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DI-Box gegen Brummschleife? - m.E. besser NF-Entstörfilter

  • Matthias M.
  • 3. Januar 2005 um 10:40
  • Matthias M.
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    • 3. Januar 2005 um 10:40
    • #1

    Hallo,

    habe weiter unten gerade den thread bzgl. des Problems einer Brummschleife bei Musik von einem Laptop gelesen. Der thread ist aber leider geschlossen, so dass ich hier noch etwas dazu sagen will, da die einfachste Lösung nämlich nicht genannt wurde. Dem Fragenden hilft's zwar nicht mehr, da Silvester inzwischen rum ist, aber gegen eine Brummschleife mit einer DI-Box vorzugehen, halte ich für unsinnig bzw. mit Kanonen auf Spatzen geschossen, da die - teure - Hauptfunktion der DI-Box nichts zur Beseitigung der Brummschleife beiträgt. Und die Potentialtrennung kann man mit einem simplen Trennfilter (Trennübertrager, Enstörfilter, etc.) für ca. 10 Euro auch wesentlich billiger haben.

    Wen es interessiert ... hier eine Diskussion dazu in einem anderen Forum vor einiger Zeit http://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=11359&page=1&pp=15

    und hier ein meines Erachtens guter Artikel zur Funktion einer DI-Box http://www.2sound.de/artikel.php?artikel_id=27
    Eine sehr wichtige Aussage hierbei ist m.E.:
    Daher können (wie auch oft fälschlicherweise vermutet) Störungen, die schon auf dem Signal sind, nicht durch diese Technik beseitigt werden. Es geht hier nur um Störungen auf dem Leitungsweg

    Inzwischen habe ich allerdings einen Laptop mit Eurostecker-Netzteil, so dass ich das Problem sowieso nicht mehr habe :)

    Im Übrigen ist das hier keine Frage, wie man wahrscheinlich unschwer gemerkt hat *g*, sondern ein Tipp bzw. Erfahrung meinerseits. Aber wenn jemand was dazu zu sagen hat ... gerne ;)

    Gruß
    Matthias

  • treibsand
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    • 3. Januar 2005 um 11:08
    • #2

    Im Grunde hast du Recht,
    ABER:

    Eine DI ist uaf allen Produktionen Standardmaterial. Pflicht !!!
    Und da ich sowieso immer DI am Start habe kann ich die also auch zur Potentialtrennung Nutzen und habe zusätzlich die Möglichkeit, mit einem symmetrierten Signal weiterzuarbeiten., d.h. ich vermeide auch alle weiteren Störsignale.

    Wenn der Laptop am FoH steht könnte man mangels Kabellänge darauf verzichten und einen Entbrummer (tolles Wort; bei EBAY entdeckt) benutzen. Der eignet sich aber dann nur dafür, während ich die DI flexibler nutzen kann.

    Auf Qualitative unterschiede sowohl bei Übertragern aus auch bei DI lasse ich mich wegen "nichtvorhandener" Qualität bei Laptoponboardsoundkarten (das Wort sagt doch schon alles :wink: ) nicht aus.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Matthias M.
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    • 3. Januar 2005 um 11:23
    • #3

    Hallo,

    mag sein, dass eine DI-Box bei jedem Profi vorhanden ist, aber ich würde mich nicht als solchen bezeichnen, da ich - und ich denke auch viele andere, die hier rumspringen - das eher armateurmäßig auf kleinen Events machen.

    Ansonsten ... immerhin benutze ich schon mal nicht meine Onboard-Karte ;-), sondern eine Creative Extigy, die einen sehr guten Sound hat. Alles in allem finde ich, dass mit einer guten Hardware (meine Boxen sind auch Klasse :wink: ) sogar mp3's gut klingen können. Aber ich gestehe jedem zu, sich über diese Aussage die Haare zu raufen *g* Ich sage mir aber immer: Wenn weder ich noch die Gäste den "schlechten" Klang der mp3's bemerken und keiner Kopfschmerzen (von der Musik) bekommt, kann es ja nicht sooo übel sein *g* Jedenfalls sind immer alle sehr angetan vom Klang der Anlage :)

    Matthias

  • wora
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    • 3. Januar 2005 um 13:53
    • #4
    Zitat von "Matthias M."


