Ich hab hier zur Zeit einen alten Earth Sound Research Powermixer in Pflegen, es handelt sich dabei um das Modell Stagemaster PA 2000
4-Kanal Mischverstärker mit 2 Band EQ pro Kanal und einer eingebauten Hallspirale.
Das Problem ist folgendes:
Alles was in die Eingänge gesteckt wird steht unter Strom.
Keine Sorge, es handelt sich nicht um 230Volt Netzspannung... es ist auch keiner daran umgekommen.
Wenn ich en DX-7 an den Mixer anklemme, steht das Metallgehäuse unter Strom, aber nur leicht -> Wenn ich mit dem Finger über die lackierten Flächen fahre kribbelt es ein wenig.
Wenn man nun ein Mikro an das Gerät anschließe, nen Bass oder ne Gitarre in der Hand halte (extra Gitarren und Bassamp auf gleichem Stromkreis) und dann das Mikro mit irgendeinem Körperteil berühre, bekomm ich eine gezwiebelt.
Ich war mit nem Spannungsprüfer dranne... nichts, mit Multimeter gegen Erde gemessen, nichts
Gemessen gegen andere Geräte: Saft drauf, war aber nicht viel, also unter 50 Volt.
Im Leerlauf ist auf den Eingängen aber kein Saft drauf.
Erdung sowohl bei der Installation als auch beim Mixer sind in Ordnung.
Weiß jemand einen Rat?
Earth Stagemaster PA2000 - Strom aus den Eingängen
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Willkommen im Forum.
Ich verschiebe deinen Thread in das passende Brett.
Bitte. -
das gleiche Problem haben wir bei uns im Jugendzentrum auch, aber da is es kein powermmixer!
kann das an der phantospeisung liegen? ne, oder? da sin doch keine 50V drauf oder´? *keine ahnung hat* -
doch, ca. 48V sind Phantomspeisung, aber obs daran liegt, keine ahnung
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Der Powermixer von Earth hat definitiv keine Phantomspeisung!
Von einem Bekanten hab ich die Info erhalten, das die Sache mit den Stromschlägen entweder von irgendeinem Kriechstrom im Gerät kommen kann. Ist bei mir nicht der Fall, hab das Teil gereinigt und die Lötstellen nachgearbeitet.
Eine andere Möglichkeit wären unterschiedliche Massepotentiale, darüber kann man schoneinmal eine gefegt bekommen... auch diese Möglichkeit habe ich ausgeschlossen, die E-Installation war sauber (keine klassische Nullung oder Klingeldraht statt vernünftigen Kabeln in der Wand, kein Kabel in der Abwasserleitung oder im Schornstein verlegt).
Die Quelle für die Stromschläge war ein defekter Gitarrenverstärker. Dort war Geräteintern ein Kurzschluss für die Stromschläge verantwortlich. Auf dem Masseanschluss der Klinkenbuchsen lag Spannung an, da nun dieser Verstärker an den Powermixer angeklemmt war (für den Reverbeffekt), ist die Fehlerquelle eindeutig.--> Zum Problem im JuZe:
Von der Phantomspeisung darfst du keine Stromschläge erhalten, sonst ist etwas defekt. Die Phantomspeisung funktioniert so:
Auf die Signaladern a und b werden jeweils die 48 Volt gelegt, diese sind allerdings nicht messbar, da sie sich durch die symmetrische Beschaltung aufheben. DIe 48 Volt liegen nur zwischen Abschirmung und Signalader an. Minuspol ist die Abschirmung, Pluspole sind die beiden Signaladern.
Zur Strombegrenzung und zur gegenseitigen Entkopplung der beiden Signaladern ist die Stromzufuhr für die Phantomspeisung mit je zwei 6.8kOhm Widerständen an eben diese Signaladern angeschlossen.
Wenn du nun beim Berühren eines metallischen Mikrofongehäuses eine gefegt bekommst, könnte es daran liegen, das die Phantomspeisung falsch beschaltet ist, der Pluspol also auf die Masse gelegt ist und die Masse auf die Signaladern. Wenn man dann die Verbindung zu einem weiteren Masseanschluss herstellt bekommt einen kleinen Stromschlag.
Andere Möglichkeit: Bei unsymmetrischer Signalübertragung verbindet man bei einem Adapterkabel die Pins der Masse und einer Signalleitung. Es entsteht also ein Kurzschluss in der Phantomspeisung. Hier greift der Widerstand zur Strombegrenzung, damit die Speisung nicht beschädigt wird. Es gibt auch Geräte die eine solche unsymmtetrische Verbindung erkennen und dann die Phantomspeisung auf diesem Kanal abschalten.
Wenn hier kein Widerstand verbaut ist und keine automatische Abschaltung vorhanden ist, könnte das eine Ursache für die Stromschläge sein.
Phantomspeisung immer abschalten, wenn sie nicht gebraucht wird!
Wenn nur dynamische Mikrofone eingesetzt werden, braucht man keine Phantomspeisung.
Phantomspeisung wird nur dann benötigt, wenn mit aktiven Geräten wie z.B. Kondensator Mikrofonen und aktiven DI-Boxen ohne (bzw. mit deaktivierter) Eigenspeisung gearbeitet wird.
Sollte der Fehler bei Unterschiedlichen Massepotentialen der Geräte liegen bitte KEINESFALLS die Erdungskontakte am Schukostecker abkleben!! Das kann Lebensgefährlich sein. Gäbe es keine Sicherungen und keine FI-Schutzschalter oder wären diese durch abgeklebte Erdung außer gefecht gesetzt würde ich heute nicht mehr Leben, also bitte keine Experimente bei solchen Dingen!!!
Bei unterschiedlichen Erdungspotentialen hilft es oft wenn man an die Erdungsschraube vom Mischpult (am Gehäuse, nicht am Stecker!!) einen Draht anklemmt, den man an die Erdungsanschlüsse der anderen Geräte anschließt. Für diesen Zweck sind solche Anschlüsse am Mischpult vorhanden. (Eliminiert hervorragend Brummschleifen)
Wenn Ground-Lift schalter vorhanden sind, kann man auch dort sein Glück versuchen. Mal alles einheitlich auf Ground, dann einheitlich auf Ground-Lift schalten oder experimentieren mit verschiedenen Schalterstellungen.
Sollte das Problem weiterhin bestehen:
-Lötstellen im Gerät nacharbeiten (Netzstecker ziehen, sonst gibts Feuerwerk)
-Gerät einem Profi zum Rundumcheck überlassen
-Elektroinstallation vom kompetenten Fachmann überprüfen lassen---------------------
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!!