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Hilfe bei Mischpultreparatur - Zeck MS802 Plus

  • DaftMedia
  • 17. März 2007 um 18:43
  • DaftMedia
    Beiträge
    1.169
    • 17. März 2007 um 18:43
    • #1

    Hallo!
    Ich bräuchte ein wenig Hilfe bzw einen Denkanstoß bei der Reparatur eines Kanals von meinem Zeck MS802 Plus.

    Betroffen ist ein gnaz normaler Kanalzug, Kanal1

    Fehlerbeschreibung:
    Mit ausgeschaltetem Equalizer läuft der Kanal absolut ordentlich, so wie er soll.
    Schaltet man den Equalizer des Kanals hinzu, hat man kaum noch Pegel. Der entsprechende Kanal klingt auch ziemlich dünn. Nun ist die Frage wo der Fehler sitzen könnte.

    Schaltplan/Service Manual:
    http://www.sam-support.de/downloads/scha…ne/MS-Mixer.pdf
    (Seite 6)

    Ich hab schon folgendes versucht:
    OP-Amps getaucht, sämtliche Transistoren getauscht.
    Das Poti vom 60Hz Regler und vom 10kHz Regler durchgemessen: OK
    Die beiden Kondensatoren die zwischen 60Hz Poti und Transistor liegen ersetzt (C120 und C209)
    Den EQ-Cut Schalter mit Kontaktspray gründlich gereinigt und mehrfach durchgemessen: Schalter OK

    Hat mal jemand einen heißen Tipp, wo ich gezielt nach dem Fehler suchen könnte? Alle Bauteile durchmessen bzw ersetzen ist Zeit- und Geldaufwändig.

    Gruß,
    Sven

    Edith:
    Eine weitere Macke hab ich auch noch gefunden:
    Die Range LEDs leuchten bei einigen Kanälen immer leicht, obwohl definitiv kein Signal anliegt (und auch nix auf den Ausang geht)
    Muss also Kriechstrom sein, Transistor hab ich schon getauscht, hat nix gebracht. Andere Fehlerquelle möglich?

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • tufkadib
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    2.687
    • 18. März 2007 um 09:46
    • #2

    Hallo,

    Zitat von "DaftMedia"


    Ich hab schon folgendes versucht:
    OP-Amps getaucht, sämtliche Transistoren getauscht.
    Das Poti vom 60Hz Regler und vom 10kHz Regler durchgemessen: OK
    Die beiden Kondensatoren die zwischen 60Hz Poti und Transistor liegen ersetzt (C120 und C209)
    Den EQ-Cut Schalter mit Kontaktspray gründlich gereinigt und mehrfach durchgemessen: Schalter OK

    folgende Sachen sollte man testen:

    -Betriebsspannung
    -Arbeitspunkte des Transistorgemüses
    -C223
    -die Widerstände im Equalizer
    -kalte Lötstellen (viel Licht + Lupe)
    -entsteht HF?

    Zitat

    Hat mal jemand einen heißen Tipp, wo ich gezielt nach dem Fehler suchen könnte? Alle Bauteile durchmessen bzw ersetzen ist Zeit- und Geldaufwändig.

    Für manche Fehler gibt es keine Husch-husch-Fehlersuche. Die Schaltung ist doch Kinderkram im Vergleich zu dem Videorecorder, den ich vor drei Jahren beim Wickel hatte: 140 IC, davon 7 Rechner... Etwas Geduld und Zeit wirst Du schon aufwenden müssen.

    Zitat


    Eine weitere Macke hab ich auch noch gefunden:
    Die Range LEDs leuchten bei einigen Kanälen immer leicht, obwohl definitiv kein Signal anliegt (und auch nix auf den Ausang geht)
    Muss also Kriechstrom sein, Transistor hab ich schon getauscht, hat nix gebracht. Andere Fehlerquelle möglich?

    -HF
    -D205

    MfG

    DirkB

  • DaftMedia
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    1.169
    • 18. März 2007 um 12:00
    • #3

    Danke schonmal für die Hilfe, ich beschäftige mich noch nicht solange mit Elektronik in dem Sinne. Bin da echt noch nicht so erfahren drin.

    Betriebsspannungen sind alle Okay, die restliche Schaltungen arbeitet ja auch wie gewünscht. Da hab ich eigentlich auch alles durchgepiepst und durchgemessen bis zu den Transistoren hin

    C223 kann es nicht sein eigentlich, weil dort immer das Signal drübergeht, egal ob mit oder ohne Equalizer, ich werds aber dennoch Testen.