    Im Übrigen ist das hier keine Frage, wie man wahrscheinlich unschwer gemerkt hat *g*, sondern ein Tipp bzw. Erfahrung meinerseits. Aber wenn jemand was dazu zu sagen hat ... gerne ;)

    Gruß
    Matthias


    au ja, da hake ich mich ein:
    nach dem motto: ich weiss was!

    hallo matthias,

    dein thread ist vor allem für einsteiger ein sehr interessantes thema.
    aber ich bin nur teilweise deiner meinung, bitte sei mir nicht bös ;)

    Zitat von "Matthias M."

    ...aber gegen eine Brummschleife mit einer DI-Box vorzugehen, halte ich für unsinnig bzw. mit Kanonen auf Spatzen geschossen, da die - teure - Hauptfunktion der DI-Box nichts zur Beseitigung der Brummschleife beiträgt.


    die potentialtrennung ist sehr wohl eine der hauptfunktionen einer Di-box. wozu sonst hat sie denn einen "ground-lift" schalter?
    es gibt zwar ausnahmegeräte ohne internen übertrager, die kann man aber getrost in die tonne treten...

    Zitat von "Matthias M."


    Eine sehr wichtige Aussage hierbei ist m.E.:
    Daher können (wie auch oft fälschlicherweise vermutet) Störungen, die schon auf dem Signal sind, nicht durch diese Technik beseitigt werden. Es geht hier nur um Störungen auf dem Leitungsweg


    natürlich können störungen, die schon im PC auf das signal aufmoduliert wurden, von einer Di-box nicht mehr entfernt werden.
    das geht aber auch mit den von dir genannten gerätschaften nicht.
    somit ist diese aussage gegen die funktion einer Di etwas unfair...

    der brumm entsteht durch einen potentialunterschied zwischen dem PC und der beschallungsanlage. hierbei fließt ein ausgleichsstrom über die signalleitung und der verursacht den brummton (50Hz netzfrequenz).
    es hilft also, wenn man diese leitung galvanisch trennt, dann kann kein strom mehr fließen.
    und das geht mit einer ganz normalen, passiven Di hervorragend, und es geht natürlich auch mit den von dir genannten trennübertragern.

    Zitat von "Matthias M."


    Und die Potentialtrennung kann man mit einem simplen Trennfilter (Trennübertrager, Enstörfilter, etc.) für ca. 10 Euro auch wesentlich billiger haben.


    hier wurde die Di box empfohlen, weil damit schon genügend positive erfahrungen gesammelt wurden und es sich in unserer szene wirklich um ein allerweltswekzeug handelt.
    ich will damit sagen: es hat eigentlich jeder beschaller sowas und es ist absolut nix besonderes.
    ich hoffe du verstehst was ich meine?
    sowas gehört einfach zum standardwerkzeug des beschallers. das neueinsteiger das noch nicht auf´m schirm haben ist mir auch klar, aber früher oder später arbeiten doch alle damit.

    ich habe schon -zig PC´s an beschallungsanlagen angeschlossen und habe durch den einsatz von Di´s nie probleme mit brumm gehabt.
    und nebenbei ist es mir dann auch egal ob ich daran 5m oder 100m symmetrische leitung anschliesse... bei unsymmetrischer leitung sieht das nicht so rosig aus, wie du sicherlich weisst.
    wieso sollte man dann also keine Di´s empfehlen?
    einen riesigen kostenfaktor stellt sowas ja nun wirklich nicht dar, zumal solche Di´s eigentlich nicht kaputt gehen und viele jahre lang als problemlöser im einsatz sind.
    so schlimm finde ich die empfehlung "pro Di" also nicht.
    was meinst du?

    übrigens: wenn man es wirklich richtig gut machen wollte, müsste man das genannte übel eigentlich an der wurzel packen:
    da gäbe es nämlich die möglichkeit, das PC netzteil an einen netz-trenntrafo zu hängen.
    dies hätte die selbe wirkung wie das hier (leider) auch genannte abkleben des schutzleiters, dies jedoch ohne die ernstzunehmenden gesundheitsgefahren und wäre somit - LEGAL !
    aber ob es sowas für 10 EUR gibt, wage ich zu bezweifeln. ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Matthias M.
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    • 3. Januar 2005 um 14:44
    • #5
    Zitat von "wora"

    au ja, da hake ich mich ein: nach dem motto: ich weiss was!


