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Wieviel Gage kann man fordern ?

  • 323ralf
  • 21. November 2005 um 15:42
  • 323ralf
    Beiträge
    26
    • 21. November 2005 um 15:42
    • #1

    Servus,

    durch welche Gründe legt man eigentlich die Gage für eine Partyband fest ? Ich spiele seit 1 Jahr in einer Partyband, wir hatten bis jetzt eine handvoll Auftritte, und wir sind zu sechst. Stimmt es, dass bei öffentlichen Veranstaltungen die Faustregel "Eintritt kriegt die Band" gilt ? Und wie macht man es dann bei privaten Veranstaltungen ?

    Wieviel kann oder sollte man am Anfang verlangen ?

  • patty
    Beiträge
    88
    • 21. November 2005 um 16:04
    • #2

    Ist hier zwar n Pa Forum denk ich mal, aber...

    das hängt immer davon ab:
    Wie gut seid ihr?
    Wie gefragt seid ihr?
    Wie viel Konkurenz habt ihr?
    Vor wie vielen Leuten spielt ihr?

    Es gibt Bands die spielen fürn Kasten Bier oder nur für ihre Unkosten, allerdings gibts auch Bands, die nehmen paar tausend euro fürn dorffest.

    mfG

    patty

    EDIT: Davon, das die Band das ganze Eintrittsgeld bekommt, hab ich persönlich noch nie was gehört, für gewöhnlich wird die Gage vorher ausgemacht.[/quote]

  • ostpunki
    Beiträge
    1.201
    • 21. November 2005 um 17:31
    • #3

    Wenn wir was ganz kleines gemacht haben und einer aus der Band es organisiert hat, dann war es so, das die Technik ca. 50 % bekommt und die Band den rest.
    Mit einen Teil der 50 % der Band mussten sie ein paar Unkosten bereinigen und das, was übrig blieb konnten sie sich gegenseitig aufteilen (oder halt in die "Bandkasse").
    >>> wie gesagt, nur bei kleinen Konzis

    http://www.BBV-Mol.de.vu


    MfG.

    Benni.

  • usbdmx
    Beiträge
    247
    • 21. November 2005 um 18:14
    • #4

    Hallo,

    Ich spiele selber seit Jahren in einer "Party-Band" ( http://www.hotpeppers.de )
    Bezüglich Gage kann ich Patty nur zustimmen.
    Wir haben anfangs relativ niedrige Gagen genommen. Dadurch sind wir zu recht vielen Auftritten gekommen und wir konnten unsere Gage im Lauf der Jahre den Veranstaltungen anpassen.
    Anfangs ( und auch heute noch ) ist der größte Teil der Gagen in neues Equipment geflossen da die Auftritte größer und anpruchsvoller geworden sind und wir irgendwann nicht mehr mit ner kleinen PA und 8 Par56 ausgekommen sind.
    Das war anfangs natürlich nicht immer schön aber mittlerweile hat sich die harte Arbeit ausgezahlt und wir spielen eine Menge sehr schöner Veranstaltungen....

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 21. November 2005 um 18:42
    • #5

    ich gehör zu den -leuten die öfters mal Vorgruppen buchen und kenn die Preise eigentlich ganz gut.
    "Party-Band" kann ich jetzt nicht so recht zuordnen,

    eine gute Band die richtig was kann tritt so ab 1500€ an, aufwärts geht immer. Oberhalb von 3k wird das Interesse geringer da man ja auchnoch die Halle, GEMA, Licht & Ton und den ganzen Kram zu begleichen hat, letztendlich sollten auch die Veranstalter nicht zuzahlen, zudem haben sie stets auch das Risiko daß niemand kommt (zB Open Air im Regen)
    Defakto seid ihr grundsätzlich zu teuer :grin: Und es ist verständlich und teils trotzdem noch zu billig.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • aeroy
    Beiträge
    353
    • 21. November 2005 um 19:06
    • #6

    Ich nehme als Party DJ(ich weiss, ich nicht das selbe) ca300-400€€(bis zum Ende wohlgemerkt. Es gibt ja viele die um 1 Uhr oder so ihren kram zusammenpacken) und hab eigentlich genug Aufträge.

    Ich bin seid ca 4 Jahren im Geschäfft und hab mich nur durch das Mundwerk aufgebaut. Auch jetzt mache ich noch keine Öffentliche Werbung. Habe auch schon einige Stammkunden, die mich immer wieder buchen.

    Als Liveband die noch nicht so populär ist, würde auch auch so um den Dreh von 300-600€ anfangen.

