Letztlich auf einer VA:
Soundcheck einer weiblichen Stimme. Vom Veranstalter wurde ein Pegel nahe der 120dB (Tanzfläche) gewünscht und dabei entstanden Rückkopplungen. Er meinte, dass das vom Pegel noch nicht das Ende sei, sondern dass man sicher noch 6dB dazufährt.
Er meinte dann nur man soll das mit den Feedbacks schnell in Griff bekommen, er hat hier schon viel abgemischt und es hat immer geklappt (wie halt immer die meinen sie müssen ihren Senf dazugeben, Lösung wusste er nicht, er meinte nur dass man die Boxen falsch gehängt hat).
Gegebenheit war diese, dass die Bühne recht zwischen 2 kleinen Horngeladenen Topteilen stand. Die Topteile waren zwischen 5 und 6 Meter von der Sängerin entfernt, strahlten mit der -6dB Achse zur Sängerin (ungefähr).
Mikrofon war ein Wireless von Shure mit SM58 und ein danach ein dbx166 Compressor. Nachher ging es ins Pioneer DJM500, das sehr belegt war. Ich machte beim dbx den Gain voll runter und steckte das Teil in die Mikrofonbuchse am DJ Pult. Vom Pegel her war dies OK so.
Wir hatten weder ein richtiges Pult noch einen Mehrband EQ zur Verfügung. Das einzige war ein Feedbackdistroyer im Speakermanagementsystem.
Mein Lösungsvorschlag war einfach einen Pegel von 100 - 105dB einzupegeln und mit dieser (meiner meinung ausreichenden) Lautstärke die Show abziehen. Der Veranstalter meinte dann drauf, dass der Act sehr teuer war und man das viel lauter hinbekommen muss.
Zuguterletzt stand ich neben dem DJ und zog ihm immer den Master in einen vertretbaren Bereich und zum Schluss war es meiner Meinung eine gelungener Act - mit rund 106dB auf der Tanzfläche.
1. Frage: Soll man in dem Fall den Veranstalter sofort abmurksen und einfach leisere Pegel fahren weil über 120dB gehörts doch schon zur Gesundheitsgefährdung (auch wenn er darauf besteht Laut zu fahren)
oder einfach ihm die volle Verantwortung zustecken?
2. Frage: ganz rein Technisch: Ich habe jetzt ein Mikrofon, einen Compressor und einen EQ im Mikrofonweg. Wie kommt man mit diesen Gerätschaften ans Ziel in einem solchen Fall wie oben beschrieben, wo man extremste Feedbackprobleme hat. Bei Bands und Monitoren ist es doch auch so, dass man da recht schnell Probleme mit dem Feedback hat.
Was muss man tun um ein Feedback zu vermeiden oder die anfälligkeit zu mindern und wie weis man die Frequenz, die man "ziehen" soll?