Hallo,
wir haben für Februar einen Auftrag im Kellergewölbe bekommen:
Beschallung und Licht zu einer Discoveranstaltung.
Gibt es in Kellergewölben besondere Eigenheiten oder Tricks und Kniffe, die man beachten sollte?
Viele Grüße
Skystar Records
Hallo,
wir haben für Februar einen Auftrag im Kellergewölbe bekommen:
Beschallung und Licht zu einer Discoveranstaltung.
Gibt es in Kellergewölben besondere Eigenheiten oder Tricks und Kniffe, die man beachten sollte?
Viele Grüße
Skystar Records
Ja, einen grossen Bogen mit jedweder lautstärkeerhöhenden Anlage darum machen... :wink:
Mal ernsthaft:
dezentral beschallen: viele kleine Boxen.
möglichst Fliegen: das Publikum dämmt dann vor Reflektionen
enge, gezielte Abstrahlcharakteristik: alles, was ungenutzt an Schall eingebracht wird, wird zu Hall...
Hi,
ich entwickelte eine sehr schmal gebaute (50cm breite) Anlage für Keller, 40° horizontal. Hat sich gut bewährt.
Das ganze setzte allerdings voraus, dass von der kurzen Seite aus beschallt wird; bei quer angeordneter Bühne ist ein dezentrales Konzept wieangesprochen sicher besser.
Solche stark bündelnde stacks lassen sich dann wiederum bei gewöhnlichen Beschallungen als sidefill verwenden, oder gar sidefill statt Boden-Monitoren. Ist sehr zu empfehlen bei kleinen Leuten auf der Bühne, wie Sängerinnnen unter eins-siebzig.
Kann man kaufen ...
Mike.
Was für Bässe eingesetzt werden, ist aber egal, oder?
Es wird zwar von der kurzen Seite aus beschallt, ich würde aber dennoch dezentral bevorzugen.
Hi,
Bässe im Raum sind extrem von dessen Beschaffenheit und Nutzung abhängig.
Meine grösseren Bässe (okay, demnächst alle) besitzen Rollen; so kann in Grenzen optimiert werden. Ein Meter Veränderung kann manchmal eine Menge bewirken.
Mike.
Zitat von "Skystar Records"Hallo,
wir haben für Februar einen Auftrag im Kellergewölbe bekommen:
Beschallung und Licht zu einer Discoveranstaltung.
Gibt es in Kellergewölben besondere Eigenheiten oder Tricks und Kniffe, die man beachten sollte?Viele Grüße
Skystar Records
Ich bin jezzt mal ganz bewusst etwas spekulativ-provokant und behaupte, das ihr den Job nur deswegen bekommen habt, weil fünf andere vorher schon abgewunken haben... :grin:
Kellergewölbe = Reflektionen ohne Ende, wenn nicht mit sonic traps vollgestopft.
Reflektionen = scheiss Klang, alle zwei Schritte anders und nie richtig.
Je lauter, je schlimmer.
150 Kopfhörer verteilen. :grin:
Oder besser: siehe Lübecker Beitrag a) und b)
c) ist schon grenzwertig, weil IMHO dabei schon zuviel verlorengeht.
Abend,
bei uns in einem Club haben wir auch andauernd Probleme mit dem reflektierten Schall, oder mit dadurch klappernden Scheiben. Das kommt zwar eigentlich nur durch den Bass, aber ich denke, dass du dort das meisste versauen, oder doch retten kannst.
Ich finde, das dort die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn die Würfel in der Mitte, alle nebeneinander, stehen. Je mehr nebeneinander, umso besser ist die Richtwirkung. Und umso homogener die Verteilung des Sounds im Raum. Aber bitte nur die gleichen Bässe verwenden, und auch mit den gleichen Frequenzen trennen. Die Richtwirkung kann man auch beeinflussen, indem man die äußeren Bässe ein paar Zentimeter vor oder hinter schiebt.
Für die Tops, würde ich Hornbauten verwenden. Auf jeden Fall etwas geneigt und je nach Länge des Raumes dann später eine Delayline einsetzen.
Du wirst unbedingt mit Equalizer arbeiten müssen. Die Frequenzkurve wird sich garantiert ändern, wenn Publikum im Raum ist.
Die Rückwand könnte man mit ordentlich viel Molton abhängen. Evtl. auch die vordere Wand (die Wand hinter den Bässen).
Und sei froh, das das ganze nur eine Disco-Mukke und nicht Live ist ![]()
Gruß Simon
Zitat von "LJbigFISH"Ich finde, das dort die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn die Würfel in der Mitte, alle nebeneinander, stehen. Je mehr nebeneinander, umso besser ist die Richtwirkung.
Einspruch euer Ehren!
Die beste Richtwirkung nach vorne bekommst du, wenn sich die Amplituden in seitliche Richtung auslöschen.
Das ist dann der Fall, wenn jeweils von Mitte Bass zu Mitte Bass genau der Abstand der halben Wellenlänge (der Trennfrequenz) herrscht.
Du hast die grösste Leistung nach vorne, da die Bässe 6dB Gewinn haben.
wenn du die ganze Breite des Raumes mit Bässen vollstellst, sollte sich der Schall so homogen wie möglich ausbreiten. Und wird über die gesammte breite vom Publikum gleichmäßig absorbiert. Natürrlich kannst du auch im Zahnlückenmuster aufstellen. Musst aber beachten, das vom äußersten Bass zur Wand nur die Hälfte von der Hälfte Abstand ist. :grin:
Und was ist, wenn die Bässe mal einen Sinus mit nicht der Trennfrequenz abgeben?? Da kannst du die doch gleich näher zusammenstellen.
Gruß Simon
Oberhalb von fx sollte doch eh nicht viel übertragen werden, untenrum werden die Wellenlängen länger.
Es reicht also mit lambda/2 aufzustellen.
Ein bisschen näher zusammen wäre natürlich nicht schlecht, um Interferenzen oberhalb von fx vorzukommen.
(Wie viel genau solltest du von der Flankensteilheit deiner Trennung abhängig machen, bei 6dB/Okt ruhig den Abstand halbieren, bei 48dB/Okt sollte eine geringfügige Verkürzung reichen)
Noch ne Anmerkung zu den Tops:
Die Tops wie gesagt am besten fliegen(4Punkt),
vertical und horizontal so ausrichten, dass du ca.
in die mitte der Tanzfläche (am besten auch raummitte) zielst.
So nutzt du das Publikum als Absorber,
und hast am wenigsten reflexionen von den wänden :wink:
Wenn du dazu noch eng abstrahlende Systeme 40 x 30° hast, sollte
es ganz annehmbar werden, mit sicherheit die beste beschallung, die
die location je gehöhrt hat ![]()
Wir beschallen immerwieder ein altes Kellergewölbe (Bilder hier im Forum und auf unserer Page) - dort haben wir 2 Horntopteile geflogen und wie schon von anderen hier erwähnt Tanzflächenmittig ausgerichtet. Ein Grundhall war da, aber der hat nicht groß gestört, die Leute schluckten den Rest. Bässe waren 2 18er langhörner nebeneinander schräg zu den Wänden gerichtet (also nicht 90° oder 180° zu den Gegenwänden) - hat gut gewummst so.
Wichtig einfach: die Topteile fliegen, dann hast schon halb gewonnen. Wenn deine Absorber in reichlicher Zahl da sind ist das die zweite Hälfte des Gewinns.