    Jetzt müsste ich nur noch wissen wie ich vernünftig HF messen kann, hab leider nur eine relativ große Auswahl an Multimetern, Leistungsmessgeräten, FI Testern und Amperemterzangen.

    Danke für den Tipp mit der Diode bei der Range LED werd ich gleich mal ausprobieren.

    Thank you very much!

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • tufkadib
    Beiträge
    2.687
    • 18. März 2007 um 17:36
    • #4

    Hallo,

    was Du Dir unbedingt besorgen solltest: ein taugliches Oszilloskop. Selbst Tektronixe gehen in der Bucht oft für kleines Geld weg.

    MfG

    DirkB

  • DaftMedia
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    1.169
    • 18. März 2007 um 18:15
    • #5

    Wieviel MHz empfiehlt denn der Experte?

    Ich hab die ganze Zeit eine solche Anschaffung im Hinterkopf. Leider gibt mein Budget nicht immer viel her.
    Sollte das Ding auch einen Eingang für X-Ablenkung haben oder ist das nicht so wichtig?
    Ich könnte ja auch sonst auf ein PC gestütztes System zurückgreifen, PC steht eh in der Werkstatt rum. ODer taugen die nicht so sonderlich viel?

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • tufkadib
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    • 18. März 2007 um 18:22
    • #6

    Hallo,

    also wenn, dann würde ich Nägel mit Köpfen machen und einen 100MHz-Zweikanaler kaufen (an sich genügen auch 20MHz, wenn Du nicht in irgendwelchem Radiogerümpel herummessen willst).
    Ein gutes analoges Exemplar reicht völlig aus. Die sind dann auch recht umfangreich ausgestattet. X-Ablenkung haben eigentlich alle Geräte, Z-Modulation wirst Du nicht brauchen.

    MfG

    DirkB

  • DaftMedia
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    • 18. März 2007 um 18:32
    • #7

    Okay, dann halt ich mal die Augen danach auf.
    Werd mir dann auch gleich ein entsprechendes Buch dazu besorgen.
    Vielen Dank schonmal für die Hilfe.

    Bis dahin werd ich wohl Bauteil für Bauteil durchmessen bzw wo es mir net möglich ist, es mit einem Bauteil eines funktionierendes Kanals tauschen.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • manuela
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    • 18. März 2007 um 21:18
    • #8

    Insertbuchse kanns nicht sein.

    Fehlersuche.

    Test1: unterbrech bitte mal die Leitung vom R222 zum PFL Schalter hin und teste dann ob der Kanal wieder laut kann. Auf PFL und Led verzichtest du in diesem Falle da wir das abgezwackt haben. Wenn keine Besserung, Verbindung wieder herstellen.
    Wenn Besserung schaun wir uns in der Led-Abteilung um.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DaftMedia
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    • 18. März 2007 um 21:23
    • #9

    Okay werd ich morgen gleich versuchen.
    Aber Leitung zum PFL unterbrechen, wenns beim EQ hinzuschalten leiser wird?
    Naja ich werds mal versuchen, auf die Idee wär ich im Leben nie gekommen. Jetzt bin ich neugierig

    Schonmal vielen Dank für den Tipp.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • manuela
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    • 18. März 2007 um 22:07
    • #10

    die Widerstände um die EQ Transis herum sind so hochohmig daß ein Fehler dort kaum zu vermuten ist. Hast du aber vorn noch einen weiteren Kunde an der Tonleitung und der macht einen Kurzen gegen Masse dann hat das gewisse Rückwirkungen.
    Daher schaut man bei so einer Geschichte auch wer so alles mit im Boot sitzt um die Mucke zu teilen :wink:

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DaftMedia
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    • 18. März 2007 um 22:11
    • #11

    Okay, danke für die Erklärung.

    Ich schau mal was passiert wenn ich den R222 rausziehe oder muss ich wirklich die Leiterbahn durchtrennen?

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • DJheini
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    • 19. März 2007 um 08:41
    • #12
    Zitat von "DaftMedia"


    Aber Leitung zum PFL unterbrechen, wenns beim EQ hinzuschalten leiser wird?

    Sehe ich auch eher als unsinnig an. Der Fehler liegt IMHO in der EQ-Abteilung.

    Zitat von "DaftMedia"

    C223 kann es nicht sein eigentlich, weil dort immer das Signal drübergeht, egal ob mit oder ohne Equalizer, ich werds aber dennoch Testen.