  • 323ralf
    Beiträge
    26
    • 24. November 2005 um 09:13
    • #7

    OK, danke für eure Antworten, anscheinend liegen wir mit unseren ca. 300 Euro ganz gut. Bis wir mehr als 500 verlangen können, wir es wohl noch ein wenig dauern :grin:

  • Nordiki
    Gast
    • 24. November 2005 um 22:49
    • #8

    aeroy: Mit P.A. und/oder Lichtanlage?! Oder nur reines DJ-Equipment ?!

    mfG,
    Nordiki

  • usbdmx
    Beiträge
    247
    • 25. November 2005 um 08:50
    • #9

    Da es sich um eine Band handelt gehe ich davon aus dass sie mit PA und vielleicht ein wenig Licht anreisen.
    Ich kann euch nur raten anfangs alles was an Kohle reinkommt in ordentliches Equipment zu investieren.
    Wenn ihr erstmal mehr als 10 Auftritte pro Jahr habt ist Leihen nicht nur teuer , in meinen Augen gibt es noch weitere große Nachteile.
    Vielleicht hilft es auch mal in eurer Gegend zu "spionieren" und herauszufinden was ähnliche Bands in eurer Region an Gage für ein vergleichbares Programm nehmen.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 25. November 2005 um 09:37
    • #10

    Die Preise für kleine Bands die noch am Anfang stehen werden ins bodenlose runtergedrückt. Es gibt sogar zuhauf Angebote die mit den Worten "kostenlose Auftrittsmöglichkeit vor größerem Publikum" beginnen, und auch reichlich kleine Bands die solche Sachen auchnoch durchführen. Das hat eine Rückwirkung auf die erzielbaren Gagen, sie sind imho meistens zu gering.
    Ihr müßt vor allem wissen daß man einen Gig auch freundlich aber bestimmt ablehnen kann, es ist sinnvoller 10 Sachen für 3000 Euro zu machen als 20.

    Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • usbdmx
    Beiträge
    247
    • 25. November 2005 um 10:03
    • #11

    Aber genau das haben wir ein paar Jahre lang gemacht. Leider bucht halt keiner ne Band für mehrere Tausend Euro die keine Live-Erfahrung hat.
    Und nen guten Namen kann sich halt nur Live erspielen !!!!
    Wir haben oft für gaaanz kleines Geld ( ab und zu auch mal für Lau ) gespielt. Heute können wir dank dieser Erfahrungen viel selbstbewusster in Gagen-Verhandlungen gehen :D

  • 323ralf
    Beiträge
    26
    • 25. November 2005 um 11:22
    • #12

    @ USBDMX

    Deinen Rat, alles verdiente sofort in neues Equipment zu stecken, machen wir schon seit es uns gibt. Leider fehlt uns z.B. immer noch eine Monitoranlage, da wir wie gesagt nur so ca. 300 Euro pro Auftritt kriegen geht meistens mindestens die Hälfte für Verleihgebühr drauf :? . Aber am Anfang muss man halt diese Ochsentour machen. Wir haben auf schon mal minus bei einem Auftritt gemacht ( zum Glück nur ein Mal), dafür haben sich an diesem Abend zwei Interessenten gemeldet, und bei deren Auftritten haben wir dann auch was verdient ( so 150 ).

    @ Manuela
    Mittlerweile spielen wir wenigstens nicht mehr kostenlos. Aber als Band mit wenig Erfahrung kann man halt leider kein angemessenes Honorar verlangen. Trotzdem danke für den Tip.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 25. November 2005 um 15:08
    • #13
    Zitat von "323Ralf"

    als Band mit wenig Erfahrung kann man halt leider kein angemessenes Honorar verlangen..

    Natürlich kann man das :D
    Ihr müßt euch nur richtig präsentieren, eine Email mit ein par Aufzählungen reicht dazu nicht aus. Wir wollen nicht Erfahrung sondern wunderschöne Musik die anspruchsvoll gespielt wird. Wer das kann möge es zeigen und den Preis dafür nennen, wer es nicht kann ist auch keine 300 Euro wert.
    Aus dem Nähkästchen:
    Veranstalter sind meist eine Gruppe. Wenn sie ein Video haben schauen sie sich das an, gefällt es allen ist die Auswahl getroffen. Nach Erfahrung wird da nichtmal gefragt, man sieht und hört - genau wie die gäste.
    Im übrigen auch wenn das nicht so lukrativ für uns ist die Veranstalter mögen mir verzeihen - wenn das Publikum laut applaudiert und Zugaben verlangt sollte das 200,-€ wert sein und nicht umsonst - andersrum kostet vielstimmiges Buuuuh 100,-€ Gagenabzug.
    Ich hab schon Schülerbands genossen die eine 1500,-€ Show geboten haben für weniger als die Hälfte, genauso wie 3000,-€ Profiband mit Buuuh und Abbruch des konzertes weil die Gäste mit Flaschen warfen.

