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  5. Pyro

Pyroeffekt mit Druckluft ???

  • Maxit
  • 7. August 2003 um 04:59
  • Maxit
    Beiträge
    115
    • 7. August 2003 um 04:59
    • #1

    Hi !

    Ich hab das Amt des Ton-/Lichttechnikers bei unserem Freilichttheater übernommen. Soweit läuft auch Licht und Ton.

    Mein Vorgänger hat auch Pyroeffekte gemacht, teilweise mit Elektrozündern und eben anscheinend teilweise per Druckluft.

    Hab heute so eine Art Blechdose mit Öffnung oben und Drucklufteingang unten gefunden, die mit einem Pulver gefüllt sind.
    Ich hab die Vermutung, dass durch die Druckluft das Pulver nach oben geschossen und sehr fein verteilt sich dann selbst entzündet (wie z.B: Mehlstaubexplosion)!
    Für die Tatsache spricht, dass ein Pneumatikventil elektrisch gesteuert auch noch vorhanden ist.

    Gibt es sowas ???
    Wenn ja sollte ich die Dosen irgendwie speziell gesichert aufbewaren ?

    Achja keine Angst ich hab nicht vor die Dinger jetzt zu benutzen.
    Ich mache nächstes Jahr den Pyrotechnikschein und wollte eben nur wissen ob ich die Dinger noch behalten kann oder sie besser entsorgt werden sollten.

    Gruß Maxit

  • buzz
    Profi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.248
    • 7. August 2003 um 07:08
    • #2

    Hi Maxit,

    ACHTUNG LEBENSGEFAHR!!!

    Bitte keine Experimente mit Explosionen aller Art, welche nicht kontrollierbar sind!

    Eventuell könnte es sich bei der Apparatur um einen selbstkontstruierten Konfettiwerfer handeln.

    Aber das mit dem Mehlstaub lässt Du besser!!!

    Gruss aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • Nischl
    Beiträge
    58
    • 7. August 2003 um 13:07
    • #3

    Hi Maxit,

    völlig richtig, die Dose ist eine " Vorrichtung zum Abbrand von Lycopodium". Das Lyco ist das Pulver, das Du in der Dose gefunden hast.
    Dieses Pulver ist ungiftig, und in nicht zerstäubter Form auch nicht so recht brennbar. (Auch kein Gefahrgut)

    Zur Funktion: Das Lyco wird per Pressluft ( deshalb das Magnetventil) aus der Dose getrieben und zerstäubt. Durch eine Pilotflamme geblasen entzündet sich das Material, und gibt, je nach Druck, und Dauer einen oder mehrere Feuerbälle, so lange, bis der Behälter leer ist.

    Dafür brauchst Du übrigens keinen Feuerwerkerschein, da auch kein pyrotechnischer Gegenstand i.S.D. SprengG verwendet wird.

    Ob das Material noch taugt, kannst Du ausprobieren, indem Du eine Handvoll vorsichtig in eine Kerzenflame rieseln lässt.

    Gruß,

    nisch'l

    WE SET THE STAGE ON FIRE!
    WE SET THE SKY ON FIRE!
    http://www.npa-pyrotechnik.de

  • Nischl
    Beiträge
    58
    • 7. August 2003 um 16:14
    • #4

    .... da fällt mir noch was ein:

    Das Ding könnte auch ein Teil sein, mit dem man (!!!ohne Pilotflamme !!!)
    mit Mehl, oder Zementstaub eine Art Einschlagsimmulation erzeugt hat!
    Also einfach mit schön Druck das Material rausblasen!

    Daß es hier keine Missverständnisse gibt:

    Kein Mehl in Verbindung mit einer Flamme an der Dose !!!!!

    Das kann echt mächtig in die Hosen gehen!

    Falls Du Lycopodium brauchst: http://www.npa-pyrotechnik.de
    oder schick mir einfach ne mail.

    Viele Grüße,

    Nisch`l

    WE SET THE STAGE ON FIRE!
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    http://www.npa-pyrotechnik.de

  • Maxit
    Beiträge
    115
    • 7. August 2003 um 17:15
    • #5

    Hi !

    Die Dosen sind so aufgebaut, das oben drauf in der Mitte eine etwa teelichtgroße veriefung ist (wohl für ne Pilotflamme) und das Pulver durch löcher außerhalb der Vertiefung aufgewirbelt wird.
    Was wird den üblicherweise als Pilotflamme verwendet ?`

    In den Dosen ist noch gelbes Pulver. Ich tippe also sehr stark auf Lycopodium.
    Leider hab ich nie ein Wort mit meinem Vorgänger reden können aber ich werd das mal mit einer kleinen Probe testen.

