren?

    Gruss Dirk

  • dani
    Beiträge
    435
    • 7. September 2004 um 14:36
    • #3

    ....habe mein top bis jetzt immer nur mit ca 350rms/8 gefahren....jetzt wo ich ne neue endstufe hab bin ich mir nicht sicher ob ich die ta 2400 in 8 ohm komplett draufgeben kann ohne das mir die weiche(in 1,5mm² gebaut)abraucht...(die verbauten chassis können 650W das ab!.).was mir einm bekannter prophezeit.....
    testen könnte ich das natürlich auch....aber eben nicht 5-.6 std....bei der lautstärke.. :roll:

    hoffe jetzt klarer

    dani

  • K.audio
    Beiträge
    552
    • 7. September 2004 um 15:14
    • #4

    Wenn du die Innenverdrahtung mit 1,5² ausgeführt hast, reicht das. Bei 650W und 8 Ohm hast du theoretisch 9A (in der Praxis wesentlich weniger)

    Anders sieht's mit den Weichenbauteilen aus, die müssen richtig dimensioniert sein.

  • dani
    Beiträge
    435
    • 7. September 2004 um 15:20
    • #5

    ....die weichenbauteile hat mir eben der bekannte ausgerechnet...alles 400V teile...aber er sgt jetzt die weichenverkabelung muss bei so ner leistung 2,5²sein....

    ääh wie kommst du auf so nen strom?

    mfg dani

  • K.audio
    Beiträge
    552
    • 7. September 2004 um 15:37
    • #6

    P=I²xR bzw. I=sqrt(P/R).....ergibt allerdings nur einen sehr ungenauen "Schätzwert".

  • dani
    Beiträge
    435
    • 7. September 2004 um 15:46
    • #7

    ....und dieser schätzwert liegt dann erfahrungsgemäss über oder unter dem reellen wert?
    heisst wenn ich mir 9 A ausrechne liegt er gemessen etwa bei ...5A ?!

    welche spannung sind die bauteile schätzungsweise ausgesetzt..?kann man die frage so beantworten ohne genauere angaben?

    mfg dani

  • K.audio
    Beiträge
    552
    • 7. September 2004 um 16:29
    • #8

    Diese Formel gilt für Sinussignal mit konstantem R. Ein Lautsprecher ist eine sehr komplexe Last mit vielen Energiespeichern. (Weichenbauteile und der LS selbst, siehe Impedanzkurve). Daraus ergeben sich Schwingkreise, die hohe Spannungen induzieren können. Wenn bei der Weichenentwicklung keine Sauereien gemacht wurden, sollten 400V C's ausreichen.

    [nur lesen wenns interesiert]
    Die Spannung an einem Bauteil, die durch einen Strom hervorgerufen wird: U=RxI Widerstandswerte sind auf den meisten Spulen aufgedruckt (das ist einfach). Dazu kommt noch die induzierte Spannung: Uind=-L*di/dt (schon etwas komlizierter). Dann können sich die Bauteile noch gegenseitig "aufschwingen", Schwingkreis. (sehr schwer zu berechnen, evtl. PSpice).
    [/nur lesen wenns interesiert]

    Musiksignal ist sehr dynamisch, deshalb kann ich den tatsächlichen Strom kann ich nicht vorhersagen..... wird wohl kleiner als 9A sein...

    Meßtechnisch: es könnte über eine gewisse Zeit gemessen, und ein Mittelwert gebildet werden.

  • Tint
    Beiträge
    32
    • 7. September 2004 um 23:33
    • #9

    @ K.Audio

    rechnest du (noch) mit Pspice ????
    wenn ja:


    RESPEKT :mrgreen:

  • K.audio
    Beiträge
    552
    • 8. September 2004 um 00:25
    • #10
    Zitat von "Tint"

    @ K.Audio

    rechnest du (noch) mit Pspice ????
    wenn ja:


    RESPEKT :mrgreen:


    wieso noch??

    Um ein Netzwerk (Weiche) mit z.B. 15 Bauteilen zu simulieren (ohne Speaker) ist PSpice ein gutes Werkzeug. Ich schau mir damit die maximalen Spannungen bzw. Leistungen an.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 8. September 2004 um 08:30
    • #11

    ... bei leistungsstarken Tops reichen für die Konus-Chassis Drahtdurchmesser von 1,5 mm vollkommen aus (seltener mal 2 mm ...) - wichtiger ist der Gleichstromwiderstand, der bei hohen Induktivitäten bei Luftspulen einfach schnell zu hoch werden kann (also: Kernspulen mit vernünftigem Material einsetzen) und die elektrische Bedämpfung des Chassis verringert.

    Bei passiven Weichen für Subwoofer reichen 1,5 mm bei praxisüblichen Leistungen nicht aus - besser sind hier 2,5 mm Drahtdurchmesser mit (guten !) E-Kernspulen.

    Bei Mittelhochton-Hörnern reicht oft schon ein Drahtdurchmesser von 1 mm² aus (manchmal dürfen es dann auch mal 1,5 mm sein ...) - wichtig ist dabei, daß die Reihenschwingkreise durch die Lautsprecher und weiteren Bauteilen richtig bedämpft werden (d.h. daß keine heftigen Impedanzminima auftreten !), weil sonst u.U. recht hohe Spannungen an den Kondensatoren anliegen und auch unnötig hohe Ströme durch die Spulen fließen.
    ... andererseits hab ich als Industrieentwickler von LS-Systemen für DJs und Mucker auch schon (aus Budgetgründen) Spulen mit nur 0,7 mm eingesetzt (bzw. einsetzen MÜSSEN !) - ohne daß die Systeme (auch nach mehr als 10 Jahren Betrieb) "zerlegt" wurden ...

    Bei Simulation mit Programmen sollten die Gleichstromanteile (Spulen) und ggf. auch Verluste in den Kondensatoren berücksichtig werden, weil sonst in der Simulation höhere Ströme und Spannungen vorhergesagt werden, als hinterher tatsächlich in der Praxis auftreten.

    Bei fertigen Systemen: IMMER zur Kontrolle Impedanzmessungen vornehmen (wg. Minima !) und ggf. Korrekturen am Netzwerk vornehmen, weil sonst die Betriebssicherheit nicht optimal ist.

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