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Rückkopplungen durch Mikrofone

  • aeroy
  • 26. Juli 2007 um 12:19
  • aeroy
    Beiträge
    353
    • 26. Juli 2007 um 12:19
    • #1

    Hallo zusammen.

    Ich setze mich häufig mit dem Thema Rückkopplungen durch Mikrofone auseinander, da ich selber auch manchmal Probleme damit habe auf VAs. Aber darauf möchte ich gar nicht hinaus.
    Ich habe letztens im TV das "Conzert for Diana gesehen". Habe da des öfteren gesehen wie die Sänger mit dem Mikro die Bühne auf und ab gelaufen sind und an beiden enden fast unter den Line Arrays standen. Ich schätze den Abstand auf 4 Meter vom Mikro zum untersten LA Teil.
    Der Pegel der da gefahren wurde wird sicherlich nicht wenig gewesen sein.
    Auch Moderatoren sind redent unter den LAs durchgelaufen ohne das es rückkoppelte. Also das Mikro kann nich aus gewesen sein.
    Wie geht das das es da nicht pfeift?
    Ich habe öfter Sprachbeschallungen wo ich auch einen sehr hohen Pegel fahren muss, weil da einige 100Pax was hören möchten und habe da schon manchmal Probleme.

    Ich hab da schonmal was von gehört das man am EQ ein Band ganz runter zieht, aber das kanns doch nicht sein oder? Gibts da irgendwie n Trick wie man das macht?

    Danke schon mal für eure Antworten.
    mfg Mirko

  • Kracky
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    • 26. Juli 2007 um 12:35
    • #2

    Wenn du dich wirklich mit dem Thema befaßt hast, kannst du dir ja selbst erklären wie ein Feedback entsteht und warum also kannst du dir denn auch Gedanken machen wie man dagegen vorgehen kann.

    Diese LAs, hängen meißt vor der Bühne, die Ausrichtung des LA ist in Richtung Publikum so das es ähnlich wie beim Monitor die Lautsprecher selbst strahlen nicht direkt in Richtung des Mikrofons. Dann folgt das Beachten der Regel das der Abstand vom Sprecher (Sänger) zum Mikrofon um ein vielfaches kleiner sein muß als der Abstand zwischen Lautsprecher und Mikrofon. Nun noch ein möglichst Linieares System das an keiner Stelle zum übersprechen eine Frequenz neigt und schon sollte es kein Problem sein auch bei großen Lautstärken Feedbackfrei zu arbeiten. Es geht eigentlich immer nur um das Thema Gain bevor Feedback.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • treibsand
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    1
    • 26. Juli 2007 um 12:42
    • #3
    Zitat von "Kracky"

    Nun noch ein möglichst Linieares System das an keiner Stelle zum übersprechen eine Frequenz neigt ....


    ...dann doch lieber ein System, was auf den Frequenzen mehr drückt, die das Micro schlechter einfängt...
    Damit gibt's mehr GainBefore und es erscheint subjektiv lauter... :wink:
    (auch, wenns dann scheisse klingt :oops: )

    Die Tipps in richtiger Reihenfolge:
    - das richtige System auswählen (Richtwirkung / In-/Near- oder Centerfills bzw. Delay)
    - die richtige Positionierung (nicht das Mikro beschallen, sondern nur das Publikum, das gibt nämlich anderes "Feedback")
    - die richtigen Micros nutzen (was nicht vom Micro eingefangen wird, pfeifft nicht)
    - Das System ggf. entzerren, also auf den Koppelfrequenzen schmalbandige Filter setzen.

    ...dan klappts auch mit dem Nachbarn.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • aeroy
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    • 26. Juli 2007 um 12:44
    • #4

    as befassen meine ich damit das ich mich dusselig stelle und drehe wenn es koppelt. Hab mich mit berechnungen usw noch nie befasst.

    Abstand:
    Mund(Sprecher) -> Mikro = ca 20cm (gibt ja auch manche die es verschlucken wollen :grin: )
    Mikro -> Boxen = 3-4m zu beiden Seiten
    Scenario: Die Boxen stehen nach vorne gerichtet ca 1-2m vor dem Mikro (mit dem erwähnten Seitenabstand) welches nach hinten gerichtet ist. Die Boxen befinden sich dann fu einer höhe von ca 2,5m.

    edit: Die Klangqualität ist wichtig. Wenn da dr Vereinsvorstand seine Volksreden schwingt soll sich das auch gut anhören

  • treibsand
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    • 26. Juli 2007 um 12:47
    • #5
    Zitat von "aeroy"

    edit: Die Klangqualität ist wichtig. Wenn da dr Vereinsvorstand seine Volksreden schwingt soll sich das auch gut anhören


    Wenn es bei für Sprache unwichtigen Frequenzen koppelt, wozu soll man die dann übertragen?!?

    Edith:
    Entfernungsverdoppelung heisst 6dB mehr.
    20cm - 0dB
    40cm - 6dB
    80cm - 12dB
    160cm - 18dB
    320cm - 24dB...

    wohlgemerkt: gerichtete Schallwirkung.
    Dadurch, dass das LA niemals direkt und geradeheraus in das Micro schallt, hast du die Absenkungen des LAs als Zugabe.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • aeroy
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    353
    • 26. Juli 2007 um 13:03
    • #6

    Ja gut das hängt dann wohl wieder mit dem LA Mythos zusammen.

    Die Abstände meinst du sicherlich als Abstand vom Mund zum Mic oder?