    Wie gesagt ich will mich nur mal infomieren und erst mit Schein und Erlaubnis langsam daran denken etwas vor Publikum zu machen.

    Gruß Maxit

  • Nischl
    Beiträge
    58
    • 7. August 2003 um 18:04
    • #6

    Hi Maxit,

    üblicherweise macht das jeder so, wie er es für am Besten hält :))

    Ich hab für einen Test mal CeraPad, das ist eine Keramikwatte, die mit
    Brennflüssigkeit getränkt wird (als BF z.B. Spiritus, weil der wenig raucht)
    und in ein Teelichtschüsselchen (was für ein Wort) gestopft, und ins Zentrum des Behälters gestellt.

    Vorher Lyco in den Behälter einfüllen, und dann vorsichtig mit Druckluft reinblasen, um mal ein Gefühl für den Effekt zu kriegen.

    Wenn Du es mit dem Druck übertreibst, kann es passieren, dass die Pilotflamme ausgeht, und dann ist die Show im Eimer.

    Ich bin mir zu 99,9% sicher , dass die Anlage für Lyco gebaut wurde (...
    gelbes Pulver...)

    Viel Erfolg beim Probieren,

    Nisch`l

    WE SET THE STAGE ON FIRE!
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    http://www.npa-pyrotechnik.de

  • Josef_Austen
    Beiträge
    157
    • 8. August 2003 um 21:20
    • #7

    Wollen demnächst ein kleines Event starten von wegen
    "Fluss in Flammen"

    Diese Sache mit Lycopodium kling eigentlich recht ungefährlich und eignet sich sicherlich gut um es mitten auf dem Teich abzubrennen.

    Die Herstellung solcher "Töpfchens" ist sicher schnell gemacht.
    Pressluft und Magnetventile sind vorhanden.
    Ein paar Teelichter sind kein Thema.

    Aber ich bezweifle, das ich Lycopodium problemlos bekomme als Laie.
    Und ich kann mir nicht vorstellen das solche Eigenbauten zulässig sind.

    Also darf man sowas machen ? Mitten auf dem Teich (ca 10 Meter bis zum Ufer)
    Wenn Ja: Woher bekomme ich das Zeug ? Und zu welchem Preis ?

    Gibts vielleicht sogar mehrere Farben ???


    Gruß
    Jupp

  • Maxit
    Beiträge
    115
    • 9. August 2003 um 03:38
    • #8

    Hi!

    Also die Dinger sind eigentlich recht simpel aufgebaut.

    Ne einfache Blechdose mit nem eingang für Pressluft an der Seite unten und verschießbarem Deckel.
    Im Deckel sind außen kreisförmig etwa nagelgroße Löcher.
    In der mitte ein Töpfchen etwas größer als ein Teelicht für die Pilotflamme.

    Morgen mittag werd ich das ganze mal ausprobieren. (Kann ja ein paar Fotos machen)

    Es entsteht dabei eine art Feuerwolke also nix mit Farbe oder so.

    Leider ist das Magnetventil für Druckluft bei uns irgendwie verschollen :(
    Schleuche und Kompressoer usw sind noch vorhanden :)
    Ich hoffe ich finde das noch, denn ich will den Effekt als Abschluss für die Derniere des Theaterstücks morgen abend verwenden (mit allen Sicherheitsvorkehrungen natürlich und nur wenn die Proben morgen mittag einwandfrei laufen!!!)

    Gruß Maxit

  • Crossfader
    Beiträge
    680
    • 27. September 2003 um 14:01
    • #9

    bisschen OT aber Lycopodium wird auch zum Feuerspucken benutzt.
    Istn icht so gefährlich wie hochreines Petroleum macht aber leider keine so schönen Flammen und klebt heftigst im Mund :D

    Sorry für OT aber musst ich grad mal loswerden ;D

    Mit magischen Grüßen
    Cross

  • Maxit
    Beiträge
    115
    • 28. September 2003 um 02:19
    • #10

    und schmeckt bescheiden :D

    Achja mein Projekt ist auf nächsten Sommer verschoben (bis dahin hab ich elektromagnetschalter und nen Anlass um das System auszuprobieren)

    Gruß Maxit

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