    Fein :)

    Zitat von "wora"

    ... aber ich bin nur teilweise deiner meinung, bitte sei mir nicht bös ;)


    Ganz im Gegenteil. Ich lese soviel von Leuten, die offensichtlich nicht genau wissen, von was sie reden und lasse mich auch selbst oft genug dazu hinreißen, dass ich dankbar für jede fundierte Information bin .. solange ich sie auch verstehe *g*

    Zitat von "wora"

    die potentialtrennung ist sehr wohl eine der hauptfunktionen einer Di-box. wozu sonst hat sie denn einen "ground-lift" schalter?
    es gibt zwar ausnahmegeräte ohne internen übertrager, die kann man aber getrost in die tonne treten...


    Ist nicht die Symmetrierung des Signals die Hauptfunktion der DI-Box, um Einstreuungen von Störungen auf langen Leitungswegen zu verhindern? Auch Amp's haben einen ground lift, aber ich glaube, ihre Hauptfunktion ist eine Andere *fg*

    Zitat von "wora"

    natürlich können störungen, die schon im PC auf das signal aufmoduliert wurden, von einer Di-box nicht mehr entfernt werden.
    das geht aber auch mit den von dir genannten gerätschaften nicht.
    somit ist diese aussage gegen die funktion einer Di etwas unfair...


    Ok, ich gebe zu, hier ging es etwas durcheinander. Eine Brummschleife ist ja keine auf das Signal aufmodulierte Störung, sondern entsteht durch die Verbindung der Gerätschaften - im Gegensatz zu einer Netzeinstreuung. Somit war das Zitat hier nicht passend. Im Prinzip kann die DI-Box das, was auch ein Trennfilter kann - nämlich die galvanische Trennung -, aber eben auch noch mehr - die Symmetrierung des Signals.

    Zitat von "wora"

    hier wurde die Di box empfohlen, weil damit schon genügend positive erfahrungen gesammelt wurden und es sich in unserer szene wirklich um ein allerweltswekzeug handelt.
    ich will damit sagen: es hat eigentlich jeder beschaller sowas und es ist absolut nix besonderes.
    ich hoffe du verstehst was ich meine?
    sowas gehört einfach zum standardwerkzeug des beschallers. das neueinsteiger das noch nicht auf´m schirm haben ist mir auch klar, aber früher oder später arbeiten doch alle damit.


    Jo :) Allerdings braucht man in einer "mobilen Disko", wie ich mein Equipment mal bezeichnen würde, auch wenn ich diese Bezeichnung eigentlich nicht mag, wahrscheinlich nie ein DI-Box. Ich hatte auch in Erinnerung, dass die Dinger teuer wären, aber da gibt es ja offensichtlich auch große Unterschiede, die ich aber nicht beurteilen kann.

    Zitat von "wora"

    ich habe schon -zig PC´s an beschallungsanlagen angeschlossen und habe durch den einsatz von Di´s nie probleme mit brumm gehabt.
    und nebenbei ist es mir dann auch egal ob ich daran 5m oder 100m symmetrische leitung anschliesse... bei unsymmetrischer leitung sieht das nicht so rosig aus, wie du sicherlich weisst.
    wieso sollte man dann also keine Di´s empfehlen?
    einen riesigen kostenfaktor stellt sowas ja nun wirklich nicht dar, zumal solche Di´s eigentlich nicht kaputt gehen und viele jahre lang als problemlöser im einsatz sind.
    so schlimm finde ich die empfehlung "pro Di" also nicht.
    was meinst du?


