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  4. Boxen Reparatur und Selbstbau

Dämpfung von BR-Subs - SPLmax vs. Tiefgang?

  • david69
  • 16. November 2004 um 20:44
  • david69
    Beiträge
    927
    • 16. November 2004 um 20:44
    • #1

    Gehe ich recht in der Annahme dass PA-Subs (auch BR) nich mit
    Noppenschaumstoff oder ähnlichem gedämpft (bedämpft?) werden? Ich glaube gelesen zu haben dass beim Dämpfen von BR-Subs der maximale Schalldruck abnehmen, dafür aber der Tiefgang etwas zu nehmen würde. Das soll daran liegen dass das dem Treiber zur Verfügung stehende Volumen zunimmt, da beim Dämpfen der Schall ja etwas länger bis zur Gehäusewand braucht. Ist das richtig? Da es im PA-Bereich aber eher auf SPLmax, statt auf Tiefgang ankommt lässt man das wohl... :D


    Wenn dem wirklich so sein sollte, könnte dann jemand (der damit Erfahrung hat) ungefähr abschätzen wieviel größer das (akustische? virtuelle?) Volumen in etwa werden würde, wenn ich ein 150 L-Gehäuse komplett (außer Schallwand) mit einer Schicht Dämmmaterial auskleide? Also ob es beispielsweise einer Volumenvergößerung (unbedämpft) von 10L (oder so...) entsprechen
    würde....

    _________


    http://www.bildblog.de

    Ein kleiner Denkanstoss | Das Chemie-Öl-Pharma-Kartell & die Polit-Helfer

  • 20Hertz
    Beiträge
    947
    • 16. November 2004 um 20:52
    • #2

    guckst Du hier:

    http://www.visaton.de/deutsch/forum/pc_bedaempfung.html
    http://www.visaton.de/deutsch/forum/pc_bedaempfung2.html

    Grüße
    Matthias

  • david69
    Beiträge
    927
    • 17. November 2004 um 06:27
    • #3

    Sauber... Das ging fix. :)


    Zitat

    Ein Baßreflexgehäuse kann locker mit Dämpfungsmaterial gefüllt werden. Dadurch werden stehende Wellen im Gehäuse wirksam unterdrückt und das Boxenvolumen virtuell 20% größer.

    Das is ja ne Menge... Eigentlich schon wieder zuviel. Soll locker gefüllt heißen dass man das Gehäuse richtig vollknallt, also bis vorne ran? Wollte ja nur die Gehäusewände auskleiden...

    _________


    http://www.bildblog.de

    Ein kleiner Denkanstoss | Das Chemie-Öl-Pharma-Kartell & die Polit-Helfer

  • MikeMcFluke
    Beiträge
    1.285
    • 17. November 2004 um 12:05
    • #4

    Hallo,

    locker füllen heißt, dass das gesamte Volumen mit Dämmmaterial gefüllt ist. Dabei reicht ein Beutel für 20l aus. Das sind zwei Matten von ca. 50x30cm und in etwa 5cm dick. Für einen Sub müssen also schon rund 10Matten ran (100l Volumen vorausgesetzt).

    Ich würde in jedem Fall wie folgt vorgehen:
    Subwoofer mit 80% Volumen aufbauen und rund 5Hz zu hoch abstimmen. Bei 80-100% Füllung mit Dammmaterial erreichst Du dann die gewünschte Abstimmung.

    Falls Du aber ein bestehendes richtiges Gehäuse bedämpft, erreichst Du damit den Effekt, dass Du bei größerem Volumen nun tiefer abgestimmt hast. Eine zu tiefe Abstimmung kostet aber Wirkungsgrad und belastet den Treiber zusätzlich um Nutzbassbereich. Das ist also tunlichst zu vermeiden. Nach einer Bedämpfung sollte also die Abstimmung korrigiert werden, damit nur der gewünschte Effekt der virtuellen Volumenvergrößerung erhalten bleibt.

    Nebeneffekt, oder besser, warum man das eignetlich macht: Die Resonanzen des Gehäuses im Bereich um 200-300Hz werden deutlich reduziert, was eine hohe Trennung des Subs möglich macht. Wenn dies eh nicht erforderlich ist, würde ich die Dämmung lassen...

    MIKE

    Laut statt hell...

  • Peerless
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    4.334
    • 17. November 2004 um 17:52
    • #5

    wobei laut strassacker ein gehäuse lieber mit geringerer güte zu berechnen ist, da sich die impendanz des chassis bei belastung erhöht und sich somit die güte des gehäuses zunimmt... somit zieht sich die abstimmung unter last quasi richtig....

    http://www.ae-rental.de

  • audio-zenit
    Profi
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    1.293
    • 17. November 2004 um 19:40
    • #6

    Klappe, die Dreissigste :

    Dämmmaterial hat in Subwoofern nichts zu suchen.

    Schnitt

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • Peerless
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    • 17. November 2004 um 22:09
    • #7

    wobei sowieso noch die frage zu stellen ist, ob man hier von dämmen oder bedämpfen spricht... :?:

    http://www.ae-rental.de

  • ThomasK
    Beiträge
    147
    • 19. November 2004 um 19:08
    • #8

    audio-zenit
    Nur weil Du schon zum x-ten Mal diese Aussage getätigst hast, bedeutet dies nicht das die Aussage in ihrer Absolutheit richtig ist.

    Wie wäre es mal mit einer tabellarischen Auflistung der gesicherten Vor- und Nachteile?

    Nachteile: Sind mir keine bekannt

    Vorteile: Ermöglicht kompaktere Abmessungen und damit einhergehend eine Gewichtsreduktion der Box

    Any comments?

