Hallo,
wollte mal wissen, was der Unterschied zwischen den "normalen" und einer digitalen Endstufe ist. Gibts da verschiedene Anwendungsbereiche?
Hab über die Suche nichts gefunden.
grüsse,
milhouse
Hallo,
wollte mal wissen, was der Unterschied zwischen den "normalen" und einer digitalen Endstufe ist. Gibts da verschiedene Anwendungsbereiche?
Hab über die Suche nichts gefunden.
grüsse,
milhouse
Verschiedene Anwendungsbereiche eigentlich nicht, die Endstufen sind nur unterschiedlich aufgebaut. "Normale" Endstufen haben einn großen Ringkerntrafo und versorgen die Endstufentransistoren mit einer gleichmäßigen Steuerspannung. Andere Endstufen haben zwei oder drei verschiedene Steuerspannungen, je nachdem wie viel Leistung gerade benötigt wird. Vorteil: Weniger Verlustleistung (Wärme).
Digitale Endstufen haben für gewöhnlich ein Schaltnetzteil, das quasi stufenlos Steuerspannungen zur Verfügung stellt. So kommen diese Endstufen mit gut einem Drittel des Gewichtes einer "normalen" Endstufe aus.
Der Begriff "digital" ist hier allerdings etwas missverständlich, da keinerlei AD/DA-Wandlung im herkömmlichen Sinne erfolgt, sondern Pulswellenmodulation zum Einsatz kommt.
Die Verstärkung ist immer noch analog, geht auch gar nicht anders.
Such mal im Netz nach "Class D" (vgl. zu "Class A" bzw. "Class A/B")
vielen dank für die infos ![]()
Hallo Binson,
leider stimmt da so nicht ganz.
Von einer digitalen Endstufe spricht man dann, wenn der Verstärker "digital" sprich nach dem Prinzip der Pulsweiten-Modulation arbeitet. Das bedeutet, dass die Endtransistoren nur zwei Zustände (0 & 1 ) kennen, und die analogen Signale durch unterschiedliche zeitliche Komponenten dieser Zustände nach einem Tiesfpassfilter neu gebildet werden. Der Vorteil dieser Technologie ist die äusserst geringe Verlustleistung, die in der Endstufe erzeugt wird und einer damit einhergehenden Gewichtsersparnis.
Die Bezeichnung "digital" hat im Zusammenhang mit einer Endstufe überhaupt nichts mit dem Netzteil zu tun. Freilich haben moderne "digitale" Endstufen für gewöhnlich ein Schaltnetzteil, um nochmal Gewicht zu sparen. Es gibt aber ebenso digitale Endstufen mit "normalem" Trafo (z.B. Peavey DAEC 700). Auch umgekehrt ist sehr oft üblich. Viele "analoge" Endstufen arbeiten mit Schaltnetzteil.
Ich hoffe, geholfen zu haben
Gruß
Martin
die von dir genannte Stufe nennt sich peavey deca 700
Hast nen kleinen Buchstabendreher drin gehabt
![]()
Danke, hast recht (typisches Montag-Morgääähn-Phänomen)
DAEC = Deutscher Aero Club, damit habe ich hin und wieder auch zu tun
Zitat von "MK"
bedeutet, dass die Endtransistoren nur zwei Zustände (0 & 1 ) kennen, und die analogen Signale durch unterschiedliche zeitliche Komponenten dieser Zustände nach einem Tiesfpassfilter neu gebildet werden.
Martin
Hi,
das ist einigermaßen klar - das Teil braucht doch dann aber notwendigerweise eine - na, ich nenn das jetzt mal Samplingfrequenz, auch wenns keine ist. Wenn ich Pulsweiten moduliere, brauch ich ja erstmal eine Rechteckfrequenz. Wie groß ist die denn dann? Müßte doch, um guten Sound zu erzeugen, im einige-100-KHz-Bereich liegen?
Gruß,
Hannes
Richtig, bei der angesprochenen Peavey Endstufe liegt sie irgendwo zwischen 400 und 500 kHz, genau weiß ich es nicht mehr.
Das ganze funktioniert im Prinzip wie ein Frequenzumrichter für Asynchronmotoren
Gruß
Martin