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  4. Verstärker

Unterschied von digitaler zu "normaler" Endstufe

  • milhouse
  • 22. Juli 2005 um 21:57
  • milhouse
    Beiträge
    107
    • 22. Juli 2005 um 21:57
    • #1

    Hallo,

    wollte mal wissen, was der Unterschied zwischen den "normalen" und einer digitalen Endstufe ist. Gibts da verschiedene Anwendungsbereiche?
    Hab über die Suche nichts gefunden.

    grüsse,
    milhouse

    ...to the house bound...

  • binson
    Verifiziert
    Beiträge
    2.665
    • 22. Juli 2005 um 22:07
    • #2

    Verschiedene Anwendungsbereiche eigentlich nicht, die Endstufen sind nur unterschiedlich aufgebaut. "Normale" Endstufen haben einn großen Ringkerntrafo und versorgen die Endstufentransistoren mit einer gleichmäßigen Steuerspannung. Andere Endstufen haben zwei oder drei verschiedene Steuerspannungen, je nachdem wie viel Leistung gerade benötigt wird. Vorteil: Weniger Verlustleistung (Wärme).

    Digitale Endstufen haben für gewöhnlich ein Schaltnetzteil, das quasi stufenlos Steuerspannungen zur Verfügung stellt. So kommen diese Endstufen mit gut einem Drittel des Gewichtes einer "normalen" Endstufe aus.
    Der Begriff "digital" ist hier allerdings etwas missverständlich, da keinerlei AD/DA-Wandlung im herkömmlichen Sinne erfolgt, sondern Pulswellenmodulation zum Einsatz kommt.
    Die Verstärkung ist immer noch analog, geht auch gar nicht anders.

    Such mal im Netz nach "Class D" (vgl. zu "Class A" bzw. "Class A/B")

    --- I've been mad for fucking years, absolutely years, been over the edge for yonks, been working me buns off for bands. ---
    (Chris Adamson)

    Blog: Optinal Mittelgrund

  • milhouse
    Beiträge
    107
    • 22. Juli 2005 um 22:12
    • #3

    vielen dank für die infos :D

    ...to the house bound...

  • MK
    Profi
    Beiträge
    373
    • 25. Juli 2005 um 09:01
    • #4

    Hallo Binson,
    leider stimmt da so nicht ganz.

    Von einer digitalen Endstufe spricht man dann, wenn der Verstärker "digital" sprich nach dem Prinzip der Pulsweiten-Modulation arbeitet. Das bedeutet, dass die Endtransistoren nur zwei Zustände (0 & 1 ) kennen, und die analogen Signale durch unterschiedliche zeitliche Komponenten dieser Zustände nach einem Tiesfpassfilter neu gebildet werden. Der Vorteil dieser Technologie ist die äusserst geringe Verlustleistung, die in der Endstufe erzeugt wird und einer damit einhergehenden Gewichtsersparnis.

    Die Bezeichnung "digital" hat im Zusammenhang mit einer Endstufe überhaupt nichts mit dem Netzteil zu tun. Freilich haben moderne "digitale" Endstufen für gewöhnlich ein Schaltnetzteil, um nochmal Gewicht zu sparen. Es gibt aber ebenso digitale Endstufen mit "normalem" Trafo (z.B. Peavey DAEC 700). Auch umgekehrt ist sehr oft üblich. Viele "analoge" Endstufen arbeiten mit Schaltnetzteil.

    Ich hoffe, geholfen zu haben
    Gruß
    Martin

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

  • Petersbass
    Beiträge
    1.003
    • 25. Juli 2005 um 09:30
    • #5

    die von dir genannte Stufe nennt sich peavey deca 700

    Hast nen kleinen Buchstabendreher drin gehabt
    8)

    Gruß Peter

  • MK
    Profi
    Beiträge
    373
    • 25. Juli 2005 um 10:02
    • #6

    Danke, hast recht (typisches Montag-Morgääähn-Phänomen)
    DAEC = Deutscher Aero Club, damit habe ich hin und wieder auch zu tun

    Glaube nur, was auch wissenschaftlich untermauert werden kann, menschliche Sinne lassen sich zu leicht besch... - äähh betrügen!

    Einmal editiert, zuletzt von MK (26. Juli 2005 um 17:01)

  • orgelhannes
    Beiträge
    6
    • 26. Juli 2005 um 16:16
    • #7
    Zitat von "MK"


    bedeutet, dass die Endtransistoren nur zwei Zustände (0 & 1 ) kennen, und die analogen Signale durch unterschiedliche zeitliche Komponenten dieser Zustände nach einem Tiesfpassfilter neu gebildet werden.
    Martin


    Hi,
    das ist einigermaßen klar - das Teil braucht doch dann aber notwendigerweise eine - na, ich nenn das jetzt mal Samplingfrequenz, auch wenns keine ist. Wenn ich Pulsweiten moduliere, brauch ich ja erstmal eine Rechteckfrequenz. Wie groß ist die denn dann? Müßte doch, um guten Sound zu erzeugen, im einige-100-KHz-Bereich liegen?

    Gruß,
    Hannes

  • MK
    Profi
    Beiträge
    373
    • 26. Juli 2005 um 17:00
    • #8

    Richtig, bei der angesprochenen Peavey Endstufe liegt sie irgendwo zwischen 400 und 500 kHz, genau weiß ich es nicht mehr.

    Das ganze funktioniert im Prinzip wie ein Frequenzumrichter für Asynchronmotoren

    Gruß
    Martin

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