    Also nur Mut, das wird schon 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • 323ralf
    Beiträge
    26
    • 28. November 2005 um 08:07
    • #14

    :shock: ach so läuft das ?

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass die Veranstalter sich erst mal die Demo CD ( wir sind auch gerade dabei, eine aufzunehmen ) anhören, und sich dann die bisherigen Auftritte anschaun und vielleicht ein paar Kritiken dieser Auftritte anschaun. Aber wenn das so ist, sollten wir vielleicht auch ein wenig in eine DVD stecken.

    Wir haben bei 2 Gigs mal mit einer DV Kamera mitgefilmt, sind zwar keine supertollen Aufnahmen, gibt die Gigs aber relativ gut aus Sicht des Gastes wieder.

    Am besten wir machen eine DVD, Du machst eine "Zeig mir eure DVD und ich sage euch, wieviel Gage ihr nehmen könnt"-Agentur auf ( natürlich erst, wenn Du mit Deinem Powerbaby fertig bist :wink: ) und ich werde Dein erster Kunde :lol: .

    Spaß beiseite, vielen Dank für Deinen Tip, des hilft uns beim Bewerben ziemlich weiter.

  • usbdmx
    Beiträge
    247
    • 28. November 2005 um 20:53
    • #15

    Eine LIVE-DVD kommt um Längen besser an als eine glatte Studio-Demo-CD ohne Atmosphäre. Wir haben unsere DVD in Eigenregie hergestellt. Da ich von Beruf Fotograf bin und dort auch ab und zu mit dem Thema "Video" beschäftigt bin habe ich das dann übernommen.
    Hier ein paar Tips:

    1. Arbeitet auf jeden Fall mit einem Schnittprogramm mit dem man framegenau schneiden kann ( zB Adobe Premiere ).
    2. Leiht euch im Bekanntenkreis soviele Kameras wie ihr kriegen könnt.
    Wir haben 7 Kameras eingesetzt.
    4 auf Stativen ( 1. kamera Totale auf die Bühne / 2. Kamera auf die Frontsängerinnen / 3. Eine Kamera hinter dem Drumriser aufs Publikum / Kamera 4 & 5 von den Seiten auf die Bühne )
    Kamera 6 & 7 wurden von zwei Bekannten bedient. Eine von einem Stativ ( erhöhter Standpunkt ca. 15 Meter vor der Bühne für CloseUps von den Hauptakteuren ( zB Gitarist beim Solo ).
    Die andere Kamera war mobil auf der Bühne unterwegs.
    Wichtig ist das alle Kameras annähernd gleich gestartet werden und in den Pausen NICHT gestoppt werden. So muss man später beim Schnitt nur einmal am Anfang alle Kameras synchronisieren.
    Den Ton seperat ( am besten mit nem Mehrspur-HD-Recorder aufnehmen. Spur 1 & 2 für die Summe, Spur 3 & 4 mit nem guten Stereomikro für die Saal-Atmo ).
    Den Schnitt würde ich sehr neutral halten und auf Effekte verzichten, das lenkt nur ab....

  • 323ralf
    Beiträge
    26
    • 29. November 2005 um 12:29
    • #16

    Wir haben einen Film und Fernsehcutter am Bass, der im April auslernt somit haben wir glücklicherweise auch jemanden in unseren Reihen, der sich mit sowas auskennt. 8)

    7 Kameras werden wir wohl leider nicht auftreiben können, insgesamt haben wir glaube ich 4. Aber das sollte hoffentlich auch reichen, oder ? Wie lange Bänder gibt es denn für die Kameras ? Du hast ja gemeint, dass man in den Pausen am besten nicht abschalten sollte, unsere Gigs dauern meistens so 4 - 5 Stunden, gibt es so lange Bänder ? :?:

  • usbdmx
    Beiträge
    247
    • 29. November 2005 um 12:51
    • #17

    4 Kameras sind schon ok. DV-Bänder haben im SP meisst 60 Min im LP 90 min. Aufnahmedauer.
    In den Pausen müssen natürlich die Bänder gewechselt werden. Aber die Kameraleute sollten wären eines Sets die Kamera nicht abschalten. So muss man dann beim Schneiden nur am Anfang eines neuen Sets alle Kameras einmalig synchronisieren

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