    Falsch! Schau dir den Verlauf nochmal genau an. Wenn der EQ raus ist,
    geht das Ausgangssignal, das von Pin 7 des ICs 201 kommt, vom EQ-Cut-Schalter
    über die Insertbuchse direkt zum Channel-On und PFL Schalter.
    Das könnte evtl. schon der Übeltäter sein.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • DaftMedia
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    • 19. März 2007 um 10:13
    • #13

    Ja, das sehe ich jetzt auch grad.
    Ich komme mit diesem seltsamen Schalter-Symbol in dem Schaltplan nicht zurecht, das verwirrt mich immer zu. Hätte ich ja eigentlich von vornherein sehen müssen - vielleicht sollte ich über eine neue Brille nachdenken^^

    Ich werd den C223 einfach mal mit dem von einem anderen Kanal tauschen.

    Ich berichte heute Abend über Erfolg oder Misserfolg.

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  • DJheini
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    • 19. März 2007 um 10:53
    • #14
    Zitat von "DaftMedia"

    Ich werd den C223 einfach mal mit dem von einem anderen Kanal tauschen.

    Ich berichte heute Abend über Erfolg oder Misserfolg.

    Was ist denn das für ein Kondensator, der da jetzt drin steckt?

    Dem Symbol nach müßte es ja ein Elko sein. Die haben ja die
    unangenehme Eigenschaft, irgendwann mal auszutrocknen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • DaftMedia
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    • 19. März 2007 um 11:52
    • #15

    Das ist ein Elko.
    Wert weiß ich jetzt nicht, müsste ich nachschauen. Leider ist der Part-List bei Zeck verschütt gegangen, somit muss man selber immer direkt auf der Platine nachschauen.

    Lustigerweise hat man Tantalkondensatoren auf dem Schaltplan wie normale Elkos eingetragen, ohne Rücksicht auf die Polung.
    C222, parallel cum IC201 an Pin 2 u. 1 ist z.B: ein Tantalkondensator

    Übrigens: Das Mischputl wurde teilweise von Maintronic hergestellt, deren Firmenname prangt auf einigen Platinen. Allgemein sind die Platinen aber nicht in dem Zustand wie man es von einem Zeck Mischputl erwarten würde. Sieht zum Teil aus wie vom Praktikanten gelötet. Lötstellen sind alle soweit in Ordnung aber man sieht wo nicht so sauber gearbeitet wurde und wo deswegen nachgebessert werden musste (Lötbrücken)
    Leider blättert der Lötstoplack ab, wie bei vielen Geräten dieser Generation, das stinkt ganz schön am Lötkolben.
    An sich aber ein Pult erster Sahne. Läuft sogar mit einer halben Flasche Bier intus - OHNE das Fehler auftreten (ganzer Fader war überflutet)

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • DJheini
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    • 19. März 2007 um 11:58
    • #16

    Tanatlelkos? Glaube eher das es sich da um die kleinen Sibatit- Keramik Kondensatoren handelt:

    http://tbn0.google.com/images?q=tbn:s…/B300/KOND1.jpg

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • DaftMedia
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    • 19. März 2007 um 12:02
    • #17

    Nein das sind runde Perlen mit einer Markierung an einem der Pins

    Bei C211. C214. C217 und C220 ist das auf jeden Fall so. Kann aber gerne ncohmal nachschauen.


    Abewr der C223 ist ein Elko, da bin ich mir zu 100% sicher.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • manuela
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    • 19. März 2007 um 12:04
    • #18

    wir wärs denn mit abhorchen ? :wink:

    pieps rein und abtasten, Signalverfolger. Da wos aufhört = FEHLER

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • DaftMedia
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    • 19. März 2007 um 12:05
    • #19

    Durch einen Elko komme ich doch mit meinem einfachen Durchgangprüfer nicht durch, leider.
    und im Betrieb gehts leider gar nicht, da komm ich an die Leiterplatte nicht richtig ran.
    Das sind einzelne Leiterplatten pro Kanal, zu 4er Modulen angeordnet, alles verbunden mit einem Flachbandkabel.

    If you can't fix it with gaffa, it's destroyed.

  • manuela
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    • 19. März 2007 um 12:15
    • #20

    huhu

    ein Signalverfolger ist nix anderes als ein Taschenamp mit Minipappe der vorn hochspannungsfeste Koppelkondensatoren hat. Er dient also zum "abhorchen" von Tonsignalen.

    Eingesetzt wird er meist zusammen mit einem Tongenerator der einen Sinuston erzeugt.

    Verfahren:
    Das Sorgenkind bekommt den Piepser an den Eingang.

    Nun wird der Piepston Stufe für Stufe weiterverfolgt, bis er irgendwo aufhört wo er eigentlich hörbar sein müßte .... und genau da ist dann der vermeintliche Fehler.
    Bevor man das durchführt hat man sich vergewissert daß die Versorgung fehlerfrei arbeitet.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

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