    Als unbeantwortete Frage steht bei mir 'im Raum' ein eventuelles thermisches Problem. Gibt es ernsthafte systematische Arbeiten die eine thermische Überlastung des Speakers durch Füllung der Box mit Dämmmaterial beweisen? Oder ist die Behauptung nicht eher eine Urban Legend?

  • audio-zenit
    Profi
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    • 19. November 2004 um 20:40
    • #9

    Also gut, ich bin ja ein geduldiger Mensch.

    Beispiel BR 18" :

    Sinnvoller Einsatzbereich bis max 120 Hz
    Halbe Wellenlänge für 120 Hz ist etwa 1,4m, d.h. für eine Box mit einem Innenmass grösser 1,40m liegt die grösste Stehwelle im Übertragungsbereich der Box. Eine hierfür erforgerliche Dicke eines effizienten Dämmaterials - und dazu gehört leider nicht die weisse Filterwatte - beträgt 1/4 Wellenlänge sprich 35cm.
    Für einen Basswürfel mit 60cm Kantenmass liegt die 1. kritische Stehwelle bei etwa 300 Hz, d.h. es gibt hier nichts zu dämpfen.

    Andererseits reduziert Dämmmaterial leider auch die Effizienz des BR-Portes, das ist deutlich messbar. Soviel zu den Nachteilen.

    Der Vorteil der virtuellen Volumenvergrösserung ist dagegen vergleichsweise homeopathisch, wenn man das Gehäuse nicht komplett ausfüllt, was bei BR wiederum ein Unding ist ( s.o. )

    Falls mir jedoch jemand ein schlüssiges Argument liefert, warum eine Bassbox 2m hoch sein muss, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Und bitte rechnet mir jetzt keine Doppel-Sonstwas vor, die gehören in separate Kammern.

    Achso, bevor ich´s vergesse : Dämmmaterial kostet Geld und Zeit.

    Gruss Jürgen

    Ab dem 10.4.2014 : Demoraum in 65549 Limburg, Di-Fr 14:00-18:00 06431-90 90 80 8

  • vsvo82
    Profi
    Beiträge
    1.914
    • 19. November 2004 um 21:12
    • #10

    Im Allgemeinen sollte es für Lautsprecher doch einige Entwicklungsziele geben, die auf physikalischen Grundlagen basieren:

    1) Hoher Wirkungsgrad. Das heißt, das der Lautsprecher möglichst viel Schall und wenig Verluste in Form von Verformungsenergie generiert. => Gehäuse durch geschickte Verstrebungen etc. stabilisieren.
    2) Hohe Schalldämmung nach außen ( wird im Allgemeinen duch das Schalldurchgangsdämmaß definiert. Hohe Baustoffdichte oder Schichten mit unterschiedlichen Eigenschaften)
    3) Vermeidung von internen Resonanzen oder " Echos" durch die Membran. => Schallabsorption im Bereich von Schallschnellemaxima oder " akustisches Labyrint".
    4) Vermeidung des Koinzidenzeffektes.

    Alle diese Lösungen müssen frequenz- und leistungsabhängig beurteilt und abgearbeitet werden.....und das ist nur die oberste Ebene zur Entwicklung eines brauchbaren Lautsprechers :(:(
    Ich möchte damit nur sagen, daß LS-Bau nicht ganz so einfach ist und man sich im Zweifelsfall besser auf geprüfte Bauvorschläge verläßt. Wobei hier noch viele Dinge wie der Einfluß der Schallwand auf die akustische Impedanz, Reflektionen am Hornmund etc nicht genannt sind.
    Es gibt hier im Forum einige Leute, die könnten garantiert noch -zig sehr schlaue Seiten dazu schreiben. Wer das hier liest, versteht und umsetzt.....das weiß ich allerdings nicht.

    Gruß
    Jörg

    Stage-Aid Newsletter hier:http://www.kirsch-veranstaltungstechnik.de/index_newsletter.php... Wer hat Lust, als Autor mitzumachen?

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 20. November 2004 um 20:19
    • #11

    Moin,

    hm, zum einen möchte ich audio-zenit keinesfalls widersprechen, aber doch auf einen Effekt hinweisen. Auch gute, versteifte Holzgehäuse haben Wandresonanzen und Stehwellen entstehen auch aus den Klirranteilen. Darum kann man den wahrnehmbaren Klirr einer Bassbox mit Noppenschaum an den Wänden reduzieren.
    Daß der Unterschied im Beschallungsbereich unhörbar ist, ist eine andere Geschichte.

    Watte im Bass ist nun wirklich was für Homeaudio.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 9. Dezember 2004 um 18:46
    • #12

    ... der Einsatz von Noppenschaum kann an der Rückwand sinnvoll sein, wenn man einen Tiefmitteltöner mit weicher (z.T. schalldurchlässiger ...) Membran (also bei HiFi: Polypropylen ...) hat.

    Denn: Der an der Rückwand reflektierte Schall geht teilweise durch die Membran "durch" ... und es kann zu Interferenzeffekten (durch Überlagerung mit dem "gerade" von der Membran abgestrahltem Schall ...) kommen. :wink:

    Bei im PA-Bereich eingesetzten Chassis ist dieser Effekt nur gering ausgeprägt und kann - bei den meisten Chassis - wohl eher vernachlässigt werden.

    ... zu "reinen" Bassboxen:
    Eine richtig/korrekt abgestimmte BR-Kiste benötigt kein Dämpfungsmaterial.
    Und auch die Rückkammer eines (non-vented ... d.h. "richtigen") Horns benötigt sowas nicht.

    Viele Grüsse

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