  • treibsand
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    • 26. Juli 2007 um 22:13
    • #7

    Äh, nein.
    Das sind die Abstände der Schallquelle (Box,LA etc.), vom Micro, wenn der Abstand Mund-Micro 20cm sind.
    Dann hast du bei 20cm zwischen Box & micro (gleiche Entfernung und Richtung wie Mund-Micro) 0dB Feedbackabstand.
    Bei 40cm 6dB usw. usf.
    Natürlich ist in der Praxis der Kopf zwischen Mund & Box, sodass da auch einige dB dazukommen und die Box/das LA strahlen nie 100% in Richtung Micro.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • soundfreak77
    Beiträge
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    • 7. August 2007 um 13:48
    • #8

    was macht denn dann ein feedback destroyer?? Was regelt der und wie??

    http://www.mm-audiotechnik.de

    Vertrieb von:
    Gisen Audio
    MM-acoustics

  • erik
    Beiträge
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    • 7. August 2007 um 14:56
    • #9

    das is im Prinzip ein automatischer parametrischer EQ, der Frequenzen die koppeln erkennt und automatisch absenkt

  • Eliminator
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    • 8. August 2007 um 21:13
    • #10

    Das ist allerdings mit Gefahr verbunden. Das Ding verbiegt Dir im Auto-Modus, wenn man es übertreibt, ganz schön den Sound, da es nach und nach ein Frequenzband nach dem Anderen zu macht. Auf der Front wirst Du es noch merken, aber nicht, wenn Du das Ding im Monitorweg drin hast.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 8. August 2007 um 21:32
    • #11

    es gibt nur einen wirklich funktionierenden Feedback-Destroyer und der heist Monitortechniker.
    Beste Feedbackverhinderung ist Vorsorge, ich rate zu einem Audix OM7 Mikrofon.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • databass.ch
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    1.197
    • 8. August 2007 um 22:22
    • #12

    Ich hab mal einen Soundcheck von Xavier Naidoo miterlebt. Da hat ein Techniker nach ausführlichem Einpfeifen zum Schluss das Mikro aus ca. 1m Entfernung frontal auf sämtliche Monitore und Sidefills gerichtet, und nirgens hat es auch nur annähernd gekoppelt :shock: Wie das geht, ist mir bis heute ein Rätsel... Haben die eine so moderate Bühnenlautstärke? Feedback-destroyer? Zauberei? Oder war das alles nur Show, und der Monitormischer hat im rechtend Moment den entsprechenden Monitor gemuted um mich (oder Xavier) zu verblüffen? :grin:

  • tufkamar
    Gast
    • 9. August 2007 um 09:26
    • #13

    naja - ordentlich einpfeifen und entsprechende Monitore und Mikros, dann geht das schon...

  • Eliminator
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    3.105
    • 9. August 2007 um 10:30
    • #14

    Ein Hexenwerk ist es echt nicht. Ich habe die Sache in den Griff bekommen, nachdem ich mir Noisegates mit Kompressor zugelegt hatte. So ist das Mikro in Sprech/Gesangspausen schonmal zu und überträgt keinen Müll von benachbarten Schallquellen mehr. Das nimmt einem schon mal viel Arbeit ab und da langt ein Behringer Composer locker.

    Das Nächste wäre halt wie schon gesagt ein Equalizer, wo man das betreffende Frequenzband etwas runterzieht, das erfordert allerdings ein Gehör für die passende Frequenz oder einen RTA, wo man die Frequenz während des Feedbacks visuell ermitteln kann. Von Mackie gibts da eine nette Kombination, allerdings bissi teuer.

    Den Feedback Destroyer habe ich eigentlich gar nicht mehr im Einsatz, da dessen Betreuung manchmal mehr Aufmerksamkeit erfordert als das Feedback von Hand zu "eliminieren".

    Oft hat das Feedback aber auch baulichen Ursprung: Unser Bürgerhaus z.B. hat glatte Trennwände und teilweise verspiegelte Decken, was eine Vielzahl von "Early Reflections" zur Folge hat und Feedback unangenehm begünstigt. Gottseidank gibt es dort die Möglichkeit, die Tops zu fliegen und schräg nach unten ins Publikum statt gegen die Rückwand zu richten.


    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • databass.ch
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    • 9. August 2007 um 13:44
    • #15

    Wie man ein Monitorsystem einpfeift, weis ich schon. Und bei den Frequenzen bin ich auch schon ziemlich treffsicher. Aber irgendwann ist einfach schluss. Wenn die peaks gezogen sind, fängt das system irgendwann an in sämtlichen Frequenzbereichen zu "pfeifen" (obwohl man das dann nicht mehr pfeifen nennen kann), weil dann die schleife (mikro > mischer > eq > amp > monitor > mikro > ...) einen weitgehend geraden frequenzverlauf hat über den die verstärkung v > 1 ist.

    Zitat von "Eliminator"

    So ist das Mikro in Sprech/Gesangspausen schonmal zu

    Also doch muten :grin:
    Mit Gates im Gesangsmic hab ich keine guten Erfahrungen gemacht: entwerde sie bleiben die ganze Zeit offen (wegen der Nebengeräuschen auf der Bühne) oder sie schliessen auch dann, wenn sie nicht sollen (wenn jemand zwischen den Songs eher leise redet und dann auch noch weiter vom Mic weggeht, z.B)

  • Eliminator
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    • 10. August 2007 um 00:09
    • #16
    Zitat

    (wenn jemand zwischen den Songs eher leise redet und dann auch noch weiter vom Mic weggeht, z.B)

    Gegen Mikrofonlegasteniker ist ein Gate natürlich machtlos.

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • tufkamar
    Gast
    • 10. August 2007 um 07:06
    • #17

    _ich_ würde sogar einfach sagen: ein Gate hat auf einem Gesangsmikro einfach nichts verloren.

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