    Nein, ich fand die Empfehlung ja auch nicht "schlimm". In dem erwähnten Thread wurde der Trennfilter aber nicht mal erwähnt. Und der Trennfilter hat auch mehrere Vorteile:
    - sehr klein (wenn man kein Profi ist mit großem Anhänger oder Transporter durchaus ein Vorteil)
    - billig
    - und vor allem: Wenn's brennt - wie auch im vorliegenden Fall, nämlich 2 Tage vor dem Event - sehr leicht zu bekommen. Nämlich in jedem Car Hifi Zubehörladen - auch auf dem Land

    Im Übrigen muss ich zugeben, dass ich außer dem, was ich so lese, keine Ahnung davon habe, wie wenig rosig es bei einer unsymmetrischen Leitung aussieht. Wenn man im Mittel nur alle Monat ein Event hat und wenig Kontakt zu Fachleuten, ist es mühsam, sich das Know-How anzueignen. Ich beschäftige mich meistens nur mit etwas, wenn ich es brauche oder ein Problem habe. Da mir z.B. gerade ein Bekannter, der noch viel weniger Musik als ich macht, erzählt hat, dass er sich mit seinem neuen Behringer Mixer nun ein Case bauen will, frage ich mich verzweifelt, was mir ein Case bringen würde *lol*
    Ergänzung: Er will sich natürlich wohl kaum ein case bauen, sondern den Mixer in Eines einbauen. Aber dennoch überlege ich, was mir ein rack oder case derzeit bringen würde bei meiner Technik. Na ja, gehört nicht in diesen thread, war nur so ne Anmerkung am Rande ...

    Zitat von "wora"

    ... die möglichkeit, das PC netzteil an einen netz-trenntrafo zu hängen. dies hätte die selbe wirkung wie das hier (leider) auch genannte abkleben des schutzleiters, dies jedoch ohne die ernstzunehmenden gesundheitsgefahren und wäre somit - LEGAL !
    aber ob es sowas für 10 EUR gibt, wage ich zu bezweifeln. ;)


    Da hast Du wohl recht. Das wäre die technisch beste Lösung. Aber wieder ein Klotz mehr zu transportieren *g*

    Vielen Dank für Deinen guten Beitrag
    Matthias

  • wora
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    • 5. Januar 2005 um 02:34
    • #6
    Zitat von "Matthias M."

    ...


    Ist nicht die Symmetrierung des Signals die Hauptfunktion der DI-Box, um Einstreuungen von Störungen auf langen Leitungswegen zu verhindern?
    ...

    die "hauptaufgabe" einer Di-box besteht in meinen augen darin, als problemlöser zu dienen.

    1. sie kann zum einen eine unsymmetrische quelle (z.b. keyboard) in eine symmetrische verwandeln, was für lange kabelstrecken sinnvoll ist um einstreuungen entgegenwirken zu können.
    die Di verhindert dabei - entgegen weitverbreiteter meinung - NICHT die einstreuung ins kabel, aber durch einen differenzverstärker im eingang des nächsten gerätes (z.b. mischpult) können störungen dann unterdrückt werden.
    das geht aber nur mit symmetrischen signalen, und die werden mit der Di ja erzeugt.

    2. ausserdem kann man durch die galvanische trennung des signal-transformators (hier auch übertrager genannt) auch brummproblemen entgegenwirken, die durch potentialausgleichsströme aufreten können.

    von einer einzelnen hauptaufgabe würde ich also nicht reden.


    es wird im übrigen sehr oft die meinung vertreten, das "aktive" DI´s besser wären als "passive".
    das ist aber nicht ganz richtig.
    der einzige unterschied zwischen diesen besteht darin, das sich in der aktiven noch eine zusätzliche schaltung vor dem übertrager befindet, die sehr hochohmige quellen (z.b. piezo-tonabnehmer) mit deren sehr geringen ausgangsleistungen ein bisschen auf die sprünge zu helfen. im prinzip also ein zusätzlicher kleiner signalverstärker.
    wenn man aber z.b. keyboards oder aktive tonabnehmer (strom-gitarren und -bässe) an eine aktive Di anschliesst, hat man gegenüber passiven Di´s keine vorteile, aber man benötigt dann eine phantomspeisung für die aktivelekronik (oder akkus)

    in 90% der fälle ist also eine passive Di sinnvoller.

    es gibt aber auch eine kleine ausnahme: behringer Di20.
    diese ist ein reiner vorverstärker - ohne übertrager!
    somit ist hier ein bisschen vorsicht geboten, meiner meinung nach ist sie ihr geld nicht wert...


    ich hoffe ein wenig geholfen zu haben.


    Zitat von "Matthias M."


    Vielen Dank für Deinen guten Beitrag
    Matthias

    oooch - danke für die blumen.
    und vielen dank für deine nette reaktion!
    hier im internet ist das leider nicht immer selbstverständlich...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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